I N H A L T Das Thema: Glücksspielsucht Würzburg: Fast alles Glück verspielt 3-6 (Die Geschichte eines Glücksspielsüchtigen und sein Weg aus der Sucht) Würzburg/München: „Süchte lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen“ 7-8 (Interview mit Dr. Ludwig Kraus zum Glücksspielverhalten) Aktuelles Lexikon: Glücksspielsucht 8 Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (19): Dekanat Würzburg-links des Mains Würzburg/Höchberg: Errichtungen fast abgeschlossen 9-10 (Künftig sieben Pfarreiengemeinschaften) Höchberg: „Kirche muss sich öffnen für Probleme und Fragen unserer Zeit“ 11-12 (Interview mit Dekan Walter Lederer) Im Gespräch Würzburg: „Es geht immer um den Menschen“ 13 (Liturgiereferent Steger zur Segnung von Laptops, Blackberrys und Handys) Berichte Würzburg: Sonderkollekte für Erdbebenopfer 14 (Bischof Hofmann ruft zu Spenden und Gebet bei Gottesdiensten am Sonntag auf) Würzburg: Ökumene beginnt im Herzen 15 (Ökumenisches Gebet für die Einheit der Christen in der Franziskanerkirche) Würzburg/Berlin: Über 65.000 Euro nach Rom 16 (Apostolischer Nuntius dankt für Peterspfennig aus der Diözese Würzburg) Würzburg: Monsignore Geist wird „Ehrenpasti“ 17 (Vollversammlung der Pastoralreferenten würdigt scheidenden Personalreferenten) Volkersberg/Würzburg: Zeiten des Umbruchs stehen bevor 18 (Gemeindereferenten blicken bei Vollversammlung in die Zukunft der Pastoral) Würzburg: Hotline für ehemalige Heimkinder 19 (Kirche bietet Beratung an) Würzburg: Türen und Herzen aufschließen 20 (Clemens Bieber übernimmt Amtsgeschäfte als Vorsitzender der Caritas) Würzburg: Rund 2500 Broschüren verschickt 21 (Caritas bietet umfangreiches Fortbildungsprogramm an) Kurzmeldungen Würzburg/Fährbrück: Pfarreiengemeinschaft „Fährbrück“ errichtet 22 Würzburg/Nordheim/Sommerach: Pfarreiengemeinschaft „Maininsel“ errichtet 22 Würzburg/Maßbach: Pfarrverband Maßbach aufgehoben 22 Würzburg: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bittet um Spenden und Gebet für Haiti 22 Würzburg: Diözese Würzburg gibt 20.000 Euro Soforthilfe für Opfer in Haiti 23 Würzburg/Schweinfurt: Leiter der Italienischen Katholischen Mission verabschiedet 23 Würzburg: Aufruf zur Erinnerung an Bombennacht 24 Würzburg: Die etwas andere Kaffeefahrt 24 Würzburg: Neuer Name für ökumenisches Fernsehmagazin 24 Personalmeldungen Würzburg/Unsleben: Pater Bruno Müller als Pfarradministrator von Unsleben entpflichtet 25 Würzburg/Eisingen/Waldbrunn/Lohr: Pfarrer i. R. Bieniek im Alter von 79 Jahren gestorben 25 Veranstaltungen Würzburg: Rock my Soul – unENDliches SPIEL 26 Würzburg: Caritas – Vom Umgang mit „armen“ Kindern (und deren Eltern) 26 Würzburg: Führung im Museum am Dom 26 Würzburg: Festgottesdienst am Makariustag 27 Würzburg: Ringvorlesung „Theologie an der Universität“ 27 Würzburg: Führung für Senioren im Neumünster 27 Das Thema: Glücksspielsucht Fast alles Glück verspielt Die Geschichte eines Glücksspielsüchtigen und sein Weg aus der Sucht – Caritas bietet Beratung für Glücksspielsüchtige in Würzburg Peter Satu (Name von der Redaktion geändert) war zehn Jahre alt, als er zum ersten Mal Geld in einen Spielautomaten steckte und alles verlor. Heute ist er 33 und hat in seinem Leben rund 200.000 Euro verzockt. Pleite ist er deswegen nicht. Aber auch nach 16 Wochen in stationärer Behandlung ist er noch immer nicht von seiner Glücksspielsucht geheilt. Er kennt jedoch seine Schwächen. Gemeinsam mit Familie und Therapeuten arbeitet er daran. Es fällt Peter Satu schwer daran zu denken, dass er das Glücksspiel eigentlich vergessen will. Dieses Verlangen nach den ratternden Automaten mit ihren blinkenden Lichtern, ihren schrillen Tönen. Die Sucht danach, das Glück immer wieder aufs Neue herauszufordern; so oft fast zu gewinnen, um dann am Ende doch meistens wieder zu verlieren. Eine Sucht, mit der der heute 33-Jährige in den vergangenen Jahren immer wieder gerungen hat, die er so oft überwunden glaubte. Ein ganzes Jahr hatte er zwischenzeitlich keinen Fuß mehr in eine Spielhalle gesetzt, keinen Cent mehr verzockt. Dann kam der Rückfall. Und noch einer, und noch einer. Derzeit lebt Satu abstinent. Mal wieder. Aber dieses Mal will er es bleiben, will es endlich durchhalten. Wer Satu sieht, der nimmt ihm diesen festen Vorsatz ab. Ruhig und mit durchdringender Entschlossenheit sitzt der sportliche Mann auf seinem Stuhl, sein Gegenüber mit klarem Blick fixierend. Beide Füße stehen fest auf dem Boden, kein nervöses Tippeln. Er ist im Hier und Jetzt. Seine Hände umrahmen seine Worte ohne von ihrer Bedeutung abzulenken. Überhaupt sprudeln die Sätze geradezu aus dem Konstrukteur heraus, wenn er seine Geschichte erzählt. Es ist eine Geschichte von Höhen und vielen Tiefen, von unzähligen Enttäuschungen und immer neuen Vertrauensbeweisen. Es ist aber auch eine Geschichte von der Liebe. Der Liebe seiner Frau, die nach elf Jahren Beziehung und sieben Jahren Ehe jetzt erstmals das ganze Ausmaß seiner Suchtvergangenheit überblickt und vor der Satu jetzt zum ersten Mal in seinem Leben keine Geheimnisse mehr hat. „Ich habe früher mein ganzes Umfeld gegeneinander ausgespielt“, erinnert er sich. „Das war wirklich sehr dreckig, und ich bin nicht stolz darauf. Es war mir aber egal, ob ich jemandem weh tue, ob ich jemanden verletze. Auch meine Frau war mir in Zeiten des Spieldrucks völlig egal.“ Erster Kontrollverlust Wer die Ursachen für Satus Spielsucht ergründen will, der muss weit in die Vergangenheit zurückgehen. Im Alter von zehn Jahren steckte Satu, damals mit seinen Eltern noch im kommunistischen Rumänien hinter dem Eisernen Vorhang zu Hause, zum ersten Mal Geld in einen Automaten. Er verlor alles. Aber nicht nur das: „Das war wirklich mein erster Kontrollverlust. Ich habe mir sogar noch von einem Freund Geld geliehen.“ Schließlich war auch das weg. Der Kontrollverlust. Viele Spieler kennen das Phänomen. Dieses „Einfach-Nicht-Aufhören-Können“. Dr. Ludwig Kraus, stellvertretender Leiter des Instituts für Therapieforschung in München, beschreibt es so: „Man hat den festen Vorsatz, nur eine bestimmte Zeit oder nur einen bestimmten Geldbetrag zu spielen. Und trotzdem wird so lange weitergespielt, bis man aufhören muss – entweder wegen der Höhe des Verlusts oder ganz einfach weil die Spielhalle geschlossen wird.“ Satu hat das oft erlebt während seiner Spielerkarriere. Mit 13 kommt er mit seinen Eltern nach Deutschland. Die Familie lässt sich im Würzburger Süden nieder. Neben der Schule jobbt der Teenager am Wochenende in einem Kaufhaus in der Innenstadt. Er stapelt Pullover und räumt Jeans in die Regale. Die 27 Mark, die er damit Woche für Woche verdient, landen aber nie auf dem Sparbuch. Er steckt sie regelmäßig in den Spielautomaten im Eiscafé an der Ecke. „Obwohl ich immer gearbeitet habe, war ich eigentlich immer knapp bei Kasse.“ Doch zu diesem Zeitpunkt sieht Satu das Spielen noch nicht als Sucht. Gemeinsam mit seinen Freunden sitzt er im Eiscafé und zockt. Wenn einer aus der Runde gewinnt, dann fahren die Jugendlichen gemeinsam in die Innenstadt, lassen es sich mit dem Gewinn gut gehen. Wann genau der Strudel einsetzte, der ihn aus der Gruppe herauslöste und dazu führte, dass er immer öfter alleine hinter den Automaten versank, weiß Satu heute nicht mehr. „Das war wirklich ein schleichender Prozess. Es war mir einfach egal, ob jemand mit dabei saß. Mir ging’s dann auch irgendwann gar nicht mehr so sehr ums Gewinnen. Wenn ich davor gesessen habe, dann hat mir das schon gereicht.“ Satus Erzählungen, seine Geschichte – Petra Müller sind sie nicht unbekannt. Tagtäglich hört sie ähnliches. Seit September 2008 leitet die Sozialpädagogin die damals neu geschaffene Beratungsstelle der Caritas für Glücksspielsüchtige in Würzburg. Je nachdem welcher Studie man Glauben schenken mag, leben allein in Bayern zwischen 16.000 und 44.000 pathologische, also zwanghafte Glücksspieler. Deutschlandweit wird ihre Zahl auf bis zu 290.000 geschätzt. Drei Viertel davon sind süchtig nach dem Spiel an Automaten. So auch die meisten Menschen, die bei Müller Hilfe suchen. Es sind fast ausschließlich Männer, die wegen ihres Hangs zum Glücksspiel das kleine Caritas-Büro am Röntgenring aufsuchen oder in die Selbsthilfegruppe kommen. Die Sucht nach Glücksspiel ist in unserer Gesellschaft „ein sehr schambehaftetes Thema“, weiß die Beraterin. Den Betroffenen fällt es nicht leicht, über die Schwelle zu treten und zuzugeben, dass nicht sie die Automaten beherrschen, sondern selbst die Beherrschten sind. Seine Scham vor fremder Hilfe hat Satu bereits vor einiger Zeit überwunden. Schon vor sechs Jahren hatte er mit Therapeuten zum ersten Mal über seine Sucht gesprochen. „Einer hat es bei mir sogar mal auf ein ganzes Jahr Abstinenz gebracht“, erinnert er sich. Dann kamen wieder Rückfälle. Aber im Frühjahr 2009 war alles anders, schlimmer als früher. Satu bekam gesundheitliche Probleme. Seine Sucht machte ihn krank, drohte ihn aufzufressen. Der körperliche Verfall schritt nicht voran, er rannte förmlich: Lunge röntgen, Magen-Darm-Spiegelung, Computertomografie, orthopädischer Check – all das ließ Satu machen. Immer mit demselben Ergebnis: „Die Ärzte sagten: ‚Sie sind gesund.’ Und trotzdem bin ich morgens aufgewacht und habe mich einfach krank gefühlt. Ich hatte Atemprobleme, Schwindelgefühle, Bluthochdruck und einen viel zu hohen Puls.“ Wenn er sein Spielproblem und damit auch seine Gesundheit dauerhaft in den Griff kriegen wollte, dann musste er eine stationäre Therapie machen. Da war sich Satu sicher. Um aus dem Teufelskreis aus Spielpause, Rückfall und Ehekrach endlich für immer auszubrechen, kam er zu Petra Müller in die Beratungsstelle. Die beiden füllten gemeinsam unzählige Formulare aus, Satu ließ sich von seinem Arbeitgeber freistellen. Für 16 Wochen. Vier Monate weg vom Alltag, weg vom Job, von der Familie und vor allem: weg vom Glücksspiel. Dabei war genau dieses Glücksspiel über die Hälfte seiner Lebenszeit hinweg ein treuer Begleiter gewesen. Mit Anfang 30 kann Satu auf eine über 15-jährige Glücksspielkarriere zurückblicken. 200.000 Euro hat ihn diese Karriere wohl gekostet. Er hat es in der Klinik mal ausgerechnet. Aus Interesse. „Ich habe mich zum Glück nie finanziell ruiniert“, sagt er, und seine Erleichterung bei diesen Worten ist ihm deutlich anzumerken. Andere Spieler, die er aus der Therapie und seiner Selbsthilfegruppe kennt, hätten deutlich größere Päckchen zu tragen. In den Hochzeiten der Sucht bestimmte diese Satus Tagesablauf, einen Gutteil seiner Handlungen. Er schätzt, dass wohl 70 bis 80 Prozent seiner Gedanken sich mit dem Spielen beschäftigten: „Ich musste zocken. Wenn ich auf der Arbeit einen Tag hatte, mit dem ich nicht zufrieden war, dann habe ich krampfhaft nach Geld gesucht. Ich hab’ versucht, mir was von Kollegen zu leihen, ich habe mein Essensgeld gespart. Einfach nur, um auf dem Heimweg zehn Minuten am Automaten spielen zu können. Das war einfach so ein Drang, so ein Druck. Ganz extrem, ganz intensiv.“ Doppelleben fliegt auf Satus Frau wusste lange nicht um das komplette Ausmaß der Probleme ihres Mannes; wusste nicht, dass es meist Lügen waren, wenn er ihr erzählte, er sei bei Kunden oder in einer langen Besprechung. Sie wusste nicht, dass Dispo und Kreditkarte ihres Mannes am Limit waren, dass er sich bei Kollegen Geld lieh, um den nächsten Spieltag zumindest zum Teil finanzieren zu können. Dieses Doppelleben flog schließlich auf. Satus Cousine, Mitarbeiterin in einer Spielothek, erkannte, dass sich die Besuche ihres Verwandten häuften, ihm die Kontrolle über seine Einsätze immer mehr entglitt. Sie sagte es schließlich Satus Frau. Was dann genau geschah – Satu weiß es nicht mehr. Er erinnert sich aber noch daran, dass er ein „riesiges Theater“ veranstaltet hat: „Ich wollte mit meiner Cousine nichts mehr zu tun haben. Dabei war es das einzig Richtige, was mir passieren konnte.“ Und dennoch: Auch wenn sein Spielproblem nun bekannt war, die Spielotheken zogen Satu immer wieder magisch an. Obwohl er keine eigene EC-Karte mehr besaß, sich selbst damit die Hürden hoch gelegt hatte. „Ich habe morgens meiner Frau die Karte aus dem Geldbeutel geklaut, habe sie ihr nach dem Tanken nicht mehr zurückgegeben oder hab’ gesagt, ich muss noch was in der Stadt besorgen.“ Und obwohl er wusste, dass spätestens der nächste Kontoauszug seinen Rückfall verraten würde, hob er Geld ab. Meist bis zum Limit, bis die Karte nichts mehr hergab: 600 Euro spuckten die Geldautomaten maximal aus. „Ich hab’ mich dann gefragt: ‚Kann ich mir heute Ärger leisten? Ja? Also: Los geht’s.’ Selbst wenn mich meine Frau direkt gefragt hat: ‚Hast du Geld abgehoben?’ Ich hab mit ‚Nö’ geantwortet. Ich bin da sehenden Auges reingelaufen. Obwohl ich ja wusste, dass jeder Rückfall der letzte für die Beziehung sein konnte.“ Das Reuegefühl kam erst beim Verlassen der Spielothek, kam dann, wenn das Geld weg war. Mal wieder. „Ich habe meine Frau dann irgendwann gebeten zu gehen. Ich wollte ihr nicht mehr wehtun. Ich konnte es zwischenzeitlich nicht mehr ertragen, wie ich sie behandle.“ Satus Frau aber blieb, wollte ihrem Mann über seine Sucht hinweghelfen, versuchte, auf ihn aufzupassen. „Sie hat sich so sehr gewünscht, dass ich offen zu ihr bin.“ Aber immer offen sein, das konnte Satu nicht. Er hatte allerdings seine „klaren Momente“, wie er es selbst nennt. Dann gab er seiner Frau Tipps, wie sie erkennen könne, dass er wieder mal in der Spielothek war: „Ich habe mich selber unterwandert.“ Zigarettengeruch, ein Kundengespräch am Abend – all das nannte er als sichere Zeichen für einen Rückfall. Doch diese Rückfall-Zeiten sollen jetzt nach der Therapie endlich der Vergangenheit angehören. „Ich weiß, dass meine Spielsucht aktiv ist. Aber ich habe keinen Spieldruck mehr. Ich komme mit mir selbst klar, ich komme mit meinen Gefühlen klar“, sagt Satu heute. Zum ersten Mal in seinem Leben. Und er vermeidet Risiken: Eine eigene EC-Karte besitzt er nicht mehr, das Geld verwaltet seine Frau. 20 Euro – mehr Geld lässt er sich pro Woche gar nicht erst auszahlen. Mit diesem Geld kauft er sich sein Mittagessen und wenn noch etwas übrig ist, dann auch einen Kaffee. Bloß nicht sparen. Das Geld darf nicht „in der Hosentasche brennen“. Bloß kein Geld anhäufen, um nicht doch in Versuchung zu kommen und die paar Euro in den nächsten Spielautomaten zu werfen. Außerdem prägen zwei neue Charakterzüge Satus Handeln: Ehrlichkeit und Offenheit – gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen. „Ich war mein ganzes Leben noch nie ehrlich. Aber je länger ich es bin, desto besser geht es mir damit.“ Aber auch wenn er abstinent lebt, ans Spielen muss er immer wieder denken. Zu lange haben die Automaten sein Leben geprägt, es phasenweise sogar bestimmt. Zu lange, als dass er das Spielen einfach abhaken könnte. „Ich habe doch nicht einfach vergessen, dass ich suchtkrank bin.“ Was würde außer einem tiefgreifenden Wandel der eigenen Persönlichkeit noch gegen die Sucht helfen? Glücksspielern die Möglichkeit geben, sich nicht nur in Casinos, sondern auch in Spielotheken selbst zu sperren? Satu zögert lange, dann kommt seine Antwort doch überraschend: „Mit dem Sperren ist das so eine Sache. Wenn ich die Sucht nicht von innen bekämpfe, dann werde ich es nie packen. Dann kanalisiert sich alles in einer anderen Sucht.“ Stattdessen würde er andere Wege gehen: weniger Spielhallen, eingeschränkte Werbung, bessere Aufklärung. „Ein sehr schwieriges Thema“ Weniger Spielhallen – das würde Anbieter wie Löwen Play treffen. Das Unternehmen aus Bingen am Rhein ist mit über 270 Spielhallen in ganz Deutschland Marktführer im Bereich der „Dienstleistungen für kommunikative und erlebnisorientierte Freizeit“, wie es in der Eigenwerbung heißt. Auch hier macht man sich über Suchtprobleme Gedanken. Allerdings wohl lieber hinter verschlossenen Türen. Mit Journalisten spricht man nicht allzu gerne offen. Erst nach mehreren Telefonaten und E-Mails gibt es eine schriftliche Stellungnahme. Darin heißt es: „Die Themen ‚Glücksspielsucht‘ und mögliche ‚Maßnahmen zum erweiterten Spielerschutz‘ werden momentan auf Branchenebene wie auch bei uns im Unternehmen recht breit diskutiert. Es ist ein sehr schwieriges Thema.“ Derzeit suche man nach „sinnvollen Lösungen“ wie einem „einheitlich anwendbaren Sensibilisierungs- und Präventionskonzept“. Wie diese Konzepte im Detail aussehen können, wird nicht erklärt. Das Unternehmen verweist aber auf „erste Ansätze in der Branche, Personal gezielt zu schulen und über das Thema ‚Pathologisches Spiel‘ zu informieren.“ Betroffene Spieler müssten „adäquat angesprochen und ‚abgeholt‘“ werden, „dass zunächst mal die Bereitschaft, überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen, geschaffen wird.“ Außerdem verweist man auf das allgemeine Informationsmaterial, das in den Spielstätten ausliegt. Es besteht aus zwei DIN A4 Seiten mit „10 Grundregeln für das Spielen an Geld-Gewinn-Spielgeräten“, einem Selbst-Test mit acht Fragen und der Nummer der Telefon-Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Zurück zu Peter Satu. „Ich schäme mich nicht für meine Krankheit. Ich schäme mich aber dafür, wie ich die Leute um mich herum behandelt habe“, sagt er. Er weiß um seine Schwächen – und er ist fest entschlossen, sie dieses Mal endgültig zu überwinden. Alleine schon seiner Frau wegen. Seine Stimme zittert fast ein wenig, wenn er sagt: „Meine Frau hat unter meiner Spielsucht wahrscheinlich mehr gelitten als ich. Ohne sie wäre ich sehr, sehr tief gefallen.“ Auch ihr zuliebe versteht er sich deshalb als Öffentlichkeitsarbeiter. Satu will ein Bewusstsein für das Thema „Glücksspielsucht“ schaffen, es bekannt machen. Offen über seine Sucht zu sprechen ist für ihn einerseits ein Stück Therapie, andererseits aber auch ein Schritt Richtung Öffentlichkeit: „Mir liegt am Herzen, dass ein Glücksspieler in unserer Gesellschaft endlich einen ähnlichen Status erlangt wie ein Alkoholiker.“ Im ersten Moment ein kruder Vergleich, ein abstruser Gedanke. Aber Satu fährt fort: „Glücksspielsucht muss endlich als Krankheit akzeptiert werden.“ Er will seinen Teil dazu beitragen. (166 Zeilen/0310/0089; E-Mail voraus) Andreas Wallbillich (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Süchte lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen“ Interview mit Dr. Ludwig Kraus, stellvertretender Leiter des Instituts für Therapieforschung München, zum Glücksspielverhalten Würzburg/München (POW) Das Institut für Therapieforschung München (IFT) erforscht seit 1984 pathologisches Glücksspielverhalten. Dr. Ludwig Kraus, stellvertretender Institutsleiter, erklärt in folgendem Interview, wieso Menschen überhaupt vom Glücksspiel abhängig werden und warum das Spiel am Automaten riskanter ist als das wöchentliche Lottospiel. POW: Menschen können nach vielen verschiedenen Dingen süchtig werden: Alkohol, Zigaretten, Drogen... Warum kann auch Glücksspiel süchtig machen? Dr. Ludwig Kraus: Im Zusammenhang mit Glücksspiel spricht man zwar umgangssprachlich von Sucht, aus diagnostischer Sicht wird pathologisches Glücksspielverhalten aber als „Impuls-Kontrollstörung“ eingestuft und nicht unter dem Begriff „Sucht“ subsummiert. Die Nähe zur Sucht ergibt sich über die Ähnlichkeit einiger Symptome wie beispielsweise dem Kontrollverlust, dem starken Drang zum Spielen oder der Fortsetzung des Glücksspielverhaltens trotz negativer sozialer und finanzieller Folgen. POW: Sind Alkohol und Zigaretten nicht eigentlich viel schädlicher als das Glücksspiel? Kraus: Bezüglich der Folgen muss man zwischen physischen, psychischen und sozialen Folgen unterscheiden. Die Folgen des Tabakkonsums sind in erster Linie Krankheit und frühzeitige Sterblichkeit. Beim Glücksspiel sind die Folgen eher sozialer und finanzieller Natur, zum Beispiel Störungen des Familienlebens oder Schulden. Tabak und Glücksspiel – das lässt sich einfach nicht gegeneinander aufrechnen. POW: Sie haben das Thema „Kontrollverlust“ schon angesprochen. Was ist genau damit gemeint? Kraus: Trotz des Vorsatzes, nur eine bestimmte Zeit oder nur einen bestimmten Geldbetrag zu spielen, wird so lange weitergespielt, bis man aufhören muss – entweder wegen der Höhe des Verlustes oder weil die Spielhalle geschlossen wird. POW: Welche Faktoren begünstigen die Abhängigkeit? Gibt es bestimmte Muster, die bei allen Süchtigen immer wieder auftreten? Kraus: Es wird in der Regel zwischen stoffgebundenen und nicht-stoffgebundenen Süchten unterschieden. Stoffgebundene Süchte sind Süchte, bei denen Stoffe wie Alkohol oder Nikotin konsumiert werden. Nicht-stoffgebunden heißt, dem Körper werden keine psychoaktiven Substanzen zugeführt. Manche Wissenschaftler vermuten in der Ätiologie (Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Ursache von Krankheiten beschäftigt, Anm. d. Red.) stoffgebundener und nicht-stoffgebundener Süchte große Ähnlichkeiten. Als bekannte Risikofaktoren für stoffgebundenes Suchtverhalten gelten ein Wechselspiel aus genetischen Faktoren, Persönlichkeits- und Umweltfaktoren. So ist insbesondere ein früher Beginn ein hoher Risikofaktor für spätere Abhängigkeit. Zu den Risikofaktoren des pathologischen Glücksspielverhaltens ist bisher noch sehr wenig bekannt. Der Übergang zwischen kontrolliertem Spiel und pathologischem Glücksspiel ist aber Gegenstand intensiver Forschung. POW: Sind eigentlich alle Glücksspiele ähnlich süchtig-machend oder gibt es Unterschiede? Von welchem Spiel, welchen Spielen geht die größte Gefahr aus? Kraus: Die Risiken für pathologisches Glücksspielverhalten unterscheiden sich tatsächlich nach Glücksspielart. Sie sind beim Lotto weit geringer als bei Glücksspielautomaten, Sportwetten oder Spielbanken. POW: Warum ist das so? Kraus: Glücksspiele haben verschiedene Eigenschaften, auf die gefährdete Spieler unterschiedlich reagieren. Spiele mit kurzen Intervallen wie zum Beispiel Glücksspielautomaten, das Setzen von Jetons beim Roulette oder das Kartenspiel, beispielsweise Pokern, sind sehr schnell. Sie nehmen die Konzentration der Person voll in Anspruch und sind geeignet, dass sie Spieler dazu verführen, den potentiellen Verlusten nachzujagen. Diese Konstellationen haben ein höheres Risikopotential als zum Beispiel Lotto mit wöchentlichen Gewinnmöglichkeiten. POW: Ab wann spricht man eigentlich von pathologischem Glücksspiel? Wenn jemand einmal pro Monat Lotto spielt, wenn er einmal pro Woche in die Spielothek geht, wenn er täglich online pokert? Kraus: Die Häufigkeit des Spielens hängt zwar mit pathologischem Glücksspielverhalten zusammen, ist aber nicht damit gleichzusetzen. Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen, die erfüllt sein müssen, um die Diagnose pathologisches Glücksspiel zu erfüllen. Dazu zählen zum Beispiel mehrmalige erfolglose Versuche, das eigene Glücksspiel zu reduzieren, Spielen mit hohen Beträgen, um den Reiz des Spiels zu erhöhen, hoher Zeitaufwand im Zusammenhang mit Glücksspiel wie Geldbeschaffung oder das intensive Nachdenken über Spielstrategien. POW: Wenn Sie könnten, würden Sie das Glücksspiel in Deutschland verbieten? Kraus: Der Sachverhalt ist zu komplex, als dass man ihn mit einfach Ja oder Nein beantworten könnte. Glücksspiel ist in Deutschland grundsätzlich verboten und wird daher bereits staatlich kontrolliert. Notwendig sind transparente Regulierungen, die dem gesellschaftlichen Umgang mit Glücksspiel als auch den Erfordernissen der Prävention und der Verhinderung von negativen Folgen gerecht werden. POW: Gibt es in Deutschland eigentlich ein ausgeprägtes Bewusstsein für das Problem, die Krankheit „Glücksspielsucht“? Kraus: Ausgelöst durch die Debatte um das Monopol des Staates als Anbieter von Glücksspielen wurde das Thema „Glücksspielsucht“ ins öffentliche Interesse gerückt. Das Problem selbst wird aber wie bei Alkohol und Tabak weit unterschätzt. (63 Zeilen/0310/0087; E-Mail voraus) Interview: Andreas Wallbillich (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Aktuelles Lexikon Glücksspielsucht (POW) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1992 eine bis heute gültige Definition des Begriffs „Glücksspielsucht“ herausgegeben: „Glücksspielsucht besteht in häufig wiederholtem episodenhaftem Glücksspiel, das die Lebensführung der betroffenen Person beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte führt.“ Über die genaue Zahl der Glücksspielsüchtigen in Deutschland gibt es keine genauen Angaben. Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern verweist auf drei Studien aus den Jahren 2007 und 2008. Demnach liegt die Zahl der pathologischen, also zwanghaften Glücksspieler in Deutschland zwischen 100.000 und 290.000. Für Bayern schätzt die Landesstelle die Zahl der pathologischen Glücksspieler auf 16.000 bis 44.000. Drei Viertel aller zwanghaften Glücksspieler sind süchtig nach Geldspielautomaten, wie sie vor allem in Gaststätten und Spielhallen zu finden sind. 2007 wurden in Deutschland durch alle Glücksspiele (ausgenommen ausländische Anbieter) 27,99 Milliarden Euro umgesetzt. In Deutschland stehen insgesamt fast 130.000 Glücksspielautomaten in Gaststätten und Spielhallen. In Bayern gibt es rund 900 Spielhallenstandorte mit insgesamt 14.000 Geldspielautomaten (alle Angaben nach: Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern). Kontakt zur Caritas-Beratungsstelle Glücksspielsucht: Friedrich-Spee-Haus, Röntgenring 3, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38658300, E-Mail psb.sucht@caritas-wuerzburg.de. (15 Zeilen/0310/0088; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (19): Dekanat Würzburg-links des Mains Errichtungen fast abgeschlossen Im Dekanat Würzburg-links des Mains bilden 21 Pfarreien, eine Kuratie und sechs Filialen künftig sieben Pfarreiengemeinschaften Würzburg/Höchberg (POW) Rund 38.000 Katholiken leben im Dekanat Würzburg-links des Mains zwischen Höchberg und Böttigheim, Leinach und Gaubüttelbrunn. 21 Pfarreien, eine Kuratie und sechs Filialen bilden künftig sieben Pfarreiengemeinschaften. „Inwieweit die Zusammenarbeit in den Pfarreiengemeinschaften funktioniert, ist noch nicht absehbar, da viele Orte ihre eigene Tradition weiterhin erhalten möchten. Seitens des Dekanats wird der Prozess des Zusammenwachsens unterstützt“, sagt Dekan Walter Lederer (siehe Interview). Die katholischen Gemeinden im Dekanat Würzburg-links des Mains auf dem Weg zu Pfarreiengemeinschaften: ein Bericht wenige Wochen vor Abschluss des Prozesses der Bildung der Pfarreiengemeinschaften. Das Dekanat Würzburg-links des Mains liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bischofsstadt Würzburg. Viele Wege gehen dorthin: Arbeit, Schule, Einkauf, Freizeit und Kultur. Die Gemeinden im Westen orientieren sich in Richtung Marktheidenfeld. Darüber hinaus wird das Dekanat von der Autobahn Frankfurt–Nürnberg durchschnitten, was zum einen eine hohe Verkehrsbelastung für die Anwohner mit sich bringt, auf der anderen Seite stellt das Dekanat ein attraktives Wohngebiet dar. Die Gemeinden im näheren Einzugsgebiet Würzburgs erfahren eine städtische Prägung. Die Gemeinden im Süden und Westen sind eher ländlich bestimmt. Die Gemeinden des Dekanats setzen sich nach Angaben von Dekan Lederer aus einer Mischung aus alteingesessenen Familien und vielen Neubürgern zusammen. Fast in allen Gemeinden findet sich ein reges Vereinsleben. Die Pfarreien im Westen – Helmstadt, Holzkirchen, Neubrunn und Böttigheim – kamen erst im Jahr 1978 vom aufgelösten Dekanat Marktheidenfeld ins Dekanat Würzburg-links des Mains. Die älteste Wallfahrtskirche der Diözese Würzburg befindet sich in Höchberg. Die Wallfahrtsmadonna in der Kirche Mariä Geburt wurde im Jahr 1470 geschaffen. 1128 wurde das Kloster Oberzell gegründet. Ein bedeutendes Frühwerk von Balthasar Neumann ist die Klosterkirche in Holzkirchen. Tilmann Riemenschneiders Kreuz aus der Zeit um 1500 kann in der Eisinger Pfarrkirche Sankt Nikolaus bewundert werden. Jüngste Pfarrei im Dekanat ist die 1982 gegründete Gemeinde Sankt Norbert im Höchberger Ortsteil Hexenbruch. „Die überwiegende Mehrheit der Bürger gehört dem römisch-katholischen Glauben an. Der südöstliche Teil ist traditionell von evangelischen Christen besiedelt. In der Zwischenzeit haben sich auch dort die Konfessionen gemischt. Generell kann man von 70 Prozent Katholiken ausgehen“, beschreibt Dekan Lederer das Dekanat. Zahlreiche karitative kirchliche Einrichtungen zeigen das soziale Engagement der Kirche im Dekanat auf: beispielsweise das Wohnheim und die Behindertenwerkstätte Sankt-Josefs-Stift in Eisingen, die Caritas-Sozialstation Sankt Burkard in Greußenheim und die Caritas-Sozialstation Sankt Kilian in Höchberg. Katholische Kindergärten gibt es in fast allen Gemeinden. Die neuen Pfarreiengemeinschaften Am 4. Oktober 2009 wurde die Pfarreiengemeinschaft „Heiliger Franziskus im Maintal“ beurkundet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Erlabrunn, Margetshöchheim und Zell am Main. Leiter der Pfarreiengemeinschaft ist Pfarrer Christoph Dzikowicz. Rund 5600 Katholiken zählt diese Seelsorgeeinheit, deren Errichtung am 17. Januar 2010 gefeiert wurde. „Sankt Kilian Würzburg-West“ ist der Name der Pfarreiengemeinschaft mit den Pfarreien Greußenheim, Hettstadt, Roßbrunn mit Filiale Mädelhofen und Waldbüttelbrunn. Pfarrer Dr. Paul Julian leitet die Seelsorgeeinheit mit rund 7100 Katholiken, die am 29. November 2009 errichtet wurde. Ebenfalls seit 29. November 2009 besteht die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Petrus – Der Fels“ mit den Pfarreien Kirchheim, Kleinrinderfeld und Gaubüttelbrunn sowie den Filialen Moos und Geroldshausen. Geleitet wird die Seelsorgeeinheit mit zirka 4000 Katholiken von Salesianerpater Johannes Neuner. Eine kleine Seelsorgeeinheit bildet die Pfarreiengemeinschaft „Communio Sanctorum – Sankt Laurentius“ mit den beiden Pfarreien Unterleinach-Communio Sanctorum und Oberleinach-Sankt Laurentius. Zum 6. Dezember 2009 wurde die Pfarreiengemeinschaft errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören 2400 Katholiken. Pfarradministrator ist Julian Tokarski. Zum 17. Januar 2010 errichtete Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Pfarreiengemeinschaft „Heiliger Benedikt zwischen Tauber und Main“. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Böttigheim, Helmstadt, Neubrunn und Holzkirchen mit Remlingen, die Kuratie Holzkirchhausen sowie die Filialen Uettingen und Wüstenzell. Ab 1. April 2010 leitet Pfarrer Berthold Grönert die Pfarreiengemeinschaft, die rund 6300 Katholiken zählt. Derzeit ist Pfarradministrator Stefan Vuletic verantwortlich. Eine Pfarreiengemeinschaft bilden seit 1. Januar 2010 künftig auch die beiden Höchberger Pfarreien Mariä Geburt und Sankt Norbert. Dekan Walter Lederer ist Pfarrer von Sankt Norbert mit 1900 Katholiken, Pfarrer Ludwig Troll betreut die Pfarrei Mariä Geburt mit knapp 3400 Katholiken. Eine Pfarreiengemeinschaft wird in den kommenden Wochen noch errichtet: Zur künftigen Pfarreiengemeinschaft Eisingen-Kist-Waldbrunn gehören die Pfarreien Eisingen, Kist und Waldbrunn sowie die Filiale Reichenberg mit insgesamt 6900 Katholiken. Pfarrer von Eisingen und Waldbrunn ist Jerzy-Andrzej Jelonek. In Kist wirkt Pfarrer Konrad Martin. Seelsorger und Verwalter der Filiale Reichenberg ist Pater Ivan Penava. Hinweis: In dieser Serie geht es in erster Linie um die neuen Strukturen in den Dekanaten der Diözese Würzburg. Genannt werden deshalb nur die leitenden oder koordinierenden Pfarrer der neuen Einheiten oder Einzelpfarreien, nicht aber alle hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. bs (POW) (63 Zeilen/0310/0077; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Kirche muss sich öffnen für Probleme und Fragen unserer Zeit“ Interview mit Dekan Walter Lederer zur Situation im Dekanat Würzburg-links des Mains angesichts der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften Höchberg (POW) Sieben Pfarreiengemeinschaften mit insgesamt knapp 38.000 Katholiken bilden künftig das Dekanat Würzburg-links des Mains. In folgendem Interview spricht Dekan Walter Lederer (Höchberg) über den Stand der Errichtung von Pfarreiengemeinschaften im Dekanat Würzburg-links des Mains, über die Zusammenarbeit mit ausländischen Priestern und über eine künftige Gemeindeseelsorge. POW: Wie würden Sie den aktuellen Stand des Prozesses der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften im Dekanat umschreiben? Dekan Walter Lederer: Bis zum ersten Fastensonntag 2010 werden alle Pfarreiengemeinschaften im Dekanat errichtet sein. Inwieweit die Zusammenarbeit in den Pfarreiengemeinschaften funktioniert, ist noch nicht absehbar, da viele Orte ihre eigene Tradition weiterhin erhalten möchten. Seitens des Dekanats wird der Prozess des Zusammenwachsens unterstützt. POW: Wo liegen die besonderen Probleme, wo die besonderen Chancen in Ihrem Dekanat? Lederer: Zurzeit arbeiten im Dekanat neun ausländische Pfarrer/Priester aus drei Kontinenten. Sie bringen je ihre eigene Kultur und ihr eigenes Verständnis von Theologie und Pastoral mit. Dass das der Zusammenarbeit sowohl in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften wie im Dekanat nicht immer förderlich ist, steht außer Frage. Dem gegenüber steht das engagierte Mittun sehr vieler ehrenamtlicher Frauen, Männer und Jugendlicher. Spannungen bleiben hier nicht aus. POW: Wie beeinflusst die Nähe zur Bischofsstadt Würzburg das kirchliche Leben der Umlandgemeinden? Lederer: Viele Gläubige nehmen die vielfältigen Gottesdienstangebote, aber auch Angebote im kirchlichen Bildungs- und Freizeitbereich in Würzburg wahr. POW: Bei welchen Themenfeldern sollte bei der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften besonders auf die Interessen vor Ort geachtet werden? Lederer: Im Dekanat wohnen durch die gute Anbindung der Autobahnen und der Nähe zu Würzburg viele junge Familien. Sie bedürfen der Begleitung seitens der Seelsorgerinnen und Seelsorger. Gute Arbeit leisteten bisher die Dekanats-Familien- und -Jugendseelsorgerinnen und -seelsorger. POW: Im März 2010 stehen die Pfarrgemeinderatswahlen an. Wie sehen Sie die Situation im Dekanat, Frauen und Männer für diese Aufgabe zu gewinnen? Gibt es im Dekanat bereits Pfarrgemeinderäte auf Ebene der Pfarreiengemeinschaft? Lederer: In den Pfarreiengemeinschaften Kirchheim-Gaubüttelbrunn-Kleinrinderfeld, Waldbüttelbrunn-Hettstadt-Greußenheim sowie Zell-Erlabrunn-Margetshöchheim wird ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt werden. Alle anderen Pfarreien wählen eigene Pfarrgemeinderäte. Bisherige Pfarrgemeinderäte werden weiterarbeiten. Es liegt an den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Frauen und Männer als Kandidaten für den neuen Pfarrgemeinderat zu motivieren. POW: In Ihrem Dekanat sind viele ausländische Priester tätig. Wie kann es gelingen, diese Priester in die Seelsorge einzubinden und wo liegen die Grenzen? Lederer: Die Besetzung der Pfarreien durch ausländische Priester erfolgte über die Personalabteilung des Bischöflichen Ordinariats. Als Dekan hatte ich kaum Gelegenheit zur Mitsprache. Ich muss mich als Dekan mit den gegebenen Verhältnissen arrangieren. Durch persönliche Gespräche und Begegnungen auf dem Dies – der Pastoralkonferenz des Dekanates – versuche ich, eine mitbrüderliche Atmosphäre zu schaffen, was auch meistens gelingt. POW: Welche Bedeutung hat das Kloster Oberzell für das Dekanat? Lederer: Das Kloster Oberzell orientiert sich mit einer Mädchensozial- und Jugendarbeit stark an der Stadt Würzburg. Einige Pfarreien gehen zu Klausur- und Studientagen ins Gästehaus Sankt Klara. POW: Was ist Ihrer Meinung nach entscheidend, für eine Gemeindeseelsorge mit Zukunft? Lederer: Für die Gemeindeseelsorge ist es in Zukunft wichtig, dass Kirche sich öffnet für Probleme und Fragen unserer Zeit. Dass sie bereit wird, die ehrenamtlichen Laien mehr als bisher verantwortlich mit einzubeziehen. Das muss Auswirkung haben in der Zusammenarbeit zwischen Priestern und Laien, zum Beispiel in Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, Vereine und Politik. Nicht mehr jede Gemeinde wird von der „Wiege bis zur Bahre“ alle pastoralen Felder abdecken können. Seelsorge muss auch über die Grenzen von Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft durchlässig sein. Dies setzt Teamfähigkeit und Einsatzbereitschaft aller Pfarrer und hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen voraus. POW: Was möchten Sie am ersten Fastensonntag 2010 mit Blick auf das Dekanat Würzburg-links des Mains sagen können? Lederer: Der Weg in die Zukunft ist strukturell bereitet. Interview: Bernhard Schweßinger (POW) (54 Zeilen/0310/0076; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Im Gespräch „Es geht immer um den Menschen“ Liturgiereferent Dr. Stephan Steger zur Segnung von Laptops, Blackberrys und Handys in England Würzburg (POW) In London wurden in einer anglikanischen Kirche Laptops, Blackberrys und Handys gesegnet. In folgendem Interview spricht der Liturgiereferent der Diözese Würzburg, Dr. Stephan Steger, über diese Segensfeier und die grundsätzliche Bedeutung des Segens. POW: Ist es angebracht, Laptops, Blackberrys und Handys zu segnen? Dr. Stephan Steger: Alles, was dem Menschen hilft, was ihm dient, sein Leben zu gestalten, kann nach katholischer Tradition mit einer Segensbitte bedacht werden. Wir würden nach unserer Segenstradition aber weder die „Technologie preisen“, noch die digitalen „Wunderwerke“ auf den Altar legen, wie es von London berichtet wird. Der Altar als Ort der Eucharistie ist auch für sonstige Dinge nicht zur Ablage geeignet, selbst wenn sie gesegnet werden. Im Segen, der uns zugesprochen wird, geht es immer um den Menschen. Das bedeutet, dass immer der Mensch gesegnet wird, der mit den entsprechenden Dingen umgeht. Manche unserer traditionellen Segensgebete wirken manchmal missverständlich, weil in der Segensbitte der Gegenstand selbst angesprochen scheint. Nach unserem Verständnis richtet sich der Segen aber immer an die Person, die einen Computer oder ein Handy nutzt, die damit den Alltag und den Beruf gestaltet, die Kommunikation betreibt. Es ist also durchaus denkbar, Handys, Blackberrys und Computer zu segnen. Beispielsweise werden bei uns neue Büroräume gesegnet, und das schließt die Geräte in diesen Räumen mit ein. Der Segen richtet sich aber auf die Menschen und ihr Tun. Noch ein Wort zur Gestaltung eines solchen Segens: In katholischen Segensfeiern richtet sich der Lobpreis immer an Gott, ihn preisen und danken wir für das Leben, das er uns geschenkt hat, und für alles, was dieses Leben lebenswert macht. POW: Was bedeutet es für den Nutzer, ein gesegnetes Handy oder einen gesegneten Laptop zu bedienen? Steger: Durch den Segen wird weder die Qualität des Handys oder Laptops verbessert, noch bekommen die Dinge eine religiöse Qualität. Der Nutzer darf sich durch die Segnung bewusst sein, dass Gott sein Tun und Handeln begleitet, dass er ihn stärkt und schützt, wenn er den Anforderungen des Alltags gegenübertritt. Insofern könnte man höchstens der Hoffnung sein, dass die Gespräche und Arbeiten der Nutzer qualitätsvoller sind oder – etwas ernsthafter ausgedrückt – dass die Nutzer durch ihr Denken an die stärkende und helfende Nähe Gottes das Arbeiten anders und bewusster gestalten können. POW: Was sollte grundsätzlich gesegnet werden und wo gibt es Grenzen? Steger: Segnungen machen bei Gegenständen dann Sinn, wenn es um das Wohl des Menschen geht. Es kann also sehr viel gesegnet werden. Die Grenze ist eindeutig dort, wo Dinge wissentlich Schaden anrichten und andere Menschen in ihrem Leben negativ beeinträchtigt werden. Es zeigt sich aber im Laufe der Geschichte, dass es nicht immer einfach ist, diese Grenze zu definieren. Zum Beispiel ist es für uns heute völlig klar, dass Waffen nicht gesegnet werden können. Das gilt meiner Meinung nach auch für die Pistole des Polizisten, obwohl sie zu seinem Schutz da ist. Der Gebrauch ist aber unabhängig von den gerechtfertigten Motiven immer eine Katastrophe. Interview: Bernhard Schweßinger (POW) (33 Zeilen/0310/0082; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Berichte Sonderkollekte für Erdbebenopfer Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ruft zu Spenden und Gebet bei Gottesdiensten am kommenden Sonntag auf Würzburg (POW) Eine Sonderkollekte für die Erdbebenopfer in Haiti findet am Sonntag, 24. Januar, in allen Pfarrgemeinden der Diözese Würzburg statt. „Sehr herzlich und dringlich rufen wir Sie dazu auf, in allen Gottesdiensten am 24. Januar für die Opfer in Haiti zu beten und eine Sonderkollekte abzuhalten. Wir bitten alle Gläubigen um einen großherzigen Beitrag. So kann durch unsere bewährten Einrichtungen umgehend weitere Hilfe geleistet werden“, schreibt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann im Aufruf der deutschen Bischöfe. Allen, die einmal mehr zur Solidarität mit den Armen bereit seien, sage er ein herzliches Vergelt’s Gott. Die Sonderkollekte wird in allen deutschen Diözesen durchgeführt. Das unbeschreibliche Elend des haitianischen Volkes fordere die ganze internationale Gemeinschaft zu Mitgefühl und Solidarität auf, heißt es in dem Aufruf weiter. „Wir Christen, von unserem Herrn Jesus Christus zur Nächstenliebe berufen, sollten in unserem Einsatz für die Notleidenden dabei in vorderster Reihe stehen.“ Unmittelbar sei die Notversorgung der Überlebenden gefordert, darüber hinaus aber auch ein Wiederaufbau, der wohl Jahre benötigen werde. Die katholischen Hilfswerke verfügten über gute Voraussetzungen, um hier wirkungsvolle Beiträge zu leisten. Schon lange arbeiteten sie mit der einheimischen Kirche zusammen, die mit ihren Pfarrgemeinden und Caritaseinrichtungen in allen betroffenen Gegenden präsent seien. „Schnelle und effektive Hilfe ist bereits angelaufen.“ In einem Begleitbrief an die Gemeinden im Bistum Würzburg weist Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand darauf hin, den Aufruf der deutschen Bischöfe zu Beginn der Gottesdienste am Samstagabend und am Sonntag zu verlesen oder mit eigenen Worten auf den Kollektenzweck hinzuweisen. In den Pfarrgemeinden solle das Sammelergebnis dann eine Woche danach bekannt gegeben werden. Der Kollektenertrag solle umgehend an die Bistumskasse überwiesen werden. Von dort werde der Beitrag als Soforthilfe an Caritas international weitergegeben. Dem Aufruf des Bischofs ist auch ein Vorschlag für ein Fürbittgebet für die Opfer des Erdbebens angehängt. Aufruf und Fürbitten finden sich im Internet unter www.bistum-wuerzburg.de. Bereits am 14. Januar stellte die Diözese Würzburg 20.000 Euro als erste Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Haiti bereit. Die Mittel wurden aus dem Katastrophenfonds des Bistums genommen und an Caritas international weitergegeben. (26 Zeilen/0310/0094; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Ökumene beginnt im Herzen Ökumenisches Gebet für die Einheit der Christen in der Würzburger Franziskanerkirche – Weihbischof Boom, Metropolit Joanta und Regionalbischof Schmidt beten gemeinsam – Kollekte für Erdbebenopfer in Haiti Würzburg (POW) „Gott nimmt die Menschen nicht heraus aus dem Alltag, aber er teilt das Leben mit ihnen.“ Diese Antwort auf die Frage nach dem Leid in der Welt, die gerade nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti wieder gestellt werde, hat Weihbischof Ulrich Boom am Montagabend, 18. Januar, beim Ökumenischen Gebet für die Einheit der Christen in der Franziskanerkirche gegeben. Die Kollekte ging an die Erdbebenopfer in dem Inselstaat. An der Veranstaltung der Gemeinschaft Sant’Egidio wirkten Dr. Serafim Joanta, Metropolit der rumänisch-orthodoxen Kirche von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa sowie der evangelisch-lutherische Regionalbischof Christian Schmidt mit. Klaus Reder von Sant’Egidio betonte bei der Begrüßung, dass das Gebet die mächtigste Waffe der Christen sei und eine gute Gelegenheit zu zeigen, „dass wir einig sind“. Regionalbischof Schmidt erläuterte in seiner Predigt, dass die Apostel Zeugen des Auferstandenen waren. Menschen, die diese Botschaft von den Aposteln hörten, gaben sie weiter an die nächste Generation. Schon in Jesu Tod sei deutlich geworden: „Wenn etwas Neues entstehen soll, muss manchmal etwas Altes sterben.“ Das gelte auch für die Ökumene. Als Beispiel nannte Schmidt unter anderem die so genannten vier „Lübecker Märtyrer“, drei Kapläne und ein evangelischer Geistlicher, die von den Nationalsozialisten wegen ihres Widerstands gegen das Hitler-Regime hingerichtet wurden. „Sie haben in der gemeinsamen Gefangenschaft gemerkt: ‚Uns verbindet mehr als uns trennt‘. Und bei der Hinrichtung hat sich ihr Blut gemischt.“ Der Kern des Glaubens sei Jesus Christus. Daher müsse sich jeder die Frage stellen: Was muss sterben, damit dieses Zeugnis in uns wachsen kann? Als Beispiele nannte Schmidt Geld, Formen, Macht und Einfluss. „Vielleicht können wir dann auch das Sakrament des Lebens einmal gemeinsam empfangen.“ „Gott ruft die Menschen zu seinen Zeugen“, sagte Weihbischof Boom. Der Sieg Jesu über den Tod sei bei den Jüngern Kern des Zeugnisses gewesen. „Die Begegnung mit dem Auferstandenen hat ihr Leben radikal verändert.“ Die erste große ökumenische Aktion sei 1910 die Weltmissionskonferenz von Edinburgh gewesen. Neben der Aufteilung der Missionsgebiete und dem Sprechen über die materielle Not vieler Menschen sei es dabei auch um die gemeinsame Übersetzung der Bibel gegangen. „Hier wurde also auch über Trennendes nachgedacht, weil Missionare die ersten waren, denen das Ausmaß der Tragödie der Kirchentrennung bewusst war.“ Sie seien sich klar darüber gewesen, dass es Aufgabe der Kirche ist, bei den Menschen zu sein. „Wir sind alle seine Jünger, Kinder des einen Vaters. Die Menschen warten auf unser Zeugnis“, betonte Weihbischof Boom. Gefragt seien Solidarität und Einheit „und nicht die Verdoppelung unserer Hoffnungslosigkeit“. Die Menschen sehnten sich danach, Gottes Hand durch die Christen zu spüren. „Im Gebet wird die Einheit eingelöst, die wir im Alltag noch nicht haben“, erklärte Metropolit Joanta in seinem Grußwort. Der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1999 in Rumänien habe dem Land wichtige ökumenische Impulse gegeben, das aufgrund seiner romanischen Sprache und der slawischen Kultur ein wichtiges Brückenland zwischen Ost und West sei. Unter dem Ceausescu-Regime seien viele Menschen aus allen Konfessionen zu Märtyrern geworden. Dennoch steht die Ökumene noch am Anfang, weil viele Ängste noch abgebaut werden müssten. „Grundlegend sind aber nicht die Strukturen, sondern die Herzen.“ mh (POW) (38 Zeilen/0310/0095; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Über 65.000 Euro nach Rom Apostolischer Nuntius dankt für Peterspfennig aus der Diözese Würzburg Würzburg/Berlin (POW) 65.704,22 Euro hat die Diözese Würzburg im Jahr 2009 als Peterspfennig an den Heiligen Stuhl in Rom überwiesen. In einem Brief an Bischof Dr. Friedhelm Hofmann dankt der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, für die Spende aus der Diözese Würzburg. „Die Gläubigen Ihrer Diözese haben durch diese jährliche hilfreiche Spende wiederum ihre Verbundenheit mit dem Heiligen Vater bekundet, wofür ich Ihnen und allen Spendern aufrichtig danke“, schreibt Erzbischof Périsset. Die Nuntiatur wird das Staatssekretariat in Rom über den Eingang des Betrags informieren und das Geld zur Verfügung stellen. Im Jahr 2008 hatte die Diözese Würzburg insgesamt 66.209,75 Euro überwiesen, 2007 waren es 71.057,63 Euro. Den Peterspfennig stellt Papst Benedikt XVI. Ortskirchen in Ländern zur Verfügung, die an Folgen von Armut, Unterernährung oder Naturkatastrophen leiden. In die finanzielle Bilanz des Heiligen Stuhls geht die Kollekte seit einer Reform der Vatikanfinanzen Anfang der 1990er Jahre nicht mehr ein. Der Peterspfennig geht zurück auf einen freiwilligen Solidaritätsbeitrag König Offas von Mercia im heutigen England. Er machte im achten Jahrhundert dem Papst als Zeichen seiner Treue ein Geldgeschenk. Zahlreiche Herrscher Europas ahmten diese Initiative nach. (14 Zeilen/0310/0080; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Monsignore Geist wird „Ehrenpasti“ Vollversammlung der Pastoralreferenten würdigt scheidenden Personalreferenten – Umfrage zeigt hohe Berufszufriedenheit auf Würzburg (POW) Zum „Pastoralreferenten honoris causa“ haben die Pastoralreferenten der Diözese Würzburg ihren scheidenden Personalreferenten Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist ernannt. Die Sprecher der Berufsgruppe, Gabriele Michelfeit und Stefan Warmuth, dankten Geist bei der Vollversammlung am Freitag, 15. Januar, in Würzburg für seinen „überzeugenden und liebenswerten“ Einsatz und überreichten neben Urkunde und Visitenkarte einen Rhöner Wellness-Gutschein für Leib und Seele. Geist betonte in seiner Abschiedsrede, er habe die Pastoralreferenten in seinen 13 Jahren als Personalreferent „kritisch, aber immer loyal“ erlebt. Beeindruckend sei die Solidarität innerhalb der Berufsgruppe. Die Diözese brauche „notwendig“ theologisch qualifizierte Laien, nicht zuletzt für die Weiterentwicklung der Pfarreiengemeinschaften. Die derzeitigen Strukturen bezeichnete er als eine Übergangslösung für „vielleicht eine Dekade“. Mittelfristig seien grundsätzliche strukturelle Änderungen im Bistum notwendig. Geist forderte die Anwesenden auf, ihre „Leidenschaft für das Evangelium“ zu bewahren. Mehr als 17.000 Euro im Jahr spenden die Pastoralreferenten jährlich für ein Projekt mit arbeitsuchenden Theologen, das vom Solidaritätsfonds Arbeitslose der Diözese getragen wird. Nach zwei Jahren „Projekt Jugendkirche“ standen diesmal drei neue Projekte zur Auswahl. Die Teilnehmer entschieden sich mit deutlicher Mehrheit für die Seelsorge mit arbeitslosen und arbeitsuchenden Jugendlichen in Trägerschaft des KAB-Diözesanverbandes Würzburg. Im Studienteil beschäftigten sich die rund 100 Teilnehmer mit ihrer Berufszufriedenheit. Eine Abfrage mit Klebepunkten ergab, dass die Mehrheit sehr zufrieden ist. Als Gründe nannten die Seelsorger beispielsweise die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die kreativen Herausforderungen und die Arbeit auf der Basis des Evangeliums. Im Berichtsteil zeigte sich Diözesanreferent Johannes Reuter zufrieden, dass im vergangenen Jahr rund zehn Prozent der Pastoralreferenten die Stelle gewechselt hätten. Dies zeige „Flexibilität“. In der Seelsorge vor Ort gelte es, behutsam Leitungsperspektiven auszuloten. Ähnlich sah es eine Arbeitsgruppe, die sich im vergangenen Jahr mit dem Thema beschäftigt hatte. Ausbildungsleiter Jürgen Engel berichtete von der neu geschaffenen Möglichkeit, als Quereinsteiger nach abgeschlossenem Theologiestudium den Weg zum Pastoralreferenten einzuschlagen. Beide Verantwortlichen kritisierten die fehlende Planungssicherheit für junge Theologen. Zum Auftakt hatten die Pastoralreferenten in der Neumünsterkirche mit dem künftigen Personalreferenten Domkapitular Dietrich Seidel Eucharistie gefeiert. Er forderte dazu auf, gemeinsam die Frohe Botschaft zu verkünden. Bei einer spontan organisierten Kollekte für die Erdbebenopfer in Haiti kamen mehr als 600 Euro zusammen. ms (POW) (32 Zeilen/0310/0091; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Zeiten des Umbruchs stehen bevor Gemeindereferenten blicken bei Vollversammlung in die Zukunft der Pastoral – Abschied von Monsignore Dr. Geist und Kennenlernen mit Domkapitular Seidel Volkersberg/Würzburg (POW) Ganz im dem Zeichen des Wechsels im Personalreferat ist die Vollversammlung der Gemeindereferenten und -referentinnen der Diözese Würzburg gestanden. Rund 100 Mitarbeiter dieser Berufsgruppe versammelten sich auf dem Volkersberg zur gemeinsamen Tagung und Fortbildung. Zu Beginn nutzte der zukünftige Personalreferent Domkapitular Dietrich Seidel die Gelegenheit, sich über die Vielfalt der Ausbildungswege, der Kompetenzen und der Einsatzgebiete der pastoralen Mitarbeiter zu informieren. Seidel wird Anfang März das Personalreferat von Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist (70) übernehmen. Dieser besuchte am Ende der Jahresfortbildung die Berufsgruppe, um sich zu verabschieden. In seiner sehr persönlichen Predigt wünschte er den Gemeindereferenten für ihren Dienst die Kraft und den Segen Gottes. Seit 1996 war Geist Leiter des Personalreferats und damit für die Berufsgruppe zuständig. Das Amt gibt er nun altersbedingt an Seidel ab. Bei einer Begegnung im Saal des Jugendbildungshauses Volkersberg dankten ihm sowohl die Berufsgruppensprecher Simone Büttner und Hubert Hemmerich als auch die Diözesanreferentin Margarete Schebler für seinen engagierten und beherzten Einsatz für das Personal der Diözese. Die Jahresfortbildung absolvierten die Gemeindereferenten in zwei Gruppen. Während sich etwa 20 Teilnehmer mit den Möglichkeiten der Erlebnispädagogik in Theorie und Praxis beschäftigten, ging es den gut 70 weiteren Mitarbeitern um die Seelsorge und Selbstsorge in Zeiten pastoralen Wandels. Dem Paderborner Pastoralpsychologen Christoph Jacobs war es als Referenten für dieses Thema wichtig, einen unsentimentalen Blick auf die heutige Pastoral zu richten. Nach seinen Erkenntnissen läge vieles in der Seelsorge im Sterben, das zu einer gewissen Zeit der jüngeren Kirchengeschichte durchaus seinen Sinn gehabt habe. Gleichzeitig blühe aber an vielen Stellen auch Neues auf. Dabei spiele zum Beispiel die Pfarrei als Verwaltungseinheit eine immer kleinere Rolle. „Wir sind in unserer Pastoral an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr nur methodische Fragen zum Beispiel nach Formen der Eucharistiekatechese stellen können, sondern ganz grundsätzlich alles hinterfragen müssen“, sagte Jacobs zu den Gemeindereferenten. Er verstünde die kommenden 40 Jahre als Zeit des Umbruchs und lieferte für diese Definition verschiedene theologische Denkmodelle, von denen aus man die Veränderungen in der Seelsorge neu definieren könne. Die Bildung der Pfarreiengemeinschaften sieht Jacobs als eine zwar notwendige, aber auch zeitlich begrenzte Phase im Rahmen dieser Neuorientierung. In der Zukunft sollten Wege gefunden werden, damit Kirche sowohl die Ansprechbarkeit vor Ort garantiert und sich gleichzeitig für die Menschen unterwegs anbietet. Dabei müsse in größeren pastoralen Räumen gedacht werden als bislang, und manche kirchlichen Dienste würden dann eben nur an bestimmten Orten angeboten. Dem Seelsorger der Zukunft kämen laut Jacobs die Aufgaben zu, Menschen zu versammeln, zu inspirieren, für sie das Hirtenamt wahrzunehmen und immer wieder durch symbolisches Handeln aufzuzeigen, was das Christsein ausmacht. bv (POW) (35 Zeilen/0310/0090; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Hotline für ehemalige Heimkinder Kirche bietet Beratung für Menschen, denen in katholischen Heimen seelische und körperliche Gewalt angetan wurde Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg weist auf seiner Homepage auf die neue bundesweite Telefon-Hotline für ehemalige Heimkinder hin, die die katholische Kirche bundesweit eingerichtet hat. Ab sofort können Betroffene ihre Lebensgeschichte am Telefon erzählen und sich therapeutisch beraten lassen. Das Angebot soll nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz zur Rehabilitation der Personen beitragen, denen in katholischen Heimen seelische und körperliche Gewalt angetan wurde.  Unter der Nummer 0180/4100400 – Kosten: 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz – können ehemalige Heimkinder der Nachkriegszeit anrufen, ihre Lebensgeschichte erzählen und sich therapeutisch beraten lassen. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, sagte bei der Vorstellung des Beratungsangebots: „Die Deutsche Bischofskonferenz bedauert zutiefst, dass damals offenbar auch in katholischen Heimen Kindern und Jugendlichen Unrecht sowie seelische und körperliche Gewalt angetan wurde.“ Mit der Hotline wolle sich die katholische Kirche den Erwartungen ehemaliger Heimkinder stellen und sie bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichten nach Kräften unterstützen. „Sie will die Entstigmatisierung ehemaliger Heimkinder und ihre Rehabilitation.“ Schwester Sara Böhmer, Generalpriorin der Dominikanerinnen von Bethanien und Vertreterin der Deutschen Ordensobernkonferenz, sagte: „Jeder Fall von Misshandlung, Demütigung und Gewalt war und ist einer zu viel. Das gilt für jedes Kind und jeden Jugendlichen, die in unseren Heimen gelitten haben. Deshalb bemühen wir uns nach Kräften, mit möglichst jedem und jeder Einzelnen zu sprechen, die das möchten.“ Die Hotline sei ein niederschwelliges Gesprächsangebot, das vor allem jene Betroffenen erreichen solle, die bisher nicht mit ehemaligen Trägern in Kontakt seien, „weil sie keine direkten Anknüpfungspunkte mehr haben“ oder „weil sie aufgrund ihrer Erfahrungen den direkten Kontakt bisher vermieden haben“. Der Diözesanbeauftragte der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln, Hannspeter Schmidt, erläuterte das seelsorgerische Angebot der Hotline, das die Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz realisiert. „Die Hotline wird eine erste Anlaufstelle sein für Betroffene, telefonisch über das zu sprechen, was sie erfahren und erlitten haben – auch anonym, falls das gewünscht ist. Die Berater am Telefon sind geschulte Zuhörer und psychotherapeutisch kompetente Gesprächspartner.“ Die Beratung könne unabhängig von Konfession, Weltanschauung und Herkunft in Anspruch genommen werden, betonte Schmidt. Zunächst werden zwei Mitarbeiter die Erreichbarkeit der Hotline gewährleisten. Das Projekt soll für ein Jahr laufen und bei Bedarf verlängert werden. Neben der Telefonberatung gibt es auch die Möglichkeit zur Online-Beratung. Auf Wunsch der Anrufer und je nach Bedarf werden die Mitarbeiter der Hotline auch psychotherapeutische Hilfe vermitteln. Außerdem kann der Kontakt zu den jeweiligen Trägern der Einrichtungen oder ihren heutigen Rechtsnachfolgern ermöglicht werden. Die Hotline 0180/4100400 ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 18 Uhr; Internet: www.heimkinder-hotline.de. (35 Zeilen/0310/0083; E-Mail voraus) Türen und Herzen aufschließen Clemens Bieber übernimmt Amtsgeschäfte als Vorsitzender der Caritas Würzburg (POW) Dem neuen Ordinariatsrat Clemens Bieber hat Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Mittwoch, 13. Januar, die Schlüssel des Diözesan-Caritasverbands überreicht. Er sei nur kurz gekommen, um „Grüß Gott“ zu sagen, erklärte Hillenbrand den Caritas-Mitarbeitern. Bieber hatte zum Jahreswechsel den Vorsitz des Verbands von Domkapitular Dietrich Seidel übernommen. Hillenbrand wünschte Bieber ein schnelles Einarbeiten in die Aufgaben des Caritasverbands und ein schnelles Kennenlernen der Mitarbeiter. Bieber freute sich sehr über die spontane Begrüßung durch den Generalvikar, schließlich sei dieser eigentlich dafür verantwortlich, dass er heute in der Caritas sei: Denn als damaliger Regens habe Hillenbrand ihn nach dem Studium 1985 in die einzige Pfarrei in der Diözese Würzburg gesandt, die nach dem Patron der Caritas, dem heiligen Vinzenz von Paul, benannt ist. Dort habe er Caritas als wichtiges pastorales Handlungsfeld kennengelernt. „Somit begann für mich ein Weg, der nun in die neue Aufgabe in Würzburg geführt hat“, sagte Bieber. Der Schlüssel, den der Generalvikar überreichte, ist für Bieber ein doppeltes Symbol. „Schlüssel sollen nicht nur die Türen aufschließen, sondern auch unsere Herzen.“ Im Anschluss an die kleine Begrüßung, die mit einem gemeinsamen Gebet abschloss, ging Bieber durch das ganze Haus, um Türen zu öffnen und die Menschen dahinter kennenzulernen. Symbolisch überreichte er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Caritashaus einen kleinen Schlüssel, „damit auch Sie die Herzen aller Menschen aufschließen können, mit denen Sie zu tun haben“. lh (Caritas) (18 Zeilen/0310/0079; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Rund 2500 Broschüren verschickt Caritas bietet umfangreiches Fortbildungsprogramm an Würzburg (POW) Über 130 Fortbildungen bietet der Diözesan-Caritasverband im Jahr 2010 an. Sie richten sich hauptsächlich an das Personal von Kindertagesstätten, Einrichtungen der Altenhilfe und Jugendhilfe. Auch für Ehrenamtliche ist etwas dabei. Etwa 2000 Teilnehmer – unter ihnen auch Mitarbeiter freier und kommunaler Einrichtungen – besuchten im Jahr 2009 eine dieser Veranstaltungen. Die Seminare finden in kirchlichen Tagungshäusern, in stationären Altenhilfeeinrichtungen und Geschäftsstellen des Caritas statt. Einige sind diözesanübergreifend ausgelegt. Die Fortbildungsschwerpunkte liegen 2010 erneut bei der innerbetrieblichen Ausbildung. Dazu zählen zum Beispiel die 2008 für Altenhilfeeinrichtungen eingeführten nationalen Expertenstandards wie Dekubitusprophylaxe, pflegerische Schmerzbehandlung, Entlassmanagement, Chronische Wunden, Kontinenz und Sturzprophylaxe. In Leitungskursen zur häuslichen Krankenpflege geht es um Qualifizierung zum Case Manager, Palliativcare, Einführung zur Betreuungskraft und Gerontopsychiatrische Pflege. „Unsere Fortbildungen zu Betreuung und Versorgung dementieller Patienten in der stationären und der Tagespflege passen dabei sehr gut zum aktuellen Caritas-Jahresthema ‚Selbstbestimmte Teilhabe für Menschen im Alter‘“, sagt Josef Gaida, Fortbildungsreferent beim Caritasverband. Auch im Kinder- und Jugendhilfebereich ist das Angebot breit gefächert. Die Themen richten sich an pädagogisches Personal, das mit Kindern und Jugendlichen vom ersten bis zum 18. Lebensjahr arbeitet. Das Schwerpunktthema für das Kitapersonal, aus dessen Kreis im vergangenen Jahr fast 900 Teilnehmer zu den Fortbildungen kamen, heißt „Vielfalt im Blick“. „Der differenzierte Umgang mit Vielfalt ist fest im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan verankert“, sagt Michael Deckert, Fachbereichsleiter Kindertageseinrichtungen beim Diözesan-Caritasverband. Allein 19 Fortbildungen bietet die Caritas hierzu an. Fachübergreifende Veranstaltungen zum Arbeitsrecht oder zum Umgang mit Kunden, zur Mitarbeiterführung und Veranstaltungen zur persönlichen Weiterentwicklung richten sich an Mitarbeiter aller Einrichtungen. Einige Veranstaltungen werden durch die Arbeitsagentur oder das bayerische Arbeits- und Sozialministerium gefördert. Die meisten stehen auch dem Personal kommunaler und freier Einrichtungen offen. Rund 2500 Broschüren mit dem Fortbildungsprogramm hat der Caritasverband Ende des vergangenen Jahres verschickt. Neben den Veranstaltungen des Diözesan-Caritasverbandes führen sie auch viele Veranstaltungen diözesaner oder bayernweiter Bildungsträger auf. Das Heft kann kostenlos bestellt werden unter Telefon 0931/38666664. Im Internet finden sich alle Termine unter www.caritas-wuerzburg.de. lh (Caritas) (31 Zeilen/0310/0073; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kurzmeldungen Pfarreiengemeinschaft „Fährbrück“ errichtet Würzburg/Fährbrück (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 24. Januar 2010 die Pfarreiengemeinschaft „Fährbrück“ im Landkreis Würzburg errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Gramschatz, Hausen, Hilpertshausen, Opferbaum und Rieden sowie die Filialen Erbshausen und Rupprechtshausen. (4 Zeilen/0310/0096) Pfarreiengemeinschaft „Maininsel“ errichtet Würzburg/Nordheim/Sommerach (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 24. Januar 2010 die Pfarreiengemeinschaft „Maininsel“ im Landkreis Kitzingen errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Nordheim am Main und Sommerach. (3 Zeilen/0310/0097) Pfarrverband Maßbach aufgehoben Würzburg/Maßbach (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat mit Wirkung vom 31. Dezember 2009 den Pfarrverband Maßbach aufgehoben. (2 Zeilen/0310/0101) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bittet um Spenden und Gebet für Haiti Würzburg (POW) Um eine Spende für die Erdbebenopfer in Haiti und um das Gebet für die Not leidende Bevölkerung des karibischen Inselstaats bittet Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Gläubigen im Bistum Würzburg. „Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre wurde durch das verheerende Erdbeben aufs Schwerste getroffen. Tausende Tote werden beklagt, ihre Zahl ist noch nicht zu beziffern. Hunderttausende kämpfen in diesen Tagen ums Überleben“, sagte der Bischof am Freitag, 15. Januar. Sehr betroffen zeigte er sich angesichts der Not und der Verwüstung in Haiti. Eine großzügige Spende könne helfen, die erste Not zu lindern und den Menschen auf Haiti das Überleben zu sichern. Langfristig müsse dem Land eine Perspektive gegeben werden. Hierbei leisteten die kirchlichen Hilfswerke seit Jahren vorbildliche Arbeit. „Besonders sollten wir aber die Opfer des Erdbebens in unser Gebet einschließen. Alle Pfarrgemeinden bitte ich, in den kommenden Tagen bei den Gottesdiensten der Menschen auf Haiti zu gedenken.“ Bereits am 14. Januar stellte die Diözese Würzburg 20.000 Euro als erste Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Haiti bereit. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds des Bistums genommen und an Caritas international weitergegeben. Spenden mit dem Stichwort „Erdbebenhilfe Haiti“ an: Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, Bankleitzahl 66020500, oder online unter www.caritas-international.de. (16 Zeilen/0310/0084; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Diözese Würzburg gibt 20.000 Euro Soforthilfe für Opfer in Haiti Würzburg (POW) Die Diözese Würzburg stellt 20.000 Euro als erste Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Haiti bereit. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds des Bistums genommen und an Caritas international weitergegeben, teilten Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Donnerstag, 14. Januar, in Würzburg mit. Caritas international hat nach dem schweren Erdbeben in Haiti die Soforthilfe gestartet. Ein Nothilfe-Team des internationalen Caritasnetzwerks ist auf dem Weg ins Katastrophengebiet, um Hilfsgüter ins Land zu bringen und die lokale Caritas bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Caritas Haiti, die seit 1975 besteht, hat reiche Erfahrung auf dem Gebiet der Nothilfe und unterhält in Haiti 200 Krankenhäuser und Ambulanzen. Dringend benötigt werden Nahrungsmittel, Trinkwasser, Decken und Zelte. Von „chaotischen Zuständen“ sprachen US-amerikanische Caritas-Mitarbeiter vor Ort. Die Hauptstadt Port-au-Prince sei von einer Staub- und Rauchwolke eingehüllt worden. „Es ist ein enormer Schlag, wir befürchten schlimmste Zerstörungen.“ Die Lage sei dramatisch. „Haiti ist ohnehin eines der ärmsten Länder der Welt, nach diesem verheerenden Beben fehlt es an allem. Jetzt wird schnell unsere Hilfe benötigt“, sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Das Hilfswerk der deutschen Caritas stellte als Soforthilfe 100.000 Euro zur Verfügung. Auch die Caritas-Verbände aus Frankreich, Italien, den USA und anderen Staaten haben Hilfe zugesagt. Aufgrund des Ausmaßes der Katastrophe ruft Caritas international dringend zu Spenden auf. Spenden mit dem Stichwort „Erdbebenhilfe Haiti“ an: Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, Bankleitzahl 66020500, oder online unter www.caritas-international.de. (18 Zeilen/0310/0081; E-Mail voraus) Leiter der Italienischen Katholischen Mission verabschiedet Würzburg/Schweinfurt/Lohr am Main (POW) Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Domkapitular Monsignore Hans Herderich, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge der Diözese Würzburg, haben den Leiter der Italienischen Katholischen Mission, Scalabrini-Pater Giancarlo Cordani (76), in Würzburg verabschiedet und ihn für seinen Dienst im Bistum gedankt. Im Namen von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann überreichten sie Cordani die Liborius-Wagner-Plakette. Knapp zehn Jahre wirkte Cordani in der Diözese Würzburg. Aus Altersgründen gab er zum 31. Dezember 2009 seine Aufgabe ab und zieht wieder nach Italien. Domkapitular Herderich würdigte Cordanis Dienst in der Italienischen Gemeinde in Würzburg, Schweinfurt und Lohr am Main. Ruhig, sehr konsequent und voller Menschlichkeit habe er die nicht sehr einfache Italienische Mission geleitet und auf einen guten Weg gebracht, sagte Herderich. 1933 in Ponte dell’ Olio nahe Piacenza geboren, trat Cordani 1953 in das Noviziat der Kongregation der Scalabrini-Patres ein. 1960 wurde er von Kardinal Ferretto in Piacenza zum Priester geweiht. Im Anschluss war er bis 1962 Vikar bei der Italienischen Katholischen Mission in Basel. Bis 1965 leitete er als Pfarrer die Italienische Katholische Mission in Liestal-Baselland. 1966 wechselte Cordani nach Stuttgart, wo er in der Italienischen Katholischen Mission als Vikar wirkte. Von 1969 bis 1972 bekleidete Cordani das Amt des Vizeprovinzials der Scalabrini-Patres in Deutschland und der Schweiz. Als Pfarrer kam er 1972 nach Köln und übernahm die Leitung der Italienischen Katholischen Mission der Stadt. Zugleich fungierte er als Direktor des Istituto scolastico italiano Scalabrini. 1982 übernahm er als Pfarrer die Leitung der Italienischen Katholischen Mission in München, 1985 wechselte er in gleicher Funktion nach Essen. Von 1997 bis zu seinem Wechsel nach Würzburg war Pater Cordani Vikar bei der Italienischen Katholischen Mission in Stuttgart. (20 Zeilen/0310/0086; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Aufruf zur Erinnerung an Bombennacht Würzburg (POW) Das Mainfranken-Theater Würzburg und die Katholische Akademie Domschule suchen Zeitzeugen der Bombennacht des 16. März 1945. Frauen und Männer, die damals zwischen fünf und 16 Jahre alt waren, sind eingeladen, ihre Erinnerungen schriftlich oder mündlich zu schildern. Aus den Texten soll eine Collage entstehen, die im Rahmen der „Würzburger Apokalypse“ am Samstag, 13. März, im Neumünster aufgeführt wird. Unter dem Titel „Eine Nacht in der Kindheit“ tragen dann Kinder und Jugendliche die Worte vor. „So erhalten die älteren Menschen junge Paten, und ein Band des Mitgefühls knüpft sich zwischen den Generationen“, erklärt Dietmar Kretz von der Domschule. Initiator und Leiter des Projekts, bei dem Bischof Dr. Friedhelm Hofmann Schirmherr ist, ist Alexander Jansen, Künstlerischer Betriebsdirektor des Mainfranken-Theaters. Willkommen sind im Übrigen auch Kinderzeichnungen des zerstörten Würzburgs. Sie werden bei einer geplanten Sonderpublikation zur Illustration und als Objekte einer möglichen Ausstellung verwendet. Einsendungen bis spätestens Montag, 15. Februar, an: Mainfranken-Theater Würzburg, Stichwort „Eine Nacht in der Kindheit“, Alexander Jansen, Theaterstraße 21, 97070 Würzburg, E-Mail alexander.jansen@stadt.wuerzburg.de, Fax 0931/3908-106. Mündliche Berichte, Fragen und Anregungen an die Katholische Akademie Domschule, Telefon 0931/38664500. (14 Zeilen/0310/0074; E-Mail voraus) Die etwas andere Kaffeefahrt Würzburg (POW) Auf die Spuren des fair gehandelten GEPA-Kaffees „Nicaragua“ haben sich zwölf Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) aus Deutschland gemacht, unter ihnen Nicole Arweiler aus dem Bistum Würzburg. Gemeinsam besuchten sie verschiedene Kooperativen und Kleinbauern und lernten dabei Arbeitsbedingungen und Vermarktungsmöglichkeiten von Kaffee, aber auch Bananen und Kakao kennen. „Nicaragua hat mich wirklich überrascht“, resümiert Arweiler. Die Landschaft biete vom Meer bis hin zur Vulkanlandschaft eine große Vielfalt. Als ein persönliches Highlight der Reise bezeichnet Arweiler den Besuch der Produktionsstätten von Ritter Sport. Der deutsche Schokoladenhersteller trage mit verschiedenen Initiativen zu menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern bei und zeige damit, dass es auch außerhalb des zertifizierten Fairen Handels durchaus auch Handlungsspielräume für die Produzenten gibt. Begegnungen mit Jugendlichen der nicaraguanischen Landjugendorganisation Unión Nacional de Agricultores y Ganaderos (UNAG) hinterließen bleibende Eindrücke bei den deutschen Teilnehmenden. „Die gemeinsame Silvesterfeier am Strand und der Besuch der Mangrovenwälder war für die Gruppe ein absolutes Highlight“, erzählt Arweiler. Ihr Resümee der Reise nach Nicaragua: „Wir in Europa müssen noch mehr verstehen, wie wichtig faire Löhne und Arbeitsbedingungen für die Menschen in den Anbauländern sind. Und wir müssen den Fairen Handel hier vor Ort weiter ausbauen und entwickeln.“ Deutschland sei auf einem guten Weg, „aber da geht noch mehr“. (16 Zeilen/0310/0102; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Neuer Name für ökumenisches Fernsehmagazin Würzburg (POW) Das einzige ökumenische Fernsehmagazin – nicht nur in Bayern sondern bundesweit – hat seinen Namen geändert. Ab sofort heißt es am Sonntag „Kirche in Bayern – das ökumenische Fernsehmagazin“. Seit 18. März 2001 ist das halbstündige Wochenmagazin in den Programmen der bayerischen Lokalanbieter unter dem Namen „Immer wieder sonntags...Kirche in Bayern“ bekannt. Karl-Peter Büttner, Leiter des Bereichs Medien der Diözese Würzburg und Projektleiter des Magazins, begründete die Namensänderung damit, dass man in Zukunft Verwechslungen mit dem bisher fast gleichnamigen TV-Format des Südwestrundfunks ausschließen wolle. Woche für Woche stellen Journalisten aus fünf bayerischen Diözesen und aus der evangelischen Landeskirche Reportagen, Dokumentationen und Nachrichten zusammen: lebensnah, kritisch und unterhaltsam. Angesiedelt ist das ökumenische Fernsehmagazin in Würzburg. In Zusammenarbeit mit der Fernsehredaktion der Diözese Würzburg und dem Lokalsender TV touring wird die Sendung seit neun Jahren produziert. TV touring sendet „Kirche in Bayern – das ökumenische Kirchenmagazin“ am Sonntag um 18.30, 20.30 und 22.30 Uhr. Zusätzlich wird das Magazin am Sonntag über Satellit ausgestrahlt in den Programmen von Franken Sat (18.30 Uhr) und ONTV (20 und 23 Uhr) sowie bei Bibel TV sonntags 19 und 23.30 Uhr, montags 15 Uhr und dienstags 9 Uhr. (14 Zeilen/0310/0098; E-Mail voraus) Personalmeldungen Pater Bruno Müller als Pfarradministrator von Unsleben entpflichtet Würzburg/Unsleben (POW) Pater Bruno Müller (76) vom Orden der Missionare von der Heiligen Familie ist mit Wirkung vom 28. Februar 2010 von seiner Aufgabe als Pfarradministrator der Pfarrei Unsleben entpflichtet worden. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann dankte Müller für die guten Dienste in der Seelsorge. Der in Gambach geborene Ordensmann wirkte seit 1988 in der Diözese Würzburg. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele ernannte ihn damals zum Pfarradministrator von Unsleben und Unterelsbach. Seit 1989 steht Müller als Präses auch der Kolpingsfamilie Unsleben vor. Von 1990 bis 1995 war er Dekan-Stellvertreter des Dekanats Bad Neustadt und von 1992 bis 2003 Dekanatsaltenseelsorger. Weiter leitete er von 1992 bis 2001 den Pfarrverband Elstal. Am 1. September 2001 wurde Pater Müller von der Aufgabe als Pfarradministrator von Unterelsbach entpflichtet. (9 Zeilen/0310/0103) Pfarrer i. R. Norbert Bieniek im Alter von 79 Jahren gestorben Würzburg/Eisingen/Waldbrunn/Lauter (POW) Pfarrer i. R. Norbert Bieniek, zuletzt Pfarrer von Eisingen und Waldbrunn, ist am Samstag, 16. Januar, im Alter von 79 Jahren in Würzburg gestorben. Das Requiem für den Verstorbenen wird am Dienstag, 26. Januar, um 11 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Kilian des Juliusspitals in Würzburg gefeiert. Die Beisetzung auf dem Hauptfriedhof Würzburg schließt sich um 12.45 Uhr an. Bieniek wurde 1930 in Gleiwitz (Erzdiözese Breslau) geboren und am 23. Juni 1957 in Oppeln zum Priester geweiht. Bis zu seinem Wechsel in die Bundesrepublik im Jahr 1976 war Bieniek Kaplan in mehreren Gemeinden der Diözese Oppeln: in Mardorf, Kranstädt, Laband und Rosenberg. Ab 1963 war er Pfarrer der Pfarrei Sauerwitz mit Zopau und ab 1970 Pfarrer in Dramstein bei Gleiwitz. 1976 wechselte Bieniek in das Bistum Würzburg und übernahm die Pfarrei Lauter. Gleichzeitig wurde er mit der Vertriebenenseelsorge im Dekanat Ebern beauftragt. 1986 wurde er zudem zum Altenseelsorger des Dekanats ernannt. 1988 wechselte er auf die Pfarrei Eisingen und wurde 1993 auch Pfarrer von Waldbrunn. Von letztgenannter Aufgabe wurde Bieniek 1997 entpflichtet. Vertriebenenseelsorger für das Dekanat Würzburg-links des Mains war Bieniek von 1995 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 2000. Im Jahr 2001 zog er von Eisingen nach Würzburg, wo er zunächst in der Dompfarrei lebte. Seit 2006 wohnte er im Seniorenstift des Würzburger Juliusspitals. (15 Zeilen/0310/0093; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Veranstaltungen Rock my Soul – unENDliches SPIEL Würzburg (POW) Im Rahmen der Reihe „Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010“ laden die Katholische Akademie Domschule und das Referat für Neues Geistliches Lied am Samstag, 6. März, zur Tagung „Rock my Soul – unENDliches SPIEL“ ein. Von 9 bis 18 Uhr musizieren die Teilnehmer abwechselnd im Plenum und in Workshop-Gruppen, die bei der Anmeldung zu wählen sind: Chor, Klänge bandtypisch, Klänge akustisch, Percussion und Trommeln sowie Liturgischer Tanz. Es referieren Wolfgang Rücker (Würzburg), Klaus Simon (Gräfendorf), Georg Leitner (Würzburg), Chiko U (Würzburg) sowie Gertrud Prem (München). Anmeldung bis Freitag, 12. Februar, sowie nähere Informationen bei: Katholische Akademie Domschule, Telefon 0931/38664500, Fax 0931/38664555, E-Mail info@domschule-wuerzburg.de, Internet www.domschule-wuerzburg.de. Ähnliche Tagungen, aber zusätzlich mit eigenen Kindergruppen für Kinder von 8 bis 11 Jahren sowie einer Kinderbetreuung für Kinder von 4 bis 7 Jahren, gibt es bei den Veranstaltungen von 18. bis 20. Juni in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg sowie von 22. bis 24. Oktober in der Katholischen Landvolkshochschule Volkersberg. (13 Zeilen/0310/0078) Caritas: Vom Umgang mit „armen“ Kindern (und deren Eltern) Würzburg (POW) Zu einer Fortbildung über Kinderarmut lädt der Diözesan-Caritasverband Würzburg pädagogisches Personal aus Schulen, Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen ein. Die seit den 1970er Jahren in Deutschland registrierte Kinderarmut stieg Mitte der 1990er Jahre dramatisch an. Inzwischen finden sich in allen Kindertageseinrichtungen Kinder aus armen Haushalten oder Multiproblemfamilien. Die Lebenslage von Familien, die von Armut bedroht oder betroffen sind, ist hoch komplex und erfordert eine Berücksichtigung der Kinder-, Eltern- und Haushaltsperspektive. Viele Kinder sind bereits im Vorschulalter erkennbar belastet. Häufig anzutreffende unzureichende Bildung, familiensystemische Zusammenhänge und mangelnde Erziehungskompetenz der Eltern wirken sich auf ihre Situationen aus. Armut hat Auswirkungen auf das ganze Leben der Familie, denn sie verursacht viele Konflikte, stört das Familienklima und erzeugt ein kinderunfreundliches Familienleben. In ihrer Veranstaltung „Vom Umgang mit ,armen‘ Kindern (und deren Eltern)“ vom 8. bis 10. Februar im Würzburger Sankt-Burkardus-Haus geht Dr. Waltraud Lorenz, Dozentin an der Fachakademie für Sozialpädagogik Regensburg, auf diese Problemstellung ein und vermittelt entsprechende Handlungsweisen. Informationen beim Diözesan-Caritasverband Würzburg, Telefon 0931/38666723. (14 Zeilen/0310/0100) Führung im Museum am Dom Würzburg (POW) Eine Führung durch die Sonderausstellung „Krippen weltweit“ findet am Sonntag, 24. Januar, um 15 Uhr im Museum am Dom in Würzburg statt. Die Ausstellung zeigt über 150 Krippen aus verschiedenen Ländern und Erdteilen, die den Reichtum der Krippentradition repräsentieren. Die Stücke stammen aus einer fränkischen Privatsammlung. Bei der etwa einstündigen Führung werden die wichtigsten Exponate vorgestellt, die Teilnahme kostet pro Person zusätzlich zum Eintritt zwei Euro. (5 Zeilen/0310/0099) Festgottesdienst am Makariustag Würzburg (POW) Anlässlich des Gedenktags des seligen Abtes Makarius (1090-1153), eines der Würzburger Stadtpatrone, feiert Rektor Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Samstag, 23. Januar, um 7.30 Uhr einen Festgottesdienst in der Würzburger Marienkapelle. Danach wird nach altem Brauch der Einzelsegen mit der Makarius-Reliquie erteilt. Makarius war Gründer des Schottenklosters; sein Grab befindet sich in der Marienkapelle am Markt. (5 Zeilen/0310/0092; E-Mail voraus) Ringvorlesung „Theologie an der Universität“ Würzburg (POW) Aus Anlass des 120. Todestags des Theologen und Historikers Ignaz von Döllinger veranstaltet die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Würzburg eine Ringvorlesung. Sie steht unter dem Motto „Theologie an der Universität?!“ Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich über zwei Semester und beschäftigt sich mit der Frage nach Ort und Selbstverständnis der Theologie im Kontext von Wissenschaft, Gesellschaft und Religion. Den Anfang macht am Mittwoch, 20. Januar, um 19.15 Uhr in Hörsaal 318 der Neuen Universität am Sanderring der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Professor Dr. Dietmar Willoweit (München). Er referiert zum Thema „Religion und Wissenschaft“. Am Donnerstag, 4. Februar, spricht ebenfalls um 19.15 Uhr im Hörsaal 318 der Neuen Universität am Sanderring Professor Dr. Wolfgang Frühwald mit einem Vortrag zum Thema „Theologie im Spannungsfeld von Universität und Gesellschaft heute“. Im Sommersemester (Mai und Juni 2010) wird die Reihe dann an weiteren vier Abenden durch Professoren der Katholisch-Theologischen Fakultät fortgeführt. Dabei werden jeweils zwei möglichst verschiedenartige Fächer beziehungsweise Disziplinen in ihren Aufgaben und Methoden vor- und gegenübergestellt. Durch diese „dialogische Konfrontation“ der Fächer soll die inhaltliche Breite, aber auch die verbindende Einheit der Theologie veranschaulicht werden. (15 Zeilen/0310/0075; E-Mail voraus) Führung für Senioren im Neumünster Würzburg (POW) Eine Führung für Senioren zu „Kiliansdarstellungen im Neumünster“ findet am Mittwoch, 20. Januar, um 14 Uhr im Neumünster in Würzburg statt. Das Neumünster hat als Martyriumsort des heiligen Kilian eine besondere Beziehung zum Würzburger Diözesanpatron. Es befinden sich daher in der Kirche auch verschiedene Darstellungen des Heiligen, die die Führung vorstellen wird. Diese findet in Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung der Stadt Würzburg statt. (5 Zeilen/0310/0085; E-Mail voraus) P O W 3 - 27 - 20.01.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de