I N H A L T 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (22): Dekanat Würzburg-Stadt Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich Würzburg: Alle Pfarreiengemeinschaften errichtet 3-4 (Künftig zehn Pfarreiengemeinschaften und zwei Einzelpfarreien) Würzburg: „Als Pfarreiengemeinschaft zur Mitte aufbrechen“ 5-7 (Interview mit Dekan Monsignore Erhard Kroth) Berichte Würzburg/Bad Neustadt: „Die Rhön steht auf!“ 8 (Kirche ruft zur Teilnahme an Kundgebung gegen Stellenabbau bei Siemens auf) Würzburg/Hammelburg: Reformen in der Kirche gefordert 9 („Kirche in Bewegung“ überreicht 7103 Unterschriften an Generalvikar Hillenbrand) Beirut/Würzburg: Modelle der Kircheneinheit diskutiert 10 (Bischof em. Scheele bei Gesprächen mit orientalisch-orthodoxen Kirchen) Würzburg/Aschaffenburg: „Wir wollen Antworten geben“ 11-12 (Italienische Ordensgemeinschaft wirkt seit November im Bistum) Würzburg/Langenleiten: Ein Hilfsmittel für Sinnsucher 12 (Buch von Dr. Rosenzweig zum Kreuzweg in Himmelspforten) Würzburg: Dommusik mit 20.000 Euro gefördert 13 (Jahresversammlung des Würzburger Dommusikvereins) Würzburg: Nachweislich nachhaltig 14 (Kilianeum-Haus der Jugend zum dritten Mal EMAS-zertifiziert) Schweinfurt: Staatliche Finanzierung lückenhaft 15 (Oberbürgermeister-Kandidaten diskutierten über Zukunft der Kindertagesstätten) Würzburg: 30.000 Euro aus der Staatskasse 16 (Sozialministerium fördert Kunstprojekt „artGERECHT“ der Wärmestube) Würzburg: Alle sollten soziale Arbeit kennen lernen 17 (Zivildienstleistende tauschen sich mit Dr. Kreuter und Bischof Hofmann aus) Würzburg/Kloster Engelberg/Gößweinstein: Große Verdienste um Wallfahrt 18 (Bundesverdienstkreuz für Franziskanerpater Eugen Wetzel vom Engelberg) Würzburg: Zeugen für Freiheit und Verantwortung 18 (Schulreferent Putz überträgt elf Menschen die kirchliche Lehrerlaubnis) Geiselwind/Würzburg: Einparkhilfe für die Seele 19 (CD-Projekt gibt Fernfahrern eine spirituelle Wegbegleitung) Kurzmeldungen Würzburg/Ebelsbach/Kirchlauter: Pfarreiengemeinschaft „Maintal – Heilige Länder“ errichtet 20 Würzburg: Museum und Domschatz an Fasching geschlossen 20 Würzburg: Generalvikar beglückwünscht erfolgreiche Auszubildende 20 Personalmeldungen Würzburg: Vor 25 Jahren geweiht 21-22 (Sechs Priester begehen am 23. Februar ihr Silbernes Jubiläum) Ettleben/Schonungen/Gemünden: Ältester Priester Monsignore Josef Ryba wird 96 Jahre alt 23 Würzburg/Ostheim/Gelchsheim: Pfarrer i. R. Lothar Brunnquell wird 94 Jahre alt 23 Rück-Schippach: Salvatorianerpater Anselm Ehmele wird 75 Jahre alt 24 Würzburg: Diakon i. R. Hubert Schwab 70 Jahre alt 24 Würzburg/Heustreu/Unsleben: Frank Mathiowetz auch Pfarrer von Unsleben 24 Würzburg/Glattbach: Seelsorgsauftrag für Pfarrer i. R. Erwin Nimbler 24 Würzburg: Pater Wolfgang Kribl Krankenhausseelsorger im Missio 24 Würzburg/Hammelburg/Oberthulba: Dr. Jaroslaw Woch wechselt nach Oberthulba 25 Würzburg: Erste POW-Chefin Hiltrud Leingang gestorben 25 Würzburg: Dr. Jürgen Thomassen gestorben 26 (Ehemaliger Direktor der Domschule galt als Theologe mit ökumenischem Horizont) Veranstaltungen Würzburg: Weit über Würzburg hinaus bekannt 27 (Vortragsreihe zum 1000. Geburtstag des heiligen Bischofs Adalbero) Würzburg: Monteverdichor führt Apokalypse-Oratorium auf 28 Würzburg: Fastenpredigten im Würzburger Kiliansdom zur Apokalypse 28 Würzburg/München: Mit dem Diözesanbüro Würzburg zum Ökumenischen Kirchentag 28 Bad Königshofen: Noch Plätze frei bei spirituellem Fastenkurs für Frauen 29 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (22): Dekanat Würzburg-Stadt Alle Pfarreiengemeinschaften errichtet Im Dekanat Würzburg-Stadt bilden 26 Pfarreien, eine Kuratie und eine Filiale künftig zehn Pfarreiengemeinschaften und zwei Einzelpfarreien Würzburg (POW) Am ersten Fastensonntag, 21. Februar, endet der Prozess der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften im Bistum Würzburg. In der Bischofsstadt Würzburg sind dann alle Pfarreiengemeinschaften errichtet. Rund 70.000 Katholiken leben im Stadtdekanat in 26 Pfarreien, einer Kuratie und einer Filiale, die zehn Pfarreiengemeinschaften und zwei Einzelpfarreien bilden. „Es gilt, das Gute der jeweils anderen Gemeinde zu erkennen und für das Ganze der Pfarreiengemeinschaft nutzbar zu machen“, sagt Dekan Monsignore Erhard Kroth (siehe Interview) zum Abschluss der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften. Bereits am 4. Februar 2002 wurde die Pfarreiengemeinschaft „Dürrbachtal“ errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Sankt Josef der Arbeiter in Oberdürrbach und Sankt Rochus und Sankt Sebastian in Unterdürrbach sowie die Kuratie Heilig Geist in der Dürrbachau. Leiter der rund 3500 Katholiken zählenden Pfarreiengemeinschaft ist Pfarrer Helmut Rügamer. Die Pfarreigemeingemeinschaft „Würzburg-Heuchelhof/Rottenbauer“ gibt es seit 1. Januar 2005. Die beiden Gemeinden Sankt Sebastian (Heuchelhof) und Sankt Josef der Bräutigam (Rottenbauer) im Süden der Stadt vereinen 6400 Katholiken und werden von Pfarrer Alfred Kraus geleitet. Ebenfalls im Jahr 2005, am 1. Dezember, wurde die Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Heidingsfeld errichtet. Sie vereint die beiden Heidingsfelder Pfarreien Sankt Laurentius und Zur Heiligen Familie (Lehmgrubensiedlung) mit insgesamt zirka 6400 Katholiken. Pfarrer ist Dariusz Cwik. Im Stadtteil Zellerau bilden die Pfarreien Heiligkreuz und Sankt Elisabeth seit 16. April 2007 die Pfarreiengemeinschaft „Heiligkreuz – Sankt Elisabeth“. Rund 5800 Katholiken zählen zu dieser Seelsorgeeinheit, die von Pfarrer Werner Vollmuth geleitet wird. „Sankt Burkard – Sankt Bruno“ ist der Name der Pfarreiengemeinschaft im Mainviertel und im Steinbachtal. Salesianerpater Pfarrer Walter Kirchmann leitet die Seelsorgeeinheit mit knapp 3400 Katholiken, die am 1. Juli 2008 errichtet wurde. Sie besteht aus den Pfarreien Sankt Burkard und Sankt Bruno. Seit 20. September 2009 besteht die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Albert und Sankt Jakobus“ in den Stadtteilen Lindleinsmühle und Versbach. Die Pfarreien Sankt Albert und Sankt Jakobus der Ältere arbeiten in dieser Seelsorgeeinheit mit über 6700 Katholiken zusammen. Pfarradministrator ist derzeit Gefängnisseelsorger Pfarrer Edwin Erhard, Pfarrbeauftragte ist Pastoralreferentin Brigitte Hofstätter. In der Sanderau haben sich am 29. November 2009 die Pfarreien Sankt Adalbero und Sankt Andreas zur Pfarreiengemeinschaft „Würzburg Sanderau“ zusammengeschlossen. Leiter der Seelsorgeeinheit mit insgesamt rund 7000 Katholiken ist Pfarrer Gerhard Reitz. Zum 10. Januar 2010 errichtete Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Pfarreiengemeinschaft „Würzburg-Innenstadt“. Zur dieser größten Pfarreiengemeinschaft der Stadt gehören die Pfarreien Dom-Sankt Kilian, Neumünster-Sankt Johannes Evangelist, Sankt Gertraud, Sankt Peter und Paul mit Hofpfarrei sowie die Pfarrei Stift Haug-Sankt Johannes der Täufer und Sankt Johannes Evangelist. Insgesamt vereint die Pfarreiengemeinschaft Innenstadt rund 9500 Katholiken. Pfarrer von Dom, Neumünster und Sankt Peter und Paul mit Hofpfarrei ist Domkapitular Dr. Jürgen Vorndran. Pfarrer von Stift Haug und Sankt Gertraud ist Dekan Monsignore Erhard Kroth. Die Pfarreien Sankt Nikolaus in Gerbrunn und Sankt Bruno auf der Keesburg bilden die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Alfons und Sankt Nikolaus“. Die Seelsorgeeinheit mit 5400 Katholiken wurde am 20. Dezember 2009 errichtet. Pfarrer in Gerbrunn ist Dr. Hermann Steinert. In Sankt Alfons wirkt Redemptoristenpater Pfarrer Bernd Wagner. Am ersten Fastensonntag, 21. Februar 2010, wird schließlich die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Barbara und Unsere Liebe Frau“ errichtet. Die Pfarrei Unsere Liebe Frau im Frauenland und die Pfarrei Sankt Barbara am Mönchberg rücken dann enger zusammen. Über 6500 Katholiken wohnen in dieser Seelsorgeeinheit. Pfarrer von Unsere Liebe Frau ist Matthias Konrad, Pfarrer von Sankt Barbara ist Mariannhillerpater Hermann Kraus. Die beiden Pfarreiengemeinschaften „Sankt Alfons und Sankt Nikolaus“ und „Sankt Barbara und Unsere Liebe Frau“, in deren Mitte die Hubland-Universität und das Gelände der Leigton-Baracks liegt, vereinbarten eine engere Kooperation und arbeiten auf einen Zusammenschluss bis zum Jahr 2015 hin. Als Einzelpfarreien bestehen bleiben Sankt Josef der Bräutigam in Grombühl mit rund 3500 Katholiken sowie Sankt Laurentius in Lengfeld mit Filiale Sankt Lioba im Pilziggrund mit rund 5600 Katholiken. Josef Treutlein ist Pfarrer in Grombühl. In Lengfeld wirkt Dr. Harald Fritsch. Hinweis: In dieser Serie geht es in erster Linie um die neuen Strukturen in den Dekanaten der Diözese Würzburg. Genannt werden deshalb nur die leitenden oder koordinierenden Pfarrer der neuen Einheiten oder Einzelpfarreien sowie die vorübergehenden Leiter in einer Vakanzzeit der Pfarrstelle, nicht aber alle hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. bs (POW) (57 Zeilen/0610/0173; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Als Pfarreiengemeinschaft zur Mitte aufbrechen“ Interview mit Dekan Monsignore Erhard Kroth zur Situation im Stadtdekanat Würzburg angesichts der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften Würzburg (POW) Zehn Pfarreiengemeinschaften und zwei Einzelpfarreien mit insgesamt rund 70.000 Katholiken bilden künftig das Stadtdekanat Würzburg. In folgendem Interview spricht Dekan Monsignore Erhard Kroth (Stift Haug und Sankt Gertraud) über die Errichtung von Pfarreiengemeinschaften im Stadtdekanat Würzburg, über die City-Pastoral, über neue Formen der Seelsorge und über den Vorrang der Spiritualität vor allen Reformen. POW: Wie würden Sie den aktuellen Stand des Prozesses der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften im Dekanat umschreiben? Dekan Erhard Kroth: Das Dekanat Würzburg-Stadt hat – dem Wunsch des Bischofs entsprechend – alle im Moment möglichen Pfarreiengemeinschaften errichtet. Zwei Pfarreien bleiben vorerst für sich: Sankt Josef in Grombühl und Lengfeld; im Osten der Stadt ist im Blick auf die ehemaligen amerikanischen Kasernen und die Planung eines neuen Stadtviertels die Situation noch unklar; da braucht es noch Zeit. Was das „Leben“ in diesen Pfarreiengemeinschaften angeht, steht auf einem anderen Blatt. Da sind wir alle weiterhin unterwegs aufeinander zu. Es gibt viele positive Schritte, etwa die Einbindung der Ordensgemeinschaften in der Sanderau, das Bemühen um Ausgewogenheit in der Zellerau, die Verbindung von Dorfstruktur und Neubaugebiet im Süden – Heuchelhof mit Rottenbauer. POW: Wo liegen die besonderen Probleme, wo die besonderen Chancen in Ihrem Dekanat? Kroth: Eine Chance, die sich schon immer auftat, liegt gerade im Kernbereich der Stadt, was aber auch für Randgebiete gilt: dass die Menschen bisher schon über die Grenzen der Pfarrgemeinde hinaus geschaut, eine Auswahl getroffen haben, die verschiedenen Möglichkeiten der Pfarreien und Ordensgemeinschaften wahrzunehmen. Ich denke, die Menschen sind offen für die Umgestaltung der Strukturen. Diese Chance müssen wir als Hilfe aufgreifen, um die Pfarreiengemeinschaften zu stärken. Was uns als Aufgabe bleibt, ist die Gewinnung der Ehrenamtlichen, ehrliche Kompromisse zu schließen und von dem Denken wegzukommen: „Das war bei uns schon immer so!“ Damit würden wir alle Bewegungen blockieren. Es gilt, das Gute der jeweils anderen Gemeinde zu erkennen und für das Ganze der Pfarreiengemeinschaft nutzbar zu machen. POW: In der Innenstadt wurde im Januar die größte Pfarreiengemeinschaft der Stadt errichtet. Welche Bedeutung hat „Würzburg-Innenstadt“ für die gesamte Stadt? Kroth: Ich denke, wenn die Zusammenarbeit der Hauptamtlichen gut läuft, kann das in die ganze Stadt ausstrahlen; ebenso der Versuch mit einem Gesamtpfarrgemeinderat, worüber wir im Vorfeld ja lange diskutiert haben. Ich wünsche mir sehr, dass dieses Gremium seiner Bedeutung gerecht wird für die Kooperation der gesamten Pfarreiengemeinschaft, wobei aber der „Gemeindeausschuss“ – andernorts wird er „Ortsausschuss“ genannt – die seelsorgerliche Arbeit vor Ort konkret leisten muss. Die Einbindung der sogenannten „City-Pastoral“ auf ökumenischer Basis wird sicher auch nicht ohne Wirkung auf die gesamte Stadt sein. POW: Ist in einer Großstadt wie Würzburg das Bewusstsein für die eigene Pfarrei überhaupt noch ausgeprägt? Interessiert städtische Pfarrgemeinden der Umstrukturierungsprozess? Kroth: Sicher waren zunächst vor allem die Hauptamtlichen und die Gremien mit diesem Prozess befasst. Und da fällt es vielen schwer, sich zu öffnen. Viele der Gemeindemitglieder werden erst im Nachhinein feststellen, dass „sich da etwas geändert“ hat. Anderen dürfte das Bewusstsein für die eigene Pfarrei schon längst abhanden gekommen sein. In den Gemeinden, die vor knapp 30 Jahren in die Stadt eingegliedert wurden, ist das Pfarrbewusstsein schon noch sehr groß, deshalb ist auch der Zaun noch sehr hoch, über den man schauen lernen muss. POW: Wie reagieren die neuen Pfarreiengemeinschaften auf die besonderen Herausforderungen einer Seelsorge in der Stadt? Kroth: Da der Prozess der Umstrukturierung doch noch sehr „in den Kinderschuhen steckt“, kann dazu noch nicht viel gesagt werden. Die Unterschiede zwischen dörflichem Zentrum und Großstadt-Wohn-Silos ohne gewachsene Mitte sind erheblich. Da brauchen wir einen langen Atem. POW: Wie sollte eine „City-Pastoral“ in Würzburg ausgerichtet sein? Kroth: Mir war von Anfang an wichtig, dass die sogenannte „City-Pastoral“ ökumenisch ausgerichtet ist. Hier gibt es bereits ein gutes Miteinander. Es kommt auf eine gute Absprache und auf ständige Kommunikation mit den Pfarreiengemeinschaften Innenstadt und den umliegenden Pfarreiengemeinschaften an. Da sind wir noch im Aufbau. Es wäre Kräftevergeudung, wenn Aktivitäten und Projekte parallel und nebeneinander verdoppelt würden. Hier kann die City-Pastoral auch als Entlastungsfaktor für die Pfarreiengemeinschaften wirken. POW: In Würzburg wirken zahlreiche Ordensgemeinschaften. Wie werden sie in die neuen Pfarreiengemeinschaften eingebunden? Kroth: Es gibt bereits einen viel versprechenden Versuch in der Pfarreiengemeinschaft Sanderau, wo eine enge Zusammenarbeit in bestimmten Themenbereichen mit den Ritaschwestern geübt wird. Das wird sicher Schule machen. Seit ich Dekan bin, habe ich jährlich die zehn Männer- und 13 Frauen-Ordensgemeinschaften zu einem Gespräch mit der Dekanatsleitung eingeladen. Daraus hat sich manche Verbindung entwickelt. Es ist aber auch noch vielfach ausbaufähig – gerade in der Innenstadt, wo eine besondere Dichte von Ordensgemeinschaften zu verzeichnen ist. Aber da braucht es noch Zeit. POW: Wie wirken sich die neuen Seelsorgeeinheiten auf die Ökumene und auf den Dialog mit den Religionen aus? Kroth: Hier wird die bewährte Zusammenarbeit der einzelnen Gemeinden mit den evangelischen Schwesterkirchen sich sicher auch auf die Pfarreiengemeinschaft ausweiten, soweit es vom Sprengel her sich anbietet. In der Innenstadt haben wir zum Beispiel den Arbeitskreis Ökumene auf das Gebiet der Pfarreiengemeinschaft ausgedehnt; ebenso wird auch die Aktion „Eine Stunde Zeit füreinander“ für die ganze Pfarreiengemeinschaft ökumenisch entwickelt. Im Blick auf den Dialog mit den Religionen gibt es für den Bereich der Pfarreiengemeinschaft meines Erachtens keine Auswirkung. Dieser ist sicher auf anderer Ebene anzusiedeln. POW: Hat die Pfarrseelsorge in einer Großstadt Ihrer Meinung nach noch Zukunft oder müssen andere Formen der Seelsorge entwickelt werden? Kroth: Ich habe im Laufe der Jahre die Erkenntnis gewonnen: Ohne lebendige kleine Gemeinschaften, Zellen oder Pfarreien wird auch keine lebensfähige Pfarreiengemeinschaft entstehen. Das heißt: Es braucht ein Sowohl-als-auch! Die Pfarrseelsorge wird sich verändern. Wenn in zehn Jahren noch weniger Pfarrer zur Verfügung stehen, braucht es erst recht in den kleinen Einheiten Verantwortliche, die die Verbindung halten zwischen Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft, die als Ansprechpartner in den Fragen und Nöten der Menschen vor Ort fungieren. Darauf können wir auf keinen Fall verzichten. Das ist auch mein Appell an unseren Bischof, dass dieses Anliegen von oben her aktiv angegangen wird und man nicht wartet, bis von unten Klagen und Anfragen kommen. Wenn „der Mensch der erste Weg, den die Kirche bei der Erfüllung ihres Auftrags beschreiten muss“ (Papst Johannes Paul II.) ist, dann muss sie auch sorgen, dass sie mit dem Menschen vor Ort wirklich verbunden bleibt oder neu wird. Der Kirche hat es um nichts anderes zu gehen als um den konkreten Menschen im Hier und Jetzt. Anders gesagt: Will also Kirche den Menschen vor Ort nahe sein, braucht sie unabdingbar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kirche sichtbar vor Ort leben und repräsentieren. Daneben ist die City-Seelsorge sicher auszubauen. POW: Was möchten Sie am ersten Fastensonntag 2010 mit Blick auf das Stadtdekanat Würzburg sagen können? Kroth: Da kommt es darauf an, wem ich etwas sagen soll: Den Gemeinden mit ihren ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern rufe ich zu: Geht mit Zuversicht und Geduld aufeinander zu. Sucht das, was für alle das Beste ist, zu erreichen ohne Angst, vom eigenen Image etwas zu verlieren. Den Verantwortlichen der Diözese möchte ich zuerst Dank sagen für die jahrelange Begleitung und Hilfe beim Prozess der Umstrukturierung und zugleich die Bitte aussprechen, dass diese Begleitung noch lange gewährt wird. Mein Pfarrgemeinderatsvorsitzender hat im Pfarrbrief geschrieben – ich denke, das gilt für alle in der Stadt: „Wir hoffen und wünschen uns, dass genügend lebensfrohe und engagierte Mitglieder unserer Gemeinde bereit sind, in den Gremien mitzuwirken. Daneben sind die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen – denen ich an dieser Stelle ausdrücklich danken möchte – in den verschiedensten Diensten von großer Bedeutung.“ Wichtiger als alle Reformen und Umbaumaßnahmen ist die Spiritualität, die unser Tun trägt und leitet. Sie muss über der Struktur stehen. So sehe ich als Ideal an, wenn wir es fertig bringen, dass die Hauptamtlichen ebenso wie die Ehrenamtlichen und Gemeindemitglieder überhaupt sich regelmäßig zum Gebet treffen, damit das Fundament unseres Tuns stimmt. Über das Ganze des Unternehmens kann ich schreiben: „Als Pfarreiengemeinschaft: Aufbrechen zur Mitte, in der Kraft des Heiligen Geistes, zu Jesus Christus – in Gottes Namen.“ Interview: Bernhard Schweßinger (POW) (103 Zeilen/0610/0172; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Berichte „Die Rhön steht auf!“ Katholische Kirche ruft zur Teilnahme an Kundgebung gegen Stellenabbau bei Siemens auf – Bischof Hofmann schreibt an Siemens-Chef Löscher Würzburg/Bad Neustadt (POW) Die Diözese Würzburg unterstützt die von Entlassungen bedrohten Siemens-Beschäftigten in Bad Neustadt. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann schrieb am Freitag, 5. Februar, einen Brief an den Vorsitzenden des Vorstandes der Siemens AG in München, Peter Löscher. Darin bittet er den Firmenchef, „mit den Verantwortungsträgern Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und so zum sozialen Frieden in unserem Land beizutragen“. Die katholischen Dekanate Bad Neustadt und Rhön-Grabfeld, die Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit und die Diözesanbüros in Bad Neustadt und Bad Kissingen sowie die Katholische Betriebsseelsorge und die Familienseelsorge rufen zur Teilnahme an einer Kundgebung gegen den geplanten Stellenabbau am Mittwoch, 10. Februar, um 13 Uhr auf dem Marktplatz in Bad Neustadt auf. Bischof Hofmann betont unter anderem in seinem Schreiben, dass das Ansinnen von Siemens, in Bad Neustadt 840 Stellen zu streichen, nicht nur die betroffenen Mitarbeiter auf den Plan gerufen, sondern ganz Franken berührt habe. Angesichts der hohen Gewinne der Siemens AG und der großen Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Siemens-Mitarbeiterschaft in Bad Neustadt in den vergangenen Jahren sei ein solches Ansinnen unverständlich. Gerade weil der Siemens Konzern immer wieder auch die Nachhaltigkeit seines Tuns betone, dürfe eine solche Entscheidung nicht im Blick auf kurzfristigen Gewinn hin gefällt werden. „Der Mensch mit seinem Lebensumfeld muss in der Mitte der Überlegungen stehen“, mahnt Bischof Hofmann die Siemens-Leitung. Die Demonstration am 10. Februar in Bad Neustadt steht unter dem Motto „Die Rhön steht auf!“. „Wir fühlen mit den Beschäftigten, die um ihren Arbeitsplatz bangen. In dieser Situation ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam mit ihnen für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen“, heißt es in dem Aufruf des Diözesanbüros Bad Neustadt, der auch in Sonntagsgottesdiensten in der Region verlesen wurde. Nach der Kundgebung findet „als Zeichen der Hoffnung für die Beschäftigten“ um zirka 14.30 Uhr ein ökumenisches Gebet in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Anschließend besteht im Gemeindehaus die Möglichkeit zur Begegnung. Das Team der Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit ruft auch Schüler und Jugendgruppen dazu auf, mit Transparenten und Trillerpfeifen an der Protestaktion teilzunehmen: „Die Rhön braucht diese Arbeitsplätze, damit auch in Zukunft junge Menschen Ausbildung und Erwerb erhalten können.“ Vor knapp zwei Wochen war der Plan der Siemens AG bekannt geworden, 840 Arbeitsplätze am Standort in Bad Neustadt abbauen zu wollen. Bischof Hofmann kritisierte das Vorhaben bereits in der vergangenen Woche scharf und stellte sich an die Seite der Betroffenen: „Aus persönlichen Schilderungen weiß ich, welche Katastrophen da auf die Einzelnen zukommen.“ Der Bischof erklärte am 4. Februar, er sei fest entschlossen, sich bei den Verantwortlichen der Siemens AG in München zu melden und um Verständnis dafür zu werben, dass „man so nicht mit den Leuten umgehen kann“. ksc/bs (POW) (33 Zeilen/0610/0186; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Reformen in der Kirche gefordert Hammelburger Aktionskreis „Kirche in Bewegung“ überreicht 7103 Unterschriften an Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand Würzburg/Hammelburg (POW) Listen mit insgesamt 7103 notariell bestätigten Unterschriften hat der Hammelburger Aktionskreis „Kirche in Bewegung“ am Freitagabend, 5. Februar, an Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand in Würzburg überreicht. Hillenbrand nahm die Unterschriften in Vertretung von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann entgegen. Die Initiative fordert eine Weiterbeschäftigung von Priestern in der Kirche, die sich gegen den Zölibat entschieden haben. Außerdem setzt sie sich für die Freiwilligkeit der Entscheidung zum Zölibat bei künftigen Priestern ein. Das Aktionsbündnis war nach der Suspendierung des Hammelburger Pfarrers Michael Sell im Oktober 2009 gegründet worden. Dieser hatte sich gegen den Zölibat und für ein Leben in Ehe und Familie entschieden. Acht Frauen und Männer aus der Pfarreiengemeinschaft „Sieben Sterne im Hammelburger Land“, überreichten Hillenbrand die gesammelten Unterschriften und dankten dem Generalvikar für die Dialogbereitschaft. Gleichzeitig wünschten die Hammelburger ein Treffen mit Bischof Hofmann. In dem rund zweistündigen Gespräch mit dem Generalvikar machten sie deutlich, wie sehr sie in der katholischen Kirche von Kindheit an beheimatet seien: „Wir wollen die Kirche nicht verlassen. Uns geht es um die Zukunft unserer Kirche.“ Christlich gehe man mit Streitfragen um und wolle eine Offenheit für eine Diskussion erzielen. Hammelburgs Pfarrgemeinratsvorsitzender Reinhard Beichel bat die Diözesanleitung um Zusammenarbeit: „Wir brauchen eine dialogfähige und glaubwürdige Kirche.“ Der Generalvikar legte dar, dass hinter dem Pflichtzölibat der Priester die Frage stehe, in welcher Weise eine freiwillige Entscheidung stets auf institutionelle Stützen angewiesen sei. Weiterhin betonte er, Ehe und Ehelosigkeit seien christliche Grundhaltungen, die sich gegenseitig stützen müssten. Die Vertreterinnen und Vertreter des Aktionskreises waren mit Hillenbrand einer Meinung, dass der aktuelle Gläubigen- und Priestermangel in der Kirche ein großes Problem sei. Entscheidend sei heute, missionarisch Kirche zu sein. Angesicht der derzeitigen pastoralen Situation in ihrer Pfarreiengemeinschaft betonten die Hammelburger, es sei dringend notwendig, dass der Bischof bald einen Pfarrer für die Hammelburger Gemeinden ernenne. Generalvikar Hillenbrand sagte, dass derzeit Gespräche über die Besetzung der Pfarrstelle stattfänden. „Ich möchte, dass jemand Pfarrer in Hammelburg wird, der die Menschen zusammenführen kann.“ Gleichzeitig bat er die Hammelburger Delegation, dem künftigen Pfarrer beim Start in der Pfarreiengemeinschaft zur Seite zu stehen. Er selbst sei auch bereit, nach Ernennung des neuen Pfarrers sich der Diskussion in der Pfarreiengemeinschaft zu stellen. Die Unterzeichner der Unterschriftenlisten betonen, dass sie sich aus Liebe zu Gott und seiner Kirche an Bischof Hofmann wendeten. „Wir achten und respektieren den Zölibat als Zeichen der Ganzhingabe in der Nachfolge Christi. Wir danken allen Priestern, die dieses Zeichen leben und so unseren Gemeinden und unserer Kirche dienen.“ Mit dem Bischof stimmten sie in der Sorge darum überein, dass dieses Zeichen immer weniger von den Menschen verstanden werde. Zudem litten die Katholiken unter dem Priestermangel vor Ort. Die Unterzeichner wünschen sich eine Kirche, die sich im Vertrauen auf Gott mutig öffne, um neue Wege zu gehen, und wieder die Sprache der „einfachen“ Gläubigen spreche. Konkret fordern sie von Bischof Hofmann, dass er sich in der Bischofskonferenz für eine Weiterbeschäftigung der Priester in der Seelsorge einsetze, die wegen der Entscheidung für Ehe und Familie suspendiert worden seien. Weiter solle der Bischof an Reformen mitwirken, „die es für die Zukunft möglich machen, dass sich zum Priestertum berufene Menschen für diesen besonderen Weg mit Gott entscheiden können, ohne sich damit zugleich für die Ehelosigkeit verpflichten zu müssen. Der Zölibat würde dadurch in seinem Wert nicht verringert, sondern durch die betonte Freiwilligkeit sogar gesteigert.“ Die Unterschriften wurden von Maria Heckmann, Sabine Krapf, Reinhard Beichel, Petra Oberste-Dommes, Annemarie Fell, Siggi Bauer, Ingrid Klauer und Dieter Stadler überreicht. bs (POW) (44 Zeilen/0610/0185; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Modelle der Kircheneinheit diskutiert Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele nahm an Gesprächen mit den orientalisch-orthodoxen Kirchen teil – Fortsetzung im Januar 2011 in Rom Beirut/Würzburg (POW) Gemeinsam mit Kurienkardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, hat Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele als Vertreter der römisch-katholischen Kirche an der siebten Vollversammlung der offiziellen „Gemischten Kommission für den theologischen Dialog zwischen den orientalisch-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche“ teilgenommen. Auf Einladung des armenisch-apostolischen Katholikos‘ Aram I. von Kilikien tagte die Runde in Antelias im Libanon. Leiter der Versammlung waren Kardinal Kasper und der koptische Metropolit Anba Bishoi von Damiette (Ägypten). „Christus will, dass alle eins sein sollen. Dieser Auftrag bleibt. Für mich ist es ein Geschenk, dass ich weiter in der Ökumene mitwirken darf“, sagte Bischof Scheele. Die rund 30 Teilnehmer beschäftigten sich mit Modellen der Kircheneinheit, wie sie bis ins fünfte Jahrhundert praktiziert wurden. Laut einer Pressemitteilung des armenischen Katholikosats seien Kardinal Kasper und Katholikos Aram I. sich einig, dass die Tagung ein wichtiger Beitrag zur weiteren Verbesserung der ökumenischen Beziehungen zwischen der katholischen und den altorientalischen Kirchen darstelle. Das Schlusskommuniqué der Tagung betont, die Versammlung habe herausgearbeitet, dass die Kirchen bis in die Mitte des fünften Jahrhunderts nicht isoliert existierten, sondern miteinander in Gemeinschaft standen. So seien synodale Schreiben und Briefe zum Amtsantritt von Bischöfen ausgetauscht und gemeinsame Heilige verehrt worden. Außerdem besuchten die Kirchen einander und nahmen an den Sakramenten teil, besonders der Eucharistie. Basis der Kirchengemeinschaft sei das Verständnis gewesen, denselben Glauben zu teilen und die Bereitschaft, ihn gegen Häresien und andere Bedrohungen zu verteidigen. Die orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen hatten sich in Folge des Konzils von Chalcedon im Jahr 451 abgespalten, weil es Differenzen und Missverständnisse über die Glaubensüberzeugung gab, dass Christus zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Bis dahin gliederten sie sich als Teil in die Patriarchalstruktur der Gesamtkirche ein. Erst in den 1970er Jahren näherten sich katholische Kirche und Altorientalen wieder bei inoffiziellen Kontakten von Theologen an und kamen zur Auffassung, dass die theologischen Dispute der Spätantike oft in kulturellen Unterschieden und politischen Einstellungen wurzelten. Der Glaube sei aber derselbe, unterschiedlichen Formulierungen zum Trotz. Der koptisch-orthodoxe Patriarch Schenouda III. veranlasste schließlich, dass die sogenannte „Wiener Christologische Formel“ erarbeitet wurde. Diese fand unter anderem Eingang in die gemeinsame Erklärung von Papst Schenouda III. und Papst Paul VI. im Jahr 1973, in die Erklärung des syrisch-orthodoxen Patriarchen Ignatius I. Zakka Iwas und Papst Johannes Paul II. von 1984 sowie in die dogmatische Übereinkunft der Katholischen Kirche mit der Malankara-Orthodoxen Syrischen Kirche im Jahr 1990. Der offizielle Dialog zwischen Katholiken und Altorientalen begann im Jahr 2003 und konzentrierte sich auf die Themen Gemeinschaft unter den Kirchen und Ausübung des Apostelamts in der Kirche. Seit 2004 trifft sich die Dialogkommission jährlich. Beim Treffen 2009 wurde ein Konsenspapier verabschiedet, das unter der Überschrift „Wesen, Struktur und Sendung der Kirche“ Klärungsbedarf vor allem in der Frage der Stellung des Bischofs von Rom sowie der Anerkennung der Ökumenischen Konzilien sieht. Die achte Vollversammlung der Dialogkommission ist im Anschluss an die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen ab dem 24. Januar 2011 in Rom geplant. Unter anderem geht es dann um die besondere Rolle des Mönchtums. (41 Zeilen/0610/0195; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Wir wollen Antworten geben“ Italienische Ordensgemeinschaft wirkt seit November im Bistum – Nächtliches Gebet, brüderliches Leben und Gastfreundschaft als besondere Kennzeichen der zölibatär lebenden Ordensmänner und -frauen Würzburg/Aschaffenburg (POW) Mit ihren hellblauen Ordensgewändern fallen sie auf, wenn sie auf Würzburgs Straßen unterwegs sind: Seit November 2009 leben und wirken hier drei Frauen und zwei Männer der in Italien gegründeten Ordensgemeinschaft Fraternitá Francescana di Betania. Im ehemaligen Pfarrhaus im Stadtteil Pleich, gegenüber der Pfarrkirche Sankt Gertraud, haben Schwester Liviana Bortolussi, Schwester Francesca Gavirati, Schwester Paola Imperatori, Bruder Alberto Onofri und Bruder Andrea Valori Quartier bezogen. Ihr langfristiger Wohn- und Wirkungsort wird das Kloster der Kapuziner in Aschaffenburg werden. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Personalreferent Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist hatten die Ordensgemeinschaft 2007 in Italien besucht, um diese kennenzulernen und sich über deren Spiritualität zu informieren. Sie liege ganz auf der Ebene des Zweiten Vatikanischen Konzils und wolle aus dem Konzil heraus neue Impulse im Ordensleben setzen, sagte Hillenbrand bei der Begrüßung der Ordensleute im Bistum Würzburg im November 2009. Gegründet wurde die Fraternitá 1982 in Italien vom Kapuzinerpater Pancrazio Gudioso. „Seine Idee war es, dass wie in den urchristlichen Gemeinden Laien und Geweihte unter einem Dach zusammenleben und sich dabei am Lebensprogramm des heiligen Pater Pio orientieren“, erklärt Bruder Alberto. Es dürfte weltweit der erste Orden sein, bei dem Männer und Frauen, die sich mittels Gelübde zu Armut, Keuschheit und Gehorsam verpflichten, unter einem Dach wohnen und einen gemeinsamen Oberen haben. Am 8. Dezember 1998, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria, wurde die Bruderschaft von Donato Negro, Bischof des Bistums Molfetta-Ruvo-Giovinazzo-Terlizzi, als Institut des geweihten Lebens bischöflichen Rechts anerkannt – „ad experimentum“. Nach Angaben der Würzburger Mitglieder zählt der Orden derzeit insgesamt etwa 200 Mitglieder. Eine stattliche Anzahl lose verbundener Laien, so genannter Familiaren, gehört darüber hinaus ebenfalls der Gemeinschaft an. „Wir sind eine große spirituelle Familie“, sagt Bruder Alberto. Besonderen Stellenwert hat die Gottesmutter Maria. „Sie ist für uns das Sinnbild für jeden Heiligen und Vorbild für die vollkommene Synthese aus Gebet und wahrer Gastfreundschaft“, betonen die Ordensleute. Zeichen der besonderen Verehrung ist nicht zuletzt das blaue Ordensgewand. Zu den spirituellen Quellen gehören neben dem Rosenkranzgebet das Stundengebet, das den Tag strukturiert, die abendliche heilige Messe sowie der freie Lobpreis. Außerdem steht die Hausgemeinschaft nachts um drei Uhr auf, um eine Stunde lang in der Hauskapelle zu beten. „Dieses Gebet ist für unser Institut fundamental und orientiert sich am Beispiel Jesu und der meisten Heiligen“, sagt Bruder Alberto. In Würzburg sind aus Platzgründen keine Familiaren im gleichen Haus untergebracht. „Aber in unseren Häusern in Terlizzi, Partanna, Rom, Loreto, Cella di Noceto, Monte San Savino oder im schweizerischen Rovio bieten wir gerne auch ganzen Familien Gelegenheit, mit uns zu leben, zu beten und zur Ruhe zu kommen“, sagt Schwester Francesca. Das Haus Bethanien, in dem laut Bibel die Geschwister Martha, Maria und Lazarus wohnten und Jesus wiederholt zu Gast war, ist Ideal und Vorbild der Gemeinschaft: Gebet und Gastfreundschaft sind die tragenden Säulen, gelebt im tiefgreifenden Zusammenhang des für die Franziskaner typischen brüderlichen Lebens. „Wir heißen Menschen, die Gott suchen, immer bei uns willkommen. Besonders bieten sich dafür Zeiten wie der Advent, Ostern oder Pfingsten an“, erklärt Schwester Francesca. Unabhängig vom Kirchenjahr sei die Gemeinschaft offen für Menschen, die geistliche Begleitung suchten. „Wir wollen Antworten auf Anfragen der Zeit geben“, sagt Bruder Alberto. In Süditalien liege der Schwerpunkt der Tätigkeit darauf, materielle Nöte der Mitmenschen zu lindern. In Deutschland stehe dagegen die geistliche Begleitung von Jugendlichen und Familien im Vordergrund. „Außerdem ist uns die Seelsorge für die italienischen Katholiken im Bistum Würzburg übertragen. Das ist unsere vorderste Aufgabe.“ Darüber hinaus, betonen die Frauen und Männer, möchte ihr Haus eine Oase der Spiritualität für das ganze Bistum Würzburg sein. Mittelfristig sei der Umzug in das frühere Kapuzinerkloster nach Aschaffenburg geplant. „Wir freuen uns schon auf unser neues Zuhause, weil wir bei geänderten Platzverhältnissen unser Charisma stärker leben können“, erläutert Schwester Francesca. Bis dahin wollen die zwei Priester und die drei Schwestern die Zeit nutzen, sich in Deutschland einzuleben. „Jeder Schritt will in Gebet und Taten vorbereitet sein.“ Das bedeutet unter anderem, dass der Besuch von Deutschkursen zum Pflichtprogramm gehört. „Wir bemühen uns auch, mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen, damit wir die deutsche Mentalität kennen lernen“, berichtet Bruder Alberto. Unter anderem gestaltet seine Gemeinschaft sonntags von 8 bis 10 Uhr eine Andacht in der Anbetungskapelle der Neumünsterkirche. Außerdem besuchen die Ordensleute regelmäßig Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Würzburg. mh (POW) (54 Zeilen/0610/0191; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Ein Hilfsmittel für Sinnsucher Meditatives Buch von Dr. Burkhard Rosenzweig gibt Zugänge zum Kreuzweg von Herbert Holzheimer in Himmelspforten – Kurze Texte und ansprechende Fotos Würzburg/Langenleiten (POW) In den Stationen des Kreuzwegs auch Stationen des eigenen Lebens zu entdecken: Dazu lädt ein Buch ein, das Domvikar Dr. Burkhard Rosenzweig, Rektor des Exerzitienhauses Himmelspforten, am Freitag, 5. Februar, präsentiert hat. Unter dem Titel „Kreuzweg – Stationen eines Lebens“ widmet es sich dem Kreuzweg des Künstlers Herbert Holzheimer aus Langenleiten (Landkreis Rhön-Grabfeld), der im „Garten der Stille“ des Exerzitienhauses zu sehen ist. Er hoffe, mit dem Buch als kleinem Hilfsmittel die Religiosität und Sinnsuche der Gegenwart ein wenig auf die Spur zu führen, sagte Rosenzweig: „Die außergewöhnliche, deutliche und nachdenkliche Stimmung der Darstellung hat mich zu diesem Buch inspiriert.“ Dem Druckwerk vorangestellt ist ein Zitat des Theologen Karl Rahner: „Wir haben ihn gekreuzigt. Denn unsere Sünden sind auf ihn gelegt. Aus unserer Sünde ist der Tod geboren, der ihn überwältigt hat. Er hat ausgelitten, was wir als Schuld gewirkt haben.“ Dieses Programm entdeckte Rosenzweig auch in der künstlerischen Kreuzwegdarstellung Holzheimers. Ursprünglich für eine Pfarrei in der Rhön konzipiert, aber bis dahin nicht ausgeführt, landete sie – von Bau- und Kunstreferent Dr. Jürgen Lenssen in Holzheimers Atelier entdeckt – in Würzburg. Neben dem leidenden Christus zeigen die einzelnen Stationen in Bronze jeweils einen Menschen, der aus einem Fenster heraus in die Szene hineinwirkt – mal helfend, mal zerstörend und den Tod Jesu vorbereitend. „Der Betrachter findet so sehr bald seine eigene Rolle in dem Geschehen“, betonte Rosenzweig. Lediglich die 14. und letzte Station weicht von diesem Schema ab: Hier zeigt das Fenster den Auferstandenen neben dem verhüllten Leichnam Jesu im Grab. „Für mich zeigt der Kreuzweg nicht nur Stationen eines Lebens, sondern Stationen meines Lebens“, sagte Holzheimer. Ihm sei es bei der Gestaltung darüber hinaus darauf angekommen, dass Jesu Weg ein ganz schmaler Grat ist, „kurz vor dem Abgrund“. Neben stimmungsvollen Fotos, aufgenommen von Dirk Nitschke und Johannes Werde, findet der Leser prägnante Texte aus Rosenzweigs Feder, die zum Betrachten und Verweilen einladen. „Die Kürze ist den Menschen der Gegenwart geschuldet, die solche kurzen Texte gewohnt sind“, sagte der Autor. An den Schluss stellte Rosenzweig, anders als bei Kreuzwegmeditationen üblich, die Emmaus-Erzählung nach Lukas. „Die Grablegung ist seit meiner Kindheit in meinen Augen ein unbefriedigendes Ende für einen Kreuzweg.“ Burkhard Rosenzweig (Hg.). Kreuzweg – Stationen eines Lebens. 48 Seiten, 9,90 Euro. Echter Verlag, Würzburg 2010, ISBN 9-783-429-03230-2. mh (POW) (30 Zeilen/0610/0187; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Dommusik mit 20.000 Euro gefördert Jahresversammlung des Würzburger Dommusikvereins – Konzertreisen nach Stockholm und Andalusien unterstützt – Domkapellmeister Berger: Auswirkungen des achtjährigen Gymnasiums deutlich spürbar Würzburg (POW) Mit rund 20.000 Euro hat der Würzburger Dommusikverein im vergangenen Jahr die 505 aktiven Sängerinnen und Sänger der Dommusik gefördert. Das hat Vorsitzender Nikolaus Peter Hasch bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstagabend, 2. Februar, bekannt gegeben. Domkapellmeister Professor Martin Berger blickte auf ein erfolgreiches Jahr für die Dommusik zurück, mit Konzertreisen nach Köln, Stockholm und Andalusien. Zugleich beklagte er die Auswirkungen des achtjährigen Gymnasiums, die es den Kindern immer schwieriger machen würden, ihrem Engagement in der Dommusik nachzugehen. Vorsitzender Hasch freute sich, dass der Dommusikverein mit 460 Mitgliedern weiterhin großen Zulauf findet. Für die Arbeit des Vereins nannte er drei Ziele: Die Erhöhung der Mitgliederzahl auf über 500, die andauernde finanzielle Unterstützung der Dommusik und eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Im Hinblick auf das Konzert, das Domsingknaben, Mädchenkantorei und Domorganist Professor Stefan Schmidt im Vorfeld der Jahresversammlung in der Franziskanerkirche gegeben hatten, sagte er: „An der Qualität dieses Konzerts sieht man, dass unser Engagement im Dommusikverein etwas bewirkt.“ Laut Schatzmeister Bernd Hußenöder hat der Verein die Dommusik 2009 mit insgesamt 20.435 Euro unterstützt. 2000 Euro seien für die Stimmbildung in der Mädchenkantorei aufgebracht worden, 6000 Euro für eine Konzertreise der Domsingknaben nach Andalusien. Die Konzerte im Dom wären mit 2000 Euro gefördert worden, die Reise von Mädchen- und Jugendkantorei zum Chorfestival nach Stockholm mit 6000 Euro. Die Anschaffung eines E-Piano hätte mit rund 4500 Euro zu Buche geschlagen. Auch in diesem Jahr werde der Verein die Dommusik wieder bei vielen Projekten finanziell unterstützen, versicherte Hußenöder. Über 200 Mitwirkende in der Dommusik bereiten sich derzeit auf die Umsetzung des Oratoriums „Der Sohn des Zimmermanns“ von Komponist Wilfried Hiller vor, berichtete Domkapellmeister Professor Martin Berger. Die Uraufführung zum 65. Jahrestag des Bombenangriffs auf Würzburg am 16. März im Kiliansdom bezeichnete er als „das vielleicht größte musikalische Ereignis in Würzburg seit 20 Jahren“. Großprojekte wie das Oratorium kann die Dommusik auch durch die im Mai 2009 fertiggestellten modernen Probenräume oberhalb der Sepultur des Doms in Angriff nehmen. „Räume prägen Menschen!“, sagte Berger. Und im neuen Probenkomplex werde jeder Sänger persönlich wahrgenommen, beispielsweise mit einem eigenen Fach in der Wand, auf dem keine Nummer, sondern der Name des Musikers stehe. Tief besorgt zeigte sich Berger über die gesellschaftlichen Auswirkungen, die durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums entstanden seien. Durch die langen Schultage werde es den Kindern verwehrt, ein umfangreiches Hobby zu pflegen. Gymnasiasten, die sich in der Dommusik engagierten, hätten oftmals einen „14- oder 15-Stunden-Tag“. Die Anzahl krankheitsbedingter Ausfälle, stressbedingter Hörstürze und fehlerhafter Proben sei drastisch angestiegen. Auch Domkantorin Judith Schnell bemerkte im vergangenen Jahr zunehmenden schulischen Stress und Erfolgsdruck bei ihren Schützlingen: „Es ist für die Mädchen im Alltag schwer, die Kraft aufzubringen, um langfristig in der Mädchenkantorei mitzusingen.“ Etliche Mitglieder, zum Teil selbst Eltern von betroffenen Sängerinnen und Sängern, bestätigten diese Beobachtungen in der Diskussionsrunde. Gemeinsam einigte man sich darauf, bei politischen Amtsträgern und dem Kultusministerium auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Domkantorin Schnell hob in ihrem Jahresrückblick die Auftritte der Mädchenkantorei im Kölner Dom hervor. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kölner Mädchenchores waren die Würzburger Sängerinnen eingeladen worden, gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus Rottenburg und Köln, den Gottesdienst am Hochfest Allerheiligen im Dom mitzugestalten. Auch die Reise zum 35. Internationalen Pueri-Cantores-Chorfestival in Stockholm sei für die Mädchen „ein unglaublich tolles Erlebnis“ gewesen. „So eine Konzertreise bringt die Gruppe menschlich und musikalisch stark voran“, erläuterte die Domkantorin. Die Grüße und den Dank von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Weihbischof Ulrich Boom und den Mitgliedern des Domkapitels überbrachte Domdekan Monsignore Günter Putz. Er hob die große Bedeutung der Dommusik für die Liturgie im Kiliansdom hervor. Weitere Informationen beim Dommusikverein Würzburg, Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38662271, E-Mail info@wuerzburger-dommusik.de. (48 Zeilen/0610/0178; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Nachweislich nachhaltig Kilianeum-Haus der Jugend zum dritten Mal EMAS-zertifiziert – Deutliche Einsparungen bei Strom und Heizenergie als Gemeinschaftsleistung Würzburg (POW) Das Einhalten der strengen Vorgaben des Umweltmanagement-Systems EMAS (EcoManagement and Audit Scheme) der Europäischen Union ist dem Kilianeum-Haus der Jugend zum dritten Mal in Folge bescheinigt worden. Johannes Scheuring von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt übergab am Montag, 8. Februar, die EMAS-Re-Validierungsurkunde an Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher, Rektor des Hauses. „Das Bistum Würzburg leistet sich dieses Premium-Umweltmanagement, das großen Aufwand und viel Engagement seitens der Mitarbeiter verlangt“, sagte Scheuring, dessen Einrichtung in Unterfranken die EMAS-Zertifikate vergibt. Die Art und Weise, wie die katholische Kirche sich mit diesem Projekt verantwortungsbewusst, glaubwürdig, innovativ und transparent präsentiere, zeige beispielhaft auf, wie „modernes, gelebtes Christentum“ aussieht. „Diese Auszeichnung haben sich alle im Haus verdient“, sagte Eschenbacher. Der Prozess habe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dermaßen sensibilisiert, dass vor dem Aufstellen eines neuen Kaffeeautomaten von allen Seiten nach der Herkunft des Kaffees und dem Energieverbrauch der Maschine gefragt worden sei. Besonderen Dank zollte der Diözesanjugendpfarrer dem Umweltbeauftragten der Diözese, Edmund Gumpert, sowie dem Umweltmanagement-Beauftragten des Kilianeums, Alexander Kolbow. „Unser Ziel ist es, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang zu setzen“, erläuterte Gumpert. Das sei sehr gut gelungen, habe der Umweltgutachter Dr. Reiner Beer bei seinem jüngsten ganztägigen Besuch attestiert. Gegenüber 2002 verbrauche das Haus heute 23,5 Prozent weniger Strom. Bei der Wärmeenergie seien ohne Komfortverlust über 14 Prozent eingespart worden. Stolz gab der Umweltbeauftragte des Bistums bekannt, dass die Umweltstation KjG-Haus Schonungen im Landkreis Schweinfurt in diesem Jahr erstmals das EMAS-Zertifikat erhalte. Eine ausführliche Präsentation zum Umweltmanagement im Kilianeum gibt es im Internet unter www.kilianeum.de. mh (POW) (24 Zeilen/0610/0189; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Staatliche Finanzierung lückenhaft Schweinfurter Oberbürgermeister-Kandidaten diskutieren über Zukunft der Kindertagesstätten – 26 von 31 Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft Schweinfurt (POW) Wie die Zukunft für Schweinfurter Kindertageseinrichtungen aussehen könnte, darüber haben am Mittwoch, 3. Februar, die sechs Kandidatinnen und Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl Anfang März diskutiert. Auf Einladung des katholischen Dekans Reiner Fries und des evangelischen Dekans Oliver Bruckmann stellten sie sich im Pfarrzentrum Sankt Kilian unter Moderation von Petra Langer von der Hörfunkredaktion der Diözese Würzburg der Frage, was sie als Bürgermeister für den Ausbau der Kinderbetreuung in ihrer Stadt machen würden. Über 150 Zuhörer wollten in der zweistündigen Veranstaltung hören, was die Politiker zu den Themen Werterziehung, finanzielle Unterstützung der Kitas durch die Stadt Schweinfurt und zum Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder zu sagen hatten. Das besondere kirchliche Interesse am Thema Kinderbetreuung erklärt sich schnell: 26 von 31 vorschulischen Einrichtungen in Schweinfurt sind in kirchlicher Trägerschaft, mehr als 1500 Kinder unter zehn Jahren werden dort betreut. Daher sei das Christentum eine verbindende Universalreligion, die jedem etwas gebe, antwortete CSU-Kandidat Sebastian Remelé auf die Frage, ob in einer multikulturellen Stadt wie Schweinfurt eine christliche Kindertageseinrichtung die nötige Integrationsarbeit leisten könne. Zum Stellenwert der Kinderbetreuung für die Attraktivität der Stadt Schweinfurt meinte Frank Firsching von den Linken, die Verantwortung, für ein attraktives Kinderbetreuungsangebot zu sorgen und das bestehende Niveau zu halten, liege vor allem bei der Stadt als überkonfessionellem Träger. Christiane Michal-Zaiser von ProSchweinfurt lobte die zuverlässige Kostenübernahme der Stadt für finanziell benachteiligte Familien. So habe jede Familie die Möglichkeit, ihr Kind optimal betreuen zu lassen. Stefan Labus von der Schweinfurter Liste forderte ergänzend eine finanzielle und personelle Stärkung der Jugendämter. Manfred Köhler, Fachberater für katholische Kindertageseinrichtungen des Diözesan-Caritasverbands, stellte in einem Fachbeitrag die neue Gesetzesgrundlage und den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung vor. Den daraus entstehenden Bedarf an Krippenplätzen in Schweinfurt bezifferte er mit jährlich 290. SPD-Kandidatin Kathi Petersen hakte hier ein und betonte, die Kindertagesstätten sollten kein Notlager, sondern ein Ort optimaler Förderung sein. Die angespannte Situation der staatlichen Finanzierung der Kindertagesstätten müsse dringend behoben werden. Dass die finanziellen Lücken geschlossen werden müssten, forderte auch der Kandidat der Grünen, Marc Dominik Boberg. Trotz aller Differenzen war am Ende allen klar: Eine gute pädagogische Betreuung kostet Geld, und das ist in wirtschaftlich schweren Zeiten knapp. jw (Caritas) (30 Zeilen/0610/0200; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet 30.000 Euro aus der Staatskasse Bayerisches Sozialministerium fördert Kunstprojekt „artGERECHT“ der Würzburger Wärmestube Würzburg (POW) Mit 30.000 Euro fördert das bayerische Sozialministerium das vor einem Jahr gestartete Projekt „artGERECHT“ des Fördervereins der Würzburger Wärmestube. Barbara Stehmann, die das Projekt im Auftrag des Fördervereins betreut, hatte hierfür im vergangenen Jahr zehn Künstler des Berufsverbands Bildender Künstler Unterfranken (BBK) und 14 wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen zusammengebracht und eine gemeinsame Ausstellung konzipiert, die im Würzburger Rathaus präsentiert wurde. Die Förderung des bayerischen Staatsministeriums sichert die Weiterführung des anfangs auf ein Jahr befristeten Projekts. Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder, Vorsitzender des Fördervereins der Würzburger Wärmestube, hatte sich für diese Förderung stark gemacht. Er freute sich daher sehr, als er seinen Vorstandskollegen den Bescheid aus München zeigen konnte. Der Bauwagen oberhalb der Würzburger Eisbahn, den die Baufirma Göbel dem Förderverein als Künstlerbasis zur Verfügung gestellt hat, wird daher auch in diesem Jahr Treffpunkt für viele obdachlose Künstler sein. Selbst die bayerische Sozialministerin hat für den Sommer einen Besuch angekündigt. Die Erzählungen Lehrieders über dieses ungewöhnliche Kunstprojekt hätten sie neugierig gemacht. lh (Caritas) (14 Zeilen/0610/0201; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Alle sollten soziale Arbeit kennen lernen Zivildienstleistende tauschen sich mit Bundesbeauftragtem für Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann aus Würzburg (POW) Alle jungen Menschen sollten die Erfahrung des Zivildienstes machen. Das haben Zivildienstleistende bei einem Treffen mit Dr. Jens Kreuter, dem Bundesbeauftragten für Zivildienst, und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Freitag, 5. Februar, im Caritashaus in Würzburg betont. Neben 24 Zivildienstleistenden aus kirchlich sozialen Einrichtungen in der Diözese Würzburg nahmen Caritasdirektor Martin Pfriem, Ordinariatsrat Clemens Bieber, Vorsitzender des Caritasverbands für die Diözese Würzburg, und Klaus Eiteneier, Regionalbeauftragter für Zivildienst, an dem Treffen teil. „Wir wollen heute keine Weisheiten von uns geben, sondern hören, was Sie zu sagen haben“, lud Bischof Hofmann die jungen Männer zum Gespräch ein. Zu sagen hatten sie genug, die Erlebnisse aus dem Arbeitsalltag waren für die meisten neu. Die Anwesenden kamen aus der Missionsärztlichen Klinik, der Jugendarbeit, der ambulanten Pflege, der Behindertenarbeit und der Verwaltungsarbeit. Gerade im Pflegebereich sind die Belastungen für Zivildienstleistende enorm. Die Hilfe bei der Körperhygiene, die Essensgabe oder Betreuung schwer kranker oder sterbender Patienten ist nicht jedermanns Sache. „Doch entweder mache ich den Zivildienst richtig und nehme etwas fürs Leben mit oder ich lasse es sein“, meinte Johannes Sendelbach, der auf der Station Tanzbär der Missionsärztlichen Klinik im Schichtdienst krebskranke Kinder betreut. Auch sein Kollege Andreas Klug war sich sicher, dass er trotz teilweise hoher Belastung hier auch nach seiner Dienstzeit weiter arbeiten könnte. „Ich hätte vorher nie gedacht, dass diese Arbeit auch viel Spaß macht“, sagte er. Leider lasse die ständige personelle Unterbesetzung und der hohe Arbeitsdruck neben der reinen Versorgung der Patienten nur wenig Raum für persönliche Gespräche mit Patienten oder Angehörigen. „Ohne uns würden die ihre Arbeit nicht mehr machen können“, waren sich vor allem die im Pflegebereich eingesetzten Zivildienstleistenden sicher. Kreuter bestätigte, dass tatsächlich viele Dienste im Gesundheitssystem und Sozialbereich zusammenbrechen würden, wenn Beschäftigte im Niedriglohnbereich wie Zivildienstleistende, Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen oder Praktischen Jahrs, (Vor-)Praktikanten oder Ärzte im Praktikum nicht mehr verfügbar wären. „Ist das nicht ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft?“, fragte ein Teilnehmer. „Nur die Solidarität stützt unsere Gesellschaft“, betonten Caritasvorsitzender Bieber und Bischof Hofmann. Nicht alles sei mit Geld zu regeln. Viele soziale Dienste seien nur ehrenamtlich oder zeitlich befristet als gering entlohnter Solidardienst zu leisten. Doch die geringe Entlohnung vieler Sozialberufe ermutige nicht dazu, sie zu ergreifen, waren sich gerade die in der Pflege tätigen Jugendlichen sicher. „Immer heißt es: lerne was Gescheites, dann verdienst Du auch was Gescheites. Das Pflegepersonal macht was Gescheites, doch es verdient nicht gescheit“, so ihre Beobachtung. Leider lernten immer weniger Menschen einen Solidardienst kennen und daher den Wert der sozialen Arbeit immer weniger schätzen. Es sei unsolidarisch, wenn große Teile eines Jahrgangs wegen Kleinigkeiten ausgemustert würden. „Aus unserem Sport-Leistungskurs waren es mehr als die Hälfte“, wusste ein Jugendlicher. Doch ihr Resümee war positiv. Sie alle nehmen persönlich viel mit aus ihrer Dienstzeit. Man bekomme neue Blickwinkel für viele Probleme. Gleichaltrige für ihren Dienst zu begeistern, sei zwar schwer, antworteten sie dem Bischof auf seine Frage, doch ihre Arbeit weiter empfehlen könnten sie alle. Und wer es bereue, sich für seine Dienststelle entschieden zu haben, wollte Kreuter wissen? Niemand. Die Vermittlungsstelle des Diözesan-Caritasverbands Würzburg betreut zurzeit 350 Zivildienstleistende in kirchlich sozialen Einrichtungen in der Diözese Würzburg und der Erzdiözese Bamberg. 299 Dienststellen, die teilweise bis zu 20 Zivildienststellen anbieten, stehen hierfür zur Verfügung. Die meisten Jugendlichen suchen sich ihre Stellen selbst aus. Eine Übersicht gibt es unter www.caritaszivi.de, Telefon 0931/38666715. lh (Caritas) (43 Zeilen/0610/0184; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Große Verdienste um Wallfahrt Bundesverdienstkreuz für Franziskanerpater Eugen Wetzel vom Engelberg Würzburg/Kloster Engelberg/Gößweinstein (POW) Franziskanerpater Eugen Wetzel vom Kloster Engelberg im Landkreis Miltenberg hat am Freitag, 5. Februar, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Staatssekretär Gerhard Eck übergab die Auszeichnung zusammen mit dem unterfränkischen Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer im Namen von Bundespräsident Horst Köhler bei einem Festakt in der Würzburger Residenz. „Sie haben sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Mitmenschen eingesetzt. Sie haben damit ein Zeichen gesetzt und sind zum Vorbild geworden“, sagte Eck in seiner Laudatio. Wetzel wurde 1933 in Forchheim/Oberfranken geboren. 1952 trat er in den Franziskanerorden ein, 1958 wurde er in München zum Priester geweiht. Als Seelsorger wirkte er unter anderem in Ingolstadt, Berchtesgaden, Nürnberg und Bamberg. Von 1988 bis 2006 war er Pfarrer am Wallfahrtsort Gößweinstein in der Fränkischen Schweiz. „Sie haben das Gemeindeleben dieses bedeutenden Wallfahrtsortes entscheiden geprägt“, betonte Staatssekretär Eck in seiner Lobrede. Zu den vielfältigen Aufgaben Wetzels habe nicht nur die Wallfahrtsseelsorge, sondern auch die Verwaltung der Klostergemeinschaft, des Kindergartens Sankt Franziskus, der Balthasar-Neumann-Buchhandlung und des Pfarr- und Wallfahrtszentrums gezählt. Zudem habe der Pater besonderen Einsatz bei der Erweiterung, dem Erhalt und dem Neubau von kirchlichen Gebäuden und Einrichtungen gezeigt. Zum 1. Oktober 2006 wechselte Wetzel als Wallfahrtsseelsorger ins Kloster Engelberg im Landkreis Miltenberg. Im August des vergangenen Jahres löste er dort Pater Pius Waldenmaier als Guardian des Klosters ab. „Sie haben über Jahrzehnte hinweg ihre Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit, ihre Motivation und Verantwortungsbereitschaft uneigennützig in den Dienst ihrer Mitmenschen gestellt. Sie haben sich damit auszeichnungswürdige Verdienste erworben“, sagte Eck zum Abschluss seiner Laudatio. Anschließend heftete er dem Franziskanerpater das Verdienstkreuz ans Mönchsgewand. (22 Zeilen/0610/0182; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Zeugen für Freiheit und Verantwortung Schulreferent Domdekan Monsignore Günter Putz überträgt elf jungen Menschen die kirchliche Lehrerlaubnis für Gymnasien Würzburg (POW) Vier Frauen und sieben Männern hat Schulreferent Domdekan Monsignore Günter Putz im Namen von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Freitag, 5. Februar, in der Kapelle des Würzburger Exerzitienhauses Himmelspforten die Missio Canonica für Gymnasien verliehen. Die kirchliche Lehrerlaubnis erhielten Michael Jung (Aschaffenburg), Anita Klein (Würzburg), Jochen Krenz (Glattbach), Matthias Löw (Ulm) und Dr. Volker Lukas (Dettelbach) vom Würzburger Wirsberg-Gymnasium sowie Bernhard Bösl (Regensburg), Bastian Burgis (Bamberg), Helene Demirkan (Rottendorf), Maren Grotjahn (Würzburg), Dr. Ulrich Kumher (Hildesheim) sowie Elisabeth Simon (Würzburg) vom Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg. An dem Gottesdienst nahmen neben dem Konzelebranten Oberstudienrat Peter Herrmann, geistlicher Religionslehrer am Matthias-Grünewald-Gymnasium, der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Unterfranken, Rudolf Schmitt, die Seminarlehrer und -direktoren sowie Eltern und Freunde der Beauftragten teil. „Sie werden heute beauftragt zum Zeugnis für Freiheit und Verantwortung“, rief Putz den Frauen und Männern in der Predigt zu. Jesus habe durch sein Leben aufgezeigt, wie der Weg zu Gott und den Menschen gelingt. Diesem Beispiel zu folgen, sei den Religionslehrern aufgetragen. (14 Zeilen/0609/0180; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Einparkhilfe für die Seele Ein CD-Projekt mit Beteiligung der Betriebsseelsorge im Bistum Würzburg gibt Fernfahrern eine spirituelle Wegbegleitung Geiselwind/Würzburg (POW) Im Straßenverkehr gelten sie mit ihren riesigen Trucks als Hindernisse. Sie sind oft wochenlang von ihren Familien getrennt, können kaum soziale Kontakte pflegen. Sie haben mit Einsamkeit und Termindruck zu kämpfen, werden mit schweren Unfällen sowie dem Tod konfrontiert. LKW-Fahrer führen ein hartes Leben auf der Straße. Um sie auf ihrem Weg spirituell zu begleiten, hat die Betriebsseelsorge in den Bistümern Würzburg, Bamberg, Augsburg und Rottenburg-Stuttgart das CD-Projekt „Einparkhilfe für die Seele“ gestartet. Die kostenlose CD für Fernfahrer enthält biblische Erzählungen und christliche Lieder, aber auch die „Fragen eines lesenden Arbeiters“ von Bertolt Brecht sowie irische Folkmusik. „Nicht nur der LKW muss eingeparkt werden, sondern immer mal wieder auch die eigene Seele“, sagte der Würzburger Betriebsseelsorger Peter Hartlaub am Mittwochabend, 4. Februar, bei der Präsentation der CD im Autohof Strohofer in Geiselwind. Hartlaub führt dort beim Fernfahrer-Stammtisch der Autobahnpolizei Biebelried gemeinsam mit seinem Bamberger Kollegen Norbert Jungkunz regelmäßig Seelsorgegespräche mit den LKW-Fahrern. Dabei geht es nicht nur um Ehe- und Familienprobleme, Auseinandersetzungen mit Spedition und Polizei, sondern häufig auch um den Umgang mit Schuld und Tod im Straßenverkehr, berichtete Hartlaub. Er spüre bei den Fahrern eine „große Offenheit“ für spirituelle Fragen. Das Bewusstsein, auf Schutz und Hilfe angewiesen zu sein, sei bei ihnen stark ausgeprägt. Bei den Fernfahrer-Stammtischen hatte Hartlaub deshalb immer wieder kleine Holzkreuze an die Fahrer verteilt. Diese hätten das Angebot dankbar angenommen. Heute sei das Kreuz in der Trucker-Szene schlicht unter dem Namen „Fernfahrer-Kreuz“ bekannt, erläuterte der Betriebsseelsorger. Durch viele Gespräche mit den LKW-Fahrern auf dem Truckerfestival in Geiselwind sei dann die Idee für eine CD als spiritueller Wegbegleiter entstanden. Denn mit der Bibel in Buchform könnten die Fernfahrer wenig anfangen. „Tagsüber müssen sie fahren, und nachts ist es in der Fahrerkabine zu dunkel zum Lesen“, betonte Hartlaub. Die in einer Erstauflage von 5000 Exemplaren erschienene CD solle auch ein „Zeichen der Wertschätzung“ für die Fernfahrer sein. „Ihr seid lebensnotwendig für die Gesellschaft. Alles was die Menschen tagtäglich brauchen, wird von euch transportiert“, rief Hartlaub den LKW-Fahrern zu, die in der Autobahnraststätte gerade Rast machten und ihr Abendessen einnahmen. Gemeinsam mit Norbert Jungkunz verteilte Hartlaub die CDs dann an die Fahrer. Die Fürther Band Bonny Glee spielte dazu irischen Folk-Rock. Gitarrist Christian Müller steuerte auch für die CD einige Lieder bei. „Die CD soll zur Entspannung, Ermutigung und Stärkung dienen“, sagte Dieter Witoschek, Regionaldirektor der Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge. Seine Versicherung unterstützte das Projekt mit 2500 Euro. Die Restkosten von etwa 5000 Euro teilen sich die vier beteiligten Bistümer. Domvikar Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat Würzburg, wies darauf hin, dass den Fernfahrern ständig die Zeit im Nacken säße. Die CD könne dazu beitragen, „dass sie auch mal zur Ruhe kommen und einen Parkplatz für sich selbst finden“. Das Angebot zur Diskussion mit Alfons Konrad von der Biebelrieder Autobahnpolizei nahmen die Fernfahrer zum Abschluss der Präsentation engagiert an. Lange diskutierten sie mit dem Polizeibeamten über Fragen und Probleme der Ladungssicherung. (39 Zeilen/0610/0176; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Kurzmeldungen Pfarreiengemeinschaft „Maintal – Heilige Länder“ errichtet Würzburg/Ebelsbach/Kirchlauter (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 4. Oktober 2009 die Pfarreiengemeinschaft „Maintal – Heilige Länder“ im Landkreis Haßberge errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Ebelsbach, Kirchlauter und Stettfeld, die Kuratie Steinbach und die Filialen Schönbach, Breitbrunn, Lußberg und Neubrunn. Die Errichtung wurde am 7. Februar 2010 gefeiert. (5 Zeilen/0610/0203) Museum und Domschatz an Fasching geschlossen Würzburg (POW) Das Museum am Dom und der Domschatz in Würzburg bleiben vom Faschingssonntag, 14. Februar, bis einschließlich Faschingsdienstag, 16. Februar, für Besucher geschlossen. Die beiden Museen sind ab Aschermittwoch wieder regulär von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Ab Freitag, 19. Februar, ist im Museum am Dom die Sonderausstellung „Friedrich Press – herausgeschält“ zu sehen, die einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Dresdner Künstlers gibt, der vor 20 Jahren gestorben ist. (6 Zeilen/0610/0198) Generalvikar beglückwünscht erfolgreiche Auszubildende Würzburg (POW) Zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu Bürokaufleuten hat Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Freitag, 5. Februar, vier Jugendliche gratuliert. Im Bischöflichen Ordinariat überreichte er den ehemaligen Auszubildenden der Diözese – Annette Rieß, Sandra Eck, Nadja Füller und Florian Sußner – jeweils das betriebliche Ausbildungszeugnis und eine Bibel als Buchgeschenk. Personalleiter Thomas Lorey, Ausbildungsleiter Stephan Siegl und Dorothea Weitz, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung im Bischöflichen Ordinariat, überbrachten ebenfalls ihre Glückwünsche. Den vier ehemaligen Auszubildenden hat die Diözese einen Anstellungsvertrag angeboten. (7 Zeilen/0510/0183; E-Mail voraus) Personalmeldungen Vor 25 Jahren geweiht Sechs Priester begehen am 23. Februar ihr Silbernes Jubiläum – Weihe durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Kiliansdom Würzburg (POW) Das Silberne Jubiläum ihrer Priesterweihe begehen am Dienstag, 23. Februar, sechs Priester der Diözese Würzburg. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte Pfarrer Andreas Bracharz (Untereßfeld), Pfarrer Thomas Hermes (Bolivien), Pfarrer Georg Klar (Mainaschaff), Dekan Joachim Morgenroth (Knetzgau), Ökumenereferent Dr. Petro Müller (Margetshöchheim) sowie Pfarrvikar Wolfgang Senzel (Aschaffenburg) am 23. Februar 1985 im Würzburger Kiliansdom. Pfarrer Andreas Bracharz (53) ist Pfarrer von Untereßfeld, Obereßfeld sowie Kuratus von Aub. Er wurde 1956 in Würzburg geboren. Er empfing am 23. Februar 1985 durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Kiliansdom die Priesterweihe. Anschließend wirkte er als Kaplan in Traustadt und ab 1987 in Sennfeld. Dort wurde er 1988 Pfarrer. Zusätzlich war Bracharz von 1988 bis 1994 Diözesankurat der Europapfadfinder Sankt Michael. 1990 übernahm er die Pfarrei Nüdlingen. 1995 wechselte Bracharz nach Obervolkach, Rimbach und Gaibach. Zusätzlich wirkte er von 1995 bis 1997 als Militärseelsorger in Volkach. 1999 übernahm Bracharz die Pfarrei Johannesberg und wurde zudem Pfarrer von Glattbach. 2000 wurde er zunächst Prokurator des Dekanats Aschaffenburg-West, im gleichen Jahr dann Dekan-Stellvertreter. Seit 2001 ist Bracharz Pfarrer von Untereßfeld, Obereßfeld sowie Kuratus von Aub im Grabfeld. Von der zusätzlichen Aufgabe des Pfarrers von Herbstadt mit Filiale Ottelmannshausen und Breitensee, die er 2005 übernahm, wurde er 2009 entpflichtet. Pfarrer Thomas Hermes (51) ist Missionar in Bolivien. Er ist in Düsseldorf geboren und stammt aus Zell am Main. Am 23. Februar 1985 wurde er von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in Würzburg zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte Hermes in Obernau, Amorbach und Lohr-Sankt Michael, ehe er 1988 Regionaljugendseelsorger für Stadt und Landkreis Würzburg und Domkaplan wurde. 1990 wurde er für den ersten Missionseinsatz in Bolivien freigestellt. 1994 kehrte er ins Bistum zurück und übernahm als Pfarrer die Seelsorge für Stockheim, Eußenhausen und Hendungen. Ab 1996 war Hermes zudem nebenamtlicher Militärseelsorger am Standort Mellrichstadt. 1998 wurde er erneut für den Missionseinsatz in Bolivien freigestellt. 2007 ernannte ihn die Stadt Potosí, wo er als Seelsorger wirkte, zum Ehrenbürger. Im gleichen Jahr kehrte er nach Würzburg zurück und wirkte als Spiritual am Priesterseminar und als geistlicher Begleiter der Domchöre. 2008 wurde er von seinen Aufgaben entpflichtet und arbeitete vorübergehend in der Krankenhausseelsorge der Missionsärztlichen Klinik Würzburg mit, ehe er im Herbst 2008 für fünf Jahre erneut für den Einsatz in Bolivien freigestellt wurde. Pfarrer Georg Klar (54) ist Pfarrer von Mainaschaff und vorübergehend auch Pfarradministrator von Kleinostheim. Klar wurde 1955 in Bad Kissingen geboren und stammt aus Fladungen. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte ihn am 23. Februar 1985 im Würzburger Kiliansdom zum Priester. Die folgenden vier Jahre war Klar als Kaplan in Bad Kissingen-Garitz, Ebern, Schweinfurt-Heilig Geist, Kirchlauter und Obernau tätig. Im September 1989 wurde er für die Militärseelsorge freigestellt und zum Katholischen Standortpfarrer im Seelsorgebezirk Göttingen ernannt. 1992 wechselte Klar als Militärpfarrer nach Berlin. 1999 wurde er Militärdekan und stellvertretender Wehrbereichsdekan. 2003 kam Klar als Militärpfarrer nach Shape/Belgien. 2007 übernahm er die Pfarrei Mainaschaff, wurde 2009 zusätzlich priesterlicher Beirat im Regionalkreis Aschaffenburg und 2010 vorübergehend auch Pfarradministrator für Kleinostheim. Dekan Joachim Morgenroth (53) ist Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau und Dekan des Dekanats Haßfurt. Er wurde 1956 in Ochsenfurt geboren. Am 23. Februar 1985 spendete Bischof Dr. Paul-Werner Scheele ihm im Würzburger Kiliansdom die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte Morgenroth in Untersteinbach und Würzburg-Heiligkreuz, ehe er 1988 für die Aufgabe des Bundeskuraten der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) freigestellt wurde. Kommissarisch nahm er 1988/1989 auch das Amt des Bundespräses des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wahr. 1991 kehrte er zurück ins Bistum Würzburg und wirkte von 1991 bis 1998 als Diözesan-Jugendpfarrer und Domvikar. Von 1992 bis 1995 hatte er zugleich das Amt des BDKJ-Präses‘ im Bistum Würzburg inne. 1998 wechselte Morgenroth als Pfarrer nach Knetzgau und Zell am Ebersberg. 1999 wurde er zudem Kuratus von Oberschwappach. Seit 2000 ist er auch Dekan des Dekanats Haßfurt. 2002 wurde Morgenroth außerdem Mitglied im Diözesan-Steuerausschuss. 2003 wurde er zusätzlich Pfarradministrator von Westheim, 2004 Pfarrer von Westheim. Seit 2005 leitet er die Pfarreiengemeinschaft Knetzgau, zu der die Pfarreien Knetzgau, Westheim mit Hainert, Zell am Ebersberg sowie Oberschwappach mit Unterschwappach und Wohnau gehören. 2003/2004 war er zusätzlich Pfarradministrator von Hofheim, 2009 vorübergehend auch Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft Sankt Kilian Haßfurt. Dr. Petro Müller (50) ist Ökumenereferent der Diözese Würzburg und Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft „Heiliger Franziskus im Maintal“. Er wurde 1959 in Fulda geboren. Am 23. Februar 1985 empfing er durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Würzburger Kiliansdom die Priesterweihe. Seine Kaplanszeit verbrachte er in Bad Königshofen, Untersteinbach und Marktheidenfeld. Von 1988 bis 2000 war er Pfarrer von Großlangheim und von 1995 bis 2000 zusätzlich Pfarrer von Rödelsee und stellvertretender Dekan für das Dekanat Kitzingen. Von 1988 bis 1995 war Müller auch Dekanatsjugendseelsorger für das Dekanat Kitzingen und von 1990 bis 1995 auch Seelsorger der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und Präses des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Landkreis Kitzingen. 1994 erwarb er den Grad des Doktors der Theologie. Von 1997 bis 2000 gehörte er der Ökumene-Kommission des Bistums an. 2000 wurde er zur Fertigstellung seiner Habilitation an der Universität Innsbruck freigestellt. 2003 erwarb Müller die Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Dogmatik und Dogmengeschichte. Im gleichen Jahr wurde er zum Pfarradministrator der Pfarrei Esselbach im Landkreis Main-Spessart ernannt, 2004 dann zum Pfarrer. 2006 übernahm er mit einer halben Stelle das Amt des Ökumenereferenten und 2007 ebenfalls mit halber Stelle die Aufgabe des Pfarrvikars für Erlabrunn und Margetshöchheim. Die Gemeinden bilden seit 2009 zusammen mit Zell am Main die Pfarreiengemeinschaft „Heiliger Franziskus im Maintal“. Seit 2006 ist er auch Delegierter in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) und der Bayerischen Ökumene-Kommission. Müller nahm bisher verschiedene Lehraufträge wahr. Er leitet Fortbildungen und hält Vorträge. Wolfgang Senzel (53) ist Pfarrvikar in der Aschaffenburger Pfarreiengemeinschaft Sankt Martin Innenstadt. Er wurde 1956 in Wiesen geboren. Am 23. Februar 1985 empfing er durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Würzburger Kiliansdom die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte er in Röthlein und Hammelburg, Westheim und Kahl am Main.1988 wurde er Pfarrer von Wernfeld. Von 1992 bis 1994 war er zusätzlich Geistlicher Leiter des Kreises Junger Missionare (KJM). 1997 wechselte er als Pfarrer nach Aschaffenburg-Sankt Laurentius. Von 2000 bis 2005 war er zusätzlich Dekan für das Dekanat Aschaffenburg-Stadt. Er übernahm außerdem zeitgleich den Vorsitz des Kuratoriums der Telefonseelsorge Untermain. Darüber hinaus wurde Senzel 2000 Geistlicher Beirat der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen im Bistum Würzburg und Mitglied im Verwaltungsausschuss des Theklawerks. 2005 wurde Senzel auch Religionslehrer an der Staatlichen Realschule für Knaben in Aschaffenburg. 2008 nahm er eine Sabbatzeit. Seit 2009 ist Senzel Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Sankt Martin in der Aschaffenburger Innenstadt und außerdem weiterhin Religionslehrer. Zusätzlich hilft er in der Seelsorge am Klinikum Aschaffenburg mit. mh/bs (POW) (86 Zeilen/0410/0188) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Ältester Priester in der Diözese Würzburg, Monsignore Josef Ryba, wird 96 Jahre alt Ettleben/Schonungen/Gemünden (POW) Seinen 96. Geburtstag begeht am Montag, 22. Februar, Pfarrer i. R. Monsignore Josef Ryba, ältester Priester in der Diözese Würzburg. Seit 1990 verbringt er seinen Ruhestand in Ettleben (Landkreis Schweinfurt). Ryba wurde 1914 in Groß Hoschütz in der Erzdiözese Olmütz geboren und 1938 in Prag zum Priester geweiht. Bis zu seiner Aussiedlung 1946 in die Bundesrepublik war er Kaplan und Expositus in der Erzdiözese Prag, zuletzt Pfarrverweser in Liebenstein. Im Bistum Würzburg begann Ryba 1946 als Seelsorger in Warthmannsroth, 1949 kam er als Kuratus in das Lager Hammelburg und betreute daneben Bonnland. 1952 verlieh ihm Bischof Dr. Julius Döpfner die Pfarrei Schonungen. Dort entstand durch Rybas Einsatz die Sankt Georgskirche, unter ihm wurde die Ortsgeschichte der Gemeinde herausgegeben. Ab 1966 war Ryba Pfarrer in Gemünden, wo er 1988 anlässlich seines 50. Priesterjubiläums zum Ehrenbürger ernannt wurde. Auf seine Initiative wurde dort die Pfarrkirche innen und außen renoviert sowie das Pfarrheim umgebaut. Monsignore Ryba hatte zwischen 1953 und 1982 verschiedene zusätzliche Aufgaben inne. So wirkte er unter anderem von 1953 bis 1966 als Bezirkspräses des Katholischen Werkvolks in Schweinfurt-Nord, war von 1969 bis 1975 Dekan für Gemünden und von 1975 bis 1982 Geistlicher Beirat des Katholikenrats im Dekanat Karlstadt. Bis 1987 war er elf Jahre lang auch Dekanats-Altenseelsorger. Außerdem war er Mitglied im Priesterrat. In Anerkennung seiner Verdienste um die Ökumene erhielt Ryba 1979 das Bundesverdienstkreuz. 1984 wurde er Schonunger Ehrenbürger. 1987 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Monsignore. Trotz seines hohen Alters hilft er noch in der Seelsorge in Ettleben mit. (18 Zeilen/0610/0190) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Pfarrer i. R. Lothar Brunnquell wird 94 Jahre alt Würzburg/Ostheim/Gelchsheim (POW) Pfarrer i. R. Lothar Brunnquell wird am Samstag, 20. Februar, 94 Jahre alt. 1916 in Ostheim bei Hofheim geboren, wurde er kurz nach Beginn seines Theologiestudiums 1939 zur Wehrmacht eingezogen und musste am Frankreich- und am Russlandfeldzug teilnehmen. Einen Teil des Studiums absolvierte er als Kriegsgefangener im Stacheldrahtseminar bei Chartres unter Regens Franz Stock. 1947 kehrte er nach Würzburg zurück und wurde am 13. Februar 1949 von Bischof Dr. Julius Döpfner zum Priester geweiht – weil er im Alphabet vorne stand, war er der allererste Würzburger Seminarist, dem Döpfner die Hände auflegte. Nach Kaplansjahren in Schondra, Wernarz und Nüdlingen wurde Brunnquell 1955 Pfarrverweser in Rimbach. 1959 war er auch kurzzeitig Seelsorger in Reupelsdorf mit Dimbach, von 1961 bis 1964 auch von Zeilitzheim und 1964 auch von Stadelschwarzach mit Filialen. 1964 wurde er Pfarrer von Gelchsheim. Dort wurde auf seine Initiative hin die Pfarrkirche erweitert. Unter seiner Leitung wurde die Kapelle „Zum gegeißelten Heiland“ renoviert und mit einer neuen Orgel ausgestattet. Für seine Verdienste um die Gemeinde erhielt Brunnquell die silberne, später die goldene Bürgermedaille. 1986 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. 1987 wurde Brunnquell auch zum Pfarrer von Oellingen und Kuratus von Osthausen ernannt, wo er bereits seit 1969 als Seelsorger wirkte. Seinen Ruhestand verbringt er seit 1992 in Würzburg, wo er bis 2007 noch täglich Eucharistie feierte. Seit 2009 lebt er im Caritas-Seniorenzentrum Sankt Thekla. (17 Zeilen/0610/0192) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Salvatorianerpater Anselm Ehmele wird 75 Jahre alt Rück-Schippach (POW) Seinen 75. Geburtstag feiert am Mittwoch, 24. Februar, Salvatorianerpater Anselm Ehmele in Rück-Schippach. Er wurde 1935 in Langenschemmern im Kreis Biberach geboren. Nach dem Abitur am Salvatorkolleg Bad Wurzach trat Ehmele in die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer ein. Noviziat und Theologiestudium absolvierte er in Passau. Dort wurde er 1961 auch zum Priester geweiht. Von 1962 bis 1963 war Ehmele Religionslehrer in Obernburg und von 1964 bis 1968 in Passau. 1968 übernahm er das Amt des Novizenmeisters in Passau, welches er bis 1981 und wieder von 1982 bis 1985 inne hatte. Von 1981 bis 1982 war er Religionslehrer und Wallfahrtsseelsorger in Pfarrkirchen. 1985 ging Ehmele als Schriftleiter der Zeitschrift „Wegbereiter“ nach München. 1991 wurde er zum Pfarrer der Pfarrei Sankt Pius in Rück-Schippach bei Elsenfeld ernannt. 1994 übernahm der Ordensmann zusätzlich das Amt des Altenseelsorgers für das Dekanat Obernburg. (10 Zeilen/0610/0193) Diakon i. R. Hubert Schwab 70 Jahre alt Würzburg (POW) 70 Jahre alt wird am Montag, 22. Februar, Diakon i. R. Hubert Schwab in Würzburg. Er wurde 1940 in Würzburg geboren. 1975 empfing der Verwaltungsbeamte im Würzburger Dom die Weihe zum Ständigen Diakon. Anschließend wirkte er als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Würzburg-Sankt Andreas. 1983 wechselte er in die Pfarrei Würzburg-Sankt Peter und Paul. Unter anderem wirkte er als Krankenhausseelsorger in der Medizinischen Poliklinik. Auf seine Initiative kam eine Reliquie des heiligen Aquilin, des einzigen in Würzburg geborenen Heiligen, aus Mailand nach Würzburg. Sie wird in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul verehrt. 1999 wurde Schwab, der verheiratet und Vater zweier Kinder ist, von seinen Aufgaben als Diakon entpflichtet. Er war aber noch bis 2008 ehrenamtlich als Diakon tätig. (8 Zeilen/0610/0194) Frank Mathiowetz auch Pfarrer von Unsleben Würzburg/Heustreu/Unsleben (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Frank Mathiowetz, Pfarrer von Heustreu und Wollbach sowie koordinierender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Um den Michaelsberg“, mit Wirkung vom 1. März 2010 auch zum Pfarrer der Pfarrei Unsleben ernannt. (3 Zeilen/0610/0204) Seelsorgsauftrag für Pfarrer i. R. Erwin Nimbler Würzburg/Glattbach (POW) Pfarrer i.R. Erwin Nimbler ist ab 1. März 2010 ein Seelsorgsauftrag für die Pfarreien Glattbach und Johannesberg erteilt worden. (2 Zeilen/0610/0205) Pater Wolfgang Kribl Krankenhausseelsorger im Missio Würzburg (POW) Mariannhiller Missionar Pater Wolfgang Kribl ist mit Wirkung vom 1. Februar 2010 als Krankenhausseelsorger in der Missionsärztlichen Klinik Würzburg angewiesen worden. (2 Zeilen/0610/0202) Dr. Jaroslaw Woch wechselt nach Oberthulba Würzburg/Hammelburg/Oberthulba (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Dr. Jaroslaw Jan Woch, derzeit Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft „Sieben Sterne im Hammelburger Land“, mit Wirkung vom 1. Juni 2010 zum Pfarradministrator – mit dem persönlichen Titel Pfarrer – der Pfarrei Oberthulba und der Kuratie Hassenbach ernannt. Gleichzeitig wird Woch koordinierender Priester der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Michael im Thulbatal“. Jan Woch ist Priester der Diözese Czestochowa (Polen). 2006 war er zunächst Kaplan für die Pfarreien Salz und Strahlungen, ehe er zum 1. September 2006 Pfarrvikar in den Pfarreien Geiselbach und Oberwestern wurde. Zum 1. September 2007 wechselte er als Pfarrvikar nach Hammelburg. Bischof Hofmann ernannte Woch mit Wirkung vom 15. Oktober 2009 vorübergehend zum Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft „Sieben Sterne im Hammelburger Land“. (10 Zeilen/0610/0181; E-Mail voraus) Erste POW-Chefin Hiltrud Leingang gestorben Würzburg (POW) Hiltrud Leingang, erste und langjährige Leiterin der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg (POW), ist am Donnerstag, 4. Februar, im Alter von 85 Jahren in Würzburg gestorben. Vom 1. Mai 1972 bis 30. April 1984 stand die frühere Kulturredakteurin der Main-Post an der Spitze der neu errichteten Presse- und Informationsstelle. Leingang baute Pressedienst sowie Pressearchiv auf und förderte den Dialog zwischen Kirche und Medien. Durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihren Ehrgeiz für die Kirche habe sie ein Stück diözesane Mediengeschichte geschrieben, würdigte der damalige Medienreferent der Diözese, Prälat Bertold Lutz, Leingang bei deren Verabschiedung in den Ruhestand. Hiltrud Leingang wurde 1924 als Beamtentochter in Gössenheim im Landkreis Main-Spessart geboren. Als Schülerin besuchte sie unter anderem das Internat der Dillinger Franziskanerinnen in Lohr am Main. Nach Arbeitsdienst und Krieg begann sie als Sekretärin beim Chef der Landpolizei Würzburg. 1947 wechselte sie als Sekretärin zur Main-Post, zunächst in die Chefredaktion, dann in die Kulturredaktion. Gleichzeitig schrieb Leingang als freie Mitarbeiterin Buch- und Filmbesprechungen sowie Berichte über Ausstellungen, Konzerte, Operetten- und Opernaufführungen. 1961 wurde sie als Redakteurin in die Kulturredaktion der Main-Post übernommen. Dort war sie bis zum Wechsel in das Bischöfliche Ordinariat tätig. Eines der wichtigsten Ereignisse in ihrer zwölfjährigen Amtszeit als POW-Chefin war die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Liborius Wagner im Jahr 1974. Weiter begleitete sie die letzten Amtsjahre von Bischof Dr. Josef Stangl sowie die ersten Jahre von Dr. Paul-Werner Scheele als Bischof von Würzburg. Viele ihrer Gedanken, die von einer großen Lebensweisheit zeugen, veröffentlichte sie im Herbst 2009 in dem Buch „Spuren im Sand – gesammelt in einem langen Leben“. Die Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats nimmt voller Trauer und in christlicher Hoffnung Anteil am Tod von Frau Leingang und dankt ihr für das große Engagement für die Kirche von Würzburg. Das Requiem wird am Mittwoch, 10. Februar, um 11 Uhr in der Pfarrkirche Heiligkreuz in Würzburg gefeiert. Die Beisetzung am Hauptfriedhof Würzburg schließt sich um 12.45 Uhr an. (24 Zeilen/0610/0175, E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Dr. Jürgen Thomassen gestorben Ehemaliger Direktor der Katholischen Akademie Domschule galt als Theologe mit ökumenischem Horizont Würzburg (POW) Im Alter von 63 Jahren ist am Donnerstagabend, 4. Februar, Dr. Jürgen Thomassen, von 2000 bis 2009 Direktor der Katholischen Akademie Domschule, nach schwerer Krankheit in Würzburg gestorben. Viele Jahre bekleidete er auch das Amt des stellvertretenden Leiters der Hauptabteilung Außerschulische Bildung im Bischöflichen Ordinariat. Außerdem war Thomassen lange Zeit Ökumenereferent der Diözese Würzburg sowie Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Würzburg. Jürgen Thomassen wurde 1946 in Bad Soden-Salmünster geboren. Nach dem Theologiestudium in Münster, Rom, Tübingen und Würzburg – unter anderem bei Karl Rahner und Joseph Ratzinger – war er von 1973 bis 1983 wissenschaftlicher Assistent im Fach Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Würzburger Julius-Maximilians-Universität. 1983 promovierte er mit einer Arbeit über das Thema „Heilswirksamkeit der Verkündigung – Kritik und Neubegründung“. Anschließend wurde Thomassen Abteilungsleiter für Außerschulische Bildung beim Bischöflichen Generalvikariat in Aachen. Mitarbeiter der Hauptabteilung „Außerschulische Bildung“ in der Diözese Würzburg wurde er 1984. Als deren stellvertretender Leiter war er von 1985 bis 2000 unter anderem mitverantwortlich für die Fortbildung der pastoralen Mitarbeiter, für die Erwachsenenbildung in den Einrichtungen der Diözese sowie für das Fortbildungs- und Begleitungsangebot für Pfarrgemeinderäte, Gemeindeberatung und Pastoralsupervision. Von 1994 bis 2001 war Thomassen auch Ökumenereferent der Diözese Würzburg, danach weiter Mitglied der diözesanen Ökumenekommission. Vorsitzender der AcK Würzburg war er von 2003 bis 2009. Zum 1. Januar 2000 wurde Thomassen Direktor der Katholischen Akademie Domschule in Würzburg, zu der auch der überdiözesane Arbeitsbereich „Theologie im Fernkurs“ gehört. Auf die Frage, was ihm besonders Freude mache in dieser Aufgabe, sagte er kurz nach Amtsantritt: „Am meisten faszinieren mich an meiner Tätigkeit als Akademiedirektor die überaus zahlreichen Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichsten Milieus, mit unterschiedlichsten Überzeugungen und Interessen. Diese Begegnungen bilden für mich gleichermaßen eine persönliche Bereicherung wie auch eine stets neue Herausforderung, darüber nachzusinnen, wie in unserer Zeit das Evangelium Jesu Christi ausgerichtet werden kann.“ Im Sommer 2009 wurde Thomassen als Akademiedirektor verabschiedet. Ein zentrales Anliegen von Thomassen sei es gewesen, in einer säkularen Umwelt in immer neuen Anläufen und Kontexten die Frage nach Gott zu erschließen, unterstrich Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand bei der Verabschiedung. Als Schüler von Professor Johannes Betz habe sich Thomassen einen tiefen Sinn für die Verflechtung von Glaubensmysterium und Lebensgeschichte erworben. „Von dieser Weite des Glaubenshorizonts konnte er dann auch konkrete Fragen des menschlichen Zusammenlebens in die Akademiearbeit integrieren und heiße Eisen anpacken“, würdigte Hillenbrand Thomassens Arbeit. Die notwendige Frage nach der katholischen Identität habe Thomassen stets im ökumenischen Horizont angegangen. „An seinem kirchlichen Engagement wurde die klassische Erkenntnis konkret, dass Brücken nur der bauen kann, dessen Fundamente auf festem Grund stehen“, sagte der Generalvikar. Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal überreichte Thomassen 2009 das Stadtsiegel. Der evangelische Kirchenrat Winfried Schlüter erklärte bei der Verabschiedung, Thomassen sei tief in der katholischen Kirche verwurzelt und gerade deshalb fähig gewesen, das Schöne am anderen zu erkennen. So habe man stets den jeweils anderen respektieren können und sei eins geworden im Lob Gottes. Durch die Zusammenarbeit mit den evangelischen Partnern, mit der Palliativakademie des Juliusspitals sowie in der AcK sei so ein großes Vertrauen zueinander gewachsen. Das Requiem wird am Mittwoch, 10. Februar, um 12 Uhr im Ökumenischen Zentrum Würzburg-Lengfeld gefeiert. Anschließend findet die Beisetzung um 13.30 Uhr im Lengfelder Friedhof statt. (44 Zeilen/0610/0177; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Veranstaltungen Weit über Würzburg hinaus bekannt Vortragsreihe zum 1000. Geburtstag des heiligen Bischofs Adalbero Würzburg (POW) Zum 1000. Geburtstag des heiligen Adalbero starten die Katholische Akademie Domschule und die Würzburger Pfarrei Sankt Adalbero eine Vortragsreihe über den 20. Bischof von Würzburg. Sechs Veranstaltungen beschäftigen sich von Februar bis September mit dieser weit über die Grenzen Würzburgs hinaus bekannten Persönlichkeit und rufen die religiösen und politischen Auseinandersetzungen des 11. Jahrhunderts in Erinnerung. Den Auftakt macht Bistumshistoriker Erik Soder von Güldenstubbe am Samstag, 27. Februar, mit dem Vortrag: „Sankt Adalbero – ein Lebensbild: Was ihn bewegte und was von ihm bleibt.“ Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Sankt Adalbero in Würzburg statt. Dr. Manfred Koller, Kunsthistoriker aus Wien, referiert am Dienstag, 23. März, über die Geschichte des von Adalbero gegründeten Benediktinerstifts im österreichischen Lambach. Beginn ist um 19.30 Uhr im Sankt Burkardus-Haus in Würzburg. Dr. Wolfgang Weiß, Professor für Fränkische Kirchengeschichte an der Universität Würzburg, hält am Samstag, 24. April, einen Vortrag mit dem Thema: „Keine Harmonie um jeden Preis: Bischof Adalberos konfliktreicher Weg – eine Anfrage an uns.“ Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Sankt Adalbero in Würzburg statt. Der Inhaber des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg, Professor Dr. Helmut Flachenecker, gibt am Mittwoch, 19. Mai, „drei fränkische Antworten“ auf die Frage: „Kaiser oder Papst im 11. Jahrhundert?“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Sankt Burkardus-Haus. Mit dem theologischen Bildprogramm von Adalbero beschäftigt sich am Samstag, 18. September, Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele. Sein Vortrag „Der heilige Adalbero im Spiegel der Lambacher Fresken“ findet um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Sankt Adalbero statt. Zum Abschluss der Reihe spricht Dr. Elmar Hochholzer, Studiendirektor am Egbert-Gymnasium der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, zum Thema: „Die Abtei Münsterschwarzach, das Stift Lambach und Bischof Adalbero von Würzburg. Szenen einer fränkisch-österreichischen Beziehung.“ Beginn ist um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Sankt Adalbero. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen kostet jeweils 3,50 Euro pro Person, ermäßigt zwei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen bei: Katholische Akademie Domschule, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38664517, E-Mail info@domschule-wuerzburg.de, Internet www.domschule-wuerzburg.de. Bischof Adalbero wurde um 1010 geboren und stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Lambach-Wels. Nach Studien an der Würzburger Domschule und in Paris trat er in den Dienst Kaiser Heinrichs III., wurde Stiftsherr am Würzburger Dom und schließlich 1045 als Nachfolger des heiligen Bruno Bischof von Würzburg. Die benediktinische Reform des 11. Jahrhunderts holte er mit Abt Egbert nach Münsterschwarzach und gründete in diesem Geist auf der Stammburg seiner Familie 1056 das Kloster Lambach. Weil er sich im Investiturstreit zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. gegen den Kaiser stellte, wurde er 1085 abgesetzt und musste in die Verbannung. Am 6. Oktober 1090 starb Adalbero in Lambach und wurde dort bald als Heiliger verehrt. 1883 wurde er offiziell als Heiliger für die Weltkirche bestätigt. Mit der Fortsetzung des Dombaus und der Errichtung der Neumünsterkirche hat er bleibende Spuren in Würzburg hinterlassen. (37 Zeilen/0610/0199; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Monteverdichor führt Apokalypse-Oratorium auf Würzburg (POW) Am 20. und 21. Februar führt der Würzburger Monteverdichor das Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“ auf. Franz Schmidts Vertonung der Apokalypse ist am Samstag, 20 Februar, um 20 Uhr und am Sonntag, 21. Februar, um 17 Uhr in der Neubaukirche zu hören. Für die Partie des Johannes konnte der Tenor Luca Martin, für das weitere Solistenquartett konnten Helen Rohrbach (Sopran), Barbara Bräckelmann (Alt), Kristian Sörensen (Tenor) und Albrecht Pöhl (Bass) gewonnen werden. An der Orgel spielt Michael Bottenhorn. Die künstlerische Leitung liegt bei Matthias Beckert, der als Dozent für Chorleitung an der Würzburger Musikhochschule wirkt. Karten im Vorverkauf gibt es beim Musik- und Pianohaus Deußer, 97070 Würzburg, Telefon 0931/57526. Die Katholische Akademie Domschule veranstaltet am Samstag, 20. Februar, um 11 Uhr im Sankt Burkardus-Haus eine Einführung in das Oratorium. Dr. Ulrich Konrad, Professor für Musikwissenschaft an der Universität Würzburg, referiert über das im Stil der österreichischen Spätromantik gestaltete Werk. Weitere Informationen bei: Katholische Akademie Domschule, Telefon 0931/38664500, Internet www.domschule-wuerzburg.de. (12 Zeilen/0610/0196) Fastenpredigten im Würzburger Kiliansdom zur Apokalypse Würzburg (POW) Unter dem Motto „Maranatha – Komm, Herr Jesus!“ stehen die diesjährigen Fastenpredigten im Würzburger Kiliansdom. Sie finden jeweils mittwochs um 19 Uhr statt und sind Teil der Veranstaltungsreihe „Würzburger Apokalypse 2010“. Zum Thema „Anteil erhalten am Baum des Lebens – Gottes Schöpfung zwischen Zerstörung und Erlösung“ spricht Professor Dr. Michael Rosenberger aus Linz in der Fastenpredigt am 24. Februar. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann predigt am 3. März über „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen – Das Trostbuch im Blick der Kunst“. Am 10. März stellt sich Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist dem Thema „An den Engel der Gemeinde schreibe – Krise und Zukunft der Gemeinden“. Am 17. März spricht Professor Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz aus Dresden im Neumünster zum Thema „Die Stadt aus Licht – Apokalypse anders“. Der Bußgottesdienst am 24. März im Kiliansdom steht unter dem Motto „Seht, ich mache alles neu“. Dompfarrer Dr. Jürgen Vorndran ermutigt zu Reflexion und Neuanfang. Vor den Predigten spielt Domorganist Professor Stefan Schmidt jeweils ab 18.45 Uhr meditative Orgelmusik. (12 Zeilen/0610/0197; E-Mail voraus) Mit dem Diözesanbüro Würzburg zum Ökumenischen Kirchentag Würzburg/München (POW) Das Diözesanbüro Würzburg bietet eine Fahrt zum Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) vom 12. bis 16. Mai 2010 nach München an. Das Paket beinhaltet die Hin- und Rückfahrt mit einem Reisebus, Übernachtung mit Frühstück im Hotel Park-Inn (München-Ost), eine ÖKT-Dauerkarte sowie freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in München. Nicht enthalten im Preis ist die Verpflegung. Abfahrt in Würzburg ist am Mittwoch, 12. Mai, um 12 Uhr. Die Fahrt kostet mit Übernachtung im Doppelzimmer und Dauerkarte 320 Euro pro Person, mit Übernachtung im Einzelzimmer und Dauerkarte 430 Euro pro Person sowie mit Übernachtung im Doppelzimmer und ermäßigter Dauerkarte (für Jugendliche bis 25 Jahre, Menschen mit Behinderungen, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Rentner mit geringer Rente) 285 Euro pro Person sowie mit Übernachtung im Einzelzimmer und ermäßigter Dauerkarte 395 Euro pro Person. Anmeldung bis Montag, 1. März, sowie nähere Informationen bei: Diözesanbüro Würzburg, Kilianeum-Haus der Jugend, Ottostraße 1, 97070 Würzburg, Telefon 0931/386.63700, Fax 0931/38663709, E-Mail dioezesanbuero.wue@bistum-wuerzburg.de. (13 Zeilen/0610/0174; E-Mail voraus) Noch Plätze frei bei spirituellem Fastenkurs für Frauen Bad Königshofen (POW) Für den Fastenkurs „Wer verzichtet, hat mehr vom Leben!“ des Referats Frauenseelsorge in der Diözese Würzburg sind noch Plätze frei. Das Seminar findet von Montag, 22. Februar, bis Freitag, 26. Februar, im Haus Sankt Michael in Bad Königshofen statt. Geistliche Vorträge, die Eucharistiefeier, intensive Stille und sakrales, meditatives Tanzen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Referent ist Pater Guido Joos. Der Fastenkurs ist nur für gesunde Menschen bis 75 Jahre empfohlen. Interessierte Frauen sollten sich vor ihrer Anmeldung mit ihrem Hausarzt absprechen. Anmeldung sowie nähere Informationen bei: Referat Frauenseelsorge, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Telefon 0931/38665201, Fax 0931/38665209, E-Mail Frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de. (8 Zeilen/0610/0179) P O W 6 - 4 - 10.02.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de