I N H A L T Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 Würzburg: Feierlicher Auftakt bei Sonnenschein 3-4 (Auftakt der Kiliani-Wallfahrtswoche 2010) Würzburg/Aschaffenburg: Leuchtende Sterne über bunter Sonnenblume 5-6 (Über 2100 Schülerinnen beim Tag der Katholischen Schulen) Würzburg: Vor gewaltigen Herausforderungen 7 (Rund 1200 Frauen und Männer beim Tag der Politiker und Laienräte) Würzburg/Aschaffenburg/Bad Neustadt/Miltenberg: „Orientierungshilfe für alle Menschen“ 8 (Wallfahrtsgottesdienst für Untermain, Rhön-Grabfeld und Würzburg) Würzburg: Lage der Kirche sehr ernst 9 (Tag der Priester, Diakone und pastoralen Berufe) Würzburg/Karlstadt/Kitzingen/Lohr/Ochsenfurt: Wie ein Frühlingserwachen im Winter 10 (Rund 1500 Frauen und Männer beim Tag der Ehejubilare der Region Würzburg) Berichte Würzburg: „Mit Leidenschaft der Kirche gedient“ 11-12 (Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer in Ruhestand verabschiedet) Würzburg: Hinter die Oberfläche blicken 13 (Doppelausstellung „Melodia Apocalittica“ zeigt Werke von Lange und Hirano) Retzbach: Über 30 Jahre den Verein mitgelenkt 14 (Trägerverein der Benediktushöhe verabschiedet Schatzmeisterin Rita Metzger) Würzburg/Erlangen: Wissenstransfer von der Uni zur Schule 14 (Neutestamentler im Denkwerk-Programm der Robert-Bosch-Stiftung vertreten) Würzburg/Eltmann/Poppenhausen: Wechsel in der schulpraktischen Betreuung 15 (Angelika Schmitt wird Schulleiterin und räumt ihren Posten für Matthias Och) Würzburg: Mit Gott gemeinsam auf den Weg 15 (Abschlussfeier an der Fachakademie für Sozialpädagogik Sankt Hildegard) Personalmeldungen Retzbach: Wallfahrtsseelsorger Monsignore Gerold Postler wird 70 Jahre alt 16 Würzburg/Aschaffenburg: Seelsorgsauftrag für Pfarrer i. R. Goldhammer für Kapuzinerkirche 16 Würzburg: Südafrika-Missionar Pater Ignatius Heer feiert 50. Priesterjubiläum 16 Veranstaltungen Würzburg: Kinderführung durch Ausstellung „Melodia Apocalittica“ 17 Würzburg: Führung durch die Sonderausstellung 17 Würzburg: Klosterfest der Franziskaner-Minoriten 17 Dokumentationen Erklärung zur Aussage von Pfarrer Roland Breitenbach auf www.mainpost.de vom 30. Juni 2010 18 Erklärung zum Bericht „Breitenbach bleibt“ in Main-Post vom 3. Juli 2010 18 Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 Feierlicher Auftakt bei Sonnenschein Jugendwallfahrt, Reliquienprozession und Vesper zum Auftakt der Kiliani-Wallfahrtswoche – Bischof Dr. Friedhelm Hofmann: „Glaube an Gott fordert zu Taten auf“ – Bei Public Viewing im Sankt Burkardushaus fiebert der Bischof mit Würzburg (POW) Mit einer Jugendwallfahrt und einer Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel hat die Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 am Samstag, 3. Juli, begonnen. Sie steht unter dem Motto „Komm, Herr Jesus – Maranatha“. Von der Pfarrkirche Sankt Burkard begleiteten mehrere Hundert Jugendliche und Erwachsene bei sommerlich heißen Temperaturen die Häupter der Frankenapostel zusammen mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Weihbischof Ulrich Boom, dem Domkapitel, Ritter vom Heiligen Grab, Familiaren des Deutschen Ordens sowie Mitgliedern des Diözesanrats über die Alte Mainbrücke in den Kiliansdom. Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine und Verbände unterstrichen den feierlichen Charakter der Prozession. Im Dom feierte der Bischof mit den Gläubigen eine Vesper. Im Anschluss verfolgte er auf der Großbildleinwand im Sankt Burkardus-Haus das Viertelfinalspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Argentinien mit. Eine Vigilfeier im Dom schloss den Samstagabend ab. Bischof Hofmann verwies bei der Vesper am Samstag darauf, dass die Erinnerung an die Frankenapostel, die vor mehr als 1300 Jahren den christlichen Glauben brachten, auf die Beständigkeit verweise, die in Gott zu finden ist. „Ich denke, so jung auch noch einzelne sein mögen, sie wissen sehr gut, dass nichts in dieser Welt Bestand hat – außer Gott.“ Der christliche Glaube habe eine Zukunft, weil dieser Gott verheißen hat, dass er die Welt mit ihren Mängeln und Unzulänglichkeiten auseinandernehmen und neu schaffen werde. „Deshalb rufen wir mit einem Zitat aus einem der letzten Sätze der Bibel: ‚Komm, Herr Jesus – Maranatha!’“. In den Psalmen und nicht zuletzt in der Offenbarung des Johannes lade Gott immer wieder ein zu entdecken, wie er durch alle Katastrophen hindurch mit seiner Liebe den Menschen nahe komme. „Wie oft erweist sich aus einer späteren Sicht das Verworrene der Gegenwart als Fügung“, betonte der Bischof. Rund 60 Jugendliche und junge Erwachsene waren am Samstagvormittag um 8 Uhr in Leinach zur Fußwallfahrt nach Würzburg aufgebrochen. Über Kloster Oberzell liefen sie zur Pfarrkirche Sankt Burkard. Bischof Hofmann zollte den Wallfahrern bei der Statio Respekt, dass sie trotz der sommerlich heißen Temperaturen durchgehalten hatten, „um ein sichtbares Zeugnis für den Glauben zu geben“. Für die musikalische Gestaltung sorgten in Sankt Burkard Diözesanmusikdirektor Gregor Frede und Regionalkantor Peter Rottmann an der Orgel sowie die Pueri-Cantores-Chöre der Diözese Würzburg unter der Leitung von Stiftskantor Andreas Unterguggenberger, bei der Prozession die Blaskapelle Hermann Gropp sowie bei der Vesper im Dom die Band „Believe“ aus Röttbach. Die Breakdancer von Blickfunk zeigten eine tänzerische Umsetzung von Psalm 42. Unter die Zuschauer im vollen Kardinal-Döpfner-Saal, die mit Fangesängen und Vuvuzelas für Stimmung wie im Stadion sorgten, mischte sich auch Bischof Hofmann. „Das Spiel war unheimlich spannend“, resümierte er nach dem Schlusspfiff. Das Spiel sei „streckenweise ein förmlicher Genuss“ gewesen. Der Würzburger Bischof lobte viele gute Pässe, die er auch auf Seiten der Argentinier entdeckte. Lob zollte er besonders Torwart Manuel Neuer, der großartig gehalten und so zahlreiche Chancen zunichte gemacht habe: „Ich habe zwar darauf getippt, dass wir weiterkommen, aber einen Sieg in dieser Höhe hatte ich nicht erwartet.“ Beim Pontifikalgottesdienst zum Hochfest der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan am Sonntag, 4. Juli, betonte Bischof Hofmann vor über 1000 Gläubigen in der Predigt, dass der Glaube an Gott zu Taten herausfordere: „Dazu gehört die Gastfreundschaft ebenso wie der Besuch bei den Gefangenen, Sorge um die Benachteiligten und eheliche Treue“, sagte der Bischof. Christus, der die Konstante der gesamten Geschichte ist, fordere die Menschen auf, arm zu sein vor Gott, keine Gewalt anzuwenden und Frieden zu stiften. „Verfolgt man die Entwicklung in unsere Gesellschaft, wird deutlich, dass die Mahnungen des Apostels und Jesu Christi genau den Finger auf die Wunden legen, die wir in unserer Gesellschaft beklagen.“ Christi Verheißungen träfen nur dann den Menschen, wenn er an die Realität Gottes glaube und den Himmel ernst nähme. Die Frankenapostel hätten mit ihrem Leben diesen Glauben besiegelt und seien so zum Samen für die Zukunft geworden, unterstrich Bischof Hofmann. Die Menschen erführen auf Erden die Zerbrechlichkeit und Endlichkeit ihres Lebens. Mit der in der Offenbarung des Johannes beschriebenen Wiederkunft Christi werde die Vollendung aller menschlichen Lebenssehnsucht verheißen. Unter Leitung von Domkapellmeister Professor Martin Berger brachten Domsingknaben und Domchor doppelchörige Musik von Praetorius und Crassini zum Erklingen. Die Orgel spielte Domorganist Professor Stefan Schmidt. mh (POW) (53 Zeilen/2710/0859; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotogalerie abrufbar im Internet Leuchtende Sterne über bunter Sonnenblume Über 2100 Schülerinnen aus den Maria-Ward-Schulen Aschaffenburg und Würzburg beim Kiliani-Tag der Katholischen Schulen im Dom – Bischof Dr. Friedhelm Hofmann: „Schülern helfen, ihr Leben in Freude meistern zu lernen“ Würzburg/Aschaffenburg (POW) Nach und nach wird aus der weißen Blüte eine riesige farbenprächtige Sonnenblume. Immer mehr Mädchen treten hinter den Altar im Würzburger Kiliansdom und heften ihre bunt bemalten Blütenblätter aus Papier mit Reißnägeln an den überdimensionalen Blumenkörper. Die 15 Jahre alte Schülerin Martina spricht dazu ins Mikrofon: „Diese Blume symbolisiert, dass es schön ist, dass jeder einzelne von uns da ist und dass Jesus Christus in unserer Mitte ist“. Und „da“ sind an diesem Vormittag des 5. Juli im Würzburger Kiliansdom ganz besonders viele junge Menschen. Schließlich hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann über 2100 Schülerinnen, Lehrkräfte und Kinder der Maria-Ward-Schulen Aschaffenburg und Würzburg sowie des Maria-Ward-Kindergartens in Würzburg im Rahmen der Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 zum „Tag der katholischen Schulen“ eingeladen. Martina und ihre Mitschülerinnen aus Aschaffenburg fahren bereits um neun Uhr mit einem Sonderzug der Bahn nach Würzburg. Am Hauptbahnhof sind die rund 1300 Mädchen in den Zug gestiegen – der Bahnsteig des näher an der Schule gelegenen Südbahnhofs war für die vielen Waggons zu kurz. „Das ist schon etwas besonderes“, freut sich Martina über die Einladung zum Tag der Schulen. Wie viele Mädchen trägt sie ein hellblaues T-Shirt mit dem Logo ihrer Schule. Die neunte Klasse, die Martina besucht, durfte den Gottesdienst mit vorbereiten. Im Religionsunterricht kam den Schülerinnen die Idee mit der Blume und den Blütenblättern, die die einzelnen Klassen der beteiligten Schulen symbolisieren sollen. „Hoffentlich fällt die Blume im Gottesdienst nicht um“, sagt Martinas Freundin Tamara mit einem Lachen. Bei den Proben habe die im Durchmesser rund drei Meter große Blume auf ihrem Holzgestell einen eher wackeligen Eindruck gemacht. In Würzburg angekommen, stellt sich Martina mit einigen Mitschülerinnen vor das Hauptportal des Doms und verteilt bunt bemalte Kärtchen an die Gottesdienstbesucher. Auf denen steht: „Schön, dass Du da bist!“ Später beim Friedensgruß tauschen die Jugendlichen die Kärtchen miteinander aus. Eine asiatische Touristin bleibt verdutzt stehen, als sie von Martina angesprochen wird. Neugierig lugt sie in das Innere des Gotteshauses. Das ist längst voll besetzt. So voll, dass sich Bischof Hofmann angesichts der heißen Temperaturen und der stickigen Luft gleich nach dem Wohlergehen der Kinder erkundigt: „Ich hoffe, ihr habt alle gut gefrühstückt!“ Denn als beim Tag der Schulen vor vier Jahren zahlreiche Mädchen das Bewusstsein verloren hätten, habe ihn sogar Papst Benedikt XVI. erstaunt darauf angesprochen, erzählt der Bischof. Dennoch räumt der Würzburger Oberhirte ein: „Ich wünsche mir, dass der Dom immer so voll ist. Man kann sehen, wie jung die Kirche mit Euch ist!“ In seiner Predigt legt Bischof Hofmann den Jugendlichen das Glaubenszeugnis der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan und von Maria Ward ans Herz: „Sie wollen uns sagen: Wenn auch manches im Leben unverständlich bleibt: Wir wollen Euch helfen, diesen Code zu knacken. Schaut auf uns, die wir euch vorausgegangen sind.“ Das Ziel aller Ordensschwestern, Erzieher und Lehrkräfte sei es, den Schülern zu helfen, „dass ihr das Leben verstehen und in Freude meistern lernt und es mit dem Blick auf das Ziel unseres Lebens auch sinnvoll gestaltet“, ruft der Bischof den Jugendlichen zu. Zu den Fürbitten projizieren Scheinwerfer sieben kräftig leuchtende Sterne an das Deckengewölbe der Kathedralkirche. Die sieben Sterne, die in der Offenbarung des Johannes für die ganze Kirche stehen, sollen die Gemeinschaft der gesamten Maria-Ward-Stiftung symbolisieren. Nach der Kommunion bilden die Kindergarten-Kinder einen Kreis um den Altar herum. Dort empfangen sie den Segen und führen unter großem Applaus einen kleinen Tanz auf. Den bekommen zum Schluss auch Organist Robert Eidenschink sowie Orchester und Chor der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg, die unter der Leitung von Bernward Hofmann den Gottesdienst musikalisch bereichern. Nach der Messe zieht auch Martina ein positives Fazit: „Es war total schön und unsere Blume ist auch nicht umgefallen.“ Gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen stärkt sie sich anschließend noch im Innenhof des Domkreuzgangs mit Wurstbrötchen und kühlen Getränken. Viele Jugendliche nutzen dort auch die Gelegenheit, um mit dem Bischof und mit Schulreferent Domdekan Monsignore Günter Putz ins Gespräch zu kommen. Eine Schülerin bittet den Oberhirten um eine Widmung für ihr Gesangbuch, andere wollen Erinnerungsfotos. Viele Kinder nutzen auch die Gelegenheit, um sich an einem Computer im Domkreuzgang in das virtuelle Kiliani-Gästebuch der Diözese einzutragen: „Ich komme wieder“, schreibt Elena aus Kleinwallstadt. ksc (POW) (50 Zeilen/2710/0862; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Vor gewaltigen Herausforderungen Weihbischof Ulrich Boom ruft in der aktuellen Krise zu Gottvertrauen und Zusammenhalt auf – Rund 1200 Frauen und Männer beim Kiliani-Tag der Politiker und Laienräte – Nicht Schönreden, sondern Einsehen nötig Würzburg (POW) Die Krisen in Gesellschaft und Kirche haben den Tag der Politiker, Laienräte und Mitglieder der Kirchenverwaltungen der Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 bestimmt. Gottvertrauen und Zusammenhalt seien heute nötig, appellierte Weihbischof Ulrich Boom an die rund 1200 Politiker und Ratsmitglieder beim Wallfahrtsgottesdienst am Montagabend, 5. Juli, im Kiliansdom. „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Wir spüren in Kirche und Gesellschaft, dass wir an die Grenzen unseres materiellen und geistigen Vermögens herangekommen sind.“ Der Politiker- und Räteabend setzte die Tradition der Kiliani-Treffen der vorvergangenen Jahre fort. Besonders die Politiker der Region waren zahlreich vertreten und unterstrichen damit, was Weihbischof Boom hervorhob: zum Christsein gehöre das Engagement in der Politik. Er ermutigte, aus dem christlichen Geist heraus Politik zu gestalten. Landtagspräsidentin Barbara Stamm war ebenso gekommen wie Schweinfurts neuer Oberbürgermeister Sebastian Remelé, die Landräte Rudolf Handwerker (Haßberge), Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld) und Eberhard Nuß (Würzburg) sowie mehrere Landtagsabgeordnete. Hinzu kamen Bürgermeister, Bezirks-, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte sowie Mitglieder von Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäten. Der Diözesanrat war unter anderem mit Vorsitzendem Karl-Peter Büttner vertreten. Überdeutlich präsent war erwartungsgemäß der Landkreis Rhön-Grabfeld mit rund 350 Kommunalpolitikern und kirchlichen Ratsmitgliedern, gefolgt von Main-Spessart mit 300, Schweinfurt-Stadt und -Land mit 200 und Bad Kissingen mit 140 Frauen und Männern. Entschieden warnte Weihbischof Boom in seiner Predigt vor einem Schönreden angesichts von Schuld, Versagen und Vergehen in der Kirche. „Der Raum des Glaubens, die Kirche, ist auch keine heile Welt, das haben wir in den letzten Wochen und Monaten übermächtig erlebt. Da hilft kein Schönreden, eher das Einsehen, dass wir Menschen sind mit Schwächen und Fehlern, nicht heilig, sondern auf dem Weg zur Heiligkeit“, betonte er. Gewiss erführen die Menschen in den Krisen in Kirche und Gesellschaft Durcheinander und Chaos von Gründen, Meinungen, Stellungnahmen, Lösungen. Aber Krise meine nicht chaotische Zustände, sondern bedeute Entscheidung. Wenn die Kirche aus der gegenwärtigen Situation etwas lernen könne, sei es das, dass sie wieder Gott in die Mitte und ins Zentrum des Lebens stellt. Das sei vielfältig ein Akt der Umkehr, auch für die Verantwortlichen in der Diözese und in den Gemeinden. „Wo wir uns nur um uns selbst drehen, müssen wir uns nicht wundern, wenn alles zum Durchdrehen ist.“ Als Krise der Gesellschaft nannte der Weihbischof die Frage nach dem Vertrauen. „Wir spüren und erfahren Schuld und Versagen, Scheitern und Misslingen bei anderen und bei uns selbst. Wir sind und bleiben Menschen, die im Menschlichen und Sachlichen immer etwas schuldig bleiben. Wir sind eben nicht perfekt“, sagte der Weihbischof. Der Euro und alles Kapital allein schüfen kein wertvolles Leben, sie seien Grundlagen, aber nicht entscheidend. Das „Mehr an Leben“ könne sich der heutige Mensch nicht selber geben – das zeige bereits das Beispiel der Frankenapostel. Überall, wo die Menschen Vertrauen in Gott und Menschen legten, holten sie ein Stück Himmel auf die Erde. Mit Misstrauen machten sie sich das Leben zur Hölle. Angesichts einer Welt, die zunehmend auseinanderfalle in Arme und Reiche, in Starke und Schwache, gelte es, das Gesamte im Blick zu haben. Eigeninteresse und Machtspiele seien eher hinderlich als förderlich zur Erreichung eines Zieles. „Wenn wir der Welt ein Zeugnis zu geben haben, dann ist es das der versöhnten Verschiedenheit. Die Welt wartet nicht auf eine Verdoppelung einer hoffnungslosen Zerstrittenheit, sondern auf das Zeugnis einer hoffnungsvollen Einheit“, rief Weihbischof Boom den Politikern und Ratsmitgliedern zu. Bei der anschließenden Begegnung im Innenhof des Domkreuzgangs nutzten viele die Gelegenheit, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Weihbischof Boom und den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rats persönlich zu begegnen und ihnen so manches Anliegen vorzutragen. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Diözesanratsvorsitzender Büttner stellten sich im Sankt Burkardus-Haus Fragen zu dem, was die Menschen derzeit in der Kirche bewegt. (46 Zeilen/2710/0863; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Orientierungshilfe für alle Menschen“ Weihbischof Boom betont im Dom Vorbildfunktion der Frankenapostel beim Wallfahrtsgottesdienst für Landkreise Aschaffenburg, Miltenberg, Rhön-Grabfeld und Würzburg – 900 Gläubige feiern mit – Viele Pfarrhaushälterinnen mit dabei Würzburg/Aschaffenburg/Bad Neustadt/Miltenberg (POW) „Sie waren kluge Köpfe, die uns hilfreiche Gedanken für unser Leben heute mitgeben können.“ Mit diesen Worten hat Weihbischof Ulrich Boom in der Kiliani-Wallfahrtswoche am Dienstag, 6. Juli, im Würzburger Kiliansdom an die andauernde Vorbildfunktion der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan erinnert. Mit rund 900 Gläubigen aus den Dekanaten Alzenau, Aschaffenburg-Stadt, Aschaffenburg-Ost, Aschaffenburg-West, Bad Neustadt, Miltenberg, Obernburg, Rhön-Grabfeld, Würzburg-links des Mains und Würzburg-rechts des Mains feierte der Weihbischof die Heilige Messe. Im Chorraum des Doms durften Drittklässler aus Bastheim im Dekanat Bad Neustadt den Gottesdienst miterleben. Einen besonderen Gruß und Dank richtete Weihbischof Boom an die Pfarrhaushälterinnen der Diözese, die an diesem Tag alle zur Eucharistiefeier eingeladen waren: „Sie sorgen im Pfarrhaus stets für einen guten Geist“, hob der Weihbischof hervor. In seiner Predigt wies Weihbischof Boom darauf hin, dass die Frankenapostel mit ihrem Leben und Sterben eine Orientierungshilfe für alle Menschen darstellten. „Gottvertrauen und Zusammenhalt haben ihnen Kraft und Mut gegeben“. Kilian und seine Gefährten hätten aus dem Glauben heraus gelebt, dass Gott ihnen nicht erst im Jenseits nahe sei, sondern schon im Jetzt. „Der Herr ist gegenwärtig in unserem Alltag, an allen Tagen“, betonte der Weihbischof. Deshalb gelte es auch für unsere Gesellschaft, Gott wieder verstärkt in die Mitte und das Zentrum des Lebens zu rücken. „Wo wir am Ende sind und aus eigener Kraft nichts vermögen, bitten wir den Herrn: Komm, Herr Jesus.“ Nach dem Gottesdienst nutzten viele Wallfahrer und Pfarrhaushälterinnen die Gelegenheit, um im Innenhof des Domkreuzgangs miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, dass die Worte des Weihbischofs bei den Wallfahrern großen Anklang fanden. Christa Klingert aus Neunkirchen im Dekanat Miltenberg gefiel, dass Boom den Wert des Miteinanders und der Gemeinschaft betonte. „Und, dass auch, wenn es mal schlecht läuft im Leben, man doch daran glaubt, dass es sich zum Guten wendet.“ Den Wallfahrtsgottesdienst in der Kiliani-Woche hat sie bereits mehrfach besucht. Mit ihren mitgereisten Freundinnen freute sie sich vor allem noch auf die nachmittägliche Andacht in der Neumünsterkirche. Ihr ganz persönliches Kiliani-Jubiläum feierte in diesem Jahr Erika Kleffel aus Ostheim im Dekanat Rhön-Grabfeld. Seit 1950, ihrem zehnten Lebensjahr, pilgert sie zu den Häuptern der Frankenapostel. Die Teilnahme an der Kiliani-Wallfahrtswoche gehört bei ihr zur Familientradition. „Der heilige Kilian ist das Herz unserer Diözese und hat mich schon immer angesprochen“, sagte sie voller Überzeugung. Von der Predigt des Weihbischofs sei ihr vor allem der eindringliche Ruf „Komm, Herr Jesus!“ in Erinnerung geblieben. Als Fan von Weihbischof Boom „outete“ sich auch Maria aus dem Würzburger Stadtteil Lengfeld: „Wir schätzen den Weihbischof und sein intensives Wirken sehr!“ Obwohl sie mit ihrem Mann regelmäßig zu Gottesdiensten in den Dom kommt, wollte die Seniorin auch bewusst den Tag der Wallfahrer mitfeiern. Ähnlich ging es der Würzburgerin Ursula Watzlawek, die ebenfalls häufig den Dom aufsucht. „Heute haben mich besonders die volle Kirche und der schöne Gesang beeindruckt“, zog sie bei Gebäck und einem kühlen Getränk zufrieden Bilanz. ksc (POW) (37 Zeilen/2710/0872; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Lage der Kirche sehr ernst Kiliani-Tag der Priester, Diakone und pastoralen Berufe – Bischof Dr. Friedhelm Hofmann überreicht bei Vespergottesdienst Ernennungsurkunden an neue Dekane – Religiöse Sehnsucht der Menschen aufgreifen Würzburg (POW) Als „sehr ernst“ hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die aktuelle Lage der Kirche beschrieben. Seelsorgerinnen und Seelsorger sollten die vorhandene Sehnsucht vieler Menschen nach der Nähe Gottes aufgreifen und in eine gelebte Religiosität führen, sagte er vor rund 600 Seelsorgerinnen und Seelsorgern beim Tag der Priester, Diakone und pastoralen Berufe am Dienstagnachmittag, 6. Juli, im Kiliansdom. Bei dem Vespergottesdienst überreichte er zusammen mit Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Personalreferent Domkapitular Dietrich Seidel den 21 neuen Dekanen der Diözese Würzburg die Ernennungsurkunden und dankte für die Übernahme dieser wichtigen Aufgabe. Die Dekane versprachen gegenüber Bischof Hofmann Gehorsam und Ehrerbietung. Die Amtszeit der 21 Dekane beträgt fünf Jahre. Die Ernennungsurkunden überreichte Bischof Hofmann an Jan Kölbel (Alzenau), Stefan Eirich (Aschaffenburg-Stadt), Robert Sauer (Aschaffenburg-Ost), Uwe Nimbler (Aschaffenburg-West), Thomas Keßler (Bad Kissingen), Prälat Bernold Rauch (Bad Neustadt), Erich Sauer (Hammelburg), Stefan Gessner (Haßberge), Leo Brand (Karlstadt), Johannes Hofmann (Kitzingen), Hermann Becker (Lohr am Main), Nikolaus Stanek (Miltenberg), Franz Leipold (Obernburg), Oswald Sternagel (Ochsenfurt), Reiner Fries (Schweinfurt-Stadt), Gregor Mühleck (Schweinfurt-Nord), Werner Kirchner (Schweinfurt-Süd), Walter Lederer (Würzburg-links des Mains), Joachim Bayer (Würzburg-rechts des Mains) und Dr. Jürgen Vorndran (Würzburg-Stadt). Gerhard Wissmüller wurde kommissarisch beauftragt, da sich im Dekanat Rhön-Grabfeld kein Kandidat für das Amt fand. Die Aufgaben der Dekane sind im diözesanen Dekanestatut von 1999 festgelegt. Demnach leitet der Dekan das Dekanat im Auftrag des Bischofs und im Zusammenwirken mit der Seelsorgekonferenz und dem Dekanatsrat. Er vertritt die Anliegen des Bischofs und des Ordinariats im Dekanat und die Anliegen des Dekanats bei Bischof und Ordinariat. Gegenüber Landkreisverwaltungen und überörtlichen Behörden vertritt der Dekan die Belange der Katholischen Kirche. Im Auftrag des Bischofs führt er neu ernannte Pfarrer ein. Der Dekan fördert das geistliche Leben und die berufliche Weiterbildung des gesamten Seelsorgepersonals im Dekanat. Er sorgt sich um neu ins Dekanat kommende sowie um alte und kranke Seelsorger, koordiniert die Seelsorge und bemüht sich, Differenzen im Dekanat beizulegen. Der Dekan leitet die Seelsorgekonferenzen, hat die Dienstaufsicht über alle diözesanen und regionalen Stellen im Dekanat und führt Visitationen der Seelsorgestellen durch. In seiner Predigt fragte Bischof Hofmann, was angesichts der aktuellen Situation der Kirche zu tun sei. Die Kirche sei von innen und außen angefochten, die Verabschiedung von den Kirchen dramatisch. „Spannungsreicher kann ich mir die heutige Situation der Kirche nicht vorstellen.“ Zu Recht fragten die Seelsorger, was aus dieser Krise herausführen könne. Es gehe nicht allein um Fragen des Zölibats, der Ämter der Frau in der Kirche, des Umgangs mit Wiederverheirateten Geschiedenen und des Eucharistieverständnisses, doch sei es wichtig, innerkirchlich darüber zu reden und sich Gedanken zu machen. Von den Seelsorgern werde eine Wegbegleitung im Glauben erwartet. Die Menschen suchten vertrauenswürdige Verkünder des Wortes Gottes. Der jüngste Vertrauensverlust angesichts des äußerst verwerflichen Geschehens sexueller Übergriffe sei eine große Barriere geworden. Den Seelsorgern legte der Bischof Zeiten der Stille und des Gebets nahe. Wenn die eigene Gottesbeziehung stimme und trage, würden die Seelsorger auch offen sein für den Nächsten. Dann falle es auch leichter, den Menschen mit seinen Sehnsüchten wahrzunehmen. Viele Aufgaben sollten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit geleistet werden. Manches müsse losgelassen und delegiert werden. Eine Voraussetzung für gelingenden Glauben sei die Gemeinschaft in der pastoralen Berufsgruppe. Außerdem ermutigte der Bischof die Seelsorger zu Zeiten der Ruhe und Erholung. bs (POW) (43 Zeilen/2710/0870; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos, auch Einzelfotos von der Beauftragung der Dekane, abrufbar im Internet Wie ein Frühlingserwachen im Winter Rund 1500 Frauen und Männer aus Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart beim ersten Kiliani-Tag der Ehejubilare – Eheversprechen erneuert Würzburg/Karlstadt/Kitzingen/Lohr am Main/Ochsenfurt (POW) Auftakt für die drei Kiliani-Tage der Ehejubilare: Rund 1500 Frauen und Männer aus der Stadt Würzburg und den Landkreisen Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg haben am Dienstagabend, 6. Juli, bei einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann für 25, 50 und 60 Ehejahre gedankt und ihr Eheversprechen erneuert. „Sie alle verkörpern erfüllte Hoffnungen auf eine geglückte Liebes- und Ehegemeinschaft“, dankte der Bischof den Ehejubilaren. Zusammen mit Weihbischof Ulrich Boom, Mitgliedern des Domkapitels und weiteren Priestern und Diakonen erteilte er am Schluss der Feier den Jubelpaaren den Einzelsegen. Nach dem übergroßen Andrang im vergangenen Jahr feiern die Ehejubilare – nach Regionen getrennt – heuer an drei Abenden der Kiliani-Wallfahrtswoche. 2009 mussten Dom und Neumünster wegen Überfüllung schließen. Am Mittwochabend, 7. Juli, kommen die Jubelpaare aus der Stadt Schweinfurt sowie den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt nach Würzburg, am Donnerstagabend, 8. Juli, die Ehejubilare vom Untermain. Insgesamt werden rund 3500 Frauen und Männer erwartet. „Wirklich gelebte Liebe ist wie ein Frühlingserwachen im oft kalten Winter unserer Zeit.“ Mit diesem Sprachbild beschrieb Bischof Hofmann seine Freude über die große Schar der Ehepaare, die sich jahrzehntelang die Treue hielten. Für ihn gehörten die Tage der Ehejubilare zu den beglückenden Erfahrungen der Kiliani-Wallfahrtswoche. Die Ehejubilare machten beeindruckend deutlich, dass das Modell Ehe nicht aus der Mode kommen dürfe, weil es die Verbindung zum Geheimnis Gottes schlage. So sei weder der Eheabschluss ein nur rein privates Geschehen, noch das Scheitern einer christlichen Ehe nur für die Betroffenen eine Katastrophe. „Das Ehepaar, das durch die Gemeinschaft mit seinen Kindern eine Familie wird, lebt eine christliche Berufung, die zu einem eindringlichen und beglückenden Zeichen der Liebe Gottes zu uns wird.“ Gleichzeitig erinnerte der Bischof daran, dass heute viele Liebesbeziehungen zerbrächen. Die steigende Zahl von Ehescheidungen, die Infragestellung einer christlichen Ehe und die damit verbundene Suche nach ungebundenen Beziehungen ließen viele junge Menschen nicht mehr den Weg zur sakramentalen Eheschließung finden. „Bei der heute um sich greifenden Orientierungslosigkeit brauchen junge Menschen das Beispiel geglückter Lebens- und Ehevollzüge“, unterstrich der Bischof. Damit werde keineswegs gesagt, dass die oft große Not zerbrochener Ehen nicht der Aufmerksamkeit, des Mitleids und der Anteilnahme der Kirche bedürfe. „Junge Menschen aber, die sich orientieren wollen, brauchen dringend konkrete Vorbilder.“ Zu Beginn der Feier gossen Ehepaare symbolisch Wasser in sechs Krüge, die auf einzelne Eigenschaften hinwiesen: Liebe, Achtsamkeit, Freude, Geduld, Vergebung und Treue. „Die mit Wasser gefüllten Krüge symbolisieren das, was wir einbringen können, damit wir und andere unsere Beziehungen als wohltuend erleben“, sagte Diözesanfamilienseelsorger Domvikar Stephan Hartmann. Nach der Predigt erneuerten die Jubelpaare ihr Eheversprechen und sagten erneut Ja zueinander: „Wir wollen einander achten und ehren; wir wollen unserer Liebe Raum geben zwischen uns und die schönen und schweren Stunden miteinander teilen. Wir wollen gemeinsam Sorge tragen für die Menschen, die Du, guter Gott, uns anvertraust“, hallte es durch den Kiliansdom. Geglückte und zerbrochene Ehen schlossen die Jubelpaare in ihre Fürbitten ein. So beteten die Frauen und Männer auch für alle, deren Beziehung verheißungsvoll begonnen hat, aber trotz guten Willens heillos gescheiter ist, und für die Menschen, die den Tod des Ehepartners betrauerten. Emotionaler Höhepunkt war schließlich das gemeinsame Danklied „Nun danket alle Gott“ und der anschließende Einzelsegen für jedes Paar. Bei der Nachfrage, wie Ehe über 25, 50 oder 60 Jahre gelingen könne, rang manches Paar um Worte. „In Freude und Leid zusammenstehen“, gaben das Ehepaar Paula (82) und Alois (88) Lemmich aus Retzbach als Rat. Sie blickten auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück. Die Goldhochzeiter Johanna (73) und Helmut (72) Büdel aus Frammersbach zeigten sich „froh und glücklich“, 50 Jahre lang gemeinsam durchs Leben gegangen zu sein. Besonders freuten sie sich über den Einzelsegen, den ihnen ihr früherer Pfarrer und heutige Weihbischof Ulrich Boom spendete. Gottvertrauen und das gemeinsame Interesse sind für die beiden Gautrachtenberater Gudrun (70) und Alfred (77) Dörr aus Ochsenfurt in den 50 Ehejahren besonders wichtig gewesen. „Wenn es schwer wird, heißt es die Zähne zusammenbeißen und zusammenhalten“, fügte Alfred Dörr hinzu. bs (POW) (51 Zeilen/2710/0875; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Berichte „Mit Leidenschaft der Kirche gedient“ Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer in Ruhestand verabschiedet – Festgottesdienst im Neumünster und Festakt im Museum am Dom – Albrecht Siedler als Nachfolger eingeführt – Bischof Hofmann: „Eine sehr gute Zeit“ Würzburg (POW) Bei einem Festgottesdienst in der Neumünsterkirche und einem Festakt im Museum am Dom ist am Freitag, 2. Juli, Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer (65) in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig führte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann Albrecht Siedler (50) in das Amt des Bischöflichen Finanzdirektors ein. Bauer wirkte seit 1973 in der Verwaltung der Diözese Würzburg, seit 1. Juli 1979 als Bischöflicher Finanzdirektor. An der Feier nahmen Verwandte, Freunde und Weggefährten sowie zahlreiche Vertreter aus Kirche und Politik teil. Neben einer Romreise und einem Flug über das Bistum Würzburg gab es für Bauer und seine Frau Doris unter anderem ein großes schwarzes Sparschwein sowie Gutscheine für die Passionsspiele in Oberammergau als Abschiedsgeschenke. Bischof Hofmann bezeichnete die Amtszeit des scheidenden Finanzdirektors als „eine gute, ja, eine sehr gute Zeit für unser Bistum Würzburg, das zwar nicht das kleinste unter allen deutschen Bistümern ist, aber im finanziellen Aufkommen doch eines am unteren Ende. Doch hat es durch Adolf Bauers kluge Geschäftsführung eine solide Basis erhalten.“ Für Bauer habe nicht nur wirtschaftliche Prosperität des Bistums eine große Rolle gespielt, sondern auch die damit verbundenen sozialen und kulturellen Verpflichtungen. Kompetent und engagiert habe er seine Möglichkeiten in der Verwaltung des finanziellen Haushaltes eingebracht. Darüber hinaus habe Bauer den Haushaltsplan auf der Grundlage von Einnahmeschätzungen fast immer punktgenau bestimmt und im Diözesansteuerausschuss die anvertrauten Gelder kompetent und verantwortungsvoll dargelegt. Seine Treue zur Kirche – auch und gerade in schweren Zeiten – zeige sich in seinen vielen Kontakten, die er als sozial und politisch engagierter Mensch auch zum Wohle der Kirche pflegte. Geradezu nimmermüde habe Bauer das Augenmerk auf hilfsbedürftige Menschen gerichtet. Er habe alle Register gezogen, um phantasievoll und effizient das Geld der Kirche für Hilfsbedürftige einzusetzen. „Seine natürliche Lebensfreude, seine nimmermüde Energie, seine ständige Präsenz bauen zahlreiche Brücken im Miteinander und tragen sehr zum Ausgleich unterschiedlicher Interessen bei. Dafür und auch für Ihre Loyalität zu mir möchte ich Ihnen, lieber Herr Dr. Bauer, von Herzen danken“, betonte Bischof Hofmann. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand bezeichnete Bauer als „glänzenden Synoptiker“, dem der Blick auf das Ganze und das Wissen um die Details mit einem untrüglichen Instinkt für die Verflochtenheit von langjährigen Entwicklungen und momentanen Schwankungen immer wieder neu gelungen sei. „Jede Stunde ist Haushalt“, „Nie mehr ausgeben als man einnimmt“ und „Hoch lebe der Vorgang“ hätten die Devisen des Finanzchefs gelautet. Bauers Haushaltsprognosen seien im Blick auf Einnahmen und Ausgaben meistens „Punktlandungen“ mit hoher Zielgenauigkeit gewesen. Oberste Priorität habe beim kirchlichen Handeln stets die Sicherung der Grundaufgaben in Verkündigung, Liturgie und Diakonie. Angesichts der demographischen Entwicklung insgesamt und des Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen ganz besonders sei aber bloße Mangelverwaltung nicht das Gebot der Stunde. „Wir stehen vielmehr auch im Bistum Würzburg vor der spannenden Herausforderung, wie wir in Zukunft mit weniger Geld mehr Glauben fördern können. Dazu braucht es Vertrauen – gerade auch in das wirtschaftliche und finanzielle Handeln im kirchlichen Bereich“, unterstrich Hillenbrand. Dem neuen Finanzdirektor legte der Generalvikar nahe, das finanzielle Handeln in den verschiedenen kirchlichen Bereichen von pastoralen Prioritäten her zu sehen. Gleichzeitig wünschte er Siedler, sich im teamorientierten Blick auf die anderen Hauptabteilungen des Ordinariats als guter Mitarbeiter zu bewähren und ein verlässlicher Treuhänder des Bistumsvermögens zu werden. Weitere Dankesworte sprachen Caritasvorsitzender Domkapitular Clemens Bieber im Namen der Caritas, der Ordensgemeinschaften und der Verbände, Finanzdirektor Dr. Klaus Donaubauer aus Augsburg für die bayerischen und deutschen Bischöflichen Finanzdirektoren und Dorothea Weitz als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) des Bischöflichen Ordinariats. Bieber nannte Bauer „ein Original“. Die Amtszeit des scheidenden Finanzdirektors stelle sich in vielen Punkten als Glücksfall für die Diözese dar. Bauer habe nachhaltig gewirtschaftet und klug investiert. Dadurch habe er den Rahmen für ein modernes pastorales Handeln ermöglicht. In vorbildlicher Weise habe Bauer den Stiftungsgedanken gefördert, sagte Bieber. „Die Aufgabe des Finanzdirektors war für Dich kein Job, sondern Herzenssache“, sagte der Caritaschef zu Bauer. Augsburgs Bischöflicher Finanzchef Donaubauer erinnerte an das vielfältige Engagement Bauers für die katholische Kirche in Deutschland und in Bayern. Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, Sachkenntnis, Kompetenz und Leidenschaft zeichneten Bauer aus. Ihm sei es immer um die Perspektive der Lebenspraxis gegangen. Nach den Worten der MAV-Vorsitzenden Weitz waren Bauers Einblicke in alle Hauptabteilungen des Ordinariats, sein über Jahre gesammeltes Wissen und viele persönliche Verbindungen entscheidend für seine Arbeit. Im Namen der fast 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dankte sie Bauer für Beständigkeit und Sicherheit der Arbeitsplätze, wofür solide Finanzen die Voraussetzung seien. Bauer dankte schließlich Bischöfen, Weihbischöfen, Generalvikaren, Dekanen, Seelsorgern, pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den staatlichen Behörden sowie den Mitarbeitern von Ordinariat und Finanzkammer für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten. „Mit Leidenschaft habe ich der Kirche gedient und mit Leidensfähigkeit ihr die Treue gehalten.“ Den Finanzen der Diözese habe er ein menschliches Gesicht gegeben. „Ich hinterlasse ein wohlbestelltes Haus und eine wohlbestellte Finanzkammer. Papst Johannes XXIII. sagte: Wer glaubt zittert nicht. In diesem Sinne wünsche ich der Diözese eine gute Zukunft.“ Die Feier gestalteten Richard Carson Steuart, Clemer Andreotti und Stefan Walter musikalisch. Zum Abschluss sang der Chor der Bischöflichen Finanzkammer. bs (POW) (68 Zeilen/2710/0858; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Hinter die Oberfläche blicken Doppelausstellung „Melodia Apocalittica“ in Sankt Johanniskirche und Museum am Dom zeigt Werke von Thomas Lange und Mutsuo Hirano – Konzert am 3. Juli Würzburg (POW) Blumen, die sich bei genauerem Hinsehen als hässliche Monsterfratzen erweisen, Dürerzitate kombiniert mit dem Bildnis eines Cowboys auf dem Pferd: Es ist mehr hinter den Dingen zu entdecken als der erste Blick preisgibt. Das ist eine der Erkenntnisse, die der Betrachter der Doppelausstellung „Melodia Apocalittica“ mit nach Hause nimmt. Im Rahmen des Projekts „Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010“ sind von 6. Juli bis 12. September Werke von Thomas Lange und Mutsuo Hirano in der evangelischen Sankt Johanniskirche und im Museum am Dom in Würzburg zu sehen. Als roter Faden zieht sich das Vorbild von Albrecht Dürer durch die Doppelausstellung. Zwischen 1496 und 1498 schuf er, erfasst von der visionären Kraft und der Sprache des Johannes, 15 Holzschnitte zu Szenen aus der Offenbarung des Johannes. Thomas Lange, Jahrgang 1957, dessen Darstellungen von Evangelienszenen das renovierte Neumünster zieren, hat sich davon gleich mehrfach inspirieren lassen. In der vom Backsteinmauerwerk geprägten Sankt Johanniskirche bilden 15 Gemälde der Serie „Melodia Apocalittica“ von Lange einen beeindruckenden Blickfang. „Ein gutes Bild hat etwas mit guter Musik gemeinsam: So wie ich beim Anhören von Mahlers Neunter eine so akustisch nicht wahrnehmbare göttliche Musik im Bauch höre, so entdecke ich bei einem ansprechenden Bild auch das Bild, das sich dahinter verbirgt“, sagte Lange bei einer Presseführung durch die Ausstellung am Donnerstag, 1. Juli. „Es ist in unserer Gemeinde Tradition, im Sommer zeitgenössische Werke zu zeigen und mit biblischen Texten in Verbindung zu bringen. Jeweils sonntags um 9.30 und um 11 Uhr wird im Juli zu einem Kunstwerk gepredigt“, sagte Pfarrerin Susanne Wildfeuer. Das Thema Apokalypse biete sich nicht nur wegen des Projekts „Endspiel“ an, erläuterte Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Bau- und Kunstreferent der Diözese Würzburg. Es sei in der Sankt Johanniskirche auch durch die große Holzskulptur mit dem Motiv des wiederkehrenden Christus grundgelegt. Nach Lenssens Worten ist auch das Konzert am Samstag, 3. Juli, das sich an die Vernissage um 21 Uhr anschließt, deutliches Signal, dass die Kunst, auch wenn sie unterschiedliche Ausdrucksformen habe, eine Einheit bilde. „Ich habe insgesamt sieben Szenen vertont“, erläuterte Christian Kabitz sein Werk „Und ich sah einen neuen Himmel“, das um 22.30 Uhr aufgeführt wird und an dem zwei Chöre und vier Instrumentalisten sowie ein Sprecher mitwirken. Die Zuhörer erwarte ein „relativ fettes Teil“ mit „spacigen Klängen“, an denen unter anderem die Kirchenorgel, acht Synthesizer und 40 verschiedene Percussioninstrumente beteiligt sind. Gerade bei einer musikalischen Umsetzung der Offenbarung müsse auch die Musik visionär sein, „das gilt auch für die Klänge“, betonte Kabitz. Mittels Scheinwerfer solle jeweils das Lange-Werk angestrahlt werden, auf das sich die Musik jeweils beziehe. In monumentaler Größe von 3 Meter auf 2,50 Meter treffen 15 farbkräftige Werke Langes zum gleichen Thema den Betrachter im Untergeschoss des Museums am Dom. Ihnen beigesellt sind ebenso viele Zeichnungen im Format 60 auf 45 Zentimeter, die zeigen, wie sich Lange jeweils dem Motiv angenähert hat, indem er zunächst freihändig Dürers Holzschnitte nachzeichnete. Als Verfremdungseffekt taucht neben zeitgenössischen Darstellungsformen auch immer wieder das Gesicht eines „Zeugen“ in den Gemälden auf. „Damit wird der Betrachter in dem Gemälde repräsentiert, das Bild bekommt eine zweite Ebene“, erläuterte Lange. Eher still und zurückhaltend wirken im Kontrast zu Langes Schaffen die Zeichnungen und Terracotta-Arbeiten von Mutsuo Hirano. Wie Lange lebt und arbeitet der 1952 geborene Japaner mit deutschem Pass überwiegend in Italien. Die im Museum am Dom ausgestellten Zeichnungen entstanden, als Hirano im Krankenhaus lag und zeichnerisch seine persönliche Apokalypse-Erfahrung aufarbeitete. Die Terracotta-Arbeiten nehmen explizit Bezug auf die Dürer Holzschnitte: Mal hat Hirano fast nahezu die gesamte Vorlage in Reliefform umgesetzt, mal komponiert er wenige kleine Details wie das Lamm und die Symbolfiguren der vier Evangelisten zu einem Kubus. Wie Hirano betont, hat er sich für die Terracotta-Umsetzung aber nicht allein von der Dürer-Vorlage inspirieren lassen. „Wie Thomas Lange habe ich erst die Bibel gelesen, dann die verschiedenen Interpretationen.“ Beide Künstler passten mit ihren Werken hervorragend in das Gesamtkonzept des Museums am Dom, das sich den grundlegenden Fragen des „Woher? Wohin?“ stelle, betonte Lenssen: „Immer wird deutlich: Hier und heute scheint schon eine andere Welt durch, so wie in jedem Akt der Barmherzigkeit schon ein Stück Himmel vorweggenommen wird.“ Nähere Informationen im Internet unter www.endspiel2010.de. mh (POW) (51 Zeilen/2710/0857; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Über 30 Jahre den Verein mitgelenkt Trägerverein der Benediktushöhe verabschiedet Schatzmeisterin Rita Metzger – Haus für Soziale Bildung will sich als „Haus der Verbände“ profilieren Retzbach (POW) Nach mehr als 30 Jahren im Vorstand des Vereins „Arbeitnehmerbildungstätte Benediktushöhe Retzbach e.V.“ ist Rita Metzger verabschiedet worden. Metzger wurde 1979 zur Schatzmeisterin gewählt und wachte seitdem über die finanziellen Angelegenheiten des Hauses für Soziale Bildung. Der wiedergewählte erste Vorsitzende Peter Keller dankte ihr für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Im Rahmen der Mitgliederversammlung berichtete Leiter Dieter Wagner über die Arbeit im Bildungs- und Tagungsbereich. Seine Ausführungen standen ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des Hauses. „Im engen Dialog mit den Verantwortlichen will die Benediktushöhe ein Konzept zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen erarbeiten, mit dem sie sich in Zukunft als ‚Haus der Verbände‘ profilieren kann“, sagte Wagner. Die Renovierung der Gästezimmer, die Modernisierung der Tagungstechnik und die erneute Zertifizierung nach dem QES.T-Qualitätssiegel waren weitere Eckpunkte seines Berichtes. Insgesamt ist die Benediktushöhe nach Wagners Worten auf einem guten Weg. Das spiegele sich auch in den Belegungszahlen wider. Bei den Wahlen zum Vorstand des Trägervereins der Benediktushöhe, in der die kirchlichen Sozialverbände vertreten sind, wurden neben Peter Keller auch Erhard May (Kolping) als zweiter Vorsitzender und Diakon Artur Eisenacher (Familienbund der Katholiken) als Schriftführer bestätigt. Neue Schatzmeisterin ist Anne Hüttner, Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Bei einer kleinen Feierstunde im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurden die langjährigen Mitarbeiterinnen Irmtrud Kümmet aus der Verwaltung sowie Klara Kraft, Gabriele Keupp und Angelika Gerhard vom hauswirtschaftlichen Team aus dem aktiven Dienst verabschiedet. (20 Zeilen/2710/0871; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Wissenstransfer von der Uni zur Schule Würzburger Neutestamentler mit „Exegesewerkstatt“ im Denkwerk-Programm der Robert-Bosch-Stiftung vertreten Würzburg/Erlangen (POW) Mit Erfolg hat sich der Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg um Drittmittel bei der Robert-Bosch-Stiftung beworben. Das Projekt „Exegesewerkstatt: Neutestamentliche Apokryphen“ setzte sich im Wettbewerb gegen ein bundesweites, breites Bewerberfeld aus allen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern durch. Das Programm „Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich“ der Robert-Bosch-Stiftung ermöglicht den Schülern Einblicke in die aktuelle Forschung und beschleunigt so den Wissenstransfer von der Universität zur Schule. Das Würzburger Projekt stellt weithin unbekannte Texte aus der Frühzeit des Christentums in den Mittelpunkt, die nicht in den neutestamentlichen Kanon, die kirchlich verbindliche Zusammenstellung der biblischen Schriften, aufgenommen wurden. Diese als Apokryphen bezeichneten Texte wurden teilweise, wie beispielsweise das Thomas- und Judasevangelium oder das sogenannte Evangelium der Maria, erst im vergangenen Jahrhundert wieder entdeckt. Sie sind gerade für die Geschichte des frühen Christentums von eminenter Bedeutung. Die „Exegesewerkstatt: Neutestamentliche Apokryphen“ wird von Professor Dr. Bernhard Heininger und seinem Lehrstuhl in Zusammenarbeit mit dem Matthias-Grünewald-, dem Riemenschneider- und dem Wirsberg-Gymnasium in Würzburg sowie dem Ohm-Gymnasium in Erlangen durchgeführt. Eingebunden ist auch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg. (17 Zeilen/2710/0860; E-Mail voraus) Wechsel in der schulpraktischen Betreuung Angelika Schmitt wird Schulleiterin und räumt ihren Posten für Matthias Och Würzburg/Eltmann/Poppenhausen (POW) Wechsel im Schulreferat der Diözese Würzburg: Schulreferent Domdekan Monsignore Günter Putz hat am Dienstagabend, 29. Juni, Angelika Schmitt als Mitarbeiterin in der schulpraktischen Betreuung der Lehramtsanwärter mit dem Fach Katholische Religionslehre verabschiedet. Als ihren Nachfolger begrüßte Putz Matthias Och. Der Schulreferent dankte Schmitt für die vergangenen fünf Jahre, in denen sie mit großem Engagement mit einem Deputat von fünf Stunden junge Lehrkräfte für ihren Beruf ausgebildet habe. Guido Kunkel vom Katechetischen Institut der Diözese Würzburg attestierte seiner scheidenden Kollegin eine vertrauensvolle und bereichernde Mitarbeit. Immer wieder habe Schmitt wertvolle geistliche Impulse eingebracht. Regierungsschuldirektor Günter Mensch von der Regierung von Unterfranken bescheinigte der künftigen Schulleiterin der Johann-Baptist-Graser-Volksschule in Eltmann großes Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern und eine geradlinige Art. „Ich habe diesen Dienst gerne gemacht und danke nicht zuletzt Ihnen, Domdekan Putz, für das große Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben und das Freiräume geschaffen hat“, sagte Schmitt. Als spürbar motiviert bezeichnete der Schulreferent Och, der weiterhin schwerpunktmäßig als Lehrer an der Volksschule Oberes Werntal in Poppenhausen wirkt. Auf die Anfrage aus dem Schulreferat hin habe dieser prompt zugesagt. „Du bist ein gut ausgebildeter Lehrer, der gute Stunden hält“, lobte Kunkel seinen neuen Mitarbeiter. Regierungsschuldirektor Mensch erinnerte sich an die hervorragende Prüfung, die der Pädagoge erst vor kurzem bei ihm absolvierte, und lud diesen ein, mit Sondergenehmigung an einem Crashkurs für Seminarleiter teilzunehmen. Och erklärte, er freue sich auf die Herausforderung. „Da ich selbst noch nahe am Erleben der Lehramtsanwärter bin, werde ich versuchen, auf deren Bedürfnisse besonders einzugehen.“ Er hoffe, dafür bei den Kollegen und Vorgesetzten die notwendige Unterstützung zu finden, sagte Och. mh (POW) (22 Zeilen/2710/0856; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Mit Gott gemeinsam auf den Weg Abschlussfeier an der Fachakademie für Sozialpädagogik Sankt Hildegard Würzburg (POW) 40 Frauen und Männer haben an der Fachakademie für Sozialpädagogik Sankt Hildegard in Würzburg ihre Erzieherausbildung abgeschlossen. Im Rahmen eines Gottesdienstes erhielten sie das „Religionspädagogische Ausbildungszertifikat“. Das Zertifikat ist mit der Sendung der katholischen und evangelischen Kirche (Missio Canonica beziehungsweise Vocatio) verbunden. Die jungen Frauen und Männer wurden dazu ausgesandt, in Kindergarten, Hort, Heim und Pfarrei religionspädagogisch tätig zu werden und den Kindern und Jugendlichen das Evangelium zu verkünden. Der von den Berufspraktikanten gestaltete feierliche Gottesdienst in der Aula der Fachakademie stand unter dem Motto „Herr, weise uns den richtigen Weg“. Domdekan Monsignore Günter Putz, Schulreferent der Diözese Würzburg, betonte in seiner Predigt, dass nur ein Mensch, der sich selbst von seinen Mitmenschen und von Gott getragen weiß, in der Lage sei, andere zu tragen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Christen seien immer gehalten, auf Jesus, den wahren Guten Hirten zu schauen, der sein Leben für die Seinen hingab. „Er geht mit uns, auf ihn können wir jederzeit vertrauen“, sagte Putz. Am Ende des Gottesdienstes erhielten die Gesandten ein kleines Holzkreuz als Geschenk und den Segen für ihr künftiges Wirken. Schulleiter Thomas Steigerwald überreichte den Absolventen der Fachakademie zum Abschied eine Rose. Die vielen Knospen an den Rosen symbolisierten das Wunder des Neubeginns, vor dem die Berufspraktikanten nun stehen, sagte der Schulleiter. Musikalisch umrahmten Berufspraktikanten und Studierende der Fachakademie Sankt Hildegard die Feier mit Gesangsdarbietungen und Instrumentalwerken. (19 Zeilen/2710/0861; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Personalmeldungen Wallfahrtsseelsorger Monsignore Gerold Postler wird 70 Jahre alt Retzbach (POW) Monsignore Gerold Postler, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Retztal und Wallfahrtsseelsorger der Kirche „Maria im Grünen Tal“ in Retzbach, feiert am Sonntag, 18. Juli, seinen 70. Geburtstag. Postler wurde 1940 in Mährisch-Rotwasser im Erzbistum Olmütz (heutiges Tschechien) geboren. Am 29. Juni 1967 empfing er im Würzburger Dom die Priesterweihe durch Bischof Dr. Josef Stangl. Im Anschluss war er als Kooperator in Leidersbach sowie als Kaplan in Mainaschaff und ab 1971 in Würzburg-Unsere Liebe Frau eingesetzt. Seit 1974 ist Postler Pfarrer und Wallfahrtsseelsorger in Retzbach. 1987 übernahm er auch die Pfarrei Retzstadt. Die Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“ machte er zu einem geistlichen Zentrum der Diözese. Von 1984 bis 2002 war Postler auch mit der Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge des Dekanats Karlstadt betraut. Seit 1994 ist er zusätzlich Präses der Kolpingsfamilien von Retzbach und Retzstadt. Als stellvertretender Dekan von Karlstadt war er außerdem von 1997 bis 2000 tätig. Pfarrer der neuen Pfarreiengemeinschaft „Retztal“ ist er seit 2006. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm 2002 den Ehrentitel Monsignore. (12 Zeilen/2710/0864) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Seelsorgsauftrag für Pfarrer i. R. Goldhammer für Kapuzinerkirche Würzburg/Aschaffenburg (POW) Pfarrer i. R. Gerd-Eugen Goldhammer ist ab 1. Juli 2010 ein Seelsorgsauftrag für die Kapuzinerkirche Sankt Elisabeth in Aschaffenburg erteilt worden. (2 Zeilen/2710/0874) Südafrika-Missionar Pater Ignatius Heer feiert 50. Priesterjubiläum Würzburg (POW) Mariannhillerpater Ignatius Heer feiert am Sonntag, 11. Juli, in seiner Heimatpfarrkirche Sankt Adalbero in Würzburg um 10 Uhr sein 50. Priesterjubiläum. Seit 49 Jahren ist der Missionar in Südafrika tätig ist. Als der gebürtige Lichtenfelser am 29. Juni 1960 von Weihbischof Alfons Kempf in Würzburg zum Priester geweiht wurde, war in ihm schon lange ein Entschluss gereift. Ausgebildet im Mariannhiller Piusseminar, wo er Philosophie und Theologie studierte, wollte er in die Mission nach Afrika. Im April 1961 bestieg der damals 28-Jährige in Venedig das Schiff, das ihn an der Küste vor Durban in Südafrika absetzte. Bei seinem ersten Einsatz als Kaplan in Umzinto in der Provinz Natal galt es zunächst, sprachliche Barrieren zu überwinden. Neben dem Englischen lernte er die afrikanische Stammessprache Zulu. Danach standen der Aufbau einer völlig neuen Pfarrei, die Tätigkeit im Saint-Francis-College in der Missionszentrale Mariannhill, die Arbeit als Gemeindeseelsorger und Priester an. Wenn es ihm möglich war, feierte er auch in kleineren Außenstationen Gottesdienste. In besonders guter Erinnerung ist ihm die Zeit als Dompfarrer in Umtata, einer Stadt in der damals halbwegs freien und unabhängigen Transkei, einem Homeland für Farbige in Zeiten der Apartheid. Wichtig war es Heer immer, Menschen verschiedener Rassen und Herkunft zusammenzubringen, was ihm nach eigenen Angaben in der Jugend- und Sozialarbeit, in Bibelkreisen und Gottesdiensten gut gelang. Nicht alles sei besser geworden nach dem Ende des Apartheidregimes, gibt Pater Heer zu Bedenken. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war damals besser als heute. Es gab weniger Kriminalität und Gewalt. Politische Veränderungen alleine können seiner Meinung nach jedenfalls nicht den erwünschten Wandel bringen. „Wirkliche Freiheit kommt von innen“, philosophiert der 78-Jährige. Und dieser Prozess sei in Südafrika noch lange nicht beendet. (20 Zeilen/2710/0876) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Veranstaltungen Kinderführung durch Ausstellung „Melodia Apocalittica“ Würzburg (POW) Am Samstag, 10. Juli, bietet das Museum am Dom in Würzburg um 15 Uhr eine Führung für Kinder an. Diesmal steht die neue Sonderausstellung „Melodia Apocalittica“ im Zentrum des Interesses. Die Kinder lernen die großen, stark farbigen Gemälde und Zeichnungen von Thomas Lange kennen und erfahren, welche Texte den Künstler zu den Bildern angeregt haben. Eine Anmeldung unter Telefon 0931/38665600 ist erforderlich. (5 Zeilen/2710/0865) Führung durch die Sonderausstellung Würzburg (POW) Am Sonntag, 11. Juli, findet im Museum am Dom in Würzburg um 15 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Melodia Apocalittica“ statt. Sie zeigt Gemälde und Zeichnungen von Thomas Lange, die vom Apokalypse-Zyklus des Albrecht Dürer inspiriert sind. Daneben sind Terrakotten und Zeichnungen von Mutsuo Hirano zu sehen, die ebenfalls vom Text der Geheimen Offenbarung des Johannes angeregt sind. Die Führung durch die Ausstellung dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme daran kostet pro Person neben dem Eintritt zwei Euro. (6 Zeilen/2710/0866) Klosterfest der Franziskaner-Minoriten Würzburg (POW) Zum Klosterfest laden die Franziskaner-Minoriten in Würzburg am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juli, ein. Die Veranstaltung im Kreuzgarten findet zum siebten Mal statt. Das Fest beginnt am Samstag um 15 Uhr. Am Sonntag feiert um 9.30 Uhr Bruder Andreas Murk, der am 1. Mai zum Priester geweiht wurde, als Hauptzelebrant den Gottesdienst. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Weißwurstfrühstück. Ab 11.30 Uhr bieten die Brüder Mittagessen an. Der Reinerlös des Festes fließt in Renovierungsmaßnahmen des Klosters. (6 Zeilen/2710/0869) Dokumentationen Erklärung zur Aussage von Pfarrer Roland Breitenbach auf www.mainpost.de vom 30. Juni 2010 Die Diözese Würzburg weist die Aussage von Pfarrer Roland Breitenbach vom 30. Juni 2010 auf www.mainpost.de entschieden zurück, „der Vorgang ist ein Trick, um ihn loszuwerden“. Fakt ist: Am 29. Juni 2010 fand in Würzburg ein Gespräch zwischen Bischof Dr. Friedheim Hofmann, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Domkapitular em. Dr. Heinz Geist und Pfarrer Roland Breitenbach statt. Pfarrer Breitenbach, seit 1974 Pfarrer von Schweinfurt-Sankt Michael und seit 1968 in Schweinfurt tätig, ist gemäß den Vorgaben des Kirchenrechts altersbedingt verpflichtet, mit Erreichen des 75. Lebensjahrs dem Bischof seinen Rücktritt anzubieten. Das ist in wenigen Wochen der Fall. Bischof Hofmann wird Pfarrer Breitenbach folglich altersbedingt zum 1. September 2010 in den dauernden Ruhestand versetzen. Zum 1. November 2010 tritt dann der bisherige Dekan von Haßfurt, Pfarrer Joachim Morgenroth, seine neue Aufgabe an als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurt-Zentrum: Heilig Geist – Sankt Kilian – Sankt Michael. Ziel des Gesprächs war es, Pfarrer Breitenbach auch im Ruhestand eine pastorale Mitarbeit in Schweinfurt zu ermöglichen, da dort viele Menschen weiterhin den Kontakt mit ihm aufrecht erhalten wollen. Das Pfarrhaus von Sankt Michael wird ab 1. November 2010 für längere Zeit Dienstwohnung von Pfarrvikar Morgenroth, da das Pfarrhaus von Sankt Kilian im Rahmen eines Gesamtkonzepts für die kirchlichen Räume der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurt-Zentrum und des Stadtdekanats grundlegend saniert und umgebaut werden muss. Um Pfarrvikar Morgenroth einen reibungslosen Einzug in seine Dienstwohnung zu ermöglichen, ist es notwendig, dass diese rechtzeitig frei wird. Das ist ein völlig normaler Vorgang beim Wechsel oder der Ruhestandsversetzung eines Pfarrers. Umso unverständlicher ist die erste Reaktion von Pfarrer Breitenbach – zumal ihm die Diözese auch angeboten hat, bei der Suche nach einer neuen Wohnung in Schweinfurt-Zentrum behilflich zu sein, und bereits erste Mietobjekte in den Blick genommen hat. Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg (21 Zeilen/2710/0867; E-Mail voraus an Main-Post) Erklärung zum Bericht „Breitenbach bleibt“ in Main-Post vom 3. Juli 2010 Der künftige Pfarrvikar der Pfarrereiengemeinschaft „Schweinfurt-Zentrum: Heilig Geist – Sankt Kilian – Sankt Michael“, Pfarrer Joachim Morgenroth, hat bei seiner Entscheidung für den Wechsel von Knetzgau nach Schweinfurt sein Interesse an einem reibungslosen Übergang in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft gegenüber Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand betont. Dabei war von Morgenroth zunächst geplant, dass er als Dienstwohnung das Pfarrhaus Sankt Michael bezieht, da auf absehbare Zeit ein Einzug in die Pfarrhäuser von Sankt Kilian und Heilig Geist nicht möglich ist. In einem Gespräch mit dem Pfarrer von Sankt Michael, Roland Breitenbach, am 2. Juli 2010 zur Klärung der Situation entschied sich Morgenroth dann aber dafür, einer anderen Lösung zuzustimmen – auch im Wissen um die diözesane Regelung, die den Auszug eines pensionierten Pfarrers aus der Dienstwohnung vorsieht. Grund für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass Morgenroths Einzug in Sankt Michael mit allzu großen Konflikten belastet wäre. Die Folge dieser Absprache ist, dass der Pfarrvikar nicht in das Pfarrhaus von Sankt Michael zieht. Morgenroth wird sowohl mit den Verantwortlichen im Bistum wie auch mit Pfarrer Breitenbach, Stadtdekan Reiner Fries und den Mitarbeitern von Sankt Michael in den nächsten Wochen weitere Gespräche führen, um die Zeit des Übergangs zu regeln. In jedem Fall wird Pfarrer Roland Breitenbach laut Mitteilung der Diözese Würzburg aber nach Vollendung des 75. Lebensjahres zum 1. September 2010 in den Ruhestand versetzt, wie dies die kirchenrechtlichen Regelungen vorsehen und wie dies auch seit etwa zwei Jahren in mehreren Gesprächen zwischen Generalvikar Hillenbrand, dem damaligen Personalreferenten Domkapitular Dr. Heinz Geist und Pfarrer Breitenbach vereinbart worden ist. Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg (19 Zeilen/2710/0868; E-Mail voraus an Main-Post) P O W 27 - 18 - 07.07.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de