I N H A L T Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 Würzburg: Kiliani-Wallfahrt in Krisenzeiten 3-4 (Abschluss der Kiliani-Wallfahrt mit Familienfest) Würzburg: Heimat bei Gott 5 (Kiliani-Tag der Aussiedler und Vertriebenen mit Weihbischof Ulrich Boom) Würzburg: Urteil völlig unverständlich 6 (Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten) Würzburg: 55 Malteser-Busse unterwegs zum Dom 7 (Wallfahrtstag der Kranken und Behinderten erfordert logistischen Aufwand) Würzburg: Jungen Menschen bei ihren Fragen beistehen 8-9 (Bischof Hofmann verlieh 58 Frauen und Männern die Missio Canonica) Würzburg: Einzelsegen für rund 1300 Kinder 10 (Bischof Hofmann feiert Gottesdienst zum Tag der Kindergärten) Würzburg: Vorbilder in Sachen Liebe 11-12 (Tag der Ehejubilare für Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg) Würzburg: Mit offenen Armen empfangen 13 (Weihbischof Boom feiert Gottesdienst zum Tag der Kinder an Förderschulen) Würzburg: Siege und Niederlagen im Leben 14 (Wallfahrtsgottesdienst für Landkreise Bad Kissingen, Haßberge und Schweinfurt) Würzburg: „Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen“ 15 (Tag der Ehejubilare für Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt) Würzburg: „Der Hunger nach Gott ist da“ 16-17 (Kiliani-Tag der Orden und Weltmission) Würzburg: Drittklässler reisten per Schiff an 17 (Wallfahrtsgottesdienst für Karlstadt, Kitzingen, Lohr am Main und Ochsenfurt) Würzburg: Wallfahrer auf Hitze eingestellt 18 (Malteser-Hilfsdienst zieht ruhige Zwischenbilanz zur Kiliani-Wallfahrtswoche) Würzburg: Berichte, Fotos und Gästebuch der Kiliani-Wallfahrt im Internet 18 Berichte Würzburg: 300.000 Bände und 600 Zeitschriften 19 („Würzburger Kirchenopac“ freigeschaltet) Würzburg: Jubiläum bei sommerlicher Hitze 20 (Mitarbeitervertretung der Diözese Würzburg blickt auf 40 Jahre zurück) Aschaffenburg/Mainaschaff: „Weg der Hoffnung“ ausgezeichnet 21 (Agenda21-Preis der Stadt Aschaffenburg für von Pfarrer Otter gegründete Stiftung) Würzburg: Regionales Förderzentrum entsteht 22 (Halbzeit der Generalsanierung der Don-Bosco-Berufsschule) Würzburg: Täterarbeit ist Opferschutz 23 (Caritasverband bietet psychotherapeutische Betreuung von Sexualstraftätern an) Würzburg: Kunst wird lebendig 24 (Wichern-Schüler vermitteln im Museum am Dom das Thema Apokalypse) Kurzmeldungen Würzburg: Öffnungszeiten des Katechetischen Instituts in den Sommerferien 25 Euerfeld/Würzburg: Langjähriger Landvolkseelsorger Wöber verabschiedet 25 Würzburg: Vorgeschmack auf das Große Welttheater 25 Würzburg: Don-Bosco-Berufsschule beim Mitmach-Parcours zur Aids-Prävention 26 Würzburg: Fit für die neuen Medien 26 Personalmeldungen Würzburg: Dreimal Goldenes Weihejubiläum (Bischof Stangl weihte die Männer vor 50 Jahren in Würzburg zu Priestern) 27 Bad Kissingen/Heustreu: Pater Hermann Illig feiert Goldenes Priesterjubiläum 28 Obernburg/Goldbach/Röllbach/Hollstadt: Pfarrer i. R. Joseph Bachmann 95 Jahre alt 28 Passau/Röttingen/Wipfeld: Prälat Professor em. Dr. Karl Mühlek wird 80 Jahre alt 28 Strande/Würzburg: Militärdekan a. D. Prälat Peter Rafoth wird 70 Jahre alt 29 Würzburg/Waldaschaff/Klingenberg: Pfarrer Ball wechselt von Waldaschaff nach Klingenberg 29 Würzburg/Miltenberg/Sommerkahl: Kaplan Stolzenberger vorübergehend Administrator im Kahlgrund 29 Würzburg/Bad Neustadt/Fladungen/Nordheim: Kaplan Bak wird Pfarrvikar in Fladungen-Nordheim 30 Neustadt am Main/Walldürn: Ehemalige Generalpriorin Schwester de Lima Trunk gestorben 30 Veranstaltungen Würzburg: Führung mit Domkapitular Dr. Lenssen durch Sonderausstellung 31 Würzburg: Die Lebenszeit des Ruhestands gestalten 31 Dokumentation Erklärung von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (Würzburg) zur Neubesetzung des Augsburger Bischofsstuhles 32 Zusammenfassung der Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 Kiliani-Wallfahrt in Krisenzeiten Abschluss der Kiliani-Wallfahrt mit Familienfest – Rund 17.000 Menschen kommen zur Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 – Tage der Ehejubilare großer Renner Würzburg (POW) Die Krisen in Gesellschaft und Kirche haben die Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 bestimmt. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bezeichnete die aktuelle Lage der Kirche als sehr ernst. Dramatisch sei die Verabschiedung vieler Menschen von den Kirchen. Weihbischof Ulrich Boom sprach von gewaltigen Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft. „Wir spüren, dass wir an die Grenzen des materiellen und geistigen Vermögens herangekommen sind.“ Die Kirche müsse wieder Gott in die Mitte des Lebens stellen. Trotz Krise, trotz sommerlich heißer Temperaturen und trotz des spannenden Endspurts bei der Fußball-Weltmeisterschaft zog die Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 erneut die Katholiken in Unterfranken nach Würzburg: Rund 17.000 Menschen kamen zwischen 3. und 11. Juli zu Gottesdiensten in den Kiliansdom, wo die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zur Verehrung aufgestellt waren. Die Wallfahrtswoche stand ganz im Zeichen des Mottos „Komm, Herr Jesus – Maranatha“, eines Zitats aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes. 19 Pontifikalgottesdienste fanden statt, denen sich meist Gespräche und Begegnungen mit den Wallfahrern und den einzelnen Interessensgruppen anschlossen. Bei jedem Treffen der Wallfahrtswoche griffen Bischof Hofmann und Weihbischof Boom das Motto auf und ermutigten, dem Beispiel der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zu folgen. Der christliche Glaube habe eine Zukunft, weil Gott verheißen habe, dass er die Welt mit ihren Mängeln und Unzulänglichkeiten neu schaffen werde, sagte Bischof Hofmann. Gottvertrauen und Zusammenhalt legte Weihbischof Boom den Pilgern nahe. Überall, wo die Menschen Vertrauen in Gott und Menschen legten, holten sie ein Stück Himmel auf die Erde. Angesichts einer Welt, die zunehmend auseinanderfalle, gelte es, das Gesamte im Blick zu haben. Heftig kritisierte Bischof Hofmann das in der Wallfahrtswoche veröffentlichte Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik. „Es für mich völlig unverständlich, dass zur Zeit im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik Gentests an künstlich befruchteten Embryonen durchgeführt werden dürfen, die den Zweck haben, befruchtete Embryone, das heißt kleine Menschen, bei auffälligem genetischen Befund auszusondern, das heißt zu töten“, sagte er beim Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten. Mit einer Jugendwallfahrt und der Reliquienprozession von Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke zum Dom begann die Festwoche, mit einem internationalen Familienfest endete sie. „Unser Leben ist nicht zufällig, sondern wir leben, weil Gott das will und er uns liebt“, betonte Bischof Hofmann beim Familiengottesdienst am Sonntag, 11. Juli, im Kiliansdom vor rund 1000 Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Gläubigen aus aller Welt. Die Kinder und Jugendlichen rief er auf, wichtige Zeuginnen und Zeugen des Glaubens zu werden. „Jeder ist unverzichtbar.“ Ein buntes Familienfest sowie die Präsentation gemeinsamer Aktionen der katholischen Familienverbände rundeten den letzten Kiliani-Tag ab. Die meisten Pilger lockten die Tage der Ehejubilare, die erstmals auf drei Gottesdienste verteilt waren. Insgesamt kamen rund 3500 Frauen und Männer in den Dom, um ihr silbernes, goldenes oder diamantenes Ehejubiläum mit Bischof Hofmann zu feiern und sich segnen zu lassen. „Sie alle verkörpern erfüllte Hoffnungen auf eine geglückte Liebes- und Ehegemeinschaft“, dankte der Bischof den Ehejubilaren. Für ihn gehörten die Tage der Ehejubilare zu den beglückenden Erfahrungen der Kiliani-Wallfahrtswoche. Die Ehejubilare machten beeindruckend deutlich, dass das Modell Ehe nicht aus der Mode kommen dürfe, weil es die Verbindung zum Geheimnis Gottes schlage. Besonders große Resonanz fanden auch die Tage der katholischen Schulen, der Förderschulen und der Kindergärten. Aus den Maria-Ward-Schulen in Aschaffenburg und Würzburg kamen 2100 Schülerinnen mit ihren Lehrkräften. Der Malteser-Hilfsdienst hatte dabei alle Hände voll zu tun: Etwa 45 Mädchen suchten wegen Kreislaufbeschwerden oder Kopfschmerzen Hilfe. Die Sanitäter gaben Wasser aus und errichteten ein kleines Bettenlager im Sanitätsraum, damit sich die Schülerinnen erholen konnten. Die rund 600 Förderschüler mit ihren Lehrern und Betreuern aus allen Regionen des Bistums zeigten bei ihrem Kiliani-Tag, welch große Bedeutung die katholische Kirche in Unterfranken als Träger dieser Schulen für benachteiligte Kinder und Jugendliche hat, deren Start ins Leben viele Hilfen benötigt. Die jüngsten Wallfahrer, rund 1300 Kindergartenkinder aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld, begrüßte Bischof Hofmann am Domportal zum Tag der Kindergärten. Mehrmals wiederholte er mit den Kindern die Namen der Frankenapostel, „damit ihr euren Eltern heute Abend daheim erzählen könnt, wie die drei heißen, denen wir in Franken unseren Glauben verdanken“. Wie immer volles Haus war beim Tag der Politiker und Ratsmitglieder angesagt. Erfreulich war heuer, dass Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Schweinfurts neuer Oberbürgermeister Sebastian Remelé sowie zahlreiche Landräte, Abgeordnete und Bürgermeister zum Kilianitreffen kamen. Entschieden warnte Weihbischof Boom dabei vor einem Schönreden angesichts von Schuld, Versagen und Vergehen in der Kirche. „Der Raum des Glaubens, die Kirche, ist auch keine heile Welt, das haben wir in den letzten Wochen und Monaten übermächtig erlebt. Da hilft kein Schönreden, eher das Einsehen, dass wir Menschen sind mit Schwächen und Fehlern, nicht heilig, sondern auf dem Weg zur Heiligkeit“, betonte er vor den Politikern. Zur Tradition der Festwoche gehörte die Verleihung der kirchlichen Lehrbefugnis „Missio canonica“. Bischof Hofmann beauftragte 58 Religionslehrerinnen und -lehrer. Einen Großeinsatz hatten Caritas und Malteser am Tag der Kranken und Behinderten. Rund 400 Kranke und Behinderte mussten aus allen Regionen der Diözese nach Würzburg gebracht und dort betreut werden. Zu den Quellen ihres Glaubens kehren traditionell die Missionsleute aus der Diözese in der Kiliani-Woche zurück. Die rund 400 Ordens- und Missionsleute rief der Bischof auf, die Botschaft Jesu ohne Abstriche zu leben. Trachten und Fahnenabordnungen prägten das Bild beim Tag der Aussiedler und Vertriebenen. Gut besucht waren nach wie vor die drei Wallfahrtsgottesdienste für die 21 Dekanate. Mit Schiffen kamen junge Pilger aus Retzbach sowie aus dem Dekanat Ochsenfurt. In bewährter Weise betreuten auch dieses Jahr wieder die Frauen und Männer vom Malteser-Hilfsdienst die Kiliani-Pilger. Vor allem machte heuer die große Hitze den Pilgern zu schaffen. Ein Pilger musste nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kollekte der Gottesdienste war für den kirchlichen Wiederaufbau in Haiti bestimmt. Tröstende Worte gab Weihbischof Boom schließlich allen Fans der deutschen Nationalmannschaft nach der WM-Halbfinalniederlage gegen Spanien mit auf den Weg: „Im Leben gibt es nicht nur Siege, sondern häufig auch Scheitern.“ (75 Zeilen/2810/0897; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Heimat bei Gott Tag der Aussiedler und Vertriebenen mit Weihbischof Ulrich Boom in der Neumünsterkirche – Brennende Kerzen erinnern an Herkunftsregionen Würzburg (POW) Mit Trachtengruppen und Fahnenabordnungen ihrer Landsmannschaften haben rund 300 Aussiedler und Vertriebene ihren Kiliani-Wallfahrtstag am Samstag, 10. Juli, bei einem Pontifikalamt mit Weihbischof Ulrich Boom und einer ökumenischen Kiliansandacht in der Neumünsterkirche gefeiert. Weihbischof Boom legte den Gläubigen nahe, in sich die Sehnsucht wachzuhalten, dass der Mensch nicht auf der Erde zuhause sei, sondern dessen Heimat bei Gott sei. Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan hätten gewusst, dass sie nicht in dieser Welt zuhause seien, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Gottvertrauen und Zusammenhalt hätten ihnen Mut und Kraft gegeben, ihre Heimat zu verlassen. „Sie wussten: Das kann nicht alles sein. Es muss ein Mehr an Leben geben, das wir uns nicht selber geben können.“ Auch heute gebe es keine absoluten Sicherheiten – weder bei der Rente, noch in allen Notlagen, noch in den menschlichen Beziehungen. „Sicher ist nur der Tod.“ Den Wallfahrern riet der Weihbischof, in den Unsicherheiten des Lebens Gottvertrauen zu haben und zusammenzuhalten. Die Kirche müsse in der aktuell schwierigen Lage neu lernen, Gott wieder zur Mitte und zum Zentrum des Lebens zu machen. Zur Gabenbereitung trugen die meist mit Trachten ihrer Herkunftsregion bekleideten Heimatvertriebenen und Aussiedler zwölf Kerzen mit den Wappen und den Namen ihrer alten Heimat zum Altar. Weihbischof Boom entzündete die Kerzen, die dann während der Eucharistiefeier neben dem Altar brannten. Der Wallfahrtstag klang mit einem kulturellen Programm im Kreuzgarten des Doms und einer ökumenischen Andacht am Nachmittag in der Neumünsterkirche aus. Das Kulturprogramm gestalteten die Wetschehauser Tanzgruppe der Banater Schwaben, die Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen, die Jugendtanzgruppe der Deutschen aus den östlichen Ländern, der Chor der Oberschlesier sowie Alfred Kipplinger und Christian Kuznik mit Liedern. Die Gottesdienste umrahmte Iva Slancová musikalisch an der Orgel der Neumünsterkirche. bs (POW) (22 Zeilen/2810/0895; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Urteil völlig unverständlich Bischof Dr. Friedhelm Hofmann kritisiert beim Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik – Großeinsatz für Caritas und Malteser-Hilfsdienst – 55 Transportfahrzeuge aus allen Regionen der Diözese unterwegs nach Würzburg Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik heftig kritisiert. „Es ist für mich völlig unverständlich, dass zur Zeit im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik Gentests an künstlich befruchteten Embryonen durchgeführt werden dürfen, die den Zweck haben, befruchtete Embryone, das heißt kleine Menschen, bei auffälligem genetischen Befund auszusondern, das heißt zu töten“, sagte er beim Pontifikalgottesdienst zum Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten am Samstag, 10. Juli, im Würzburger Kiliansdom. Nach den Worten des Bischofs besteht die große Gefahr, dass Tür und Tor zur Herrschaft des Menschen über den Menschen geöffnet werden. Nicht nur mit Bedauern, sondern mit Protest müssten Christen solchen Schritten wehren. „Unser Grundgesetz schützt zwar die Unantastbarkeit menschlichen Lebens, aber bei der Präimplantationsdiagnostik versagt das Gesetz, da hier die Menschenwürde des Schwächsten, weil Kleinsten freigegeben wird. Die Würde des Menschen muss vom ersten Augenblick bis zum letzten Atemzug geschützt werden“, unterstrich Bischof Hofmann. Die unantastbare menschliche Würde gelte für alle: Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Weiße und Schwarze, Arme und Reiche. Zu den rund 400 Kranken und Behinderten sagte er weiter, dass gerade Kranken leicht die Versuchung überfallen könne, mit Gott zu hadern und an seiner Liebe zu zweifeln. Es sei schwer, an die Liebe Gottes zu glauben, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen werde – das gelte für kranke Menschen genauso wie für deren Pflegerinnen und Pfleger, Eltern und Verwandte. Kranke Menschen könnten viel Segen in die Welt bringen. „Nicht die, die sich gesund, erfolgreich, wohlhabend und jung vorkommen sind diejenigen, die wahrhaft leben, sondern diejenigen, die im Vertrauen auf Gottes Hilfe ihre Leiden zum Segen für andere werden lassen.“ Den haupt- und ehrenamtlichen Betreuern der Kranken und Behinderten dankte der Bischof für das Engagement. „Wir können nicht nur vom liebenden Gott reden, sondern wir müssen als seine Hände und Füße ihn in dieser Zeit durch unseren Einsatz sichtbar machen.“ Bei dem besonderen Gottesdienst in der Kiliani-Woche war der Einsatz von weit über 100 Helferinnen und Helfern von Caritas und Malteser-Hilfsdienst (MHD) gefordert: Die Bänke in den Seitenschiffen des Kiliansdoms wurden bereits am Vorabend entfernt. Etwa 55 Malteser-Busse brachten Kranke und Behinderte aus Aschaffenburg und Kitzingen, aus den Haßbergen und der Rhön, aus Marktheidenfeld und Würzburg zum Dom. „Bei den hohen Temperaturen ist der Tag für die Teilnehmer sehr anstrengend“, sagte der Würzburger MHD-Stadtbeauftragte, Klaus-Dieter Bopp. Am Dom wurden die Pilger von Helfern empfangen und zu den Plätzen im leergeräumten Querschiff begleitet. Caritas und Malteser sorgten schließlich nach dem Wallfahrtsgottesdienst für die Stärkung der kranken und behinderten Pilger. Die freiwilligen Helfer der Caritas verteilten Würstchen und Brötchen sowie Gebäckteile, Kaffee und Tee, dazu Kaltgetränke. Dazu spielte die Blaskapelle Gropp besinnliche Weisen. Auch während des Gottesdienstes wurde den Gläubigen immer wieder Wasser gereicht. Die Messfeier gestalteten außerdem die Bewohner des Eisinger Sankt-Josefs-Stifts als Altardienst mit, die Eisinger Veeh-Harfengruppe spielte geistliche Weisen. Die weitere musikalische Gestaltung lag bei Domorganist Professor Stefan Schmidt. bs (POW) (37 Zeilen/2810/0896; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet 55 Malteser-Busse unterwegs zum Dom Kiliani-Wallfahrtstag der Kranken und Behinderten am Samstag, 10. Juli, erfordert großen logistischen Aufwand – Speisung der Kranken im Kiliansdom Würzburg (POW) Etwa 55 Malteser-Busse sind am Samstag, 10. Juli, in ganz Unterfranken unterwegs, um weit über 300 Kranke und Behinderte zur Kiliani-Wallfahrt in den Würzburger Dom zu bringen. „Wir tun das aus alter Tradition“, erklärt der Würzburger Stadtbeauftragte des Malteser-Hilfsdienstes (MHD), Klaus-Dieter Bopp. Begleitung und Betreuung von Pilgern und die Hilfe für Bedürftige sei Jahrhunderte alte Aufgabe der Malteser. Höhepunkt der Krankenwallfahrt ist der Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann um 10.30 Uhr. Die teilnehmenden Menschen mit Behinderung schätzen die Feier sehr. Ohne die Unterstützung der Malteser hätten sie meist nicht die Möglichkeit, überhaupt nach Würzburg zu den Häuptern der Frankenapostel zu kommen. Für die eingesetzten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird nach Malteser-Angaben „an diesem Tag unser Leitsatz ‚Bezeugen des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen’ so unmittelbar greifbar“. Die Kranken und Behinderten werden in Aschaffenburg und Kitzingen, in den Haßbergen und der Rhön, in Marktheidenfeld und Würzburg abgeholt. Für manchen beginnt so der Wallfahrtstag bereits sehr früh, wenn um acht Uhr morgens die Malteser vor der Tür stehen. „Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen kann der Tag für die Teilnehmer dann sehr anstrengend sein“, sagt Bopp. Am Dom werden die Pilger von anderen Malteserhelfern empfangen und zu den Plätzen im leergeräumten Querschiff begleitet. Große Bedeutung kommt für viele Kranke und Behinderte nach dem Pontifikalamt der persönlichen Begegnung mit Bischof Hofmann zu. Dazu wird den Wallfahrern eine Kleinigkeit zur Stärkung gereicht. Mit der Speisung im Dom folgen Caritas und Malteser einer alten Pilgertradition, die in der Form in Deutschland wohl einzigartig ist. „Wir haben 900 Würstchen mit Brötchen, 600 Hörnchen, etwa 400 Liter Kaltgetränke und etwa 250 Liter Kaffee und Tee vorbereitet“, erzählt Stadtbeauftragter Bopp von den Vorarbeiten zur Krankenwallfahrt. Schließlich wollen ja nicht nur die seelischen, sondern auch die leiblichen Bedürfnisse gestillt werden. Daher werden die Malteser auch während des Gottesdienstes den Gläubigen immer wieder Wasser anbieten, denn die Erfahrung zeige, dass „Kranke und Menschen mit Behinderung gerade bei Aufregung nicht ausreichend trinken“, betont Bopp. Bei der Krankenwallfahrt sind weit über 100 ehrenamtliche Malteserhelfer und Caritasmitarbeiter im Einsatz, um gemeinsam den Teilnehmern einen möglichst reibungslosen und ereignisreichen Wallfahrtstag bieten zu können: als Fahrer der Busse, als Helfer beim Ausräumen des Querschiffes am Freitagabend, beim Parkplatzdienst auf dem Paradeplatz, beim Aussteigen aus den Bussen und dem Begleiten in den Dom, als Sanitäter, Logistiker oder Mitglied der Betreuungseinheit, die die Speisen und Getränke vorbereitet. Außerdem sind ein Rettungswagen, ein Krankenwagen sowie verschiedene Logistikfahrzeuge vor Ort. Wegen der über 55 Fahrzeuge, die die Teilnehmer nach Würzburg transportiert werden, weisen die Malteser darauf hin, dass am Samstag, 10. Juli, der Paradeparkplatz, einschließlich der Parkplätze entlang der Ärztekammer, sowie der Kardinal-Döpfner-Platz vom frühen Morgen bis zum Nachmittag gesperrt sind. (37 Zeilen/2810/0885; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Jungen Menschen bei ihren Fragen beistehen Bischof Dr. Friedhelm Hofmann sendet am Tag der Verantwortlichen in Erziehung und Schule 58 Frauen und Männer aus – Uraufführung der Kiliansmesse von Stettler und Ernst durch Montiverdichor Würzburg (POW) 50 Frauen und acht Männern hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Freitagabend, 9. Juli, beim Kiliani-Tag der Verantwortlichen in Erziehung und Schule die Missio Canonica verliehen. Bei einer Eucharistiefeier mit rund 550 Gläubigen im Kiliansdom rief er die Pädagoginnen und Pädagogen dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass Glaube, Kultur und Leben einander durchdringen. Gemeinsam mit Schulreferent Domdekan Monsignore Günter Putz übergab der Bischof den neuen Religionslehrern dieses Schuljahres die Beauftragungsurkunden. Für Förderschulen wurden ausgesandt: Julia Fersch (Höchberg), Andrea Haering (Schweinfurt), Christoph Hein (Würzburg), Anja Schlegel (Würzburg) und Stefan Wüst (Hösbach). Für das Lehramt an Grundschulen wurden ausgesandt: Petra Bauer-Wischang (Waigolshausen), Maria Gabel (Würzburg), Julia Hofmann (Würzburg), Elke Krzyzak (Aschaffenburg) und Susanne Rüth (Untersteinbach). Für den Religionsunterricht an Grund- und Hauptschulen beauftragt wurden: Eva Gebauer (Hösbach), Christine Meister (Estenfeld), Monika Schrauth (Kürnach), Barbara Härth (Leinach), Nicole Hartmann (Dittelbrunn), Kilian Steigerwald (Kleinkahl), Annabelle Zrnic (Aschaffenburg), Laura Martin (Ebelsbach) und Claudia Wehner (Maßbach). Die Missio Canonica für den Unterricht an Grund-, Haupt- und Förderschulen erhielten Regina Großmann (Erlenbach) und Petra Kemmer (Würzburg). An Hauptschulen dürfen künftig Religionsunterricht erteilen: Tim Bachmann (Heimbuchenthal), Melanie Becker (Würzburg), Christina Bitsch (Werneck), Alexander Ködel (Neuendorf), Nicole Krumb (Aschaffenburg), Nicole Krusta (Aschaffenburg), Stefanie Leibold (Mainhausen), Magdalena Machacek (Würzburg), Manuela Müller (Karlstadt), Katharina Sachs (Würzburg), Lisa-Marie Roßdeutscher (Würzburg), Clarissa Scheiding (Haßfurt), Nadine Stürmer (Hösbach), Sabine Steineck (Eltmann).und Benjamin Weber (Hohenroth/Landkreis Rhön-Grabfeld). Die Missio Canonica für Realschulen haben: Stefanie Hinterbrandner (Bad Kissingen), Isabel Konrad (Haibach), Julia Leisinger-Bläser (Nürnberg), Sabrina Staubach (Neuhof), Julia Alt (Schwarzach), Michaela Bauer (Kürnach), Silvia Hanna (Eggolsheim), Nina Heusinger (Wertheim), Christina Kraus (Neunburg), Melanie Marshaus (Martkheidenfeld), Christina Paulus (Mömbris), Kathrin Pfister (Würzburg), Katja Seelig (Kist) und Anne Wagenhäuser (Riedbach). Zum Dienst als Religionslehrer an Gymnasien wurden beauftragt: Nadine Buller (Marktheidenfeld), Katharina Döhner (Würzburg), Barbara Guggenberger (Würzburg), Klaus Hanisch (Würzburg), Felicitas Hofmann (Würzburg) und Tobias Kober (Mönchstockheim) sowie Raphaela Richter (Würzburg). In seiner Predigt erzählte der Bischof von der Erfahrung der quirligen und lebendigen Schar von Kindergartenkindern, die am Morgen den Dom gefüllt hatte. Sie habe ihm gezeigt, wie sehr es wichtig sei, diesen Kindern den Weg zum Glauben zu bahnen und ihnen eine Tür zur persönlichen Glaubenserfahrung zu öffnen. Religionsunterricht müsse die Möglichkeit bieten, selbständig Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen zu erwerben, wolle er den Lebensnerv junger Leute treffen, betonte Bischof Hofmann. „Sie, liebe Schwestern und Brüder, haben sich dankerswerter Weise zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen bei ihren Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens helfend beizustehen.“ Lehrer seien in der Begegnung mit den Schülern „Zeugen des Glaubens“. Die Konfessionalität des katholischen Unterrichts werde nicht nur von den Inhalten, sondern auch von den Lehrenden bestimmt, unterstrich Bischof Hofmann. Die religiöse Bildung solle nicht additiv der säkularen hinzugefügt werden, sondern auf sie bezogen und mit ihr verbunden werden. „Letztlich ist damit das für eine christliche Lebensorientierung zentrale Verhältnis von Glaube und Wissen, von Glaube und Vernunft angesprochen, das unserem Heiligen Vater besonders am Herzen liegt“, betonte der Bischof. Gleichzeitig dankte er den Frauen und Männern in Erziehung und Schule für ihren nicht immer leichten Dienst. „Gerade in den vergangenen Monaten mit dem Aufdecken sexueller Übergriffe auch im kirchlichen Umfeld dürften Sie sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei Ihren Kolleginnen und Kollegen keinen leichten Stand gehabt haben.“ Bischof Hofmann betonte, dass die Kirche sich um eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle bemühe und durch Selbstreinigung neues Vertrauen aufbauen wolle. „Mich tröstet in diesem Zusammenhang die schonungslose Schilderung von Schuld und Schuldigwerden in der Offenbarung des Johannes.“ Umso intensiver könne er daher in den Bittruf einstimmen, der über der gesamten Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 steht: „Komm, Herr Jesus – Maranatha!“ Für die musikalische Gestaltung sorgte der Monteverdichor Würzburg unter der Leitung von Matthias Beckert. Zusammen mit Klaus Wangorsch (Trompete), Matthias K. Ernst (Klarinette), Paul Schmandt (Kontrabass), Rüdiger Moegen (Klavier) und Thomas Schäfer (Schlagzeug) brachten sie in Uraufführung die Messe „Kilian“ von Franz Josef Stettler (Text) und Matthias K. Ernst (Musik) zum Erklingen. Die Orgel spielte Domorganist Professor Stefan Schmidt. (56 Zeilen/2810/0893; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Bildergalerie abrufbar im Internet Einzelsegen für rund 1300 Kinder Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Gottesdienst zum Tag der Kindergärten – Prozession von Sankt Burkard in den Kiliansdom – Kindergärten aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld Würzburg/Bad Neustadt/Bad Kissingen/Haßfurt (POW) Von der alten Mainbrücke bis zum Domportal hat am Freitag, 9. Juli, die Prozession der Kindergartenkinder bei der Kiliani-Wallfahrt der Kindergärten durch die Würzburger Innenstadt gereicht. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann segnete die rund 1300 Kinder und ihre mehr als 250 Begleiterinnen und Begleiter aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld am Haupteingang. Über 20 Minuten dauerte es, bis alle den Dom betreten hatten. Dort gestaltete der Bischof mit den kleinen Wallfahrern einen kindgerechten Gottesdienst. Kurzerhand saßen viele auf dem Boden und auf den Treppenstufen, weil kein regulärer Sitzplatz mehr zu bekommen war. Nach der Wort-Gottes-Feier segnete der Bischof gemeinsam mit Mitgliedern des Domkapitels und weiteren Priestern und Diakonen jedes Kind einzeln. Im Innenhof des Domkreuzgangs stärkten sich die kleinen Kiliani-Wallfahrer bei Würstchen, Brötchen und Limonade, ehe sie wieder nach Hause fuhren. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Domorganist Professor Stefan Schmidt und Schulorchester und Chor der Maria-Ward-Realschule Würzburg unter der Leitung von Schwester Raphaele Schmidt. 20 Frauen und Männer des Diözesan-Caritasverbands sorgen für den reibungslosen Ablauf. Um die Verpflegung kümmerte sich das Team des Sankt Burkardus-Hauses. Ein Kamerateam des Bayerischen Fernsehens begleitete die Wallfahrt. „Ich bin sehr froh, dass ihr heute alle hierher gekommen seid“, begrüßte Bischof Hofmann die Kindergartenkinder im Dom. In einem szenischen Spiel erlebten die Kinder nach, wie Jesus den blinden Bartimäus heilte, den Zöllner Zachäus zur Umkehr brachte und die 5000 speiste. Anschließend las der Bischof den Kindern das Evangelium von den Emmaus-Jüngern vor. „Auch heute ist Jesus mitten unter uns: in seinem Wort, im eucharistischen Brot und in der Gemeinschaft untereinander“, erläuterte Bischof Hofmann in seiner Predigt. Kilian, Kolonat und Totnan hätten diesen Glauben bezeugt und nach Franken gebracht. „An sie erinnern wir in dieser Woche besonders.“ Anschließend wiederholte er mehrmals mit den Kindern die Namen der Frankenapostel, „damit ihr euren Eltern heute Abend daheim erzählen könnt, wie die drei heißen, denen wir in Franken unseren Glauben verdanken.“ Mit Bussen waren die Kindergärten am frühen Vormittag aus der Rhön und aus den Haßbergen nach Würzburg angereist und dann vom Viehmarkt aus zur Pfarrkirche Sankt Burkard marschiert. Dort begrüßte Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, die Wallfahrer und erteilte ihnen den Pilgersegen. Abgesichert von der Polizei setzte sich der Tross bei sommerlicher Hitze in Richtung Dom in Bewegung, angeführt von Kreuz und Kirchenfahnen. „Kindergärten haben in der Pfarrei eine große Bedeutung, weil wir eine wichtige Kontaktstelle zu Familien und Kindern haben“, sagte Dekan Thomas Keßler aus Bad Kissingen. Das Personal habe eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe und bedürfe deswegen besonderer Zuwendung. Pfarrer Jürgen Schwarz von der Pfarreiengemeinschaft Saalethal betonte, dass der Kindergarten ein wichtiger Ort sei, ein positives Bild von Kirche zu vermitteln und die Botschaft Jesu zu Gehör zu bringen. „Eine Veranstaltung wie diese Wallfahrt hebt sich ab vom üblichen Sonntagsgottesdienst und macht den Glauben auf ganz andere Art anschaulich“, sagte Pfarradministrator Dr. Jose Thomas Karickal von der Pfarreiengemeinschaft Um den Findelberg. Das Erleben von Dom, Wallfahrtsweg und Treffen mit dem Bischof sei sicherlich etwas, an das sich die Kinder noch lange erinnern werden. Ein sehr zufriedenes Resümee zog auch Petra Eitzenberger vom Diözesan-Caritasverband, die zusammen mit ihrem Kollegen Michael Deckert die Veranstaltung organisierte. „Nur ganz so heiß hätte es nicht unbedingt sein müssen“, sagte sie schmunzelnd. (41 Zeilen/2810/0891; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Bildergalerie abrufbar im Internet Vorbilder in Sachen Liebe Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Gottesdienst mit Ehejubilaren aus den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg sowie der Stadt Aschaffenburg – Paare erneuern Eheversprechen und verraten Erfolgsgeheimnis Würzburg/Aschaffenburg/Miltenberg (POW) Rund 800 Frauen und Männern aus der Stadt Aschaffenburg und den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg haben am Donnerstagabend, 8. Juli, bei einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann für 25, 50 und 60 Ehejahre gedankt. „Sie alle verkörpern erfüllte Hoffnungen auf eine geglückte Liebes- und Ehegemeinschaft“, würdigte der Bischof die Ehejubilare. Bei der Erneuerung ihres Eheversprechens waren viele Paare zu Tränen gerührt. Zusammen mit Weihbischof Ulrich Boom, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Mitgliedern des Domkapitels und weiteren Priestern und Diakonen erteilte Bischof Hofmann am Schluss der Feier den Jubelpaaren den Einzelsegen. „Wirklich gelebte Liebe ist wie ein Frühlingserwachen im oft kalten Winter unserer Zeit.“ Mit diesem Sprachbild beschrieb Bischof Hofmann seine Freude über die große Schar der Ehepaare, die sich jahrzehntelang die Treue hielten. Für ihn gehörten die Tage der Ehejubilare zu den beglückenden Erfahrungen der Kiliani-Wallfahrtswoche. Die Ehejubilare machten beeindruckend deutlich, dass das Modell Ehe nicht aus der Mode kommen dürfe, weil es die Verbindung zum Geheimnis Gottes schlage. So sei weder der Eheabschluss ein nur rein privates Geschehen, noch das Scheitern einer christlichen Ehe nur für die Betroffenen eine Katastrophe. „Das Ehepaar, das durch die Gemeinschaft mit seinen Kindern eine Familie wird, lebt eine christliche Berufung, die zu einem eindringlichen und beglückenden Zeichen der Liebe Gottes zu uns wird.“ Gleichzeitig erinnerte der Bischof daran, dass heute viele Liebesbeziehungen zerbrächen. Die steigende Zahl von Ehescheidungen, die Infragestellung einer christlichen Ehe und die damit verbundene Suche nach ungebundenen Beziehungen ließen viele junge Menschen nicht mehr den Weg zur sakramentalen Eheschließung finden. „Bei der heute um sich greifenden Orientierungslosigkeit brauchen junge Menschen das Beispiel geglückter Lebens- und Ehevollzüge“, sagte Bischof Hofmann. Damit sei keineswegs gesagt, dass die oft große Not zerbrochener Ehen nicht der Aufmerksamkeit, des Mitleids und der Anteilnahme der Kirche bedürfe. „Junge Menschen aber, die sich orientieren wollen, brauchen dringend konkrete Vorbilder.“ Zu Beginn der Feier gossen Ehepaare symbolisch Wasser in sechs Krüge, die auf einzelne Eigenschaften hinwiesen: Liebe, Achtsamkeit, Freude, Geduld, Vergebung und Treue. „Die mit Wasser gefüllten Krüge symbolisieren das, was wir einbringen können, damit wir und andere unsere Beziehungen als wohltuend erleben“, sagte Diözesanfamilienseelsorger Domvikar Stephan Hartmann. Nach der Predigt erneuerten die Jubelpaare ihr Eheversprechen und sagten erneut Ja zueinander: „Wir wollen einander achten und ehren; wir wollen unserer Liebe Raum geben zwischen uns und die schönen und schweren Stunden miteinander teilen. Wir wollen gemeinsam Sorge tragen für die Menschen, die Du, guter Gott, uns anvertraust“, hallte es durch den Kiliansdom. Geglückte und zerbrochene Ehen schlossen die Jubelpaare in ihre Fürbitten ein. So beteten die Frauen und Männer auch für alle, deren Beziehung verheißungsvoll begonnen hat, aber trotz guten Willens heillos gescheiter ist, und für die Menschen, die den Tod des Ehepartners betrauerten. Emotionaler Höhepunkt war schließlich das gemeinsame Danklied „Nun danket alle Gott“ und der anschließende Einzelsegen für jedes Paar. Das Gelingen einer Ehe, die über 25, 50 oder 60 Jahre bestand hat, umschrieben die Jubilare ganz unterschiedlich: „Der Wille zum Zusammenbleiben und Toleranz sind wichtig. Man sollte den Partner so sein lassen, wie er ist“, riet Bettina Sickenberger (49) aus Aschaffenburg. Ihr Mann Bernd (52) gab sein eigenes Erfolgsrezept für 25 gemeinsame Ehejahre preis: „Immer das machen, was die Frau will“, sagte er schmunzelnd. Die Goldhochzeiter Maria (75) und Walter Trunk (75) aus Miltenberg ließen sich in ihrer Ehe stets von ihrem christlichen Glauben leiten. „Wir reden viel miteinander und gehen in den Gottesdienst“, berichtete Maria Trunk. Bei einem Streit sei es wichtig, sich vor dem Einschlafen wieder zu versöhnen. Dem Partner Freiräume zu lassen, sei ebenfalls notwendig, erläuterten die zwei. Schreiner Walter Trunk habe immer seine Werkstatt als Rückzugsort, wo er sich auch mal austoben könne. Seit 60 Jahren halten sich Josefine (83) und Richard Huth (85) aus Kahl am Main die Treue. „Wir haben immer zusammengehalten und sind dankbar, dass wir dieses Jubiläum erleben dürfen“, betonte das Paar. Bei ihrer Eheschließung in der Nachkriegszeit sei vieles schlechter gewesen als heute. Deshalb könnten sie vielleicht auch in der Ehe mit Problemen gelassener umgehen, als jüngere Generationen. Elisabeth (64) und Adolf Rehak (69) aus Obernburg feierten zwar kein Jubiläum, können aber dennoch bereits auf 39 gemeinsame Ehejahre zurückblicken. Adolf Rehak erlebte den Tag der Ehejubilare bereits mehrmals als Busbegleiter. „Beim Erklingen der Orgel im Dom bekomme ich immer eine Gänsehaut“, sagte der Vater von vier Kindern. Das allerwichtigste in einer Partnerschaft sei eine gute Kommunikation: „Wenn das Gespräch verstummt, ist die Ehe tot!“ ksc (POW) (55 Zeilen/2810/0890; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Bildergalerie abrufbar im Internet Mit offenen Armen empfangen Weihbischof Ulrich Boom feiert Gottesdienst zum Tag der Kinder und Jugendlichen an Förderschulen – Großbildleinwand und Blasmusik Würzburg/Aschaffenburg/Bad Kissingen/Haßfurt/Riedenberg/Karlstadt/Marktheidenfeld (POW) Das Evangelium wird szenisch dargestellt. Die Gläubigen springen und klatschen bei den Liedern mit. Und Weihbischof Ulrich Boom nimmt sich beim Einzug wie beim Auszug viel Zeit, um Hände zu schütteln und ein gutes Wort zu sagen. Es ist manches ein wenig anders an diesem Donnerstagmorgen, 8. Juli, im Kiliansdom als in den anderen Gottesdiensten der Kiliani-Wallfahrtswoche. Rund 600 Kinder und Jugendliche, Lehrer und Betreuer füllen das Hauptschiff des Doms. Viele Rollstühle und gelbe Armbinden mit drei schwarzen Punkten lassen erkennen: Es ist der Tag der Kinder und Jugendlichen an Förderschulen. Angereist sind Schüler der Comenius-Schule aus Aschaffenburg, der Saaletal-Schulen Bad Kissingen und Hammelburg, der Franz-Ludwig-von-Erthal-Schule aus Haßfurt, der Sankt-Martin-Schule aus Kitzingen, der Katharinen-Schule Fuchsstadt, der Sankt-Martin-Schule Riedenberg, der Leo-Weismantel-Schule Karlstadt, der Franz-von-Prümmer-Schule Bad Kissingen, der Sankt-Kilian-Schule Marktheidenfeld, außerdem Schüler der Würzburger Einrichtungen Blindeninstitut, Körperbehinderten-Zentrum Heuchelhof, des Sonderpädagogischen Förderzentrums und der Don-Bosco-Berufsschule. Die Schüler der Würzburger Christopherus-Schule sind als echte Fußpilger in den Dom gekommen. „Einfach Spitze, dass du da bist“, hallt das Eingangslied durch die Kathedrale. Die Kinder und Jugendlichen klatschen mit erhobenen Händen mit, einige tanzen in den Kirchenbänken. Mit großem Applaus quittieren sie, dass Diakon Toni Barthel jede Schule namentlich begrüßt. Damit auch in den hinteren Reihen alle gut das Geschehen verfolgen können, wird mittels Videokamera das Wichtige auf eine große Leinwand im Altarraum übertragen. So sehen alle die szenische Darstellung der Geschichte vom verlorenen Sohn, die Schüler des Würzburger Zentrums für Körperbehinderte einstudiert haben. Markus Rummel untermalt das Geschehen mit Orgelmusik. Zum Beispiel wenn der verzweifelte Sohn sein letztes Hab und Gut – Handy und Laptop – gegen Brot und Wasser eintauscht, ehe er wenig später reumütig in die Arme seines Vaters zurückkehrt. „Wie oft sind wir wie der Sohn, der alles haben will und hinaus zieht in die weite Welt“, sagt der Weihbischof in seiner Predigt. Normalerweise würde jeder Vater den Sohn wegschicken, der seinen Erbteil verprasst hat. „Jesus stellt uns Gott in diesem Gleichnis aber als einen Vater vor, der den Sohn nicht nur mit offenen Armen empfängt, sondern ihm gleich noch eine neue Scheckkarte samt PIN gibt.“ Dann wünscht er allen im Dom immer wieder die Erfahrung eines liebenden und fürsorglichen Gottes. Schüler der Christopherus-Schule und des Blindeninstituts sprechen Fürbitten. Das Vaterunser mit dem ganzen Körper beten Jungen und Mädchen der Leo-Weismantel-Schule vor. Mit dem Segen und dem Lied „Halte zu mir, guter Gott“ endet der Gottesdienst, den das Orchester der Dorfgemeinschaft Hohenroth (Landkreis Main-Spessart) unter Leitung von John Walkowiak musikalisch umrahmt. Aus dem Innenhof des Domkreuzgangs hallt nach dem Schlussakkord der Domorgel schon Blasmusik: Die Lebenshilfe-Blaskapelle aus Augsfeld (Landkreis Haßberge) spielt Marschmusik. Helferinnen des Sankt Burkardus-Hauses bringen Getränke an die Tische. Auszubildende des Don-Bosco-Berufsbildungswerks verteilen tablettweise Bratwürste an die hungrigen Wallfahrer. Weihbischof Boom sucht hier erneut das Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen. Zum Spaß setzt er einem Mädchen kurz sein Bischofs-Scheitelkäppchen auf die Schildkappe. Dem Lachen nach haben alle Freude an dieser Wallfahrt. Markus Hauck (POW) (40 Zeilen/2810/0882; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Bildergalerie abrufbar im Internet Siege und Niederlagen im Leben 900 Gläubige beim Kiliani-Gottesdienst für Pilger aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Schweinfurt – Weihbischof Boom spannt Bogen von Fußball-WM zu Frankenaposteln Würzburg/Bad Kissingen/Hammelburg/Haßfurt/Schweinfurt (POW) Mit rund 900 Pilgern aus den Dekanaten Bad Kissingen, Hammelburg, Haßberge, Schweinfurt-Stadt, Schweinfurt-Nord und Schweinfurt-Süd hat Weihbischof Ulrich Boom in der Kiliani-Wallfahrtswoche am Donnerstag, 8. Juli, einen Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom gefeiert. Zur Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale sagte der Weihbischof: „Träume können manchmal auch schlecht ausgehen.“ In seiner Predigt spannte Weihbischof Boom einen Bogen von der Fußball-WM zu den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan, deren Häupter in der Kiliani-Woche im Dom verehrt werden. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft habe in Südafrika einen guten Geist und ein schönes Zusammenspiel, aber im Halbfinale auch Angst gezeigt. „Im Leben gibt es nicht nur Siege, sondern häufig auch Scheitern“, betonte der Weihbischof. Der Freudentaumel der vergangenen Tage habe auch überdeckt, was in der Gesellschaft schlecht laufe – im Großen wie im Kleinen. Überall, auch in der Kirche, gebe es Schuld und Versagen. „Da hilft kein Schönreden, eher das Einsehen, dass wir Menschen sind mit Schwächen und Fehlern.“ Weihbischof Boom erinnerte deshalb an das Gottvertrauen und den Zusammenhalt der Frankenapostel, die den Menschen neuen Mut geben könnten. Seit 50 Jahren pilgert Walburga Thurner zu den Häuptern der Frankenheiligen. Wie viele Gläubige stärkte sie sich im Anschluss an den Gottesdienst im Innenhof des Domkreuzgangs bei einem kleinen Imbiss. Viele Jahre war Thurner als Pfarrhaushälterin in der Diözese Würzburg tätig, unter anderem rund 20 Jahre in der Nähe von Aschaffenburg, zuletzt in Rottershausen im Dekanat Bad Kissingen. Obwohl sie ursprünglich aus Oberbayern stammt und sich immer noch als „Bayerin“ fühlt, sagte sie voller Überzeugung: „Die Frankenapostel muss man schon verehren!“ Der aktuelle Bezug zur Fußball-WM in der Predigt des Weihbischofs kam bei den Wallfahrern aus der Region Main-Rhön gut an. Die Verbindung von Fußball und dem heiligen Kilian gefiel Marianne Heinlein. „Außerdem hat der Weihbischof eine gute Stimme“, sagte die Gerbrunnerin mit einem Augenzwinkern. „Ich finde es gut, dass er auf das Spiel eingegangen ist“, erläuterte Rita Krebs, die aus Rottershausen angereist war. Die ganze Predigt sei nah an der Realität und nicht abgehoben gewesen. Ihre Mitpilgerin Maria Erhard beeindruckte, dass der Weihbischof so klar angesprochen habe, „dass man Vertrauen in Gott und die Menschen haben soll“. Rund 100 Kilometer Pilgerweg legten Rosl und Helmut Merzbacher für den Besuch des Wallfahrts-Gottesdienstes zurück. Bereits um 6.45 Uhr fuhren sie mit dem Bus in Reckendorf im Dekanat Haßberge los. Zum Einkaufen gingen sie stets ins nahe Bamberg, aber zu Kiliani kämen sie seit vielen Jahren nach Würzburg. „Das ist einfach Tradition“, erklärte Rosl Merzbacher. Ihr aus den Dekanaten Ebern und Haßfurt neu gegründetes Dekanat Haßberge müsse nun in den kommenden Monaten erst noch zusammenwachsen. Darin pflichtete ihr Agnes Schmitt bei, die ebenfalls aus Reckendorf kommt. Ihr gefiel, dass der Weihbischof die Themen seiner Predigt „Gottvertrauen“ und „Zusammenhalt“ auch mit den neu errichteten Pfarreiengemeinschaften in Verbindung brachte. ksc (POW) (35 Zeilen/2810/0883; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen“ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Gottesdienst mit Ehejubilaren aus Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt – Paare erneuern Eheversprechen Würzburg/Bad Neustadt/Bad Kissingen/Haßfurt/Schweinfurt (POW) Trotz des Halbfinal-Spiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gut besucht war der zweite Abend für Ehejubilare bei der Kiliani-Wallfahrtswoche am Mittwoch, 7. Juli: Rund 1100 Frauen und Männer aus der Stadt Schweinfurt sowie den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt haben bei einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann für 25, 50 und 60 Ehejahre gedankt. Feierlich erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Bischof Hofmann dankte den Jubelpaaren dafür, dass sie alle „erfüllte Hoffnungen auf eine geglückte Liebes- und Ehegemeinschaft“ verkörpern. Zusammen mit Mitgliedern des Domkapitels und weiteren Priestern und Diakonen erteilte er am Schluss der Feier den Jubelpaaren den Einzelsegen. Bei der anschließenden Begegnung im Innenhof des Domkreuzgangs war auch an die Fußball-Fans gedacht: Im Kardinal-Döpfner-Saal bestand Gelegenheit zum Public Viewing auf der Großleinwand. In seiner Predigt zeigte sich Bischof Hofmann berührt von der großen Zahl der Ehepaare, die sich über Jahrzehnte die Treue hielten. Wie ein Frühlingserwachen im oft kalten Winter unserer Zeit sei diese gelebte Liebe. „Für mich gehören die Tage der Ehejubilare zu den beglückenden Erfahrungen der Kiliani-Wallfahrtswoche“, sagte der Bischof. Das Modell Ehe dürfe nicht aus der Mode kommen, weil es die Verbindung zum Geheimnis Gottes schlage. Das machten die Ehejubilare beeindruckend deutlich. „So ist weder der Eheabschluss ein nur rein privates Geschehen, noch das Scheitern einer christlichen Ehe nur für die Betroffenen eine Katastrophe“, erklärte der Bischof. Das Ehepaar, das durch die Gemeinschaft mit seinen Kindern eine Familie wird, lebe eine christliche Berufung, die zu einem eindringlichen und beglückenden Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen werde. Gleichzeitig erinnerte der Bischof daran, dass heute viele Liebesbeziehungen zerbrächen. Die steigende Zahl von Ehescheidungen, die Infragestellung einer christlichen Ehe und die damit verbundene Suche nach ungebundenen Beziehungen ließen viele junge Menschen nicht mehr den Weg zur sakramentalen Eheschließung finden. „Bei der heute um sich greifenden Orientierungslosigkeit brauchen junge Menschen das Beispiel geglückter Lebens- und Ehevollzüge“, sagte Bischof Hofmann. Damit sei keineswegs gesagt, dass die oft große Not zerbrochener Ehen nicht der Aufmerksamkeit, des Mitleids und der Anteilnahme der Kirche bedürfe. „Junge Menschen aber, die sich orientieren wollen, brauchen dringend konkrete Vorbilder.“ Zu Beginn der Feier gossen Ehepaare symbolisch Wasser in sechs Krüge, die auf einzelne Eigenschaften hinwiesen: Liebe, Achtsamkeit, Freude, Geduld, Vergebung und Treue. „Die mit Wasser gefüllten Krüge symbolisieren das, was wir einbringen können, damit wir und andere unsere Beziehungen als wohltuend erleben“, sagte Diözesanfamilienseelsorger Domvikar Stephan Hartmann. Nach der Predigt erneuerten die Jubelpaare ihr Eheversprechen und sagten erneut Ja zueinander: „Wir wollen einander achten und ehren; wir wollen unserer Liebe Raum geben zwischen uns und die schönen und schweren Stunden miteinander teilen. Wir wollen gemeinsam Sorge tragen für die Menschen, die Du, guter Gott, uns anvertraust“, hallte es durch den Kiliansdom. Geglückte und zerbrochene Ehen schlossen die Jubelpaare in ihre Fürbitten ein. So beteten die Frauen und Männer auch für alle, deren Beziehung verheißungsvoll begonnen hat, aber trotz guten Willens heillos gescheiter ist, und für die Menschen, die den Tod des Ehepartners betrauerten. Emotionaler Höhepunkt war schließlich das gemeinsame Danklied „Nun danket alle Gott“ und der anschließende Einzelsegen für jedes Paar. Für das Gelingen einer Ehe über 25, 50 oder 60 Jahre hatten die Paare auf Nachfrage ganz unterschiedliche Ratschläge parat: „Nicht stur, sondern aufmerksam sein. Die Schuld im Zweifelsfalle zuerst bei sich selbst suchen“, gaben das Ehepaar Anni (81) und Rudolf Sterzinger (84) aus Mellrichstadt als Tipp. Der gemeinsame Glaube an Gott aber sei „das Allerwichtigste“. Sie blickten auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück. Die Goldhochzeiter Renate (76) und Ernst Bünner (78) aus Bad Kissingen zeigten sich „dankbar“, 50 Jahre lang gemeinsam durchs Leben gegangen zu sein. „Es ist wichtig, dass man einander vertraut, dass man nachgibt und verzeiht“, sagten die zwei. Besonders freuten sie sich über den Einzelsegen, den ihnen Bischof Hofmann spendete. „Wir wollten unser Eheversprechen erneuern. Der Rahmen im Dom war dafür sehr gut, denn wir wollten keinen Gottesdienst, bei dem wir dann groß im Mittelpunkt stehen“, erklärten Petra (44) und Armin Heurich (49) aus Kothen, die nach 25 Jahren Ehe „Respekt, Achtung vor dem anderen und Ehrlichkeit“ als besonders wichtig erachten. mh (POW) (51 Zeilen/2810/0879; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktion: Bildergalerie abrufbar im Internet „Der Hunger nach Gott ist da“ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Gottesdienst mit rund 400 Ordens- und Missionsleuten beim Tag der Orden und Weltmission – Dank und Aufruf zum „geistlichen Leben“ – Karmelitenprovinzial Dr. Dobhan referiert über Edith Stein – Pater Ignatius Heer gibt Einblicke in das WM-Land Südafrika Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat am Mittwochnachmittag, 7. Juli, beim Gottesdienst aus Anlass des Tags der Orden und der Weltmission die rund 400 Ordens- und Missionsleute im Kiliansdom dazu aufgerufen, wieder geistlichere Menschen zu werden, die die Botschaft Jesu ohne Abstriche lebten. An dem Pontifikalamt während der Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 nahmen auch Missionarinnen und Missionare teil, die in Tansania, Kolumbien, Uruguay, Mosambik, Bolivien, Südafrika sowie in den USA wirken und derzeit im Bistum auf Heimaturlaub sind. Am Vormittag sprach Pater Dr. Ulrich Dobhan, Provinzial der Unbeschuhten Karmeliten, vor rund 180 Ordensleuten über die heilige Edith Stein. Bischof Hofmann dankte den Ordensleuten und Missionaren für ihren christlichen Dienst an der Gesellschaft: „Wenn man alle Leute in den Dom einladen würde, für die Sie Verantwortung übernommen haben, dann würde er überquellen“, rief er den Frauen und Männern zu. In seiner Predigt stellte der Bischof einen Bezug zwischen den Ordensleuten und den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan her, die ihre Lebensplanung ganz in die Hände Gottes gelegt hätten. Auch für die Gesellschaft gelte: „Der Hunger nach Gott ist da.“ Laut einer Studie bezeichneten sich 70 Prozent der Bevölkerung als religiös oder gar hochreligiös. Dieser Sehnsucht könne die Kirche nach dem „erschreckenden Glaubwürdigkeitsverlust“ im Zuge der aufgedeckten Missbrauchsfälle nur mit einer inneren Reinigung begegnen. „Dazu gehört ein transparentes, an den evangelischen Räten Armut, Keuschheit und Gehorsam orientiertes geistliches Leben“, betonte der Bischof. In seinem Vortrag über Edith Stein ging Provinzial Dobhan im Sankt Burkardus-Haus auf den Werdegang, das Denken, die Menschlichkeit und die Spiritualität der heiligen Ordensfrau ein. Stein wurde 1891 als elftes Kind einer deutsch-jüdischen Familie in Breslau geboren. Nach ihrer Konversion zum Katholizismus trat sie 1933 in den Kölner Karmel „Maria vom Frieden“ ein. 1942 wurde sie in den Gaskammern von Auschwitz ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 11. Oktober 1998 in Rom heilig. „Eine wahrhaft universale Gestalt“, betonte Dobhan. Besonders anerkennenswert sei ihr kämpferisches Eintreten für die gesellschaftliche Förderung der Frau gewesen. Die Begegnung mit dem Christentum habe sie nicht dazu veranlasst, ihren jüdischen Wurzeln abzuschwören, sondern diese in ihrer ganzen Fülle wiederzuentdecken, erläuterte der Referent. Mit ihrem Martyrium in Auschwitz habe sie „Teilhabe an dem Kreuz“ genommen, das ihrem Volk, den Juden, durch den Terror der Nationalsozialisten aufgebürdet worden sei. Südafrika und Kolumbien im Blick Beim Tag der Weltmission spielte natürlich auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika eine Rolle. Beim Pontifikalamt im Dom beteten die Ordensleute wenige Stunden vor dem Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien für ein „faires Spiel“. Einblicke in das WM-Land Südafrika lieferte Mariannhillerpater Ignatius Heer, der dort seit 1961 als Missionar tätig ist. „Die einfachen Leute bleiben meist auf der Strecke, nur die großen Sponsoren machen das Geschäft“, sagte der 78-Jährige über die Politik des Fußball-Weltverbandes FIFA. So sei es den Südafrikanern beispielsweise verboten, im Umfeld der Stadien Würstchen zu verkaufen, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen. Trotzdem sei die Weltmeisterschaft auch eine Gelegenheit für die Bevölkerung, ihre Lebensfreude zu demonstrieren und gemeinsam zu feiern. Heer selbst fühlt sich in Südafrika längst heimisch und will dort auch in Mariannhill nahe Durban, dem Gründungsort seiner Gemeinschaft, seinen „Unruhestand“ verbringen. Dennoch kehre er zur Kiliani-Woche immer gerne zu seinen geistlichen Wurzeln in seiner Würzburger Heimatpfarrei Sankt Adalbero zurück. Am Sonntag feiert er dort auch sein 50. Priesterjubiläum mit den Familien seines Bruders Hans, eines bekannten Würzburger Fotografen, und seiner Schwester Dora. Salesianerpater Vinzenz Maidhof ist zu Kiliani und zur Feier seines 40. Priesterjubiläums ebenfalls in sein Heimatbistum zurückgekehrt. Seit 48 Jahren ist der Kleinheubacher als Missionar in Kolumbien tätig. Viele Jahre setzte sich Maidhof für Leprakranke ein. Derzeit wirkt er an einer Landwirtschaftsschule mitten im Urwald. „Da kann selbst ich als gelernter Maurer noch einiges dazulernen“, berichtete er mit einem Schmunzeln. Seine Schüler seien aber durch Guerilla-Kämpfer in der Umgebung der Schule stark gefährdet. So würden sie häufig von diesen zur Mitarbeit an der Herstellung von Kokain und die Mädchen zudem zur Prostitution gezwungen. (48 Zeilen/2810/0880; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Drittklässler reisten per Schiff an Weihbischof Ulrich Boom feiert Gottesdienst für Kiliani-Wallfahrer aus den Dekanaten Karlstadt, Kitzingen, Lohr am Main und Ochsenfurt – Fragestunde und Begegnung mit Kommunionkindern Würzburg/Kitzingen/Lohr am Main/Ochsenfurt (POW) Kein Durchkommen mehr hat es am Mittwochvormittag, 7. Juli, im Chorraum des Kiliansdoms gegeben. Zum Abschluss des Wallfahrtsgottesdienstes für die Dekanate Karlstadt, Kitzingen, Lohr am Main und Ochsenfurt nutzten die zahlreichen Drittklässler, die per Schiff auf dem Main nach Würzburg gereist waren, die Gelegenheit, Weihbischof Dompropst Ulrich Boom kennen zu lernen und ihm ein paar Fragen zu stellen. Die jungen Wallfahrer stammten aus den Pfarreiengemeinschaften Ochsenfurt, Tückelhausen, Gaukönigshofen, Emmaus (Erlach/Frickenhausen/Kaltensondheim/Zeubelried) sowie Frankenapostel (Zellingen/Himmelstadt) und Retztal. Zuvor feierte der Weihbischof mit ihnen und insgesamt rund 900 Gläubigen einen Gottesdienst. In seiner Predigt unterstrich er die Bedeutung der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan für die Gegenwart: „Sie waren kluge Köpfe, die uns hilfreiche Gedanken für unser Leben heute mitgeben können.“ Er hob hervor, dass der Aufbruch der irischen Mönche nach Franken ein Akt des Vertrauens auf Gott gewesen sei. Ihr Glaube und die Gemeinschaft untereinander hätten ihnen Kraft und Mut gegeben. Ihr Einsatz für Christus und seine Botschaft sei aus der Überzeugung gespeist, dass Gott nicht erst im Jenseits den Menschen nahe sei, sondern schon hier und heute. „Der Herr ist gegenwärtig in unserem Alltag, an allen Tagen“, sagte Weihbischof Boom. Er lud dazu ein, Gott wieder verstärkt in die Mitte und das Zentrum des Lebens zu rücken. „Wo wir am Ende sind und aus eigener Kraft nichts vermögen, bitten wir den Herrn: Komm, Herr Jesus“. Unkompliziert und leicht verständlich beantwortete der Weihbischof den Kommunionkindern Fragen. Als ein Junge wissen wollte, wie schwer der Bischofsstab sei, drückte er ihm diesen kurzerhand in die Hand. Die Bedeutung der Muschel auf dem Stab erklärte Weihbischof Boom mit seiner Leidenschaft für das Pilgern nach Santiago und der Tatsache, dass das irdische Dasein als Pilgern zu Gott verstanden werde. „Wieso ist da so ein großer Mond am oberen Ende?“, wollte ein Junge wissen. „Das ist eine angedeutete Schaufel, so wie sie an einem echten Hirtenstab zu finden ist. Nur ist die hier ein wenig größer, weil die Herde richtig groß ist“, erläuterte der Weihbischof. Dann schlug er nochmals eine Brücke zur Predigt und wollte von den Kindern wissen, wann es wichtig ist, zusammenzuhalten. „In guten und in schlechten Tagen“, antwortete wie aus der Pistole geschossen einer der Zuhörer. Weihbischof Boom attestierte ihm, dass er sicher einmal ein guter Ehemann werde. Andächtig machten nach dem Gottesdienst viele der Gläubigen Halt vor dem Schrein der Häupter der Frankenapostel, um ihnen Verehrung zu erweisen. Für das Ehepaar Josef und Marianna Vogler aus Arnstein gehört „seit mindestens zehn Jahren“ zum festen Programm, während der Kiliani-Wallfahrtswoche einen Gottesdienst im Dom mitzufeiern. „Das Gemeinschaftserlebnis ist einzigartig.“ Wie die Voglers sind auch die Ehepaare Elmar und Hiltrud Reitz sowie Paul und Irma Reitz aus Obersfeld nach Würzburg gekommen, um sich bei den Frankenaposteln neu im Glauben bestärken zu lassen. „Wir hatten bis vor kurzen noch Vieh. Jetzt betreiben wir nur noch Ackerbau und können endlich auch einmal an der Wallfahrt teilnehmen“, erzählte die Landwirtin Irma Reitz. Die Premiere hat ihr sichtlich gut gefallen: „Wir werden auch nächstes Jahr wieder kommen.“ Bereits um fünf Uhr am Morgen sind Wolfgang und Martina Höfner aus Gaukönigshofen aufgestanden, um ihre Tochter Larissa beim Ausflug der Kommunionkinder zu begleiten. Um 6.30 Uhr legte das Schiff in Ochsenfurt ab, um rechtzeitig in Würzburg anzukommen. „Es war ein schönes Erlebnis“, sagte der Familienvater bei der Begegnung nach dem Gottesdienst im Innenhof des Domkreuzgangs. Wichtig sei jetzt nur noch, dass alle rechtzeitig zum Halbfinalspiel der Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft wieder zu Hause seien. mh (POW) (43 Zeilen/2810/0876; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Bildergalerie abrufbar im Internet Wallfahrer auf Hitze eingestellt Malteser-Hilfsdienst zieht ruhige Zwischenbilanz zur Halbzeit der Kiliani-Wallfahrtswoche Würzburg (POW) Eine ruhige Zwischenbilanz zieht der Malteser-Hilfsdienst (MHD) in der Mitte der Kiliani-Wallfahrtswoche. „Die Wallfahrer scheinen sich auf die Hitze und das teilweise schwüle Wetter eingestellt zu haben“, sagt Beate Gerhard, Malteser-Einsatzleiterin für die Gottesdienste im Kiliansdom. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen gab es für die ehrenamtlichen Sanitäter in den bisher sieben Gottesdiensten wenig zu tun. Ganze fünf Hilfeleistungen registrierten Gerhard und die anderen Helferinnen und Helfer bislang. Ausnahme bildete nur der Gottesdienst der katholischen Schulen am Montag, 5. Juli, mit 2100 Schülerinnen aus Aschaffenburg und Würzburg. Hier suchten etwa 45 Mädchen wegen Kreislaufbeschwerden oder Kopfschmerzen die Hilfe der Malteser. Die Sanitäter gaben Wasser aus und errichteten ein kleines Bettenlager im Sanitätsraum, damit sich die Schülerinnen erholen konnten. „Wir empfehlen jedem, rechtzeitig zu uns zu kommen, wenn es Probleme gibt“, betont Beate Gerhard. Außerdem rät die Malteserin allen Pilgern, ausreichend Wasser zu trinken und sich vor den Gottesdiensten möglichst nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten, damit es erst gar nicht zu Beschwerden kommt. Die Malteser sind während der gesamten Kiliani-Wallfahrtswoche in jedem Gottesdienst mit Sanitätern präsent. Insgesamt – ohne die Krankenwallfahrt am Samstag – sind rund 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Der Sanitätsraum ist in der rechts vom Altar gelegenen Paramentensakristei untergebracht und mit dem Malteserkreuz gekennzeichnet. Dort befinden sich neben mehreren Feldbetten auch die medizinische Ausrüstung für die Erste-Hilfe und ein automatischer externer Defibrillator (AED). Die Malteser sind außerdem während der Gottesdienste im Dom unterwegs und jederzeit ansprechbar. Bei den Pontifikalämtern für die Ehejubilare steht zusätzlich noch ein Rettungswagen mit Besatzung zur Verfügung. (22 Zeilen/2810/0878; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Berichte, Fotos und Gästebuch der Kiliani-Wallfahrt im Internet Würzburg (POW) Alle Berichte der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg (POW) von der Kiliani-Wallfahrtswoche der Diözese Würzburg vom 3. bis 11. Juli sowie die Predigttexte der Bischöfe finden sich im Internet unter www.kiliani.bistum-wuerzburg.de. Die Bildergalerien zeigen rund 1000 POW-Fotos von den einzelnen Veranstaltungen. Erstmals können Pilger auch selbst ihre Eindrücke von der Wallfahrt ins Gästebuch eingeben. Außerdem gibt es Informationen zur Geschichte der Kiliani-Wallfahrt und zu den Frankenaposteln. (6 Zeilen/2810/0892; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Berichte 300.000 Bände und 600 Zeitschriften „Würzburger Kirchenopac“ freigeschaltet – Diözese Würzburg, Augustiner und Karmeliten bieten gemeinsames Rechercheportal für Bestände ihrer Bibliotheken Würzburg (POW) Die Diözese Würzburg hat zusammen mit dem Augustiner- und dem Karmelitenorden den „Würzburger Kirchenopac“ entwickelt. In dem gemeinsamen Rechercheportal kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken im Bereich der Stadt Würzburg werden die Bestände der Diözesanbibliothek Würzburg, der Forschungsbibliothek der Deutschen Augustiner, „Bibliotheca Augustiniana“, und der Bibliothek des Karmelitenordens, „Bibliotheca Carmelitana Provinciae Bavariae OCD“, präsentiert. „Wir gehen heute einen wichtigen Schritt auf dem Weg, die kirchlich-wissenschaftlichen Buchbestände in Würzburg besser bekannt und zugänglich zu machen“, sagte Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand beim Start des Online-Katalogs am Donnerstag, 8. Juli, im Diözesanarchiv Würzburg. Im Zeitalter des Internets sei es für Bibliotheken mittlerweile unerlässlich, ihre Bestände über Web-Kataloge online recherchierbar zu machen, unterstrich Hillenbrand. Es liege auf der Hand, dass Bibliotheken, deren Bestände im Internet nachgewiesen seien, viel effizienter genutzt werden könnten als solche, die diesen Service nicht bieten, weil sie ihren Besuchern unnütze Wege und aufwendige Anfragen ersparten. Unter dem Namen „Würzburger Kirchenopac“ sei ein gemeinsames Rechercheportal entstanden, das in ökumenischer Perspektive allen kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken im Bereich der Stadt Würzburg mit den entsprechenden technischen Voraussetzungen offenstehe. In Kürze solle das Portal außerdem in den „Virtuellen Katalog Theologie und Kirche“ integriert werden, der rund sechs Millionen Medien aus kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum nachweist. Augustinerprovinzial Pater Raimund Klinke dankte der Diözese für die Kooperation. Das Projekt sei wie gerufen gekommen, um zukunftsfähiger zu werden. Die Bibliothek der Augustiner sei ein Pfund, mit dem der Orden wuchern könne. Die Leiterin der Forschungsbibliothek der Augustiner, Dr. Carolin Oser-Grote, bezeichnete den Kirchenopac als weiteren Meilenstein unter den elektronischen Katalogen, der große Resonanz finden werde. Karmelitenprovinzial Dr. Ulrich Dobhan wies auf die Schwerpunktthemen der 15.000 Bände umfassenden Bibliothek der Karmeliten hin: Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Therese von Lisieux und Edith Stein. Professor Dr. Johannes Merz, Direktor von Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg, würdigte in seiner Begrüßung die gelungene praktische Umsetzung des Online-Katalogs. Die drei vernetzten Bibliotheken verfügen über mehr als 600 laufende Zeitschriften und Serien und einen Gesamtbestand von zirka 300.000 Bänden. Der Bestand der Diözesanbibliothek Würzburg umfasst etwa 250.000 Medieneinheiten und über 500 laufende Zeitschriften und Serienwerke mit den Schwerpunkten Diözesan- und Regionalgeschichte – darunter Spezialsammlungen zur Ortsgeschichte sowie zu Einrichtungen und Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens. Weiter kommen Gebets- und Andachtsliteratur sowie liturgische und katechetische Bücher aus dem Bereich des Bistums Würzburg hinzu. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist auch die Sorge um die historischen Buchbestände in der Diözese. Die „Bibliotheca Augustiniana“ ist die größte Spezialbibliothek im deutschen Sprachraum zu den Schwerpunkten Augustinus, Augustinismus, Augustinus-Rezeption und Geschichte des Augustinerordens. Der Bestand umfasst derzeit etwa 45.000 Medieneinheiten sowie 90 laufende Zeitschriften und Reihen. Ferner besitzt die Bibliothek der Augustiner umfangreiche Altbestände, darunter eine Sammlung an Drucken des 16. bis 18. Jahrhunderts. Darüber hinaus gibt die „Bibliotheca Augustiniana“ mehrere Publikationsreihen heraus, die im Würzburger Verlag „augustinus bei echter“ erscheinen. Die „Bibliotheca Carmelitana Provinciae Bavariae OCD“ wurde 1969 auf Beschluss des Provinzkapitels der Unbeschuhten Karmeliten als Spezialbibliothek für karmelitische Ordensliteratur in Würzburg gegründet, wobei die einschlägige deutschsprachige Literatur möglichst vollständig gesammelt wird und von der fremdsprachigen Literatur wenigstens die wichtigsten Werke erworben werden. Einen besonderen Raum nehmen die Schriften von beziehungsweise zu einzelnen Gestalten des Ordens ein, darunter vor allem Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Therese von Lisieux und Edith Stein. Der Bestand umfasst zirka 15.000 Bände, darunter auch die Bestände des inzwischen aufgelösten Klosters Sankt Theresia in Regensburg sowie etwa 100 bis 200 Alte Drucke. Koordiniert wird der Würzburger Kirchenopac von Nikola Willner, der stellvertretenden Leiterin der Diözesanbibliothek Würzburg. Die Kirchenopac ist im Internet zu finden unter www.wuerzburger-kirchenopac.de. (53 Zeilen/2810/0894; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Jubiläum bei sommerlicher Hitze Mitarbeitervertretung der Diözese Würzburg blickt auf 40 Jahre zurück – Langjährige Vorsitzende Rita Metzger blickt auf Errungenschaften des Gremiums Würzburg (POW) 40 Jahre Mitarbeitervertretung (MAV) im Bischöflichen Ordinariat Würzburg haben am Montagnachmittag, 12. Juli, die Beschäftigten der Diözese Würzburg im Innenhof des Domkreuzgangs gefeiert. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand beschränkte sein Grußwort zum 40. Jubiläum „angesichts von fast 40 Grad im Schatten auf 40 Sekunden“. Er dankte allen, die in den vergangenen Jahrzehnten sich in der MAV engagierten und so – bei aller Verschiedenheit der Perspektiven – zu einem Miteinander in der Dienstgemeinschaft beitrugen. Die langjährige MAV-Vorsitzende Rita Metzger bezeichnete die MAV in ihrem Rückblick als eine Erfolgsgeschichte. „Es ist nicht selbstverständlich, dass kirchliche Einrichtungen heute eine innerbetriebliche Mitbestimmung haben.“ Die MAV vertritt knapp 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Würzburg. Metzger erinnerte daran, dass im Wahlausschuss der ersten MAV-Wahlen im Bischöflichen Ordinariat die heutige bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm mitgewirkt habe. Zu den Errungenschaften, welche dem Mitbestimmungsgremium zu verdanken seien, gehören nach Metzgers Worten unter anderem die Eröffnung der Kantine, die Einführung der Ausbildung von Bürokaufleuten und vieles mehr. „Die MAV hat Erfolg, wenn sie weiß, was sie will und als ein Team agiert.“ Dorothea Weitz, Vorsitzende der MAV, betonte, dass das Gremium sich einsetze für Respekt und Anerkennung der geleisteten Arbeit: „Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Gegenwart angehen und so die Zukunft gestalten.“ Sie dankte den Bediensteten der Diözese für das Vertrauen und den Mut, Belange anzusprechen. Einen satirischen Einblick in die Arbeit der MAV gab Lambert Zumbrägel vom Kirchenkabarett Cherubim. Er gab zu bedenken, dass es schwierig sei, etwas Lustiges zum Thema Kirche zu sagen. Die Tatsache, dass der Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher nach dem Halbfinal-Aus der Fußballnationalmannschaft seelsorgerlichen Beistand benötigt habe, sei nicht gerade spaßig. „Als Nürnberg-Fan sollte der doch Martyrium gewohnt sein.“ mh (POW) (22 Zeilen/2810/0904; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Weg der Hoffnung“ ausgezeichnet Agenda21-Preis der Stadt Aschaffenburg für von Pfarrer Josef Otter gegründete Stiftung – Hilfe für Kinder und Jugendliche in Kolumbien Aschaffenburg/Mainaschaff (POW) Die von Pfarrer Josef Otter gegründete Stiftung „Weg der Hoffnung“ ist bei der zehnten Verleihung des Agenda21-Preises der Stadt Aschaffenburg ausgezeichnet worden. Der Preis wird an Projekte verliehen, die in herausragender Weise den Gedanken der Nachhaltigkeit berücksichtigt haben. Die Wahl traf der Agenda21-Beirat. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden der Preis und das Preisgeld von 2500 Euro auf zwei Projekt aufgeteilt. Neben dem „Weg der Hoffnung“ erhielten die Imkerverbände für ihren Einsatz zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts die Auszeichnung. Die Übergabe des Preises fand in der Werkstatt der Steinmetzschule in Aschaffenburg statt. Oberbürgermeister Klaus Herzog bezeichnete in seiner Laudatio die Stiftung „Weg der Hoffnung“ als regional anerkannte und geschätzte Größe. Sie unterhält über den Erwerb von Spendengeldern die gleichnamige Partnerstiftung „Camino de la Esperanza“ in Villavicencio in Kolumbien. Gegründet wurde die Stiftung vom 2006 verstorbenen Pfarrer Josef Otter (Mainaschaff). Er hatte selbst 15 Jahre in Kolumbien gelebt und gewirkt. Zahlreiche Hilfsprojekte verhelfen heute dort über 1000 Kindern und Jugendlichen zu Nahrung und Bildung. Zu den finanzierten Einrichtungen gehören eine Kindertagesstätte, ein Ganztagesheim, eine Werkstatt für erwachsene Behinderte und vieles mehr. Auch der Gedanke der Nachhaltigkeit im ökologischen Sinn ist bei der sozialen Arbeit im Blick. So werden die Kinder und Jugendlichen in Sachen Mülltrennung und Recycling nach deutschem Vorbild unterrichtet und ein Jugendbauernhofprojekt produziert im ökologischen Landbau Fleisch, Eier, Fisch, Gemüse und Kaffee. Für den Stiftungsvorstand bedankte sich Wolfgang Hock beim Agenda21-Beirat für die Verleihung des Preises. „Wir nehmen den Preis stellvertretend für die Menschen an, die am Rande stehen“, sagte er zu den Gästen. Motivation für die unentgeltlich geleistete, ehrenamtliche Arbeit sieht der Vorstand nach den Worten Hocks in der festen Überzeugung, „dass uns durch die Augen der Hilfe Suchenden Christus ansieht“. Gemeinsam nannten die Mitglieder der Stiftung einige Einzelschicksale, denen durch den „Weg der Hoffnung“ geholfen werden konnte. Die Arbeit wird zu zehn Prozent von öffentlichen Zuschüssen finanziert, 90 Prozent muss durch Spendengelder getragen werden. Das Spendenkonto der Stiftung lautet: „Weg der Hoffnung“, Kontonummer 848484, Raiffeisenbank Aschaffenburg, Bankleitzahl 79562514. Informationen zur Arbeit finden sie im Internet unter www.wegderhoffnung.de. bv (POW) (29 Zeilen/2810/0899; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Regionales Förderzentrum entsteht Halbzeit der Generalsanierung der Don-Bosco-Berufsschule in Würzburg Würzburg (POW) Genau zwei Jahre nach Start der Generalsanierung kann die Caritas Schulen gGmbH als größter nichtstaatlicher Träger von Schulen in Unterfranken den fertiggestellten zweiten Bauabschnitt der Don-Bosco-Berufsschule am Würzburger Schottenanger in Betrieb nehmen. Das Gesamtvolumen der vierteiligen Generalsanierung beläuft sich auf elf Millionen Euro. 650 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Schule, zeitgleich werden mehr als 500 junge Menschen mobil betreut. Nach den Worten von Schulleiter Dr. Harald Ebert deutet das die konzeptionelle Weiterentwicklung der Schule als regionales Förderzentrum innerhalb eines sich entwickelnden inklusiven Schulsystems an. Bei einer kleinen Feier zum Abschluss des zweiten Bauabschnitts dankte Ebert besonders den Anwohnern, die geduldig die Belastungen einer Generalsanierung ertrügen. Für die weiteren Bauschnitte drei und vier warb er um weiteres Verständnis. Das „universal design“ – ein Bauen für alle – sorge für die notwendige Zugänglichkeit. Junge Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedürfnissen in den Bereichen Motorik, Sehen, Hören, Lernen und Sprache könnten im Beratungszentrum mit professionellen Dienstleistungen bei ihrer Teilhabe am Arbeitsleben unterstützt werden, betonte Ebert. Mit dem gestalterischen Entwurf und der planerischen Umsetzung der Generalsanierung wurde das Würzburger Architekturbüro Grellmann, Kriebel und Teichmann beauftragt. Weiter waren die Ingenieurbüros abi (Würzburg), Helfrich (Bad Kissingen) und Hußenöder und Merz (Würzburg) beteiligt. Als äußeres Zeichen der neuen Aufgabe übergaben die Büros in Anwesenheit von Caritasdirektor Martin Pfriem ein „Tastmodell der Schule“, das nicht nur Menschen mit visuellen Einschränkungen eine bessere Orientierung in dem Gebäude ermöglicht. Entwickelt, entworfen und ausgeführt wurde das Modell von Norbert Klemm, bis 2009 Direktor des benachbarten Berufsbildungswerks: „Das Berufsbildungswerk ist unser wichtigster Partner“, sagte Ebert. Die Don-Bosco-Berufsschule im gleichnamigen Berufsbildungswerk ist eine „Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung mit Förderschwerpunkt Lernen“. Sie bietet nach dem Vorbild von Don Bosco (1815-1888) derzeit rund 650 Schülerinnen und Schülern Aufnahme. Angefangen hat der Unterrichtsbetrieb 1974 als „Private Sonderschule für Lernbehinderte“ mit 30 Schülern. Das erste Schuljahr musste in Baracken überstanden werden, die 1975 zu Holzwerkstätten umgebaut wurden. Seit 1982 trägt die Don-Bosco-Berufsschule ihren heutigen Namen. 1984 folgte der Umzug in das neue Schulgebäude, ein Zusatzbau wurde 1988 eingeweiht. Träger der Don-Bosco-Berufsschule in Würzburg ist seit Beginn der diözesane Caritasverband, heute in Form der Caritas-Schulen gGmbH. Schulleiter ist seit dem Schuljahr 2002/03 Dr. Harald Ebert. Über 60 Mitarbeiter, vom Handwerksmeister bis zum Berufsschullehrer, zählen heute zum Kollegium. Mit der Enthüllung der Bautafel begann die Generalsanierung der Don-Bosco-Berufsschule der Caritas am 4. Juli 2008. (32 Zeilen/2810/0909; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Täterarbeit ist Opferschutz Diözesan-Caritasverband Würzburg bietet ab Herbst 2010 psychotherapeutische Betreuung von Sexualstraftätern an Würzburg (POW) Der Caritasverband für die Diözese Würzburg und das Bayerische Justizministerium haben Anfang Juli einen Vertrag zum Aufbau einer Fachambulanz für entlassene Sexualstraftäter unterzeichnet. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre befristet. Justizministerin Dr. Beate Merk bezeichnete diesen Schritt als „wichtigen Meilenstein im bayerischen Schutzkonzept gegen Sexualstraftäter“. Das vom Freistaat Bayern finanzierte Projekt erfasst in erster Linie Sexualstraftäter, die aus dem Justizvollzug entlassen wurden und sich auf Weisung des Gerichts einer Therapie unterziehen müssen. Zur Beratung können sich jedoch auch Personen freiwillig melden, die sich als Täter gefährdet sehen, ohne jedoch schon straffällig geworden zu sein. Um hier zeitnah Hilfe anzubieten, fehlen bislang geeignete niedergelassene Therapeuten. Das neue Angebot soll diese Lücke in Nordbayern schließen. Nach den 2008 und 2009 in München und Nürnberg eröffneten Beratungsstellen wird die Würzburger Einrichtung die dritte ihrer Art in Bayern. In der mit zwei psychotherapeutischen Fachkräften ausgestatteten Ambulanz sollen ab Herbst rund 60 Personen therapeutisch versorgt werden. „Die Caritas engagiert sich hier insbesondere auch deshalb, weil die neue Beratungsstelle gerade in der Arbeit mit Tätern – und diese sind fast ausschließlich männlich – Prävention und Opferschutz im Blick hat“, betonte Caritasdirektor Martin Pfriem. Eine erfolgreiche Therapie sei der zuverlässigste Schutz vor Rückfalltaten, ist sich die bayerische Justizministerin sicher. Daher sei es unumgänglich, mit entlassenen Sexualstraftätern auch nach der Haft weiter therapeutisch zu arbeiten. „Mit dem Würzburger Caritasverband haben wir einen Partner gefunden, der seit vielen Jahren in der ambulanten und stationären Straffälligenhilfe tätig ist“, zitiert das Justizministerium Merk. lh (Caritas) (20 Zeilen/2810/0884; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kunst wird lebendig Schüler der Wichern-Schule vermitteln Schülern im Museum am Dom das Thema Apokalypse – Führung für Erwachsene am Donnerstagabend Würzburg (POW) Nach drei Monaten Vorbereitungszeit führen seit Montag, 12. Juli, rund 20 Schüler der Würzburger Wichern-Schule insgesamt 150 Kinder verschiedener Schulen aus Würzburg und Poppenlauer (Landkreis Bad Kissingen) durch das Museum am Dom. Bis Donnerstag, 15. Juli, erläutern im Rahmen des Projekts „Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010“ Wichern-Schüler der dritten bis neunten Klassen anderen Grund- und Förderschülern Werke, die sich mit der Apokalypse beschäftigen. Am Donnerstag, 15. Juli, um 18.30 Uhr findet eine Führung für Erwachsene statt. Das Projekt ist eine Kooperation der Wichern-Schule, des Museums am Dom und des Zentrums für Lehrerbildung. Der Verein der Freunde des Museums am Dom unterstützte die Arbeit finanziell. Zur Vorbereitung haben die Nachwuchs-Museumsführer sich unter anderem mit den Künstlern Jacques Gassmann, Thomas Lange und Mutsuo Hirano getroffen, sich deren Werke erläutern und die Technik zeigen lassen, mittels derer die Kunst entstand. Die geführten Klassen können dann vor Ort selbst mit Materialien wie farbiger Tusche und Schwamm arbeiten und eigene Bilder schaffen. Spielerisch und auf ihrer eigene, kindliche Art behandeln die Schüler das Thema Apokalypse. So verdeutlicht eine Sammlung von Schülertexten die Bandbreite von Angst und Trauer, aber auch von Freude und Hoffnung, die alle Aspekte von Apokalypse sind. „Ich bin ein Außenseiter“ oder „Meine Mutter ruft seit zwei Wochen nicht an“ ist da zu lesen, aber auch „Wenn mein Vater wieder leben würde“ oder „Heute bin ich vom Zehn-Meter-Brett gesprungen“. „Sowohl die Führer als auch die Geführten profitieren davon, wenn sie Kunst ganz neu entdecken“, erklärte Claudia Schönitz. Gemeinsam mit Katrin Schwuchow und Stephanie Becker konzipierte sie das Museumsprojekt. Es war im Kunstunterricht angesiedelt und zielte unter anderem darauf, schulübergreifende Aktivitäten zu fördern, zu fächerübergreifendem Lernen zu motivieren, handlungsorientiert zu arbeiten und die Zusammenarbeit in der Gruppe zu fördern. Ganz nebenbei beschäftigten die Schüler sich mit dem biblischen Thema des Weltuntergangs, lernten den Begriff der Apokalypse kennen und übten, ihre Erkenntnisse frei vorzutragen. Die Einnahmen der Führungen gehen als Spende an die Wichern-Schule. „Die Schüler bekommen als Dankeschön für ihre Führerdienste ein Eis spendiert“, sagte Martin Turek von der Verwaltung der Museen der Diözese Würzburg. mh (POW) (26 Zeilen/2810/0908; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Kurzmeldungen Öffnungszeiten des Katechetischen Instituts in den Sommerferien Würzburg (POW) Das Katechetische Institut der Diözese Würzburg ist in den Sommerferien vom 2. bis 28. August geschlossen. Vom 30. August bis 13. September gelten folgende Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr. Ab 14. September gelten wieder die regulären Öffnungszeiten. (4 Zeilen/2810/0877) Langjähriger Landvolkseelsorger Wöber verabschiedet Euerfeld/Würzburg (POW) Beim jährlichen Begegnungstag der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Würzburg an der Bruder-Klaus-Kapelle in Euerfeld ist der langjährige Landvolkseelsorger Christian Wöber aus seinem Amt verabschiedet worden. Nach 13 Jahren hatte Wöber seine Aufgabe beim Landvolk niedergelegt und war als Pfarrer nach Amorbach und Weilbach gewechselt. KLB-Diözesanvorsitzender Hans Ebert aus Frankenwinheim dankte Wöber für die im Bistum bisher längste Amtszeit eines Landvolkseelsorgers. Die Zusammenarbeit sei sehr gut gewesen und der Priester habe viele Akzente im Diözesanverband gesetzt. Diözesanvorstandsmitglied Barbara Düchs aus Gaurettersheim überreichte als Zeichen des Dankes gemeinsam mit Ebert ein hölzernes Mediationsrad von Bruder Klaus von Flüe. Viele nutzten nach dem Gottesdienst in der Bruder-Klaus-Kapelle die Gelegenheit, dem scheidenden Landvolkseelsorger persönlich für das Geleistete zu danken. Wöbers Nachfolge wird am Donnerstag, 15. Juli, bei einem außerordentlichen Diözesanausschuss durch Neuwahl geklärt. (12 Zeilen/2810/0911; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Vorgeschmack auf das Große Welttheater Würzburg (POW) Eine luftgefüllte Kugel aus transparenter Folie von acht Meter Durchmesser gibt auf dem Würzburger Kiliansplatz seit Mittwoch, 7. Juli, einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Aufführung des Großen Welttheaters von Pedro Calderón de la Barca. Im Rahmen des Projekts „Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010“ ist das Stück als Freilichtinszenierung des Mainfranken-Theaters Würzburg von Sonntag, 18., bis Samstag, 31. Juli, zu sehen. Derzeit wird die Bestuhlung aufgebaut. Außerdem installieren Fachleute erste Teile des Bühnenbilds und der Technik. Die Premiere des „Großen Welttheaters“ findet am Sonntag, 18. Juli, um 20.30 Uhr auf der Freilichtbühne Kiliansplatz in Würzburg statt. Weitere Aufführungen gibt es am 19., 20., 24., 25., 27., 29., 30. und 31. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Die Vorstellung am 22. Juli ist bereits für die Freunde des Museums am Dom reserviert. Insgesamt stehen pro Aufführung rund 500 Zuschauerplätze zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter entfällt die Vorstellung kurzfristig (Hotline ab 18. Juli: 0931/38612345). Eine Matinée findet am Sonntag, 11. Juli, um 11 Uhr im Oberen Foyer des Mainfranken Theaters Würzburg statt. Karten sind erhältlich an der Theaterkasse des Mainfranken Theaters: Telefon 0931/3908124, Fax 0931/3908104, E-Mail karten@theaterwuerzburg.de, Internet www.theaterwuerzburg.de. Vorverkauf Falkenhaus: 0931/372398. (14 Zeilen/2810/0886; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Don-Bosco-Berufsschule beim Mitmach-Parcours zur Aids-Prävention Würzburg (POW) 50 Schülerinnen und Schüler der Würzburger Don-Bosco-Berufsschule haben das Klassenzimmer mit dem Mitmach-Parcours „Aids, Liebe & Sexualität“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung getauscht. „Echt schade, dass es so kurz war – aber gut, dass wir mal mit der Schule zu so was gegangen sind!“, lautete übereinstimmend das Fazit der Jugendlichen. Rollenspiele, Puzzles und pantomimische Darstellungen sorgten für Fragen rund um die Themen Liebe und Sexualität. Die Schüler suchten Antworten auf viele sehr persönliche Fragen. Erfahrene Mitarbeiter der Aids-Beratungsstelle Unterfranken der Caritas, von anderen Caritas-Beratungsstellen und von „Pro Familia“ gaben den Besuchern vor allem Hilfen, Risiken klarer zu sehen. (8 Zeilen/2810/0901; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Fit für die neuen Medien Würzburg (POW) Mit den Chancen und Risiken neuer Medien haben sich Schüler der Don-Bosco-Berufsschule Würzburg drei Tage lang auseinander gesetzt. Hauptkommissar Andreas Herbst von der Polizeiinspektion Würzburg-Ost klärte zum Beispiel über die rechtlichen Aspekte bei der Nutzung von Internet und Co. auf. Ihm war es besonders wichtig, den Nutzen, aber auch die damit verbundenen Risiken zu verdeutlichen. So sei es den Schülern einerseits möglich, weltweit mit gleichaltrigen über diverse soziale Netzwerke zu kommunizieren. Dabei werde andererseits auch häufig sehr Persönliches preisgegeben. „Das birgt das Risiko des Datenmissbrauchs in sich“, warnte Herbst. Eine spätere Löschung solcher Informationen sei nur schwer möglich, da das Internet „nichts vergisst“, unterstrich der Polizist. Ein besonderes Highlight bildete ein von Schülern selbstgestalteter und erarbeiteter Lehrfilm mit dem Titel „Spargel kochen – leicht gemacht“. Unter eigener Regie mussten die Schüler eine Vielzahl von Entscheidungen fällen und unter anderem den Umgang mit der Digitalkamera lernen. Unterstützt wurden die Medientage von der Fahrschule Kwiotek, der AOK Würzburg sowie dem Media-Markt in der Dürrbachau. (13 Zeilen/2810/0910; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Personalmeldungen Dreimal Goldenes Weihejubiläum Bischof Stangl weihte die Männer vor 50 Jahren in Würzburg zu Priestern Würzburg (POW) Das Goldene Jubiläum ihrer Priesterweihe begehen am Samstag, 24. Juli, Pfarrer i. R. Carl-Theodor Coester (Bettbrunn), Pfarrer i. R. Hermann Josef Schöning (Astheim) und Pfarrer i. R. Gregor Türk (Rannungen). Bischof Dr. Josef Stangl spendete ihnen 1960 in Würzburg die Priesterweihe. Pfarrer i. R. Carl-Theodor Coester (76) wurde 1933 in Aschaffenburg geboren. Nach seiner Priesterweihe am 24. Juli 1960 in Würzburg verbrachte er seine Kaplanszeit in Eltmann, Rottendorf und Wiesentheid. 1967 wurde er zum Pfarrverweser in Grafenrheinfeld, wenige Monate später zum Kuratus in Trossenfurt ernannt. 1970 erfolgte seine Freistellung für die Priestergemeinschaft im Engelwerk. Seit 1997 verbringt er seinen Ruhestand in Bettbrunn. Pfarrer i. R. Hermann-Josef Schöning (76) war viele Jahre Pfarrer von Wiesentheid. Er wurde 1933 in Gelsenkirchen-Horst (Diözese Essen) geboren. 1960 erhielt er in Würzburg die Priesterweihe, im selben Jahr wurde er Kaplan in Großwallstadt, danach in Sommerau. Zwischen 1962 und 1964 war Schöning als Kaplan in Aschaffenburg-Sankt Laurentius und Sankt Peter und Alexander tätig. 1965 wechselte er als Pfarrer nach Stadtlauringen. Als Pfarrer in Kleinostheim ab 1975 war Schöning zugleich Schulbeauftragter für das Dekanat Aschaffenburg-West, ab 1980 auch Präses für Liturgie und Kirchenmusik. Zeitweise war er auch Dekanatsaltenseelsorger und stellvertretender Dekan. 1991 wechselte er als Pfarrer nach Wiesentheid. Dort wirkte er auch als Caritaspfarrer, Ökumenebeauftragter und als Prokurator für das Dekanat Kitzingen. Am 1. November 2008 trat er in den Ruhestand. Seitdem wohnt er in Astheim und hilft in der Seelsorge mit. Pfarrer i. R. Gregor Türk (77) war zuletzt Hausgeistlicher des Klosters Maria Hilf der Kongregation der Schwestern des Erlösers im Kloster Heidenfeld. Türk stammt aus Frickenhausen (Landkreis Rhön-Grabfeld). 1960 wurde er von Bischof Dr. Josef Stangl in Würzburg zum Priester geweiht. Anschließend war er bis 1965 Kaplan in Amorbach, Haibach, Mömbris, Schimborn und Baunach. 1966 übernahm er das Amt des Kuratus in Gailbach. Dort begleitete er den Bau von Kirche und Pfarrzentrum. Den Ausbau von Kindergarten, Pfarrsaal und Jugendräumen organisierte er und förderte die Eigenleistung zahlreicher Ehrenamtlicher. Aufgrund seiner Verdienste um Gailbach wurde ihm dort 1974 die Ehrenbürgerwürde verliehen und im Januar 2000 ein Platz nach ihm benannt. Von 1978 bis 1986 war Türk Pfarrer in Schollbrunn und zugleich Dekanatsjugendseelsorger für Lohr am Main. Anschließend betreute Türk bis 1992 die Pfarreien Traustadt, Donnersdorf und Pusselsheim. 1991 wurde er zum Dekan-Stellvertreter im Dekanat Schweinfurt-Süd gewählt. Von 1992 bis 2001 wirkte er als Pfarrer in Waldbüttelbrunn. Prokurator im Dekanat Würzburg-links des Mains war er von 1993 bis 1995. Im Juni 2000 wurde Türk auch Dekanats-Caritaspfarrer. Von 2001 bis 2008 war er Hausgeistlicher des Klosters Maria Hilf der Kongregation der Schwestern des Erlösers im Kloster Heidenfeld. Seither ist er im Ruhestand, den er in Rannungen verbringt. Türk hat einen Seelsorgsauftrag für Poppenlauer und Rannungen in der Katholischen Pfarreiengemeinschaft im Lauertal. (34 Zeilen/2810/0900) Pater Hermann Illig feiert Goldenes Priesterjubiläum Bad Kissingen/Heustreu (POW) Das Goldene Jubiläum seiner Priesterweihe begeht am Montag, 26. Juli, Pater Hermann Illig in Bad Kissingen. Dort war er von 1986 bis 2007 Superior der Niederlassung der Herz-Jesu-Missionare und Rektor der Jakobuskirche. Geboren wurde Illig 1934 in Heustreu. Dort besuchte er die Volksschule, wechselte dann auf das Realgymnasium in Bad Neustadt und legte schließlich 1954 am Ingolstädter Gymnasium sein Abitur ab. Danach trat er den Missionaren bei und studierte Theologie und Philosophie in Innsbruck, wo er am 26. Juli 1960 seine Priesterweihe empfing. Ein Jahr lang wirkte er im Anschluss als Studienpräfekt am Gymnasium in Bad Königshofen. Von 1962 bis 1971 war er in Linz Studentenbetreuer und Religionslehrer und besuchte das dortige Brucknerkonservatorium zum Studium der Musikwissenschaften. Anschließend unterrichtete Pater Hermann Religion und Musik in Donauwörth. Er bildete Kirchenmusiker aus, gründete einen Kammerchor und eine Bläsergruppe. Die Auftritte von Kammerchor und Bläsergruppe in seiner Heimatgemeinde Heustreu sind legendär. 1986 wurde er nach Bad Kissingen berufen, wurde Superior und Rektor. Außerdem war er dort von 1986 bis 1999 nebenberuflicher Religionslehrer am Gymnasium und von 1988 bis 1996 auch Beauftragter für Priester- und Ordensberufe im Dekanat Bad Kissingen. (14 Zeilen/2810/0898) Pfarrer i. R. Joseph Bachmann 95 Jahre alt Obernburg/Goldbach/Röllbach/Hollstadt (POW) 95 Jahre alt wird am Mittwoch, 28. Juli, Pfarrer i. R. Joseph Bachmann. Seit 1985 verbringt er seinen Ruhestand in Obernburg. Bachmann wurde 1915 in Aschaffenburg-Schweinheim geboren. 1940 wurde er zum Sanitätsdienst beim Frankreichfeldzug eingezogen. Wenige Monate vor seiner Priesterweihe wurde er zum Abschlussstudium freigestellt. Bischof Dr. Matthias Ehrenfried weihte ihn am 23. Februar 1941 zum Priester. Danach war Bachmann kurze Zeit Kaplan in Aschaffenburg-Sankt Agatha, ehe er wieder zum Sanitätsdienst in Russland eingezogen wurde. Aus dem Krieg zurückgekehrt, kam Bachmann 1945 zunächst als Kaplan nach Höchberg, dann als Präfekt an das Münnerstädter Kilianeum. 1946 wechselte er an das Kilianeum in Miltenberg. Von 1950 bis 1961 erteilte er Religionsunterricht an der Berufsschule in Obernburg. Bischof Dr. Josef Stangl verlieh ihm 1961 die Pfarrei Goldbach-Sankt Maria Immaculata. Von 1974 bis 1976 war Bachmann Pfarrer in Röllbach, anschließend bis zu seiner Pensionierung 1985 Pfarrer in Hollstadt. Auch im hohen Alter hilft Bachmann noch in der Seelsorge mit. (12 Zeilen/2810/0902) Prälat Professor em. Dr. Karl Mühlek wird 80 Jahre alt Passau/Röttingen/Wipfeld (POW) 80 Jahre alt wird am Sonntag, 25. Juli, Prälat Professor em. Dr. Karl Mühlek. 1930 in Röttingen geboren, empfing Mühlek 1953 durch Bischof Dr. Julius Döpfner in Würzburg die Priesterweihe. Drei Jahre lang wirkte er im Anschluss als Kaplan in Würzburg-Unsere Liebe Frau, ehe er 1956 Präfekt am Kilianeum Würzburg wurde. Ein Jahr später wurde er Religionslehrer an der Städtischen Berufsschule in Schweinfurt. Als Subregens am Priesterseminar kehrte Mühlek 1961 zurück nach Würzburg. 1969 wechselte er als Studienrat im Kirchendienst an die Pädagogische Hochschule Würzburg und wurde 1972 zum Oberstudienrat im Kirchendienst befördert. Als Wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule der Universität Würzburg erwarb er im Jahr 1972 den Doktortitel der Theologie und wechselte im Jahr darauf als hauptamtlicher Mitarbeiter in das Schulreferat der Diözese Würzburg. In dieser Zeit half er als Referent beim Aufbau der Würzburger Katholischen Akademie Domschule mit. 1975 wurde er außerordentlicher Professor für Pädagogik und Katechetik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Passau. 1978 bekam er die ordentliche Professur und wurde im gleichen Jahr zum Universitätsprofessor ernannt. Von 1983 bis 1985 und von 1993 bis 1995 war Mühlek zudem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät. 1984 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 1998 wurde Mühlek emeritiert und war bis 1999 Lehrstuhlvertreter. Im Anschluss wirkte er bis 2001 als Gastprofessor in Ruzomberok/Slowakei. Seinen Ruhestand verbringt Mühlek in Passau. Dort hilft er in der Pfarrseelsorge mit. Über 30 Jahre lang wirkte er an den Feiertagen in Schweinfurt-Christkönig und in Wipfeld in der Seelsorge mit. Darüber hinaus begleitete er Pilgergruppen nach Fatima, Lourdes und Rom. (19 Zeilen/2810/0903) Militärdekan a. D. Prälat Peter Rafoth wird 70 Jahre alt Strande/Würzburg (POW) Militärdekan a. D. Prälat Peter Rafoth begeht am Donnerstag, 29. Juli, in Strande seinen 70. Geburtstag. Er ist freigestellt für den Dienst in der Erzdiözese Hamburg und die Militärseelsorge. Rafoth wurde 1940 in Offenbach geboren. Nach der Volksschule in Erlenbach am Main und Aschaffenburg besuchte er das Röntgengymnasium in Würzburg. Nach Studium in Würzburg und Innsbruck empfing er am 27. Juni 1965 in Würzburg die Priesterweihe. Danach wirkte er als Kaplan in Sulzbach, Kirchlauter und Kitzingen-Sankt Johannes. 1971 wurde er für die Militärseelsorge freigestellt. 1972 wurde Rafoth katholischer Standortpfarrer in Göttingen. 1976 übertrug ihm der Militärbischof das Amt des Deutschen Katholischen Militärgeistlichen in Washington/USA. 1980 kehrte Rafoth nach Bonn zurück und wurde Militärdekan und stellvertretender Wehrbereichsdekan für Nordrhein-Westfalen. 1982 wurde er Wehrbereichsdekan für Bayern in München. 1986 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Monsignore. 1996 wurde Rafoth der Ehrentitel Prälat verliehen. 1997 ging er als Leitender Militärdekan nach Kiel, wo er ab 2002 zudem die Beauftragung für die Deutsche Marine hatte. Seit 2003 hilft Rafoth in der Erzdiözese Hamburg in der Seelsorge mit. Außerdem betreute er das Militär im NATO-Hauptquartier in Neapel. Seit 2005 wirkt er neben seiner Tätigkeit im Erzbistum Hamburg ehrenamtlich in der Militärseelsorge mit. (14 Zeilen/2810/0906) Pfarrer Reinhold Ball wechselt von Waldaschaff nach Klingenberg Würzburg/Waldaschaff/Klingenberg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Reinhold Ball (56), Pfarrer und Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hubertus im Spessart“, mit Wirkung vom 1. Dezember 2010 zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Sankt Michael Klingenberg-Röllfeld und der Pfarrei Trennfurt-Sankt Maria Magdalena ernannt. Reinhold Ball wurde 1953 in Obernburg geboren. Nach seiner Ausbildung als Elektromechaniker machte er 1977 das Abitur und studierte in Würzburg und Freiburg im Breisgau Theologie. Am 22. Februar 1986 weihte ihn Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in Würzburg zum Priester. Kaplan war Ball in Würzburg-Sankt Gertraud, Hofheim und Kahl am Main. 1989 ernannte ihn der Bischof zum Kuratus von Neuendorf und Ruppertshütten. 1994 wechselte Ball als Pfarrer nach Waldaschaff. 2000 wurde er zusätzlich Pfarrer von Rothenbuch und Weibersbrunn. Stellvertretender Dekan von Aschaffenburg-Ost war er außerdem von 2000 bis 2005. Seit 2009 ist Ball Leiter der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hubertus im Spessart“ mit Rothenbuch, Waldaschaff und Weibersbrunn.   (12 Zeilen/2810/0887; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kaplan Stolzenberger vorübergehend Administrator im Kahlgrund Würzburg/Miltenberg/Sommerkahl (POW) Kaplan Robert Stolzenberger (30), seit 1. September 2009 Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft Sankt Martin Miltenberg-Bürgstadt, ist mit Wirkung vom 1. September 2010 vorübergehend zum Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft „Christkönig im Kahlgrund“ ernannt worden. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarrei Sommerkahl mit Filiale Blankenbach und die Kuratie Königshofen an der Kahl. Stolzenberger stammt aus Aschaffenburg. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss besuchte er von 1995 bis 2000 das Spätberufenengymnasium Sankt Josef in Fockenfeld. Anschließend studierte er in Würzburg und Rom. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann weihte ihn am 26. Mai 2007 in Würzburg zum Priester. Danach war Stolzenberger zunächst Kaplan in Bad Kissingen, Arnshausen, Winkels und Reiterswiesen und ab September 2007 in Geiselbach, Krombach und Oberwestern. 2009 wechselte er als Kaplan nach Miltenberg und übernahm dort die Aufgabe des Pfarradministrators. (11 Zeilen2810/0889; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kaplan Marian Bak wird Pfarrvikar in Fladungen-Nordheim Würzburg/Bad Neustadt/Fladungen/Nordheim (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Kaplan Marian Bak (50), Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin, Brend“, mit Wirkung vom 1. Oktober 2010 zum Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Fladungen-Nordheim ernannt. Bak stammt aus Sololow/Polen. Nach dem Studium in Krakau wurde er am 31. Mai 1986 in Krakau zum Priester geweiht. Danach wirkte er in verschiedenen Gemeinden als Kaplan. Seit 2000 ist er im Bistum Würzburg tätig. Zunächst half er als Urlaubsvertreter in Gaukönigshofen mit, danach war er Priester zur Mithilfe in Hofheim, Goßmannsdorf und Kerbfeld. 2001 wurde er Kaplan in Marktheidenfeld, 2002 in Mellrichstadt. Dort war er 2005 kurzzeitig auch Pfarradministrator. 2005 wechselte er als Kaplan nach Herbstadt mit Filiale Ottelmannshausen und Breitensee, 2008 nach Brendlorenzen. 2007 wurde er in die Diözese Würzburg inkardiniert und ist seither Priester der Diözese Würzburg. (10 Zeilen/2810/0888; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Ehemalige Generalpriorin Schwester de Lima Trunk gestorben Neustadt am Main/Walldürn (POW) Schwester Maria de Lima Trunk, ehemalige Generalpriorin der Missionsdominikanerinnen in Neustadt am Main, ist am Donnerstag, 8. Juli, im Alter von 95 Jahren gestorben. Trunk wurde 1915 in Walldürn geboren. Sie trat 1936 als Postulantin auf dem Volkersberg in den Orden ein. Die ewige Profess legte Schwester Maria de Lima 1941 im Mutterhaus Oakford Priory in Südafrika ab. Nach der Lehrerinnenausbildung unterrichtete sie in den Schulen verschiedener Konvente in Afrika. Von 1961 bis 1972 oblag ihr als Generalpriorin die Leitung ihrer Gemeinschaft. Im Anschluss wirkte sie als Oberin im Studienhaus in Rom und im Konvent in Neustadt am Main, wo sie auch ihren Ruhestand verbrachte. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, der das Requiem und die Beisetzung am 13. Juli in Neustadt hielt, erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Amtszeit von Schwester de Lima als Generalpriorin in die Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils und der darauf folgenden Umsetzungsversuche gefallen sei. „Es war nicht immer einfach, weiterführende Wege für die Gemeinschaft der Missionsdominikanerinnen zu finden. Schwester de Lima hat sich dieser Aufgabe jedoch mit Gottvertrauen und beeindruckender Tatkraft gestellt.“ (13 Zeilen/2810/0905; E-Mail voraus) Veranstaltungen Führung mit Domkapitular Dr. Lenssen durch Sonderausstellung Würzburg (POW) Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen führt am Freitag, 16. Juli, um 19.30 Uhr im Museum am Dom in Würzburg durch die aktuelle Sonderausstellung „Melodia Apocalittica“. Sie zeigt Gemälde und Zeichnungen von Thomas Lange, die vom Apokalypse-Zyklus des Albrecht Dürer inspiriert sind. Daneben sind Terrakotten und Zeichnungen von Mutsuo Hirano zu sehen, die ebenfalls vom Text der Geheimen Offenbarung des Johannes angeregt wurden. Die Führung wird von den Freunden des Museums am Dom ausgerichtet. Daran schließt sich eine Begegnung bei Wein und Brot an. Die Teilnahme kostet fünf Euro zusätzlich des Eintrittes für Nichtmitglieder. (7 Zeilen/2810/0907) Die Lebenszeit des Ruhestands gestalten Würzburg (POW) Die Lebenszeit nach dem Beruf und der erfolgreiche Übergang in den Ruhestand stehen im Mittelpunkt eines Seminars, zu dem das Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) der Diözese Würzburg am Samstag, 24. Juli, in das Würzburger Sankt Burkardus-Haus einlädt. Tagungsbeginn ist um 9.15 Uhr, Ende gegen 16 Uhr. Es referiert der Diplom-Theologe und Soziologe Bernhard Eder. Die Teilnehmer betreiben eine Standortbestimmung und entwickeln anschließend konkrete Perspektiven für die eigene Lebensplanung. Anmeldung sowie nähere Informationen bei: KAB-Sekretariat Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665330. (8 Zeilen/2810/0912) Dokumentation Erklärung von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (Würzburg) zur Neubesetzung des Augsburger Bischofsstuhles Heute, am Fest des heiligen Kilian und seiner Gefährten (8. Juli 2010), hat der Heilige Stuhl in Rom zeitgleich mit dem Bistum Augsburg die Ernennung des neuen Bischofs von Augsburg, den bisherigen Bischof von Görlitz, Dr. Konrad Zdarsa, bekanntgegeben. Nach dem vom Heiligen Vater angenommenen Rücktrittsgesuch des Bischofs Dr. Walter Mixa wurde sehr zügig der freigewordene Bischofsstuhl besetzt. Ich freue mich sehr, dass der Heilige Vater diese Entscheidung getroffen hat. Mit Bischof Konrad Zdarsa übernimmt ein Oberhirte die Diözese, der langjährige Erfahrungen als Domkapitular und Generalvikar im Bistum Dresden-Meißen hatte und seit Juni 2007 umsichtig das Bistum Görlitz leitete. Ich kenne Bischof Konrad Zdarsa als einen sehr besonnenen, ausgeglichenen Mitbruder. Seine tiefe Gläubigkeit, sein solides theologisches Wissen, seine klaren administrativen Fähigkeiten und seine Menschenfreundlichkeit dürften ihn schnell die Herzen der Gläubigen im Bistum Augsburg gewinnen lassen. Gerade jetzt kommt es darauf an, dass die vielen Verwundungen und Spaltungen in der Augsburger Diözese geheilt und überwunden werden können. Bischof Zdarsa bringt meines Erachtens die besten Voraussetzungen mit. Ich freue mich, dass er nun auch über die Teilnahme bei den Bischofskonferenzen und im Ständigen Rat hinaus auch noch in der Freisinger Bischofskonferenz Sitz und Stimme hat. Seine ruhige, aber feste Stimme wird gehört werden. Ich beglückwünsche meinen Mitbruder Konrad, dass er mit dem Vertrauen des Heiligen Vaters diese ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen hat, danke ihm, dass er dieses nicht leichte Amt angenommen hat und gratuliere den Augsburger Diözesanen von Herzen zu ihrem neuen Bischof! Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg (19 Zeilen/2810/0881; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet P O W 28 - 5 - 14.07.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de