I N H A L T Haushaltsplan 2010 der Diözese Würzburg Würzburg: Haushalt deutlich zurückgefahren 3 (Haushaltsplan 2010 der Diözese Würzburg vorgestellt) Würzburg/Bad Neustadt: „An der Seite dieser Menschen“ 4 (Bischof Hofmann will sich für Siemens-Mitarbeiter einsetzen) Würzburg: Alarmierende Nachricht 5 (Generalvikar Hillenbrand gibt fünften Zwischenbericht zu „Erneuern und Sparen“) Würzburg: „Zwei finanziell schwierige Jahre“ 6-7 (Interview mit Finanzdirektor Dr. Bauer zum Haushaltsplan 2010) Würzburg: Nur zwölf Millionen Euro für den Bau 7 (Bauzuschüsse im Bistum Würzburg werden deutlich zurückgefahren) 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (21): Dekanat Schweinfurt-Nord Schweinfurt: Zwei Gemeinschaften müssen noch errichtet werden 8-9 (Künftig zehn Pfarreiengemeinschaften) Im Gespräch Würzburg: „Wir dürfen uns nicht hemmen lassen voranzuschreiten“ 10-11 (Interview mit dem Ökumene-Referenten Dr. Petro Müller) Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich Berichte Bad Neustadt/Würzburg: „Wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ 12 (Kirchenvertreter kritisieren geplanten Stellenabbau am Siemens-Standort) Würzburg: „Biotope des Glaubens“ 13 (Domkapitular Seidel übernimmt Amt des Ordensreferenten von Prälat Witzel) Würzburg: Stabwechsel bei der Caritas 14-15 (Ordinariatsrat Bieber als neuer Caritasvorsitzender eingeführt) Würzburg: „Selbst Frieden ausstrahlen“ 16 (Weihbischof Boom feiert mit rund 500 Soldaten Gottesdienst im Dom) Würzburg: „Betriebsratsarbeit ist gelebte Solidarität“ 17 (KAB-Präses Hartlaub: Unwort des Jahres zeigt Ungeist mancher Arbeitsgeber) Schmerlenbach: Ausgezeichneter Umweltschutz 18-19 (Huml lobt Umweltschutzaktivitäten des Tagungszentrums Schmerlenbach) Würzburg: Mehr als 30.000 Jugendliche erreicht 20 (Kirchliche Jugendarbeit legt Jahresbericht vor) Würzburg: Letzter Dienstgang für den Postmann 21 (Harald Söder geht in Ruhestand) Würzburg: Uraufführung im Kiliansdom 22-23 („Der Sohn des Zimmermanns“ zum 65. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs) Aktuelles Lexikon Abbé-Vogler-Musikstiftung 23 Kurzmeldungen Würzburg/Aschaffenburg: Pfarreiengemeinschaft „Heilige Dreifaltigkeit“ errichtet 24 Würzburg/Maßbach/Rannungen/Poppenlauer: Pfarreiengemeinschaft „Katholische Pfarreiengemeinschaft im Lauertal“ errichtet 24 Würzburg/Volkach: Pfarreiengemeinschaft „Sankt Urban an der Mainschleife“ errichtet 24 Würzburg: Bisher über 172.000 Euro für Erdbebenopfer aus Sonderkollekte überwiesen – Diözese stellt weitere 50.000 Euro bereit 24 Würzburg: Die Bibel meditativ lesen 24 Personalmeldungen Würzburg: Ulrich Boom neuer Seelsorgereferent 25-26 (Bischof Hofmann ernennt Weihbischof zum Bischofsvikar für Seelsorge) Würzburg: Vor 70 Jahren zu Priestern geweiht 26 (Pfarrer i. R. Pfeifroth und Pfarrer i. R. Ziegler blicken auf wirkungsreiches Leben zurück) Schöllkrippen/Kleinkahl: Pfarrer Adalbert Benker feiert 70. Geburtstag 27 Würzburg/Fladungen/Miltenberg: Kaplan Dr. Christian Lutz wird neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Miltenberg – Bürgstadt“ 27 Würzburg/Bad Neustadt/Salz: Pfarrer Reinwand auch Dekanatsbeauftragter für Liturgie 28 Würzburg/Estenfeld/Rimpar: Dekan Bayer vorübergehend auch Administrator von Rimpar 28 Dettelbach/Großheubach: Pater Weißenberger wechselt von Dettelbach zum Engelberg 28 Großostheim/Obernburg/Großwallstadt: Priester i. R. Reinhold Gehlert gestorben 28 Veranstaltungen Würzburg: Kirchliche Religionslehrer besuchen Dommusik 29 Würzburg: Bildungstag des Frauenbunds für Region Würzburg 29 Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt/Würzburg: Predigtreihe zum Priesterjahr 29 Aschaffenburg/Miltenberg/Obernburg: Bildungstag des Frauenbunds für Region Untermain 30 Bad Neustadt: Bildungstag des Frauenbunds für Region Rhön-Grabfeld 30 Haßfurt: Bildungstag des Frauenbunds für die Region Haßberge 30 Poppenhausen/Schweinfurt: Bildungstag des Frauenbunds für Region Schweinfurt 31 Schweinfurt: Angebote der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt im Februar 31 Haushaltsplan 2010 der Diözese Würzburg Haushalt deutlich zurückgefahren Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer legen Haushaltsplan 2010 in Höhe von über 141 Millionen Euro vor – Diözese Würzburg erwartet Minus von 14,5 Millionen Euro bei Kirchensteuereinnahmen – Rücklagenentnahme nötig Würzburg (POW) Angesichts eines erwarteten deutlichen Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen muss die Diözese Würzburg in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Haushalt 2010 um elf Millionen Euro zurückfahren. 141.085.600 Euro umfasst der Haushaltsplan 2010. Beim Kirchensteueraufkommen rechnet das Bistum mit einem Minus von 14,5 Millionen Euro. Einsparungen sind ebenso notwendig wie die Entnahme aus Rücklagen in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Trotz einschneidender Maßnahmen stehe das Bistum Würzburg finanziell noch sehr gut da, sagte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bei der Vorstellung des Haushaltsplans am Mittwoch, 3. Februar, im Sankt Burkardus-Haus in Würzburg. Nach Angaben von Bischöflichem Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer stehen der Diözese zwei finanziell schwierige Jahre bevor (siehe Interview). Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand bezeichnete in seinem Zwischenbericht zum Prozess „Erneuern und Sparen“ den deutlichen Rückgang an Kirchensteuereinnahmen und die mittlerweile auf knapp 827.000 gesunkene Katholikenzahl im Bistum Würzburg als alarmierende Nachricht. Dennoch stehe die Zusage der Diözese für das kommende Jahr, ohne betriebsbedingte Kündigungen im verfasst-kirchlichen Bereich auszukommen (siehe eigener Bericht). Der größte Teil der Ausgaben fließt nach Angaben des Finanzdirektors in den Personalbereich. Die Personalausgaben liegen bei rund 98 Millionen Euro und machen rund 70 Prozent des Etats aus. Die Personalausgaben tragen vor allem dazu bei, die Seelsorge in den neuen Pfarreiengemeinschaften und großen Einzelpfarreien im Bistum Würzburg zu gewährleisten. Bezahlt wird die Besoldung von 367 Priestern und Ordensleuten, 161 Diakonen, 150 Pastoral- und 133 Gemeindereferenten sowie von weiteren 22 pastoralen Mitarbeitern. Hinzu kommen Mittel für die Gehälter von Religionslehrern, Mitarbeitern des Diözesancaritasverbands, Fachberatern, Verwaltungsangestellten, Mesnern, Organisten, Pfarrhaushälterinnen und Angestellten in den Pfarr- und Diözesanbüros. Während in fast allen Bereichen Kürzungen im Investitionsbereich notwendig sind, finden sich im Haushaltsplan dennoch einzelne Erhöhungen von Zuschüssen. So wird zum Beispiel das erfolgreich angelaufene Projekt „Kess erziehen“ des Familienbunds mit 47.500 Euro unterstützt; 2009 gab es bereits 42.700 Euro. Leicht erhöht sich auch der Zuschuss für Telefonseelsorge und Krisendienst. Die Diözese investiert hier 270.000 Euro. Den Auftritt der Diözese Würzburg beim Ökumenischen Kirchentag in München lässt sie sich 10.000 Euro kosten. Insgesamt sind laut Finanzdirektor Bauer über 87,4 Millionen Euro für die allgemeine und die besondere Seelsorge eingeplant. Für Aufgaben der Diözesanleitung werden 13 Millionen Euro bereitgestellt. Für Schule, Bildung, Wissenschaft und Kunst gibt das Bistum über 11,2 Millionen Euro, für sozial-karitative Dienste über 18,5 Millionen Euro. Zu den karitativen Aufgaben zählen beispielsweise die Jugendhilfe, die zahlreichen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, die Unterstützung werdender Mütter in Not und die Hilfe für Arbeitslose. Gesamtkirchliche Aufgaben schlagen mit über 9,7 Millionen Euro zu Buche. Die bereitgestellten Mittel helfen der Aufrechterhaltung gemeinsamer kirchlicher Aufgaben in Bayern und Deutschland sowie des Dienstes der Missionare aus der Diözese Würzburg in aller Welt. Hinzu kommt die Katastrophenhilfe. Eine Million Euro fließt in die Rentenkasse für Priester. Die Bauzuschüsse liegen mit 12,7 Millionen Euro um fast neun Millionen Euro unter der Summe von 2009 (siehe eigener Bericht). 123,7 Millionen Euro, 87,69 Prozent der Einnahmen, sind Kirchensteuermittel. Ergänzt werden sie durch Staatsleistungen (7,12 Millionen Euro), Mittel aus allgemeinem Grundvermögen (1,84 Millionen Euro) sowie sonstigen Einnahmen (5 Millionen Euro). Hinzu kommt eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Dem Etatentwurf haben die Mitglieder des Konsultorenkollegiums (Domkapitel) am 1. Dezember 2009 und die Mitglieder des Diözesansteuerausschusses am 3. Dezember 2009 zugestimmt. (44 Zeilen/0510/0168; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „An der Seite dieser Menschen“ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann will sich für die von Entlassung bedrohten Siemens-Mitarbeiter in Bad Neustadt einsetzen Würzburg/Bad Neustadt (POW) Als „erhebliche Belastung für die Menschen in der Rhön“ hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Mittwoch, 3. Februar, die Pläne der Siemens AG bezeichnet, am Standort Bad Neustadt 840 Arbeitsplätze abzubauen. „Das ist ein sehr dramatischer Vorgang. Wir stehen als Kirche an der Seite dieser Menschen.“ Bei der Haushalts-Pressekonferenz des Bistums betonte er, dass nicht nur die Siemens-Mitarbeiter betroffen seien, sondern mit ihnen auch ihre Familien: „Aus persönlichen Schilderungen weiß ich, welche Katastrophen da auf die Einzelnen zukommen.“ Der Bischof erklärte, er sei fest entschlossen, sich bei den Verantwortlichen der Siemens AG in München zu melden und um Verständnis dafür zu werben, dass „man so nicht mit den Leuten umgehen kann“. Bei einem Quartalsgewinn von 1,5 Milliarden Euro müsse das Unternehmen mehr Rücksicht auf die Menschen nehmen. „Haben die Verantwortlichen denn nichts aus der Weltwirtschaftskrise gelernt? Mir scheint, dass alle in diesem Zusammenhang geführten Diskussionen keine Auswirkungen zeigen“, sagte der Bischof. In der Sendung „Quer“ berichtet das Bayerische Fernsehen am Donnerstag, 4. Februar, um 20.15 Uhr über die Situation in Bad Neustadt. Bischof Hofmann kommt darin ebenfalls zu Wort. mh (POW) (15 Zeilen/0510/0169; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Alarmierende Nachricht Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand gibt fünften Zwischenbericht zu „Erneuern und Sparen“ – Kirchensteuereinnahmen und Katholikenzahl gehen deutlich zurück Würzburg (POW) Als alarmierende Nachricht hat Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand den deutlichen Rückgang an Kirchensteuereinnahmen und die mittlerweile auf knapp 827.000 gesunkene Katholikenzahl im Bistum Würzburg bezeichnet. Dennoch stehe aber die Zusage der Diözese für das kommende Jahr, ohne betriebsbedingte Kündigungen im verfasst-kirchlichen Bereich auszukommen, sagte der Generalvikar in seinem fünften Zwischenbericht zum Prozess „Erneuern und Sparen“ bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2010 der Diözese Würzburg am Mittwoch, 3. Februar, im Sankt Burkardus-Haus in Würzburg. Alarmierend gestiegen sei auch die Zahl der Kirchenaustritte, die im Bistum Würzburg im Jahr 2009 bei 3788 lag. Im Vorjahr waren es 3416 Menschen, die sich von der Kirche abwandten. „Hinter jeder Zahl steht eine persönliche Geschichte der Entfremdung von der Kirche. Wir wollen verstärkt auf Menschen zugehen, die die Kirche verlassen haben“, sagte Hillenbrand. Als sehr erfreulich bezeichnete er die 254 Wiedereintritte, Übertritte und Erwachsenentaufen im Jahr 2009. Immer drängender werde die Frage, wie „wir unter gewandelten Bedingungen missionarisch Kirche sein können“. Dankenswerterweise habe der Diözesansteuerausschuss zugestimmt, die Anstellungszahl von zwei Ständigen Diakonen, zwei Pastoralreferenten und sieben Gemeindereferentinnen und -referenten auch für das kommende Haushaltsjahr zu halten. Diese Entscheidung brauche aber einen Orientierungsrahmen, nämlich die Bereitschaft aller pastoralen Kräfte, sich bei dem berechtigten spezifischen Profil der jeweiligen Berufsgruppe als übergreifende Dienstgemeinschaft zu sehen, betonte Hillenbrand. Mit Sorge nehme er vermehrt Zeichen von Konkurrenzneid wahr, wenn etwa Vertreter von Pastoral- und Gemeindereferenten aneinander vorbei versuchten, ihre jeweilige Gruppe als wichtiger für die Zukunft des Bistums hinzustellen. „Solche Positionskämpfe, die letztlich bloß binnenkirchlichem Denken verhaftet sind, können wir uns nicht leisten; gerade weil wir im Bistum die hauptberufliche und ehrenamtliche Laienarbeit so hoch einschätzen, muss solches Denken angesichts der knapper werdenden finanziellen Ressourcen überwunden werden“, mahnte der Generalvikar. In den neuen Pfarreiengemeinschaften würde neben den ehrenamtlichen Aktivitäten den Pfarrbüros eine verstärkte Bedeutung zukommen; deshalb würden die Beschäftigten in den Pfarrbüros um der besseren Profilierung willen einheitlich in die diözesane Anstellungsträgerschaft überführt. Orientierungspunkt in all dem darf nach den Worten des Generalvikars nicht einfach die Bewahrung des Bestehenden sein, sondern die Frage, wie die Diözese unter gewandelten Voraussetzungen missionarisch Kirche sein könne. Künftig werde es im bisherigen Umfang nicht mehr möglich sein, dass größere Verbände und Initiativen von der Diözese mitgetragene eigene Häuser zur Verfügung hätten. Die Prioritätenkommission habe sich deshalb ausführlich mit der Situation der Tagungs- und Bildungshäuser beschäftigt und festgestellt, dass eine erhöhte Flexibilität das Gebot der Stunde sei, ohne dass deswegen gewachsene Profile einfach verschwinden sollten. „Aber gerade wenn solche Häuser Orientierungshilfen für die Zukunft geben wollen, können sie oder die sie tragenden Verbände nicht einfach ein Besitzstandsdenken pflegen, das die notwendige Erneuerung eher blockiert als ermöglicht.“ Als erster Schritt sei deshalb an eine zentrale und damit kostensparende bistumsweite Wirtschaftsführung gedacht, die für weiterführende Synergieeffekte offen sei, unterstrich der Generalvikar. Die Gemeinden lud der Generalvikar ein, zu dem fünften Zwischenbericht Stellung zu nehmen. Rückmeldungen seien wichtig und würden ernst genommen, unterstrich Hillenbrand. Stellungnahmen sind zu richten an das Bischöfliche Generalvikariat Würzburg, Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, E-Mail generalvikariat@bistum-wuerzburg.de. Der komplette fünfte Zwischenbericht zum Prozess „Erneuern und Sparen“ im Bistum Würzburg findet sich im Internet unter www.bistum-wuerzburg.de. bs (POW) (42 Zeilen/0510/0167; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Zwei finanziell schwierige Jahre“ Interview mit Bischöflichem Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer zum Haushaltsplan 2010 der Diözese Würzburg Würzburg (POW) Die Diözese Würzburg muss für das Jahr 2010 mit einem deutlichen Einbruch der Kirchensteuereinnahmen rechnen. In folgendem Interview spricht Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer über die aktuelle finanzielle Situation des Bistums. POW: Im Haushaltsplan der Diözese Würzburg für das Jahr 2010 sind die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Wie würden Sie die aktuellen Planungen umschreiben? Dr. Adolf Bauer: Die Diözese Würzburg muss für 2010 mit einem außergewöhnlich deutlichen Einbruch bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer rechnen. Vor allem die Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch steuerrechtliche Veränderungen sind für den erheblichen Rückgang verantwortlich. Wir gehen nach unseren – pessimistisch kalkulierten – Schätzungen von einem Minus von über zehn Prozent aus: Das sind rund 14,5 Millionen Euro weniger als im Jahr 2009. Dennoch können wir auch für 2010 einen soliden Haushalt vorstellen. Die Diözese Würzburg muss trotz der geringeren Einnahmen keine Kredite aufnehmen und sich nicht verschulden. Notwendig ist aber eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Das ist vor allem deshalb notwendig, um die schon massiv gekürzten Mittel für Baumaßnahmen nicht völlig zurückfahren zu müssen. Wir wollen damit vermeiden, dass durch aufgeschobene Bauprojekte noch größere bauliche Belastungen auf uns zukommen. Die Einschnitte sind hart. Die Jahre 2010 und 2011 dürften finanziell schwierige Jahre für das Bistum werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich die Volkswirtschaft erholt und sich die Beschäftigungslage verbessert. POW: Wie wirkt sich der reduzierte Haushaltsplan auf Baumaßnahmen aus? Bauer: Wir müssen bei Baumaßnahmen massiv auf die Bremse treten, können aber dringend notwendige Projekte finanzieren. Begonnenes soll fertiggestellt werden können. Obwohl wir den Bau-Etat um 8,8 Millionen Euro reduzieren, wird es keinen Baustopp geben. Neue Projekte werden nur dann angegangen, wenn die Kosten gesichert sind. Renovierungen werden heuer vor allem dort durchgeführt, wo bereits die Finanzierung in den vergangenen Jahren sicher gestellt werden konnte. Angesichts des Rückgangs der Katholikenzahl ist aber stets der Baubestand in den Gemeinden auf die pastoralen Bedürfnisse hin zu prüfen. Dabei wird man in bestimmten Bereichen auch feststellen müssen, dass sich kirchliche Rechtsträger in Einzelfällen auch von Immobilien trennen müssen. Die derzeitige Reduzierung im Bau-Etat bedeutet zunächst eine zeitliche Streckung der nötigen Baumaßnahmen. Sollten die Einnahmen 2010 doch besser ausfallen als von uns geschätzt, werden die zusätzlichen Mittel in Bauinvestitionen fließen. POW: Und wie steht es um die Personalkosten? Bauer: Die Personalkosten nehmen fast 70 Prozent des Haushaltsvolumens ein. Eingerechnet haben wir bereits einen tariflich bedingten Anstieg der Gehälter um zwei Prozent. Die vereinbarten Stellen können auch besetzt werden. Einen Einstellungsstopp wird es nicht geben. POW: Welche Bereiche bleiben von Kürzungen verschont? Bauer: Als Beispiel darf ich den Bereich der Kindergärten und Kindertageseinrichtungen nennen. Hier sind – nach einem außerordentlichen Ansatz im Jahr 2009 – immerhin zwei Millionen Euro eingeplant. Der Umbau von Kindergärten und Kinderkrippen wird auf hohem Niveau vorangetrieben und der laufende Betrieb unterstützt. Der Einsatz der Kirche für Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren, für Menschen aller Altersgruppen soll weiterhin auf dem Niveau der Vorjahre finanziell unterstützt werden. So fließen über 1,5 Millionen Euro allein in die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die wir fast ohne staatliche Hilfen schultern müssen. Auf konstantem Niveau bleibt auch die Hilfe für werdende Mütter, für Arbeitslose und für Katastrophenopfer. Gerade das jüngste Erdbeben in Haiti hat gezeigt, wie wichtig eine rasche Unterstützung der Arbeit von Caritas international oder anderer Hilfswerke durch die deutschen Diözesen ist. POW: Ihre Prognose für die kommenden Jahre? Bauer: Langzeitprognosen sind allenfalls begründete Vermutungen. Für 2010 ist von einem leichten Wachstumstrend auszugehen, der aber kaum eine positive Veränderung auf dem Arbeitsmarkt herbeiführen dürfte. In meiner über 30-jährigen Dienstzeit als Finanzdirektor war mir immer wichtig, dass ein Jahreshaushalt nicht für sich allein steht, sondern auf andere aufbaut. Unsere Planungen sind stets mittelfristig angelegt. In den vergangenen Jahren konnte die Diözese viele Investitionen tätigen. Jetzt heißt es, Projekte zurückzustellen. Für 2012 hoffe ich auf eine Normalisierung. (51 Zeilen/0510/0153; E-Mail voraus) Interview: bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Nur zwölf Millionen Euro für den Bau Bauzuschüsse im Bistum Würzburg werden deutlich zurückgefahren – Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer: „Wir treten auf die Bremse“ Würzburg (POW) Die Zuschüsse für Baumaßnahmen in der Diözese Würzburg werden im Jahr 2010 spürbar zurückgefahren. 12,73 Millionen Euro investiert das Bistum in die Erneuerung und Erhaltung von Gotteshäusern und kirchlichen Gebäuden sowie von Kindergärten, knapp neun Millionen Euro weniger als 2009. „Wir treten im Bausektor auf die Bremse. Einen Baustopp wird es aber nicht geben“, betont Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer. Im Einzelnen sind im Haushaltsplan 3,2 Millionen Euro für Kircheninstandsetzungen enthalten, 1,5 Millionen Euro für Pfarrhäuser, knapp 2.2 Millionen Euro für Pfarrheime, 500.000 Euro für Orgeln, 60.000 Euro für die Denkmalpflege und 1,2 Millionen Euro für weitere unvorhersehbare Baufälle. Die Renovierung von Gotteshäusern unterstützt die Diözese in Dettelbach (500.000 Euro), Ebelsbach (55.000 Euro), Estenfeld (230.000 Euro), Großeibstadt (256.000 Euro), Großwelzheim (320.000 Euro), Halsheim (70.000 Euro), Jesserndorf (113.000 Euro), Oberschwarzach (150.000 Euro), Pfersdorf (256.000 Euro), Ramsthal (50.000 Euro), Schwarzenau (50.000 Euro), Untertheres (80.000 Euro), Uettingen (192,000 Euro), Volkach-Maria im Weingarten (325.000 Euro), Waldfenster (200.000 Euro), Waigolshausen (200.000 Euro), Weilbach (60.000 Euro) und Würzburg-Heilig Kreuz (100.000 Euro). Zuschüsse für Pfarrheime gibt es für Frankenwinheim (200.000 Euro), Himmelstadt (500.000 Euro), Limbach (70.000 Euro), Oberwestern (440.000 Euro), Ochsenfurt-Sankt Andreas (100.000 Euro), Sandberg (42.500 Euro), Schweinfurt-Christkönig (250.000 Euro), Schweinfurt-Maria Hilf (70.000 Euro), Stammheim (240.000 Euro), Veitshöchheim (100.000 Euro) und Waldbrunn (150.000 Euro). Hinzu kommen Bauzuschüsse für die Caritas: die Unterstützung von Kindergärten und Kinderkrippen mit zwei Millionen Euro, Zuschüsse für das Altersheim Sankt Gertrudis in Bad Kissingen und für den dortigen Ortscaritasverband in Höhe von insgesamt 475.000 Euro sowie für das Kinderdorf Sankt Anton in Riedenberg in Höhe von 200.000 Euro. Baumaßnahmen von Ordensschulen werden mit insgesamt 470.000 Euro unterstützt: Die Ursulinen in Würzburg erhalten 250.000 Euro, die Maria-Ward-Schule in Aschaffenburg 100.000 Euro, die Schule der Dillinger Franziskanerinnen in Volkach 100.000 Euro und das Kreuzburg-Gymnasium in Großkrotzenburg 20.000 Euro. Weitere Bauzuschüsse gibt es für den Marmelsteiner Hof Würzburg (260.000 Euro), die Thüringer Hütte (150.000 Euro), das Sankt Burkardus-Haus in Würzburg (100.000 Euro), die Turnhalle des Vinzentinums Würzburg (100.000 Euro), die Benediktushöhe Retzbach (50.000 Euro) sowie jeweils 5000 Euro für verschiedene Studentenwohnheime. Die DJK-Vereine sind mit 75.000 Euro bei ihren Bauprojekten berücksichtigt. Für den Aufbau der Kirche in Osteuropa und in der Weltkirche sind außerdem 200.000 Euro veranschlagt. (31 Zeilen/0510/0154; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet 2010 – Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft (21): Dekanat Schweinfurt-Nord Zwei Gemeinschaften müssen noch errichtet werden Im Dekanat Schweinfurt-Nord bilden künftig 27 Pfarreien, zehn Kuratien und 14 Filialen zehn Pfarreiengemeinschaften Schweinfurt (POW) Knapp 37.000 Katholiken leben im Dekanat Schweinfurt-Nord, im westlichen, nördlichen und östlichen Umland der Stadt Schweinfurt. Das Dekanat erstreckt sich von Wasserlosen bis Obereuerheim und von Gochsheim bis Stadtlauringen. Die größten Pfarreien sind Niederwerrn, Dittelbrunn, Schonungen und Gochsheim. Die 27 Pfarreien, zehn Kuratien und 14 Filialen des Dekanats bilden künftig zehn Pfarreiengemeinschaften. Bisher sind acht Seelsorgeeinheiten errichtet. Die Gemeinden im Dekanat Schweinfurt-Nord auf dem Weg zu Pfarreiengemeinschaften: ein Bericht kurz vor Abschluss des Prozesses der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften zum ersten Fastensonntag 2010. Bereits am 1. Dezember 2005 errichtet wurde die Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön mit insgesamt knapp 3000 Katholiken. Verwaltungssitz ist Hesselbach, wo sich auch das Rathaus der Kommunalgemeinde befindet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarrei Hesselbach mit Filiale Hoppachshof, die Pfarrei Ebertshausen, die Kuratie Üchtelhausen und die Kuratie Reichmannshausen. Leiter ist Pfarrer Pater Michael Zeitz. Seit 1. Mai 2008 gibt es die Pfarreiengemeinschaft Niederwerrn-Oberwerrn. Zu ihr gehören die Pfarrei Sankt Bruno in Niederwerrn und die Kuratie Sankt Bartholomäus in Oberwerrn mit insgesamt rund 4200 Katholiken. Leiter der Pfarreiengemeinschaft ist Pfarrer Stefan Kömm. Die Pfarreiengemeinschaft Sankt Sebastian am Main wurde am 1. Juli 2008 errichtet und zählt rund 3500 Katholiken. Zu ihr gehören die Pfarreien Schonungen, Hausen und Forst sowie die Kuratie Mainberg. Leiter der Pfarreiengemeinschaft ist Pfarrer Thomas Amrehn. Die benachbarte Pfarreiengemeinschaft „Maria Königin vom Kolben“ rund um Marktsteinach wurde ebenfalls 2008 errichtet, am 31. Oktober. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarrei Marktsteinach mit Filialen Abersfeld, Löffelsterz und Rednershof sowie die Pfarrei Waldsachsen. Leiter der knapp 2000 Katholiken zählenden Seelsorgeeinheit ist Pfarrer Andreas Heck. Zum Fest des Apostels Jakobus, 25. Juli 2009, beurkundete Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Jakobus der Ältere im Oberen Werntal“. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Kronungen, Kützberg, Maibach, Pfersdorf und Poppenhausen mit Filiale Hain. Pfarrer der rund 3100 Katholiken zählenden Pfarreiengemeinschaft ist Josef Zwickl. Seit 20. September 2009 besteht die Pfarreiengemeinschaft „Marienbachtal“ mit insgesamt 4750 Katholiken. Sie umfasst die Pfarreien Dittelbrunn und Hambach mit Filiale Pfändhausen sowie die Kuratie Holzhausen. Dittelbrunn und Hambach sind derzeit Pfarrersitze. Pfarrer Gerd Staudt wirkt in Dittelbrunn und Pfarrer Paul Kowol in Hambach, Pfändhausen und Holzhausen. Die Pfarreiengemeinschaft „Maria Hilf – Wasserlosen“ feierte zum 8. Dezember 2009 ihre Errichtung. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Brebersdorf, Burghausen und Greßthal, die Kuratien Kaisten, Schwemmelsbach und Wasserlosen sowie die Filialen Wülfershausen und Rütschenhausen mit insgesamt zirka 3000 Katholiken. Ab 1. März 2010 leitet Pfarrer Christoph Dörringer die Pfarreiengemeinschaft, die deckungsgleich mit der Gemeinde Wasserlosen ist. Pfarr- und Verwaltungssitz ist Wasserlosen. Die Pfarreiengemeinschaft Sankt Christophorus im Mainbogen südöstlich von Schweinfurt ist die größte Seelsorgeeinheit im Dekanat und umfasst knapp 7000 Katholiken. Zu ihr gehören die Pfarreien Gochsheim, Obereuerheim, Sennfeld und Weyer, die Kuratie Untereuerheim sowie die Filialgemeinde Schwebheim. In dieser Pfarreiengemeinschaft wirken derzeit zwei Pfarrer: Dekan Gregor Mühleck ist Pfarrer von Ober- und Untereuerheim, Gochsheim und Weyer. Heinrich Knauer ist Pfarrer in Sennfeld und Schwebheim. Die Pfarreiengemeinschaft wird zum 8. Februar 2010 errichtet. Noch im Entstehen befindet sich die künftige Pfarreiengemeinschaft Stadtlauringen im Nordosten des Dekanats. Zu ihr gehören die Pfarrei Altenmünster mit Filialen Ballingshausen und Sulzdorf, die Pfarrei Birnfeld, die Pfarrei Stadtlauringen mit Filiale Wettringen sowie die Kuratie Fuchsstadt. Die Gesamtzahl der Katholiken liegt bei zirka 2750. Pfarrer der künftigen Pfarreiengemeinschaft ist Dr. Benno von Bundschuh. Altenmünster als Wallfahrts- und Pilgerort betreut Pfarrer Manfred Hauck. Die künftige Pfarreiengemeinschaft Geldersheim/Euerbach wird von Pfarrer Otto Barth geleitet. Knapp 3500 Katholiken gehören zu dieser Seelsorgeeinheit, die die Pfarreien Euerbach und Geldersheim sowie die Filialen Obbach und Sömmersdorf bilden. Hinweis: In dieser Serie geht es in erster Linie um die neuen Strukturen in den Dekanaten der Diözese Würzburg. Genannt werden deshalb nur die leitenden oder koordinierenden Pfarrer der neuen Einheiten oder Einzelpfarreien, nicht aber alle hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. bs (POW) (53 Zeilen/0510/0147; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Im Gespräch „Wir dürfen uns nicht hemmen lassen voranzuschreiten“ Interview mit dem Ökumene-Referenten Dr. Petro Müller zum Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München und zum aktuellen Stand der Ökumene Würzburg (POW) In knapp 100 Tagen beginnt der Zweite Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in München. Vom 12. bis 16. Mai treffen sich Christen aus ganz Deutschland, um miteinander über das Christsein in heutiger Zeit zu sprechen, gemeinsam die Bibel zu meditieren und Gottesdienste zu feiern. Das Motto des Kirchentages lautet: „Damit ihr Hoffnung habt!“ Im folgenden Interview spricht der Ökumene-Referent der Diözese Würzburg, Dr. Petro Müller, über die Vorbereitungen, über Hoffnungen an das Christentreffen, über die ökumenische Ungeduld vieler Christen und über den aktuellen Stand der Ökumene. POW: Das Motto des Ökumenischen Kirchentags 2010 lautet: „Damit ihr Hoffnung habt!“ Was verbinden Sie mit dem Motto? Dr. Petro Müller: Zunächst einmal die Aufforderung aus dem Ersten Petrusbrief, als Christ jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die uns als Gläubige erfüllt. Diese unsere Hoffnung gilt es, in die Gesellschaft hineinzutragen. POW: Mit welcher Hoffnung sollten die Christen dem Kirchentag entgegengehen? Müller: Einmal mit der Hoffnung, dass wir als Schwestern und Brüder aus allen Konfessionen dort ökumenisch tatsächlich etwas bewegen können, zum anderen mit der Hoffnung, dass wir gemeinsam Zeichen setzen, damit viele Menschen unserer Tage den Wert des Glaubens neu oder vertieft entdecken können. POW: Wie bereitet sich das Bistum Würzburg auf den Kirchentag vor? Müller: Das Thema des ÖKT wurde schon sehr früh in die verschiedensten Gremien des Bistums hineingetragen, damit Dekanate, Gemeinden, ökumenische Gruppierungen, Jugendliche, Bildungshäuser und viele andere Menschen für den Kirchentag aufgeschlossen reagieren konnten. Es gibt seit Anfang 2009 die bundesweite Kampagne „Auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag“. Darüber haben wir informiert und dafür geworben, damit viele schon im Vorfeld des Großereignisses gemeinsame Wege gehen können. Ökumenische Aktionen, Projekte, Pilgerwege und einfache Begegnungen auf dem Weg zum ÖKT sind im wahrsten Sinne des Wortes „Wegbereiter“. Auf dem ÖKT selbst wird es einen Stand der Diözese geben, der sowohl das Bistum Würzburg als auch die bei uns gelungene ökumenische Arbeit am Beispiel der Würzburger Christophorus-Gesellschaft präsentiert. POW: Was können Gemeinden mit Blick auf das ökumenische Großereignis tun? Müller: Zunächst mal sich einfach anmelden und mitmachen, es werden in den verschiedenen Dekanaten und auch einzelnen Pfarreien Fahrten nach München angeboten. Man kann sich auch persönlich anmelden, zum Beispiel im Internet unter www.oekt.de. Zum anderen ist der ÖKT sicher Anlass genug, die eigenen ökumenischen Verbindungen zu vertiefen. In manchen Gemeinden gibt es noch wenige Kontakte, in einigen war das ökumenische Engagement früher besser. Der ÖKT kann hier Ansporn sein voranzuschreiten. POW: Wie werben Sie für den Kirchentag? Müller: Immer wieder stelle ich aktuelle Nachrichten über den ÖKT auf die Ökumene-Seite des Bistums (www.oekumene.bistum-wuerzburg.de). Da die Seite recht häufig genutzt wird – wir hatten im ersten Jahr zirka 33.000 Nutzer –, hoffe ich, dass die Informationen auch ankommen. Zudem bin ich häufig eingeladen vor Gremien, in Dekanatsräten, auf Seelsorgekonferenzen oder auch in einzelnen Gemeinden über den ÖKT aufzuklären und für die Teilnahme zu werben. Manchmal gab es sogar ökumenische Einladungen, das heißt, ich konnte vor konfessionsverschiedenen Gruppierungen einladen oder auch in evangelischen Gemeinden. Die Dekanatsbeauftragten für Ökumene wurden seit gut zwei Jahren auf dem Laufenden gehalten, damit sie Multiplikatoren sein können. Zuweilen gebe ich am Telefon Tipps und motiviere zur Teilnahme. Es gibt übrigens einen wunderbaren etwa viertelstündigen Film, der in groben Zügen informiert, was der ÖKT ist und was er will. Den kann man sich auch auf der vorhin genannten Homepage anschauen oder runterladen. POW: So manche Christen drängen auf das gemeinsame Abendmahl. Welche Hoffnung kann diesen Christen gegeben werden? Müller: Hier rate ich zugleich zur Geduld, aber auch zu „heiliger Ungeduld“. Wir können das gemeinsame Abendmahl nicht einfach machen. Theologisch gesehen hängt die Frage mit dem Amtsverständnis und dem Kirchenbegriff zusammen. Da wird seit Langem von den Theologen und den Verantwortlichen der Kirchen dran gearbeitet. Ich verstehe die Ungeduld einzelner und auch mancher Gemeinden. Wenn man bedenkt, wie viel in den vergangenen Jahren schon vorangegangen ist nach über 450 Jahren Streit und Trennung, ist das enorm. Nochmals: Wir dürfen das Ziel der Gemeinschaft am Tisch des Herrn nicht aufgeben, aber man kann es auch nicht einfach erzwingen wollen. Letztlich wird uns die Einheit geschenkt. POW: Welcher Anschub könnte und sollte vom Kirchentag für die Kirchen in Deutschland ausgehen? Müller: Ich hoffe auf klare Bekenntnisse zur Ökumene von beiden großen Kirchen in unserem Land. Da war mir in den vergangenen Jahren zu viel „Profil-Gehabe“ im Vordergrund. Das Gemeinsame, das viel stärker ist als alles Trennende, gehört stärker betont. Ich hoffe auch, dass der ökumenische Funke auf die nächste Generation überspringt. Gefreut hat mich deshalb die letzte „Meteorit“-Nummer des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). In dieser Jugendzeitschrift wurde das Thema „Ökumene“ in den Mittelpunkt gestellt. Das ist wichtig. Ökumenische Themen und die dazugehörige Praxis dürfen niemals nur Sache einiger weniger „Ökumene-Fans“ der mittleren oder älteren Generation sein. Uns Katholiken muss klar sein, dass „Katholisch-Sein“ immer auch „Ökumenisch-Sein“ bedeutet. Den anderen Kirchen geht es hoffentlich auch so! Zum zweiten halte ich einen gesellschaftlichen und zugleich sozialen Schulterschluss der Kirchen für nötig. Das Hoffnungsthema verpflichtet uns geradezu dazu. Wir haben gemeinsam einzustehen für die Nöte und Sorgen der Menschen in unserer Gesellschaft, von der nötigen Bildungsoffensive über die Kinderarmut bis hin zum sozialen Ausgleich. Wenn ich bedenke, dass das letzte gemeinsame Sozialpapier der Kirchen 13 Jahre alt ist, wird es Zeit, sich solcher Themen wieder gemeinsam und aktuell anzunehmen. POW: Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär, sprach jüngst davon, dass die Ökumene eine trübe Zukunft vor sich habe und sich die Christen eine Ökumene der Langsamkeit nicht leisten könnten. Wie sehen Sie den aktuellen Stand der Ökumene? Müller: Deshalb habe ich ja vorhin schon von Geduld und Ungeduld gesprochen. Kardinal Kasper hat kürzlich die ökumenischen Dialogfrüchte der vergangenen 40 Jahre in einer Art „Erntebericht“ vorgelegt – der englische Titel lautet „Harvesting the Fruits“. Wir haben also wirklich Erfolge erzielt im Dialog mit Lutheranern, Reformierten, Anglikanern und Methodisten. Der nächste Schritt wäre, aus dieser Ernte heraus tatsächlich auf Kirchengemeinschaft hinzuarbeiten. Viele Christen hoffen genau darauf und wollen nicht länger warten. Es müssen Zeichen gesetzt werden, dass die Dialoge der Vergangenheit uns als Kirchen tatsächlich in die Zukunft weisen, sonst geht vielen Menschen die Puste aus. Der aktuelle Stand der Ökumene ist gar nicht so schlecht, wir müssen nur aus dem Stand in den Sprung kommen, dürfen uns nicht hemmen lassen voranzuschreiten. POW: Was planen Sie persönlich für die Tage des Kirchentags in München? Müller: Konkret durfte ich in einer Projektgruppe des Kirchentages zum Thema „Reformen mit und seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil“ eine Podiumsveranstaltung mit vorbereiten. Da werden über 1000 Leute erwartet. Da bin ich auf alle Fälle dabei, weil man ja wissen will, was draus geworden ist. Dann freue ich mich auf den Abend der Begegnung in der Münchner Innenstadt, wenn sich unterschiedliche Regionen künstlerisch und kulinarisch vorstellen. Ich freue mich auch auf so manchen Gottesdienst, sowohl auf die großen Eröffnungsfeiern, als auch auf eher versteckte, spirituelle Angebote. Gerade die sozialen Themen werden mein Interesse finden und natürlich die ökumenischen. Beim Diözesanstand auf der Agora werde ich vorbei schauen, ebenso bei den Ständen der Kolleginnen und Kollegen aus der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Es ist auf der Agora eine bayerische „Kircheninsel“ geplant, wo sich alle vorstellen. Die Begegnungen werden sicher manches „highlight“ bringen, weil man zig ökumenische Bekannte und Freunde treffen kann. Das Programm erscheint ja erst. Die vier Themenbereiche „Verantwortlich handeln – Christ sein in der einen Welt“; „Miteinander leben – Christ sein in der offenen Gesellschaft“; „Suchen und finden – Christ sein und die vielfältigen Orientierungen“; „Glauben leben – Christ sein in der Vielfalt der Kirchen“ sind absolut interessant. Es wird dazu zirka 3000 Veranstaltungen geben. Aus dem Programm werde ich gezielt auswählen und mich dann von Künstlern, Kirchenleuten, Theologen und Politikern inspirieren lassen. (100 Zeilen/0510/0148; E-Mail voraus) Interview: Bernhard Schweßinger (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Berichte „Wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ Kirchenvertreter kritisieren geplanten Stellenabbau am Siemens-Standort Bad Neustadt – Betriebsseelsorge bietet Betroffenen Begleitung an Bad Neustadt/Würzburg (POW) Mit Empörung und Unverständnis haben Vertreter der Diözese Würzburg auf die Planung der Siemens AG reagiert, am Standort Bad Neustadt 840 Arbeitsplätze abzubauen. „Das Bistum Würzburg reagiert betroffen auf diese Entscheidung. Wir appellieren eindringlich an die Verantwortlichen, erst die Situation der betroffenen Menschen zu sehen“, sagte Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Montag, 1. Februar. Diakon Peter Hartlaub, Leiter der Betriebsseelsorge im Bistum Würzburg, beschrieb die Lage so: „Es trifft die Menschen wie ein Blitz aus heiterem Himmel, denn Siemens hat in Bad Neustadt in den vergangenen Jahren mit einer hochmotivierten Belegschaft einen sehr erfolgreichen Weg eingeschlagen.“ Er könne sich aus seiner Kenntnis des Werkes in Bad Neustadt nicht vorstellen, dass rund 40 Prozent der dortigen Gesamtbelegschaft innerhalb von drei Jahren sozial verträglich abgebaut werden können. „Es wird zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, wenn Siemens an den Abbauplänen festhält.“ In den Augen des Betriebsseelsorgers betreibt der Weltkonzern „Gewinnpflege auf Kosten der Beschäftigten, nur um die Aktionäre zu befriedigen“. Die Verantwortlichen hätten jedes Maß für Richtig und Falsch, für Gut und Böse verloren. Als vollkommen unverständlich bezeichnete Dekan Bernold Rauch, Dekan des Dekanats Bad Neustadt, die Pläne der Siemens AG: „Wir müssen aus der Sicht der christlichen Sozialethik daran erinnern, dass nicht nur der Gewinn zählen darf, sondern die Verantwortung für das Wohl der Menschen gesehen werden muss“, heißt es in einer Stellungnahme Rauchs. Der Arbeitsplatzabbau erfolge zu einer Zeit, da das Unternehmen trotz der Krise einen Vierteljahresgewinn von mehr als 1,5 Milliarden Euro gemacht hat. Nicht nur die Beschäftigten von Siemens selbst bangten, trotz aller Bekenntnisse zu einem „sozial verträglichen“ Stellenabbau um ihre Zukunft. Alle in der Region müssten sich Sorgen machen, welche Ausbildungs- und Arbeitsplätze jungen Menschen in Zukunft noch zur Verfügung stünden, betonte der Dekan. „Den Betroffenen sichern wir in dieser Situation unsere Solidarität zu.“ Dazu gehört, dass die Betriebsseelsorger den gemeinsamen Einsatz von Politik und Kirche unterstützen. „Wir stehen auch für die seelsorgerliche Begleitung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereit, die um ihren Arbeitsplatz fürchten“, betonte Hartlaub. mh (POW) (26 Zeilen/0510/0142; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Biotope des Glaubens“ Domkapitular Dietrich Seidel übernimmt Amt des Ordensreferenten von Prälat Kurt Witzel – Schwester Isabel Westphalen neue Assistentin – Vesper mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in der Franziskanerkirche Würzburg (POW) Domkapitular Dietrich Seidel hat sein neues Amt als Ordensreferent der Diözese Würzburg offiziell angetreten. Bei einem gemeinsamen Abendgebet mit Ordensleuten aus der ganzen Diözese am Sonntag, 31. Januar, in der Franziskanerkirche in Würzburg hieß Bischof Dr. Friedhelm Hofmann den neuen Ordensreferenten zusammen mit dessen neuer Assistentin Schwester Isabel Westphalen von den Dillinger Franziskanerinnen willkommen und verabschiedete gleichzeitig Prälat Kurt Witzel aus diesem Amt. Zum 1. März 2010 wird Seidel auch das Personalreferat der Diözese übernehmen. Derzeit wirken im Bistum Würzburg knapp 1300 Frauen und Männer in 16 Männer- und 19 Frauenorden sowie in drei Säkularinstituten. „Sie sind so etwas wie Biotope des Glaubens in unserem Bistum“, sagte Bischof Hofmann bei der Vesper zu den Ordensleuten. Der Weg der geistlichen Nachfolge sei kein einfacher Weg, weshalb heute auch viele junge Menschen Angst vor dem Ordensleben hätten. „Es ist ein Weg der Liebe Gottes.“ Die Ordensleute forderte der Bischof auf, sich immer wieder neu vom Licht Jesu Christi entzünden zu lassen und dieses in die Dunkelheit dieser Zeit zu tragen. Die Menschen warteten auf das persönliche Zeugnis der Ordensleute. „Wir müssen den Menschen vom Glück der Jesusnachfolge in der Ordensgemeinschaft erzählen.“ Dem scheidenden Ordensreferenten Prälat Witzel dankte der Bischof für seinen Dienst seit 2001 und für die Vernetzung der Ordensgemeinschaften mit dem Bistum. Witzel sei ein guter Seelsorger und Wegbegleiter, der die Menschen mitnehme auf den Weg zu Gott. Als Personal- und Ordensreferent könne Domkapitular Seidel künftig Seelsorgepersonal und Ordensleute gut zusammenführen. Seidel freute sich darüber, dass Schwester Isabel Westphalen bereit sei, als Assistentin ins Personal- und Ordensreferat mit einzusteigen. „Ordensleben hat Zukunft“, sagte der neue Ordensreferent. In nächster Zeit werde er auf die Leitungen der Ordensgemeinschaften zugehen und die Arbeit absprechen, um dann gemeinsam in eine gute Zukunft zu gehen. Prälat Witzel betonte in seiner Abschiedsrede, dass Orden und geistliche Gemeinschaften eine herausragende Rolle für die Kirche von Würzburg spielten. In Zeiten des Umbruchs sei das Zeugnis des gottgeweihten Lebens besonders nötig. Seinem Nachfolger wünschte er, dass dessen Wirken unter Gottes Führung und Segen stehen möge. Die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften der in der Diözese Würzburg tätigen Frauen- und Männerorden, Schwester Magdalena Wenig und Benediktinerbruder Isaak Grünberger, dankten Witzel im Namen der Ordensleute mit einem Gutschein für einen Kurzurlaub am Kreuzberg in der Rhön. An Seidel überreichten die Ordensvertreter Jonglierbälle als Zeichen dafür, sich immer wieder neu die Bälle zuzuspielen, und ein Buchgeschenk. Bischof Hofmann dankten die Ordensleute für die hohe Wertschätzung, die er ihnen entgegenbringe. bs (POW) (32 Zeilen/0510/0143; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Stabwechsel bei der Caritas Ordinariatsrat Clemens Bieber als neuer Caritasvorsitzender eingeführt – Caritas und Kirche weiter zusammenführen – Domkapitular Dietrich Seidel verabschiedet Würzburg (POW) Vor fast 400 Gästen aus Politik und Kirche hat Domkapitular Dietrich Seidel, von 2002 bis Ende 2009 Leiter der Hauptabteilung soziale und caritative Dienste im Bischöflichen Ordinariat Würzburg und Vorsitzender des Caritasverbands für die Diözese Würzburg, den Staffelstab an seinen Nachfolger, den vormaligen Pfarrer von Kleinostheim und jetzigen Ordinariatsrat Clemens Bieber überreicht. Nach einem Festgottesdienst mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Freitag, 29. Januar, in der Don Bosco-Kirche dankten viele Redner, moderiert von Caritasdirektor Martin Pfriem, Seidel für seinen Einsatz für die Caritas und boten seinem Nachfolger eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Wie der Bischof in seiner Predigt betonten alle kirchlichen Redner die Untrennbarkeit von Kirche und Caritas. Lebendigkeit, Lebenskraft und Mut, gepaart mit Einfühlungsvermögen, Großherzigkeit und Wärme, attestierte Landtagspräsidentin Barbara Stamm dem scheidenden Caritasvorsitzenden. Mit Clemens Bieber sei jedoch „ein profilierter und qualifizierter Nachfolger gefunden worden“. Mit Blick auf die vielen Gäste aus Politik und Kirche mahnte die versierte Sozialpolitikerin, kirchliche Sozialarbeit nicht allein an wirtschaftlichen Maßstäben zu messen. Für die Politik sei die Caritas ein unverzichtbarer Partner in den sozialen Handlungsfeldern. Sie sei sicher, dass Bieber dafür der richtige Mann sei, sagte Stamm. Ritasschwester Blandine Kraus dankte Seidel im Namen der Caritasstiftung und des Caritasrats für die gute Zusammenarbeit. Die Rose, die sie ihm überreichte, stehe für die Schönheit des Lebens und für Leid und Schmerz. Das Grün der Blätter spreche von Hoffnung, Zuversicht und dem Vertrauen, dass Gott mit allen sei. Bieber hieß sie herzlich willkommen in den beiden wichtigen Caritasgremien. In einer sehr persönlichen Rede verabschiedete sich der evangelische Dekan Dr. Günter Breitenbach von seinem „Bruder Seidel“. Vor zehn Jahren habe er den damaligen Kolpingpfarrer am Fuße des Kreuzbergs in einem evangelischen Feriendorf kennengelernt. „Was uns seither ökumenisch und menschlich verbindet, bedarf keiner Rechtfertigkeitserklärung und ist unabhängig von ökumenischen Großwetterlagen.“ Dieses Vertrauen bringe er auch gerne dem neuen Caritasvorsitzenden entgegen. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer bezeichnete Seidel als einen verlässlichen Steuermann des Caritasverbands und als effizienten Sozialmanager, der auch immer Seelsorger geblieben sei. Seinem Nachfolger bot er eine ebenso gute Zusammenarbeit mit seinem Haus an. „Gute Zusammenarbeit ist eine wesentliche Bedingung des Erfolgs caritativer Tätigkeiten. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst Wertschätzung erfahren, werden diese auch an diejenigen weitergeben, die sie beraten und helfend begleiten“, sagte Christoph Mock, Vorsitzender der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen in Caritaseinrichtungen. In diesem Sinne hieß er Bieber als neuen Caritaschef willkommen. Dietrich Seidel, ab 1. März 2010 Personalreferent des Bischöflichen Ordinariats, wünschte er, dass das Personal im Ordinariat genauso gut zu händeln sei wie die Kolleginnen und Kollegen bei der Caritas. Niko Roth, Vorstandsmitglied des Deutschen Caritasverbands, richtete die besten Grüße von Prälat Dr. Peter Neher, dem Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes aus. Kirche und Caritas sind eins „Caritas ist in ihrer professionellen wie in ihrer ehrenamtlichen Form kein ‚Zusatz‘ zum eigentlichen Wirken der Kirche, sondern gehört in ihr Zentrum“, erklärte Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand. „Verkündigung, Liturgie und Diakonie gehören untrennbar zusammen.“ Seidel habe dafür auf kompetente Weise gesorgt. „Er hat einerseits als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands gezeigt, dass Professionalität und Spiritualität zusammengehören, und hat zum anderen den Caritasanliegen Profil auf der Ebene der Mitarbeiter des Bischofs gegeben.“ Bieber wünschte er, dass er vom Vertrauen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen werde. Aus der an Weihnachten 2005 erschienenen Enzyklika „Deus caritas est“ zitierte Hillenbrand: „Jesus Christus lehrt uns nicht eine Mystik der geschlossenen Augen, sondern eine Mystik des offenen Blicks und damit der unbedingten Wahrnehmungspflicht für die Lage der Menschen.“ Sein Dank gelte allen, die sich diese Perspektive zu eigen machten, sagte der Generalvikar. Caritas ist Kirche und Kirche ist Caritas. Dieser Aussage habe er sich in den vergangenen Jahren immer verpflichtet gefühlt, erklärte Seidel in seiner Abschiedsrede. „In den Diensten und Einrichtungen der Caritas spiegelt sich ein Stück der Kirche wieder; einer Kirche, die zu den Menschen geht, nah dran ist an Problemen und Nöten und die Menschen in den unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet und unterstützt.“ Kirche sei aber auch Caritas. Das habe Papst Benedikt mit seiner Enzyklika wieder neu vor Augen geführt. Seidel dankte allen, die ihn bei der Caritas begleitet hätten. „Besonders dankbar bin ich für die vielen hauptberuflich und ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, die sich haben einspannen lassen für den Dienst am Nächsten.“ Der Abschied von der Caritas sei ihm nicht leicht gefallen, doch jetzt wende er sich der neuen Aufgabe zu, die ihm der Bischof anvertraut habe. „Die Anliegen der Caritas werde ich auch in Zukunft nicht aus den Augen verlieren“, versprach er und gab zusammen mit Bischof Hofmann und im Blitzlichtgewitter vieler Fotografen den Stab an seinen Nachfolger weiter. „Ich wünsche dir, lieber Clemens, ein offenes Herz für die dir nun anvertrauten Menschen und Gottes Geist, damit er dein Handeln erfüllt!“ In einer programmatischen Rede skizzierte der neue Caritasvorsitzende seine Aufgaben und Vorstellungen. Vor seinem Wechsel zur Caritas sei er immer wieder gefragt worden, warum er als Pfarrer zur Caritas gehen wolle. Allein schon die Frage habe er sehr bezeichnend gefunden. Die neue Schrift der deutschen Bischöfe „Berufen zur caritas“ empfinde er daher als Ermutigung für seinen neuen Dienst. Sie ergänze die Enzyklika „Deus caritas est“. Die Bischöfe sprächen sich darin ganz klar dafür aus, das karitative Profil der katholischen Kirche zu stärken und das karitative Handeln als Wesensauftrag der Kirche herauszustellen. „Caritas ist Kirche, und zwar Kirche mitten unter den Menschen“, zitierte er den Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher. Nach 25 Jahren in der Gemeindearbeit mache „ich es jetzt zu meiner Aufgabe, das Bewusstsein und das Profil einer kirchlichen Caritas und einer caritativen Kirche zu schärfen und so unsere Gemeinden und auch unsere Einrichtungen zukunftsfähig zu machen“, versicherte Bieber. Er dankte Bischof Hofmann für das große Vertrauen, das er in ihn setze, den vielen Frauen und Männern in der Gemeinde, mit denen er Caritas vor Ort gestalten konnte, und den Verantwortlichen im Würzburger Caritashaus, die ihm immer wieder Gelegenheit zur Einarbeitung gegeben hätten. „Nun will ich in den nächsten Jahren den Weg der Caritas begleiten und mich darum bemühen, dass möglichst viele Menschen ihre Berufung zur ‚caritas‘, ihre Berufung zur Liebe, wahrnehmen. Wenn das gelingt, erübrigt sich die Frage, warum ein Pfarrer die Verantwortung für die Caritas übernimmt“, schloss Bieber seine Rede. (77 Zeilen/0510/0141; E-Mail voraus) Ludger Heuer (Caritas) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet „Selbst Frieden ausstrahlen“ Weihbischof Ulrich Boom feiert mit rund 500 Soldaten Gottesdienst im Kiliansdom anlässlich des Weltfriedenstages Würzburg/Hammelburg/Veitshöchheim/Volkach/Wildflecken (POW) „Wer den Menschen Frieden bringen will, muss selbst Frieden ausstrahlen.“ Das hat Weihbischof Ulrich Boom am Donnerstag, 28. Januar, vor rund 500 Bundeswehr-Soldaten im Kiliansdom gesagt. Dort feierte er mit den Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten aus den Standorten Amberg, Hammelburg, Hardheim, Veitshöchheim, Volkach, Walldürn und Wildflecken einen Gottesdienst anlässlich des Weltfriedenstages. Weiter dankte der Weihbischof den Soldaten für ihren Einsatz und betonte: „Sie stehen für unser Land.“ In seiner Predigt wies Weihbischof Boom darauf hin, dass „die Welt, in der wir leben“, vielfältig bedroht werde. Sowohl durch Kriege, Terrorakte und regionale Konflikte, als auch durch die Verschmutzung der Umwelt. Er rief das von Papst Benedikt XVI. ausgegebene Motto des Weltfriedenstages in Erinnerung: „Wenn du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung.“ Das gelte im kleinen, familiären Kreis ebenso wie in weltpolitischen Zusammenhängen. In Bezug auf den Auslands-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan betonte der Weihbischof, dass die Soldaten dort nicht das Land erobern wollten, sondern das Ziel hätten, Frieden zu stiften „auch im Hinblick auf unsere Sicherheit“. Zugleich gab er den Soldaten die Botschaft mit auf den Weg: „Wer den Menschen Würde bringen will, muss selbst Würde ausstrahlen. Wer Frieden bringen will, muss selbst Frieden ausstrahlen.“ Denn kein Mensch, egal von welchem Rang, könne Herr über die Welt sein. „Über uns steht Gott, der jedes Leben annimmt“, sagte Weihbischof Boom. Daraus könne man Hoffnung schöpfen. Im Namen der Soldaten dankte Generalmajor Erhard Drews dem Weihbischof für seinen Zuspruch und die Einladung zum Gottesdienst. „Wir haben die gleiche Sehnsucht nach Frieden wie alle unsere Mitbürger“, sagte der Kommandeur der Division Luftbewegliche Operationen, die in Veitshöchheim stationiert ist. Der Gottesdienst sei eine Gelegenheit, dafür zu beten, dass die Bundeswehr ihrem Auftrag gerecht werden könne, Frieden zu verbreiten, erklärte Oberleutnant zur See Sven Baumbach. Der Offizier aus Veitshöchheim trug beim Einzug in den Dom das Kreuz und sprach die Fürbitten. Andere uniformierte Soldaten gestalteten die Eucharistiefeier als Messdiener mit. Das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim sorgte für die musikalische Umrahmung. Nach dem Gottesdienst trafen sich Weihbischof, Militärseelsorger und Soldaten zur Begegnung im Sankt Burkardus-Haus. ksc (POW) (28 Zeilen/0510/0135; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Betriebratsarbeit ist gelebte Solidarität“ KAB-Präses Peter Hartlaub: „Betriebsratsverseucht“ als Unwort des Jahres zeigt Ungeist mancher Arbeitgeber Würzburg (POW) „Das Wort ‚betriebsratsverseucht‘ ist zu Recht zum Unwort des Jahres 2009 gewählt worden.“ Das hat Diakon Peter Hartlaub, Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Würzburg, am Freitag, 29. Januar, betont. „In diesem Wort tritt der Ungeist derer zu Tage, die es benutzen. Sie wollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am liebsten zu einer unmündigen und rechtlosen Manövriermasse degradieren“, kommentierte Hartlaub die Wahl zum Unwort des Jahres. Mit dem Wort „betriebsratsverseucht“ hatten leitende Mitarbeiter einer Baumarktkette Beschäftigte verunglimpft, die sich für und in Betriebsräten engagiert hatten. „Leider kennen auch wir in KAB und Betriebsseelsorge aus unserer Arbeit genug Beispiele von Unternehmen, in denen engagierte Arbeitnehmer so oder ähnlich beschimpft und auch entsprechend behandelt werden“, erläuterte Hartlaub. Deshalb sei es eine wichtige Aufgabe von KAB und Betriebsseelsorge, die Gründung und die Arbeit von Betriebsräten zu unterstützen und denen den Rücken zu stärken, die sich in Betriebsräten für ihre Kollegen einsetzen. „Betriebsratsarbeit ist gelebte Solidarität. Alle, die sich hier engagieren, verdienen Anerkennung und Respekt. Das haben auch Erzbischof Robert Zollitsch und Bischöfin Margot Käßmann in ihrem gemeinsamen Aufruf zu den Betriebsratswahlen zum Ausdruck gebracht“, betonte Hartlaub. Deshalb forderten KAB und Betriebsseelsorge die abhängig Beschäftigten auf, sich an den bevorstehenden Betriebsratswahlen zu beteiligen und den Betriebsräten den Rücken zu stärken. (18 Zeilen/0510/0140; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Ausgezeichneter Umweltschutz Staatssekretärin Huml lobt Umweltschutzaktivitäten des Tagungszentrums Schmerlenbach – Umweltsiegel in Gold und neues EMAS-Zertifikat überreicht Schmerlenbach (POW) Die höchste europäische Auszeichnung für betrieblichen Umweltschutz, das EMAS-Zertifikat, sowie das Bayerische Umweltsiegel in Gold hat das katholische Tagungszentrum Schmerlenbach am Donnerstag, 28. Januar, aus den Händen von Staatssekretärin Melanie Huml vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit erhalten. „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, werden das Antlitz der Welt verändern“, sagte Huml, als sie die Urkunde an Rektor Dr. Berthold Uphoff übergab. „Sie haben sogar einen großen Schritt getan“, attestierte die Staatssekretärin. Das Tagungszentrum Schmerlenbach ist die erste Erwachsenenbildungs-Einrichtung der Diözese Würzburg, die nach den Standards des sogenannten Umweltzertifikates EMAS ausgezeichnet wurde. Die Abkürzung steht für „Eco Management and Audit Scheme“ und wird von der Europäischen Union an Betriebe für freiwilliges Umweltmanagement und die Durchführung einer Umweltbetriebsprüfung vergeben. Die Prüfung ist in Schmerlenbach im September erfolgt. Huml hob in ihrer Ansprache hervor, dass die Kirche in Sachen Umweltschutz Vorbildfunktion besitze. Das Tagungszentrum Schmerlenbach beweise mit der Teilnahme am EMAS-Programm, dass Kirche nicht nur über Schöpfungsverantwortung rede und in ihren Fortbildungen lehre, sondern sie auch konkret vorlebe. Das Engagement der Einrichtung sei weit über die Grenzen Unterfrankens hinaus beispielhaft. Um die Auszeichnung nach Schmerlenbach zu holen, war einiges an Vorarbeit nötig. Bei der täglichen Arbeit im Tagungszentrum achtete man schon lange auf den Umweltschutz, trennte den Müll oder schenkte fair gehandelten Kaffee aus. Doch im vergangenen Jahr hatten die Bemühungen durch die Bildung eines Umweltteams eine neue Dynamik bekommen. In dieser Arbeitsgruppe sind Mitarbeiter aus den verschiedenen Arbeitsbereichen des Hauses, von der Küche über die Verwaltung bis hin zum Hausmeister vertreten. Auch der Umweltbeauftragte der Diözese Würzburg, Edmund Gumpert, wirkt in diesem Gremium mit. Roland Gerhart, Geschäftsführer des Tagungszentrums, wurde von Rektor Uphoff zum Umweltbeauftragten des Hauses berufen. Uphoff verdeutlichte in seiner Ansprache beim Festakt an Beispielen, was Umweltmanagement ganz konkret bedeuten kann. So wurde in den 80 Gästezimmern des Hauses die Beleuchtung auf Energiesparlampen umgestellt. Damit konnte der maximal mögliche Energieverbrauch von bislang 200 Watt pro Zimmer auf 75 Watt reduziert werden. „Und die Gäste sagen, es sei heller geworden“, beschrieb der Rektor die Rückmeldungen der Besucher. Es wurden auch neue Stühle angeschafft, die zu 50 Prozent aus recyceltem Material bestehen und zu 97 Prozent wiederverwertbar sind. Im Einkauf achte man jetzt noch stärker auf den Bezug regionaler Produkte. In der Küche konnten durch bessere Lagertechnik drei Tiefkühltruhen abgeschaltet werden. Eine weitere Fülle von Maßnahmen kann man in der Umwelterklärung 2009 des Hauses nachlesen, die in Heftform alle wichtigen Fakten zusammenfasst, natürlich auf Recyclingpapier gedruckt. Das Zertifikat ist für drei Jahre gültig und beinhaltet, dass man sich für eine Re-Zertifizierung neue Ziele setzt, die dann überprüft werden. Im Umweltprogramm 2011 finden sich deshalb bereits weitere Punkte. So soll in den kommenden Monaten eine Photovoltaik-Anlage auf den Garagendächern installiert werden oder durch verschiedene Maßnahmen der Wasserverbrauch um fünf Prozent verringert werden. Geplant ist auch, nicht nur Recyclingpapier zu verwenden, sondern insgesamt den Papierverbrauch zu drosseln. In einem Grußwort dankte Domkapitular Dr. Helmut Gabel, Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung, auch im Namen von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann für das Engagement des Schmerlenbacher Teams. Er stellte einen inhaltlichen Bezug zur Geschichte des Hauses her. Schmerlenbach sei auf den Grundmauern eines Benediktinerklosters gebaut und die Benediktiner hätten bereits im Mittelalter als die Kultivierer des Landes gegolten. Heute würde sich das Tagungszentrum den großen Herausforderungen unserer Zeit stellen. Dazu gehöre der verantwortungsbewusste Umgang mit der Schöpfung. Für die Gäste, unter ihnen auch Landrat Dr. Ulrich Reuter und Landrat a.D. Roland Eller, betonte der Bürgermeister von Hösbach, Robert Hain, die Bedeutung des Tagungszentrums für die Marktgemeinde. Er wies darauf hin, dass das Haus in diesem Jahr sein 25. Jubiläum feiere und es die Ehrung durchaus auch als Ansporn verstehen könne, weiterhin gute Arbeit zu leisten. Das Bayerische Umweltsiegel in Gold wird seit 1997 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie verliehen. Zudem ist Schmerlenbach auch Mitglied im Umweltpakt Bayern. Dort haben sich seit 1995 über 5000 Betriebe zusammengeschlossen, die sich um eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung bemühen. Der diözesane Umweltbeauftragte Gumpert sprach zum Abschluss des Festaktes die Hoffnung aus, dass man sich im Tagungszentrum Schmerlenbach vom umweltgerechten Verhalten anstecken lassen könne: „Vielleicht wird daraus eine Pandemie, gegen die man nicht geimpft werden muss.“ (57 Zeilen/0510/0146; E-Mail voraus) bv (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Mehr als 30.000 Jugendliche erreicht Kirchliche Jugendarbeit in der Diözese Würzburg legt Jahresbericht vor – Schwerpunktthema Bildung – Weniger Zuschüsse für Orientierungstage Würzburg (POW) Obwohl die Kirchliche Jugendarbeit (kja) in der Diözese Würzburg zunehmend Anerkennung als außerschulischer Bildungsträger erfährt, hat sie derzeit mit sinkenden Zuschüssen zu kämpfen. Das hat die kja-Leitung bei der Vorstellung des Jahresberichts 2008/2009 am Mittwochnachmittag, 27. Januar, im Kilianeum-Haus der Jugend bekannt gegeben. Die kja erreicht im Bistum Würzburg rund 30.000 Kinder und Jugendliche allein über Angebote für Ministranten (17.000) und Mitglieder von Jugendverbänden (13.000), mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an der Spitze. Zudem führt sie Bildungsmaßnahmen für Schüler und junge Erwachsene durch und betreibt offene Jugendarbeit. Das kja-Leitungsteam, bestehend aus Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher, Pädagogin Martina Höß und Matthias Zöller, Geistlicher Leiter des BDKJ, stellte das Thema Bildung in den Mittelpunkt des Jahresberichts. „Wir leisten einen ganz wesentlichen Beitrag für die Bildung von Jugendlichen und ihre persönliche Entwicklung“, sagte Eschenbacher. Im vergangenen Schuljahr haben 6649 Mädchen und Jungen aus 286 Schulklassen unter Anleitung von kja-Mitarbeitern an Orientierungs- und Gemeinschaftstagen teilgenommen. 463 Schüler ließen sich zu Tutoren ausbilden. Das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Klimobil“ der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) klärte mehr als 2000 Schüler über Umwelt und Ökologie auf. Zudem sei die Nachfrage für Gruppenleiter-Schulungen trotz immer mehr geburtenschwacher Jahrgänge unverändert hoch. Angesichts dieser Zahlen sieht Eschenbacher die kirchliche Jugendarbeit als „gleichberechtigten“ Bildungsträger neben den Schulen. Durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums würden die Schulen aufgrund der längeren Unterrichtszeiten verstärkt Kooperationspartner suchen, die, wie die kja, Angebote in der Nachmittagsbetreuung setzten. So sei die Zusammenarbeit mit den Schulen in den vergangenen Jahren immer weiter ausgedehnt worden, erläuterte Eschenbacher. Dennoch habe die kja einen zweiten freien Nachmittag für Schulklassen gefordert. Die Jugendbildung, die außerhalb der Schule stattfindet, sei weiterhin ein wichtiges Standbein kirchlicher Jugendarbeit, unterstrich der Jugendpfarrer. Zugleich machen der kja die Kürzungen von Zuschüssen durch den Bayerischen Jugendring (BJR) und den Stadtjugendring (SJR) Würzburg zu schaffen. Laut Zöller geht es dabei insgesamt um zirka 30.000 bis 40.000 Euro. Er beklagte vor allem den finanziellen Rückzug des Stadtjugendrings, den er nicht nachvollziehen könne. So wolle der SJR die Orientierungstage für rund 1000 Würzburger Schüler nicht mehr unterstützen, weil die Veranstaltungen selbst nicht in Würzburg stattfinden, sondern beispielsweise auf dem Volkersberg bei Bad Brückenau. „Aber der Veranstaltungsort hat doch nichts mit dem Inhalt der Orientierungstage zu tun“, sagte Martina Höß. Und Eschenbacher ergänzte: „Es tut den Würzburger Jugendlichen doch ganz gut, wenn sie auch mal aus der Stadt raus kommen.“ Desweiteren fordert die kja, dass Studenten, die sich in der kirchlichen Jugendarbeit engagieren, von Studiengebühren befreit werden. So müssten die Studenten in ihrer Freizeit nicht vorrangig Jobs zur Finanzierung ihres Studiums nachgehen, sondern könnten sich weiterhin aktiv in der Jugendarbeit engagieren, erklärte Zöller. Im Jahresbericht sind auch Beiträge von Jugendverbänden, Zielgruppenreferaten, offenen Einrichtungen und Regionalstellen der kja enthalten. Die Regionalstelle Rhön-Grabfeld veranstaltete beispielsweise unter dem Motto „Schau nach vorn – mit Gottes Segen auf neuen Wegen“ eine Segensfeier für Jugendliche im Zug von Bad Neustadt nach Schweinfurt. Die kja in Schweinfurt bereitete Jugendliche auf Besuche im Seniorenheim vor. Dabei fühlten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Übungen psychisch und körperlich in die Situation der Heimbewohner ein und wurden so für deren Alltagsprobleme sensibilisiert. (43 Zeilen/0410/0139; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Letzter Dienstgang für den Postmann Nach mehr als 30 Jahren in der Kanzlei des Ordinariats und über 40 Jahren im Dienst der Kirche geht Harald Söder in den Ruhestand – Drei Bischöfe, drei Weihbischöfe und vier Generalvikare erlebt Würzburg (POW) Rund zehn Kilometer an täglichen Dienstgängen, meist beladen mit jeder Menge Post: Über 30 Jahre hat das den Arbeitstag von Harald Söder, Mitarbeiter der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariats Würzburg, bestimmt. Die Laufstrecke ermittelte er vor rund 15 Jahren mit Hilfe eines Schrittzählers, den er zum 25. Dienstjubiläum geschenkt bekam. Am Dienstag, 9. Februar, wird der 59Jährige zum letzten Mal die Flure des Hauses bei seinen Rundgängen durchstreifen, ein letztes Mal morgens die Briefe auf der Post am Paradeplatz abholen und abends ein letztes Mal die Sendungen des Hauses dort einliefern. Dann beginnt für ihn die Ruhephase der Altersteilzeit und mit ihr ein neuer Lebensabschnitt. „Als ich 1978 meinen ersten Probetag in der Kanzlei gearbeitet hatte, wusste ich: Das möchte ich machen.“ Interessant, weil immer abwechslungsreich und von allem ein bisschen, so sei seine Arbeit, erklärt Söder. 1969 hatte er als „junger Kerl“ im Kirchensteueramt der Diözese begonnen, das sich damals wie das Bauamt und die AV-Medienzentrale in den heutigen Räumen des Medienhauses der Diözese am Kardinal-Döpfner-Platz befand. Nach seiner Zustimmung zum Wechsel in die Kanzlei wurde Söder drei Wochen eingearbeitet, dann übernahm er eigenverantwortlich die Aufgaben: das Holen der Post, das Vorsortieren, das Verteilen auf die einzelnen Abteilungen, mit Rundgängen durchs Haus um 8, 11 und 15 Uhr. „Man kann praktisch die Uhr danach stellen, wann wir kommen“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. Söder ist darüber hinaus ein wandelndes Nachschlagewerk für Portokosten und die jeweils zu beachtenden Vorgaben. Die geübte Hand ersetzt ihm praktisch die Briefwaage. Außer um die Post kümmert sich Söder auch um den Nachschub an Büromaterialien für das Ordinariat. „Wir haben einen kleinen Vorrat an den üblichen Dingen da, ansonsten wird halt bestellt.“ Wobei „klein“ nicht unbedingt auf haushaltsübliche Mengen zurückschließen lässt. Es komme schon immer mal wieder vor, dass es heiße: „Wir brauchen bis morgen 1000 Briefumschläge.“ Besonders viel Versand war meist in der Zeit zwischen September und Weihnachten zu bewältigen. Dann galt es, Geschick zu beweisen, wenn ein 50-Kilogramm-Paket per Post versandt werden sollte oder es wieder einmal hieß: „Diese Briefe verschicken – möglichst schnell und möglichst preiswert.“ „Im ersten Fall habe ich entweder versucht, das Paket auf zwei postversandtaugliche Pakete zu verteilen, oder eben eine Spedition gesucht. Bei den Briefen musste sich der Absender eben entscheiden, was er will: Schnellen Versand oder den preiswerten.“ Besonders stolz ist Söder darauf, keinen einzigen krankheitsbedingten Fehltag zu haben. „Und auch Schnee und Eis haben mich nie davon abhalten können, ins Ordinariat zu kommen. Wie oft bin ich in meinem Auto vom Heuchelhof mehr nach unten gerutscht als gefahren“, erzählt er. Drei Bischöfe, drei Weihbischöfe und vier Generalvikare hat Söder in seiner Dienstzeit im Ordinariat erlebt. „Vor allem wenn ein neuer Bischof eingeführt wird, gibt es bei uns in der Kanzlei viel zusätzliche Post zu bearbeiten.“ Für solche Fälle oder auch für die umfangreiche Weihnachtspost bekommen Söder und sein Mitarbeiter Johannes Hellmuth dann eine Handvoll Auszubildende, die beim Bestücken der Briefumschläge Hand anlegen. „Da wird dann wie am Fließband gearbeitet.“ Als er selbst im Alter der Auszubildenden war, hatte Söder bereits im Hintergrund dafür Sorge zu tragen, dass die Würzburger Synode in den 1970er Jahren reibungslos laufen konnte. „Mit einem VW-Bus habe ich mit einem Kollegen aus den Pfarrheimen der Würzburger Stadtteile Sanderau und Oberdürrbach Stühle in den Dom geschafft“, erinnert er sich an das Jahr 1971. Solche beschwerlichen Sonderjobs werden für den Rentner Söder nicht mehr anfallen. „Ich freue mich darauf, mehr Zeit für meine beiden Enkel zu haben.“ Neben dem Engagement für seine Familie wird sich Söder in Zukunft auch in größerem Umfang seinen Hobbys widmen: der Mitarbeit im Präsidium der Kolping-Narrengilde Würzburg, dem Wandern, der Orchideenzucht, dem Fotografieren und seiner Briefmarkensammlung. „Als alter Georgs-Pfadfinder habe ich eine Vorliebe für Marken mit Pfadfindermotiven. Rund 90 Prozent des weltweiten Bestands an solchen Marken deckt meine Sammlung ab“, sagt der langjährige Postmann des Ordinariats. (48 Zeilen/0510/0134; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Uraufführung im Kiliansdom Oratorium „Der Sohn des Zimmermanns“ von Wilfried Hiller zum 65. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs – Domkapellmeister Berger: „Wird für Diskussionsstoff sorgen“ – Im Auftrag der Abbé-Vogler-Stiftung entstanden Würzburg (POW) Es ist ein großes Projekt, und in vielfacher Hinsicht ein mutiges dazu: Am Donnerstag, 28. Januar, haben die Verantwortlichen im großen Probesaal der Würzburger Dommusik das Oratorium „Der Sohn des Zimmermanns – Szenen nach dem Neuen Testament“ des Komponisten Wilfried Hiller vorgestellt. Es wird am 16. März, dem 65. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs, um 19.30 Uhr im Kiliansdom uraufgeführt. Das Libretto schrieb Professor em. Dr. Winfried Böhm (Würzburg). Weihbischof em. Helmut Bauer und Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer unterstrichen bei der Pressekonferenz die Bedeutung der Kirchenmusik, welcher sich die von ihnen ins Leben gerufene Abbé-Vogler-Stiftung (siehe „Aktuelles Lexikon“) verpflichtet wisse. Im Rahmen des 260. Geburtsjahrs des gleichnamigen Komponisten habe die Musikstiftung der Diözese Würzburg das Oratorium in Auftrag gegeben, betonte der Weihbischof. Als herausragenden Termin für die Uraufführung habe man schließlich den 16. März gewählt. Domkapellmeister Professor Martin Berger wird die Uraufführung am 16. März und das zweite Konzert am 17. März leiten. „Es ist uns ein tiefes Anliegen, das Werk vor der Uraufführung zu kommunizieren“, sagte er. Das Opus habe unter anderem das Ziel, die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer religiöser Musik neu zu beleben. Im 20. Jahrhundert sei kein Oratorium entstanden, das sich Jesus widme. Im 21. Jahrhundert sei das vorliegende Werk das erste zum Thema. „Egal, wie es beurteilt wird: Es wird als künstlerisches Zeugnis unserer Epoche übrig bleiben.“ Auch wenn das Werk sich nicht explizit Jesus als dem Christus widme, sei es ein Glaubenszeugnis. Das vom am meisten aufgeführten zeitgenössischen Komponisten Wilfried Hiller komponierte Werk sei nicht zuletzt wegen der über 200 Mitwirkenden und seiner außergewöhnlichen Instrumentierung, unter anderem mit 33 Bratschen und vier Harfen, eine „sehr große Herausforderung“. Berger dankte dem Domkapitel, das sich sehr offen gezeigt habe für ein Werk, „wie es in dieser Radikalität noch nie im Dom zu sehen war“. Er attestierte Hiller, der aus terminlichen Gründen nicht an der Vorstellung teilnehmen konnte, eine große Virtuosität im Umgang mit den musikalischen Mitteln. Schon diese werde für Diskussionsstoff sorgen, zum Beispiel wenn bei der Szene mit Pilatus ein 60 Personen starker Männerchor nicht nur die Kreuzigung fordere, sondern mehrere Minuten lang dazu aggressiv einen Rhythmus mit Steinen klopfe. Überhaupt verwende der Orff-Schüler Hiller eine Vielzahl an Schlaginstrumenten aus allen Erdteilen, die zum Teil an vier festen Plätzen in der Kathedrale, zum Teil mobil zum Einsatz kommen. „Da bei der Vergabe des Kompositionsauftrags der Dom als Ort der Uraufführung feststand, hat Hiller diese Instrumente bewusst gewählt, weil sie gut große Räume füllen.“ Eine klare Absage erteilte Berger etwaigen Erwartungen an große szenische Inszenierungen: „Der Dom ist kein Theater.“ Dennoch sei das Werk bewusst so angelegt, dass es auch für eine spätere szenische Umsetzung offen sei. In sieben Szenen nach einem Libretto von Professor Böhm wird das Leben des historischen Jesus anhand neutestamentlicher Szenen dargestellt. „Wir wollten kein Passionsspiel oder klassisches Oratorium schaffen. Vielmehr ist das Werk jetzt sowohl als Oratorium als auch als Oper spielbar“, erläuterte Böhm. Besonderer Kunstgriff: Jesus wird gar nicht dargestellt. „Das rührt daher, dass Hiller sich für diese Rolle einen Tenor wünschte, ich mir einen Bariton.“ So entschieden die beiden sich, Jesus nur im Spiegel seiner Zeitgenossen auftreten zu lassen, um so eine Art „Christologie von unten“ zu betreiben. Jesus werde zwar als Mensch dargestellt, aber so, dass jeder sich hinterher die Frage stellen müsse: Ist es denn zu glauben, dass das nur der Sohn des Zimmermanns war? Intensiv haben Böhm und Hiller um die endgültige Fassung gerungen. Wenig verwunderlich, haben Größen wie Richard Wagner oder Jean Sibelius sich schon an dem Thema die Zähne ausgebissen: Wagner brach das Libretto ab, Sibelius vernichtete die Partitur kurz vor der geplanten Uraufführung. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Bau- und Kunstreferent der Diözese Würzburg, rühmte die Uraufführung von „Der Sohn des Zimmermanns“ als wichtiges Ereignis, welche die Eingangstür für das Projekt „Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010“ weit öffne. Apokalypse werde von vielen Zeitgenossen als Schreckensszenario verstanden. Die hervorragende Arbeit von Böhm und Hiller mache aber deutlich: Es gibt einen Grund der Hoffnung, personifiziert in Jesus. Lenssen dankte allen Beteiligten, insbesondere den über 150 ehrenamtlichen Sängerinnen und Sängern der Würzburger Dommusik. Die Katholische Akademie Domschule und die Dommusik veranstalten am Donnerstag, 11. März, um 19.30 Uhr im Sankt Burkardushaus eine Einführung in das Oratorium. Daran wirken Wilfried Hiller, Winfried Böhm und Martin Berger mit. Der Bayerische Rundfunk zeichnet die Uraufführung auf und sendet sie am Ostermontag, 5. April, um 20.05 Uhr im Hörfunkprogramm BR-Klassik. (54 Zeilen/0510/0136; E-Mail voraus) mh (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Aktuelles Lexikon Abbé-Vogler-Musikstiftung (POW) Die Kirchenmusik hat im Leben der katholischen Kirche eine große Bedeutung. Um diesen Reichtum zu pflegen und zu mehren, hat Bischof Dr. Paul-Werner Scheele am 22. November 2002 die Abbé-Vogler-Musikstiftung errichtet. Zum 30. Januar 2003 wurde sie vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus anerkannt. Die Stiftung mit Sitz in Würzburg hat ein Grundkapital von einer Million Euro und ist juristisch eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts. Laut Errichtungsurkunde verfolgt sie den Zweck, die Kirchenmusik im Bereich der Diözese Würzburg zu fördern und zu pflegen. Die Verwirklichung des Stiftungszwecks erfolgt durch die ideelle und finanzielle Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung des musikalischen und kirchenmusikalischen Nachwuchses und der Kirchenmusiker, von kirchenmusikalischen Veranstaltungen oder Einzelprojekten, von kirchenmusikalischen Einrichtungen oder Institutionen sowie von musikalischen Einrichtungen und Gruppierungen mit kirchlichem Engagement. Verwaltet und gesetzlich vertreten wird die Stiftung vom Stiftungsvorstand. Ihm gehören der Diözesan-Referent für Kirchenmusik, Domkapitular Dr. Helmut Gabel (bis 2009 Weihbischof em. Helmut Bauer), der Bischöfliche Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer und der Kirchenmusikdirektor der Diözese, Gregor Frede, an. Hinzu kommen berufene Mitglieder. Das Geld zum Erfüllen des Stiftungszwecks bezieht die Stiftung aus Erträgen des Stiftungsvermögens sowie aus Zuwendungen, soweit diese nicht dem Stiftungsvermögen zuwachsen. Georg Joseph Vogler, den Namensgeber der Stiftung, wurde 1749 in Würzburg geboren. Der als Abbé Vogler bekannte Priester gilt in internationalen Fachkreisen als großer Musiktheoretiker, experimenteller Orgelbauer, Musiklehrer und glänzender Orgelimprovisateur. Bekannt sind seine programmmusikalischen Schlachten-, Seesturm- und Gewittergemälde für die Orgel. Vogler wirkte unter anderem als Hofkaplan in Mannheim, wurde nach Studienaufenthalten in Bologna, Padua, Paris und London Hofkapellmeister in München. Wie zuvor bereits in Mannheim gründete er auch in Stockholm, wo er ab 1786 Hofkapellmeister und Lehrer des Kronprinzen war, eine Musikschule. Er starb 1814 in Darmstadt, wo er seit 1807 Hofkapellmeister und Geistlicher Rat war. Schüler der dort von ihm gegründeten Musikschule waren unter anderem Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer. Voglers umfangreiches kompositorisches Schaffen ist bis heute nicht vollständig erfasst. Gleichzeitig war er immer ein um die Seelsorge bemühter Geistlicher, der zum Beispiel in seiner Zeit in Schweden die verstreuten Katholiken betreute. Anlässlich des 260. Geburtsjahrs von Abbé Vogler entwickelten Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer und Weihbischof em. Helmut Bauer im Jahr 2009 die Idee, ein Oratorium mit Hilfe der Stiftung zu schaffen. Komponist des Werks „Der Sohn des Zimmermanns – Szenen nach dem Neuen Testament“ ist Wilfried Hiller. Das Libretto stammt von Professor Dr. Winfried Böhm. Für die Uraufführung dieses einmaligen Projekts suchte man schließlich einen besonderen Tag und entschied sich für den 65. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs. Uraufgeführt wird das Werk am 16. März 2010. (34 Zeilen/0510/0137; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kurzmeldungen Pfarreiengemeinschaft „Heilige Dreifaltigkeit“ errichtet Würzburg/Aschaffenburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 31. Januar 2010 die Pfarreiengemeinschaft „Heilige Dreifaltigkeit“ in Aschaffenburg errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Aschaffenburger Pfarreien Sankt Josef (Damm), Sankt Michael (Damm) und Sankt Konrad (Strietwald). (4 Zeilen/0510/0161) Pfarreiengemeinschaft „Katholische Pfarreiengemeinschaft im Lauertal“ errichtet Würzburg/Maßbach/Rannungen/Poppenlauer (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 7. Februar 2010 die Pfarreiengemeinschaft „Katholische Pfarreiengemeinschaft im Lauertal“ errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Maßbach, Poppenlauer, Rannungen, Thundorf und Wermerichshausen sowie die Filialen Volkershausen, Rothhausen, Theinfeld und Weichtungen. (4 Zeilen/0510/0162) Pfarreiengemeinschaft „Sankt Urban an der Mainschleife“ errichtet Würzburg/Volkach (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat zum 7. Februar 2010 die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Urban an der Mainschleife“ errichtet. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Astheim, Escherndorf, Fahr und Volkach sowie die Filiale Köhler. (3 Zeilen/0510/0163) Bisher über 172.000 Euro für Erdbebenopfer aus Sonderkollekte überwiesen – Diözese stellt weitere 50.000 Euro bereit Würzburg (POW) Über 172.000 Euro haben bisher rund 300 Gemeinden des Bistums Würzburg für die Erdbebenopfer aus Haiti in den Spendentopf der Diözese eingezahlt. Das hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Mittwoch, 3. Februar, bei der Pressekonferenz zum Haushaltsplan 2010 bekannt gegeben. Die Pfarreien hatten das Geld im Rahmen einer Sonderkollekte bei Gottesdiensten am 23. und 24. Januar gesammelt. Nach Auskunft des Bischofs steht das Spendenergebnis für die Hälfte der Gemeinden im Bistum noch aus. Man rechne deshalb mit insgesamt 250.000 bis 300.000 Euro. Die Diözese selbst werde die Gesamtsumme nochmals mit 50.000 Euro aus dem Katastrophenfonds aufstocken. Bereits kurz nach dem Erdbeben hatte sie bereits 20.000 Euro für die Erdbebenhilfe von Caritas international bereit gestellt. Bischof Hofmann kündigte zudem an, die Erdbebenopfer in Haiti langfristig zu unterstützen. So sei geplant, ihnen auch die Kollekte am Kilianifest im Sommer zukommen zu lassen. (11 Zeilen/0510/0171; E-Mail voraus) Die Bibel meditativ lesen Würzburg (POW) Das Katholische Bibelwerk e.V. hat eine neue spirituelle Leseform der Bibel entwickelt. Die Publikation mit dem Titel „Dem Wort auf der Spur“ soll dabei helfen, die Bibel meditativ zu lesen. Eine Arbeitsgruppe des Bibelwerks, der auch der Würzburger Diözesanleiter des Bibelwerks, Burkhard Hose, angehörte, bereitete diese Art der Bibellesung für Gruppen auf. So wurde ein Materialpaket entwickelt, das einfache Anleitungen für die gemeinsame Schriftlesung der alttestamentlichen Texte der Fastenzeit bietet. Das Paket beinhaltet Leseblätter für die Teilnehmer von Gruppenlesungen, mit Bibeltext, dazu passenden Schlüsselfragen und Liedrufen. Außerdem gibt es ein Begleitheft, das den Verlauf der Treffen und Hinweise zum Bibeltext enthält. Ein Lesezeichen informiert über die einzelnen Schritte dieser geistlichen Leseweise. Die Unterlagen sind auch für Gruppenleiter von Bibelkreisen oder Bibelteilengruppen ohne theologische Ausbildung sowie für die Einzellektüre geeignet. „Dem Wort auf der Spur“ ist erhältlich bei: Katholisches Bibelwerk e.V., Postfach 150365, 70076 Stuttgart, Telefon 0711/6192050, Fax 0711/6192077, E-Mail bibelinfo@bibelwerk.de, Internet www.bibelwerk.de. (12 Zeilen/0510/0152; E-Mail voraus) Personalmeldungen Ulrich Boom neuer Seelsorgereferent Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ernennt Weihbischof zum Bischofsvikar für Seelsorge und Leiter der Hauptabteilung Seelsorge – Rücktrittsgesuch von Domkapitular Monsignore Hans Herderich zum 30. April 2010 angenommen Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Weihbischof Ulrich Boom (62) mit Wirkung vom 1. Mai 2010 zum Bischofsvikar für Seelsorge und Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat Würzburg ernannt. Weihbischof Boom übernimmt das Amt des Seelsorgereferenten von Domkapitular Monsignore Hans Herderich (70), dessen altersbedingten Rücktritt als Leiter der Hauptabteilung Seelsorge und als Domkapitular der Bischof zum 30. April 2010 annimmt. Herderich wird dann in der Personalabteilung mitarbeiten und die ausländischen Priester begleiten. Stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Kilianshaus in Würzburg bleibt Domvikar Christoph Warmuth. Boom wurde 1947 in Ahaus/Alstätte im Münsterland geboren. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte Boom am 25. Februar 1984 im Kiliansdom in Würzburg zum Priester. Danach war Boom Kaplan in Schweinfurt-Sankt Peter und Paul sowie in Baunach. 1987 wechselte er als Pfarrverweser nach Frammersbach und wurde zum 1. Oktober 1987 Pfarrer von Frammersbach. Von 1990 bis 2000 wirkte Boom auch als Dekan des Dekanats Lohr am Main, zuvor war er bereits über ein Jahr lang Dekan-Stellvertreter. Von 1992 bis 2000 war er auch Mitglied des Diözesanpastoralrats. 1993 übernahm er zusätzlich die Pfarrei Habichsthal, 1998 auch die Pfarrei Partenstein. Zum 1. Mai 2000 ernannte ihn Bischof Scheele zum Pfarrer von Miltenberg. Neben seiner Pfarrtätigkeit war Boom in Miltenberg auch als Religionslehrer an der Grundschule und am Johannes-Butzbach-Gymnasium tätig. Ab 2006 war er auch Pfarradministrator von Bürgstadt. Als Vorsitzender des Diözesanverbands Würzburg des Deutschen Katecheten-Vereins (DKV) engagierte sich Boom von 1991 bis Ende 2005. Seit 1996 ist er außerdem Mitglied im DKV-Vorstand auf Bundesebene, seit Mai 2003 stellvertretender DKV-Bundesvorsitzender. Bischof Hofmann berief Boom zum 1. Februar 2006 auch als Mitglied in die Kunstkommission der Diözese Würzburg. Für seinen couragierten Einsatz gegen eine Kundgebung einer NPD-Jugendorganisation erhielt Boom am 25. November 2006 den Aschaffenburger „Mutig-Preis 2006“. Am 6. Dezember 2008 ernannte Papst Benedikt XVI. den Miltenberger Pfarrer zum Weihbischof in Würzburg. Bischof Hofmann weihte Boom am 25. Januar 2009 in Würzburg zum Bischof. Seit 1. Februar 2009 ist Weihbischof Boom auch Dompropst am Würzburger Kiliansdom. In der Deutschen Bischofskonferenz ist er Mitglied der Pastoralkommission, der Liturgiekommission und der Kommission für Schule und Erziehung. Am 9. November 2009 wurde er mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Domkapitular Monsignore Hans Herderich wurde 1939 in Würzburg geboren. Bischof Dr. Josef Stangl weihte ihn am 25. Juli 1964 in Würzburg zum Priester. Kaplan war Herderich in Nüdlingen, Zeil am Main, Bad Brückenau und Alzenau. 1971 wurde er Domvikar und Diözesanpräses des Kolpingwerks. 20 Jahre wirkte er bis 1991 in dem Diözesanverband. 1972 wurde Herderich auch Präses der Kolpingsfamilie Würzburg und damit Vorsitzender der Katholischen Gesellenhausstiftung Würzburg. Außerdem war er Seelsorger für die Studenten an den Fachhochschulen und Sprecher des Priesterrats. Von 1991 bis 1999 war Herderich Pfarrer der Würzburger Pfarrei Sankt Josef im Stadtteil Grombühl. 1999 ernannte ihn Bischof Scheele zum Leiter der Hauptabteilung Seelsorge und zum Ordinariatsrat. Ebenfalls 1999 wurde Herderich Mitglied der Ökumene-Kommission und Diözesandirektor des Priestermissionbunds. Im gleichen Jahr wurde er außerdem Geistlicher Assistent des Diözesanrats und Mitglied im Landeskomitee der Katholiken in Bayern. Von 1980 bis 2000 führte Herderich die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte der Diözesen der Bundesrepublik; seit 1989 fungierte er viele Jahre auch als Mitherausgeber der Jugendzeitschrift „X-mag“. 2000 wurde Herderich Domkapitular und auch Referent für Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie Mitglied im Verein Bischöfliches Missionswerk Misereor. Seit 2001 leitet der Domkapitular auch das diözesane Pilgerbüro und gehört der Personalkommission sowie der Prüfungskommission für die Zweite Dienstprüfung der Kapläne und Pastoralassistenten an. Seit 2004 engagiert er sich außerdem als geistlicher Berater beim „Feierabend“, einem christlichen Monatsblatt für ältere Menschen. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn 2007 zum Monsignore. Zur Hauptabteilung Seelsorge zählen rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum. Sie wirken in Pfarrbüros vor Ort und in den Diözesanbüros in den Regionen, in Verbänden und Bildungshäusern, in der Standes- und in der Sonderseelsorge. In der Hauptabteilung Seelsorge mit Sitz im Kilianshaus sind außerdem das Pilgerbüro und die Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden, die Geschäftsstelle des Diözesanrats der Katholiken, das Referat für Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die ausländischen Missionen angesiedelt. Eine vergleichbare personelle Konstellation in der Hauptabteilung Seelsorge gab es bereits Ende der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre, als Weihbischof Alfons Kempf die Hauptabteilung leitete und Domkapitular Paul Bocklet beziehungsweise Domkapitular Wilhelm Heinz als Stellvertreter fungierten. (55 Zeilen/0510/0149; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Vor 70 Jahren zu Priestern geweiht Pfarrer i. R. Otto Pfeifroth und Pfarrer i. R. Anton Ziegler blicken auf wirkungsreiches Priesterleben zurück Würzburg/Aub/Riedenheim/Tauberrettersheim/Merkershausen (POW) Das seltene Gnadenjubiläum ihrer Priesterweihe begehen am Mittwoch, 17. Februar, Pfarrer i. R. Otto Pfeifroth (95) und Pfarrer i. R. Anton Ziegler (94). Bischof Dr. Matthias Ehrenfried spendete den beiden Männern am 17. Februar 1940 in Würzburg die Priesterweihe. Pfarrer i. R. Otto Pfeifroth, langjähriger Pfarrer von Merkershausen, lebt seit 2002 im Seniorenstift des Würzburger Juliusspitals. Pfeifroth wurde 1914 in Fellen geboren. Bischof Dr. Matthias Ehrenfried weihte ihn am 17. Februar 1940 in Würzburg zum Priester. Als Kaplan und Kooperator war Pfeifroth bis 1949 in Bastheim, Lohr am Main, Schmalwasser, Oberpleichfeld, Hofheim, Wenigumstadt und Mellrichstadt tätig. Seine erste Pfarrstelle trat Pfeifroth 1949 in Gereuth an. 1954 wechselte er nach Stammheim. Von 1962 bis 1993 wirkte er über 30 Jahre als Pfarrer in Merkershausen. Hinzu kam von 1979 bis 1990 die Seelsorge in der Kuratie Aub. Von 1987 bis 1990 war er zusätzlich Pfarrer von Althausen. Seinen Ruhestand verbrachte Pfeifroth von 1993 bis 2002 zunächst in Rohrbach, wo er in der Seelsorge mithalf. 2002 zog er nach Würzburg. Pfarrer i. R. Anton Ziegler war zuletzt Pfarrer von Riedenheim und Stalldorf und lebt im Seniorenheim Gollachtal in Aub. Er wurde 1915 in Tauberrettersheim geboren. Bischof Dr. Matthias Ehrenfried weihte ihn am 17. Februar 1940 in Würzburg zum Priester. Seine Kaplanszeit verbrachte Ziegler von 1940 bis 1945 in Bad Salzungen, Volkach und Würzburg-Stift Haug, bevor er als Pfarrverweser nach Untereisenheim kam. Anschließend war Ziegler Kaplan in Würzburg-Heilig Kreuz, ab 1946 Pfarrverweser in Zeubelried. 1953 wurde er auch zum Landvolkseelsorger ernannt, im gleichen Jahr als Pfarrer nach Aidhausen berufen. 1961 wechselte Ziegler nach Waldbüttelbrunn, wo er bis 1978 wirkte. Im Dekanat Würzburg-links des Mains engagierte er sich in dieser Zeit zugleich als stellvertretender Dekan sowie als Caritaspfarrer. 1978 ging er nach Riedenheim. Ab 1987 war Ziegler auch Pfarrer von Stalldorf. Von 1997 bis 2007 verbrachte er seinen Ruhestand in Riedenheim und wirkte dort in der Seelsorge mit. Seit Dezember 2007 lebt er im Seniorenheim Gollachtal in Aub. (24 Zeilen/0510/0151) Pfarrer Adalbert Benker feiert 70. Geburtstag Schöllkrippen/Kleinkahl (POW) Pfarrer Adalbert Benker, Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Katharina Ernstkirchen – Sankt Josef Kleinkahl“, wird am Freitag, 12. Februar, 70 Jahre alt. Benker wurde 1940 in Marktredwitz im Fichtelgebirge geboren. Er wuchs in Schweinfurt auf und besuchte dort die Ludwigschule und das humanistische Gymnasium. Nach der Priesterweihe am 29. Juni 1965 durch Bischof Dr. Josef Stangl in Bad Kissingen war er Kaplan in Sailauf, Laufach und Pfarrweisach. Ab 1972 wirkte er als Kuratus in Heinrichsthal, 1979 übernahm er die Pfarrei Leidersbach. Von 1981 bis 1994 war Benker zudem Caritaspfarrer für das Dekanat Obernburg. 1995 wurde er außerdem Pfarrer von Roßbach. 1997 wechselte Benker auf die Pfarrei Ernstkirchen-Schöllkrippen, im Jahr darauf übernahm er zudem die Pfarrei Kleinkahl. Seit 2000 ist er darüber hinaus Altenseelsorger des Dekanats Alzenau. 2004 wurde Benker Leiter des Pfarrverbands Oberer Kahlgrund. Zum Beauftragten für Ökumene im Dekanat Alzenau wurde er 2006 ernannt. Seit März 2009 ist er Leiter der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft „Sankt Katharina Ernstkirchen – Sankt Josef Kleinkahl“. (12 Zeilen/0510/0145) Kaplan Dr. Christian Lutz wird neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Miltenberg – Bürgstadt“ Würzburg/Fladungen/Miltenberg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Kaplan Dr. Christian Lutz (34), derzeit vorübergehend Seelsorger in den Pfarreien Fladungen, Brüchs, Oberfladungen, Rüdenschwinden sowie der Kuratie Leubach, mit Wirkung vom 1. September 2010 zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Miltenberg – Bürgstadt“ ernannt. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Bürgstadt-Sankt Margareta und Miltenberg-Sankt Jakobus der Ältere mit Filiale Maria Hilf Miltenberg-Nord sowie die Filialen Breitendiel, Mainbullau und Wenschdorf. Lutz wurde 1975 in Würzburg geboren und stammt aus der Pfarrei Gerbrunn. Nach dem Abitur am Würzburger Riemenschneidergymnasium trat er 1997 in das Würzburger Priesterseminar ein. Im Anschluss an das Theologie-Vordiplom im Jahr 1999 schickte Bischof Dr. Paul-Werner Scheele Lutz zum Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana nach Rom. Sein Pastoralpraktikum absolvierte Lutz 2002 in Werneck. Am 20. September 2003 empfing er durch Weihbischof Helmut Bauer die Diakonenweihe in Würzburg. Im gleichen Jahr nahm er in Rom das Spezialstudium in Dogmatik an der Gregoriana auf. Der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke weihte Lutz am 10. Oktober 2004 in der römischen Kirche Sant’ Ignazio zum Priester. Danach schrieb Lutz seine Lizenziatsarbeit, die sich mit der Wissenschaftstheorie des US-amerikanischen Theologen Avery Dulles beschäftigte. 2005 kehrte er in das Bistum Würzburg zurück und war bis 2007 Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Traustadt, Bischwind, Donnersdorf und Pusselsheim. Im September 2007 wechselte er wieder nach Rom, wo er am 20. November 2009 den Doktortitel der Theologie mit der Arbeit „Theologie in der Kirche. Eine Untersuchung der methodologischen Grundlagen der Theologie und des Verständnisses der Katholizität der Kirche bei Avery Kardinal Dulles und bei Leo Kardinal Scheffczyk“ erwarb. Seit 15. Dezember 2009 nimmt Lutz vorübergehend einen Seelsorgsauftrag in Fladungen wahr. Kaplan Robert Stolzenberger bleibt bis Ende August 2010 Pfarradministrator in Miltenberg und wechselt dann als Pfarrer in eine andere Pfarreiengemeinschaft. (23 Zeilen/0510/0138; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Pfarrer Reinwand auch Dekanatsbeauftragter für Liturgie Würzburg/Bad Neustadt/Salz (POW) Norbert Reinwand, Pfarrer von Burglauer, Salz und Strahlungen, ist auch zum Dekanatsbeauftragten für Liturgie für das Dekanat Bad Neustadt ernannt worden. (2 Zeilen/0510/0165) Dekan Joachim Bayer vorübergehend auch Administrator von Rimpar Würzburg/Estenfeld/Rimpar (POW) Joachim Bayer (Estenfeld), Dekan des Dekanats Würzburg-rechts des Mains, Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Mauritius – Sankt Michael – Sankt Georg“ und Pfarrmoderator von Oberpleichfeld, ist mit Wirkung vom 25. Januar 2010 bis zur Genesung von Pfarrer Wolfgang Zopora auch zum Pfarradministrator von Rimpar und Maidbronn ernannt worden. (4 Zeilen/0510/0164) Pater Weißenberger wechselt von Dettelbach zum Engelberg Dettelbach/Großheubach (POW) Franziskanerpater Alexander Weißenberger, seit 2006 Wallfahrtsseelsorger in Dettelbach, wechselt zum 1. März 2010 in das Kloster Engelberg bei Großheubach im Landkreis Miltenberg. (3 Zeilen/0510/0166) Priester i. R. Reinhold Gehlert gestorben Großostheim/Obernburg/Großwallstadt (POW) Priester i. R. Reinhold Gehlert ist am Montag, 1. Februar, im Alter von 76 Jahren gestorben. Das Requiem wird am Freitag, 5. Februar, um 14.30 Uhr in Großwallstadt gefeiert, die Beisetzung schließt sich an. Bereits um 14 Uhr wird der Rosenkranz gebetet. Der in Großwallstadt geborene Seelsorger wurde als Spätberufener am 3. Februar 1996 in Würzburg zum Priester geweiht. Zuvor war der Diplom-Sozialpädagoge in verschiedenen Justizvollzugsanstalten Bayerns als Bewährungshelfer tätig. Als Diakon wirkte er in Würzburg-Sankt Gertraud, wo er nach seiner Priesterweihe als Kaplan eingesetzt war. Im Dezember 1996 wechselte er als Kaplan in das Dekanat Obernburg. 1999 wurde er von seiner Tätigkeit als Kaplan in Obernburg entpflichtet, half aber bis 2004 weiter in der Seelsorge im Dekanat Obernburg mit. Seit 2004 lebte er als Priester i. R. in Großostheim. (9 Zeilen/0510/0144; E-Mail voraus) Veranstaltungen Kirchliche Religionslehrer besuchen Dommusik Würzburg (POW) Unter der Überschrift „Religion trifft Musik“ kommen die Religionslehrer im Kirchendienst zu einem diözesanen Studientag in Würzburg zusammen. Die Fortbildung findet am Mittwoch, 10. Februar, von 9 Uhr bis 16 Uhr in den neuen Räumlichkeiten der Dommusik oberhalb des Domkreuzgangs statt. Domkapellmeister Professor Martin Berger stellt zunächst das Konzept der Würzburger Dommusik vor und gibt ein Impulsreferat zu den im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Vertonungen des 23. Psalms der Bibel. Am Nachmittag schließen sich musikalische Workshops für die Religionslehrer an. (7 Zeilen/0510/0170) Bildungstag des Frauenbunds für Region Würzburg Würzburg (POW) Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Bistum Würzburg setzt sich auf einem regionalen Bildungstag mit seiner Zukunft auseinander. Unter dem Motto „Heute für Morgen“ diskutieren die Frauen am Mittwoch, 17. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Sankt Burkardushaus in Würzburg, Am Bruderhof 1, wie sich ihr Verband den gesellschaftlichen Fragen der heutigen Zeit stellen kann. Es referiert Andrea Bertran, Bildungsreferentin des KDFB. Die Tagungsgebühr beträgt mit Mittagessen 13 Euro (KDFB-Mitglieder 9,50 Euro), ohne Mahlzeit fünf Euro (KDFB-Mitglieder vier Euro). Die Fahrtkosten werden für Mitglieder des Diözesanverbandes übernommen. Anmeldung bis Mittwoch, 10. März, bei: Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Würzburg, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665341, Fax 0931/38665349, E-Mail frauenbund@bistum-wuerzburg.de, Internet www.frauenbund.bistum-wuerzburg.de. (11 Zeilen/0510/0159) Predigtreihe in der Fastenzeit zum Priesterjahr Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt/Würzburg (POW) Zum Priesterjahr steht der Dienst des Priesters im Mittelpunkt der diesjährigen Fastenpredigten von Weihbischof Ulrich Boom, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist und dem Regens des Würzburger Priesterseminars, Herbert Baumann. Sie predigen an den vier aufeinander folgenden Sonntagen vom 28. Februar bis zum 21. März abwechselnd bei den Abendgottesdiensten in Würzburg (Kiliansdom, 18.30 Uhr), Schweinfurt (Heilig Geist, 19 Uhr), Aschaffenburg (Sankt Agatha, 18.30 Uhr) und Bad Kissingen (Herz Jesu, 17 Uhr). Weihbischof Boom geht der Frage nach „Der Priester – Seelsorger oder Manager?“. Er spricht am 28. Februar in Schweinfurt, am 7. März in Bad Kissingen, am 14. März in Aschaffenburg und am 21. März in Würzburg. Generalvikar Hillenbrand stellt sich dem Thema „Der Priester – (k)ein zweiter Christus?“. Er predigt am 28. Februar in Würzburg, am 7. März in Schweinfurt, am 14. März in Bad Kissingen und am 21. März in Aschaffenburg. „Der Priester – Stolperstein der Ökumene?“ lautet der Titel der Predigt von Domkapitular Geist. Er spricht am 28. Februar in Aschaffenburg, am 7. März in Würzburg, am 14. März in Schweinfurt und am 21. März in Bad Kissingen. Regens Baumann setzt sich mit der Frage „Der Priester – mehr als die Laien?“ auseinander. Er predigt am 28. Februar in Bad Kissingen, am 7. März in Aschaffenburg, am 14. März in Würzburg und am 21. März in Schweinfurt. (16 Zeilen/0510/0155; E-Mail voraus) Bildungstag des Frauenbunds für Region Untermain Aschaffenburg/Miltenberg/Obernburg (POW) Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Bistum Würzburg setzt sich auf einem regionalen Bildungstag mit seiner Zukunft auseinander. Unter dem Motto „Heute für Morgen“ diskutieren die Frauen am Mittwoch, 10. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Martinushaus in Aschaffenburg, Treibgasse 26, wie sich ihr Verband den gesellschaftlichen Fragen der heutigen Zeit stellen kann. Es referiert Andrea Bertran, Bildungsreferentin des KDFB. Die Tagungsgebühr beträgt mit Mittagessen 13 Euro (KDFB-Mitglieder 9,50 Euro), ohne Mahlzeit fünf Euro (KDFB-Mitglieder vier Euro). Die Fahrtkosten werden für Mitglieder des Diözesanverbandes übernommen. Anmeldung bis Mittwoch, 3. März, bei: Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Würzburg, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665341, Fax 0931/38665349, E-Mail frauenbund@bistum-wuerzburg.de, Internet www.frauenbund.bistum-wuerzburg.de. (11 Zeilen/0510/0157) Bildungstag des Frauenbunds für Region Rhön-Grabfeld Bad Neustadt (POW) Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Bistum Würzburg setzt sich auf einem regionalen Bildungstag mit seiner Zukunft auseinander. Unter dem Motto „Heute für Morgen“ diskutieren die Frauen am Donnerstag, 25. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Pfarrheim Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt, wie sich ihr Verband den gesellschaftlichen Fragen der heutigen Zeit stellen kann. Es referiert Andrea Bertran, Bildungsreferentin des KDFB. Für berufstätige Frauen aus der Region Rhön-Grabfeld findet bereits am Samstag, 13. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr ein Alternativtermin im Katholischen Pfarrheim von Poppenhausen, Obere Straße 8, statt. Die Tagungsgebühr beträgt mit Mittagessen 13 Euro (KDFB-Mitglieder 9,50 Euro), ohne Mahlzeit fünf Euro (KDFB-Mitglieder vier Euro). Die Fahrtkosten werden für Mitglieder des Diözesanverbandes übernommen. Anmeldung für den Bildungstag in Bad Neustadt bis Donnerstag, 18. März, bei: Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Würzburg, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665341, Fax 0931/38665349, E-Mail frauenbund@bistum-wuerzburg.de, Internet www.frauenbund.bistum-wuerzburg.de. (13 Zeilen/0510/0160) Bildungstag des Frauenbunds für die Region Haßberge Haßfurt (POW) Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Bistum Würzburg setzt sich auf einem regionalen Bildungstag mit seiner Zukunft auseinander. Unter dem Motto „Heute für Morgen“ diskutieren die Frauen am Mittwoch, 24. Februar, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Pfarrzentrum Sankt Killian in Haßfurt, wie sich ihr Verband den gesellschaftlichen Fragen der heutigen Zeit stellen kann. Es referiert Andrea Bertran, Bildungsreferentin des KDFB. Für berufstätige Frauen aus der Region Haßberge findet am Samstag, 13. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr ein Alternativtermin im Katholischen Pfarrheim von Poppenhausen, Obere Straße 8, statt. Die Tagungsgebühr beträgt mit Mittagessen 13 Euro (KDFB-Mitglieder 9,50 Euro), ohne Mahlzeit fünf Euro (KDFB-Mitglieder vier Euro). Die Fahrtkosten werden für Mitglieder des Diözesanverbandes übernommen. Anmeldung bis Mittwoch, 17. Februar bei: Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Würzburg, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665341, Fax 0931/38665349, E-Mail frauenbund@bistum-wuerzburg.de, Internet www.frauenbund.bistum-wuerzburg.de. (12 Zeilen/0510/0150) Bildungstag des Frauenbunds für Region Schweinfurt Poppenhausen/Schweinfurt (POW) Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Bistum Würzburg setzt sich auf einem regionalen Bildungstag mit seiner Zukunft auseinander. Unter dem Motto „Heute für Morgen“ diskutieren die Frauen am Mittwoch, 3. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Katholischen Pfarrheim in Poppenhausen, Obere Straße 8, wie sich ihr Verband den gesellschaftlichen Fragen der heutigen Zeit stellen kann. Es referiert Andrea Bertran, Bildungsreferentin des KDFB. Für berufstätige Frauen aus der Region Schweinfurt findet am Samstag, 13. März, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr ein Alternativtermin ebenfalls im Katholischen Pfarrheim von Poppenhausen statt. Die Tagungsgebühr beträgt mit Mittagessen 13 Euro (KDFB-Mitglieder 9,50 Euro), ohne Mahlzeit fünf Euro (KDFB-Mitglieder vier Euro). Die Fahrtkosten werden für Mitglieder des Diözesanverbandes übernommen. Anmeldung bis Mittwoch, 24. Februar, bei: Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Würzburg, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665341, Fax 0931/38665349, E-Mail frauenbund@bistum-wuerzburg.de, Internet www.frauenbund.bistum-wuerzburg.de. (13 Zeilen/0510/0158) Angebote der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt im Februar Schweinfurt (POW) Die Fastenzeit steht im Mittelpunkt des Angebots der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Schweinfurt im Februar. Am Dienstag, 23. Februar, betrachtet die Buchautorin Andrea Schwarz die Fastenzeit unter einem neuen Blickwinkel. Um 19.30 Uhr spricht sie im Dekanatszentrum Schweinfurt, Schultesstraße 21, über die Fastenzeit als „Feier der Lebensfülle“. „Fastenzeit – Zeit der Umkehr“ lautet das Motto eines Frühstücks, das die KEB am Freitag, 26. Februar, gemeinsam mit dem Katholischen Senioren-Forum ausrichtet. Es findet von 9 bis 11 Uhr im Dekanatszentrum statt. Domvikar Paul Weismantel steuert einen geistlichen Impuls bei. Die Anmeldung ist bis zum Donnerstag, 25. Februar, 12 Uhr möglich. Die letzten Tage Jesu stehen im Blickpunkt einer sechsteiligen Vortragsreihe über die Passion des Markusevangeliums. Dr. Albrecht Garsky referiert dazu am 8. Februar (19 Uhr), 8. März, 12. April, 10. Mai, 7. Juni und 28. Juni im Dekanatszentrum. Friedhelm Dapper und Hermann Kleinhenz aus der Pfarrei Sankt Kilian in Schweinfurt berichten am Mittwoch, 10. Februar, von ihrer Reise durch Israel und Palästina. Um 19.30 Uhr lassen sie im Dekanatszentrum das Wirken Jesu mit Bibeltexten und Bildern lebendig werden. „Dem Alltag Richtung geben“ heißt der Titel eines dreiteiligen Kurses, der den Teilnehmern einen neuen Blick auf bekannte Bibeltexte ermöglichen soll. Am Donnerstag, 25. Februar, spricht Maria Garsky um 19.30 Uhr im Dekanatszentrum über die „Verklärung Jesu“. Am 4. und 11. März referiert sie über den „brennenden Dornenbusch“ respektive den „barmherzigen Vater/verlorenen Sohn“. Die drei Termine können auch jeweils als Einzelveranstaltung besucht werden. Die Anmeldung ist bis zum Montag der jeweiligen Veranstaltungswoche möglich. Weitere Informationen und Anmeldung für alle Termine bei: Katholische Erwachsenenbildung Schweinfurt, Schultesstraße 21, 97421 Schweinfurt, Telefon 09721/702531, Fax 09721/702535, E-Mail kath.eb.sw@gmx.de, Internet www.keb-schweinfurt.de. (21 Zeilen/0510/0156) P O W 5 - 5 - 03.02.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de