I N H A L T Impressum: Herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Würzburg (Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand) Verantwortlich für den Inhalt: Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, Leiter der Pressestelle Redaktion: Markus Hauck, Stellvertretender Leiter Bischöfliches Ordinariat Pressestelle Postanschrift: 97067 Würzburg Hausanschrift: Domerschulstraße 2 97070 Würzburg Telefon: 0931 / 386 11100 Telefax: 0931 / 386 11199 E-Mail: pow@bistum-wuerzburg.de Internet: www.pow.bistum-wuerzburg.de Kostenloser Abdruck gegen Quellenangabe, Belegexemplar erbeten. Erscheinungsweise wöchentlich Auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag Aschaffenburg: Authentische Ökumene 3 (Seit mehr als zehn Jahren gibt es den Time-Out-Gottesdienst in Aschaffenburg) Reportage Himmelstadt: Nicht Rückzug, sondern Aufbruch 4-5 (Generalvikar Hillenbrand profaniert die Gedächtniskirche Sankt Immina) Berichte Würzburg: Rückenwind für 10.000 Kandidaten 6-7 (Bischof Hofmann ruft zur Stimmabgabe bei Pfarrgemeinderatswahl auf) Würzburg/Bad Neustadt: Siemens-Vorstand beim Bischof 7 (Professor Dr. Russwurm zum 90-minütigen Gespräch im Bischofshaus) Würzburg: Mann von spirituellem Tiefgang 8-9 (Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist in Ruhestand verabschiedet) Würzburg/Himmelstadt: Abschied von Sankt Immina 10-11 (In Himmelstadt wird die Gedächtniskirche abgerissen) Würzburg: Dem Verborgenen auf der Spur 11 („Tag der Archive“ am Samstag, 6. März) Würzburg: 16.000 Liter Wasser für ein Kilo Rindfleisch 12 (Misereor-Gast Schwester Delcí aus Brasilien berichtet über ihr Engagement) Würzburg/Kitzingen: „Heute das Ruder herumreißen“ 13 (Fastenprediger Rosenberger warnt vor Verharmlosung der aktuellen Weltsituation) Würzburg: Dunkelcafé jetzt dauerhafte Einrichtung 14 (Eintauchen in die Lebenswelt von Sehbehinderten) Würzburg: Andere Länder, andere Speisen 14 (Japanische Studenten zu Besuch im Haus für Kinder Sankt Hildegard) Kurzmeldungen Würzburg: Über 33.500 Euro für Priesterausbildung in Osteuropa 15 Würzburg: Katechetisches Institut in der Karwoche geöffnet 15 Würzburg: Ehrennadel der Diözese Würzburg für Volksblatt-Fotografen Hans Heer 15 Würzburg/Gaukönigshofen: Auszubildende des Bischöflichen Ordinariats ist Klassenbeste 15 Würzburg: Der Spielsucht davonlaufen 16 Personalmeldungen Würzburg/Kitzingen: Dr. Manfred Bauer auch Pfarrer von Kitzingen-Sankt Vinzenz 17 Würzburg/Lohr am Main/Neustadt am Main: Sven Johannsen auch Pfarrer von Pflochsbach, Sendelbach, Steinbach und Neustadt am Main 17 Würzburg/Marktheidenfeld/Rothenfels: Dekan Becker auch Pfarrer von Hafenlohr, Rothenfels und Windheim 17 Aschaffenburg/Würzburg: Krauth koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden 17 Heimbuchenthal/Würzburg: Krawczyk koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Regina im Spessart 17 Werneck/Würzburg: Moolan koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria im Werntal 18 Würzburg/Mönchberg: Pfarrer i. R. Wendelin Lieb vorübergehend Pfarradministrator 18 Würzburg/Neubrunn: Vuletic auch Pfarradministrator von Uettingen 18 Würzburg/Marbella: Pfarrer Scheller weitere drei Jahre Auslandsseelsorger in Marbella 18 Würzburg/Bad Neustadt: Matthias Braun Dekanatsbeauftragter für Kirchenmusik 18 Veranstaltungen Würzburg: Führung durch die Friedrich-Press-Sonderausstellung 19 Würzburg: Rhön-Exkursion der Katholischen Landvolkbewegung 19 Würzburg: Christen in Palästina und Israel 19 Würzburg: „Brunch & Pray“ 20 Würzburg/Berlin: Familienbund lädt zur Berlinreise ein 20 Aschaffenburg: Freizeiten für Kinder und Jugendliche 20 Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt/Würzburg: Predigtreihe zum Priesterjahr 21 Rom/Würzburg: Für Rompilger – Osterliturgie in deutscher Sprache 21 Dokumentation Stellungnahme der Diözese Würzburg und der Franziskaner-Minoriten 22 Auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag Authentische Ökumene Seit mehr als zehn Jahren gibt es den Time-Out-Gottesdienst in Aschaffenburg – „Gott im Alltag erfahrbar machen“ – Einladung zum Ökumenischen Kirchentag Aschaffenburg (POW) Scheinwerfer und Kerzen erhellen die Dunkelheit, Klaviermusik erfüllt den Raum. Während sich rund hundert Menschen um den Altar der Aschaffenburger Stiftsbasilika versammeln, tickt laut ein Metronom, eine Sanduhr läuft. Dann beginnt die Auszeit: Das Metronom wird abgestellt, die Sanduhr umgelegt, Stille kehrt ein. Die Besucher singen das geistliche Lied „Im du und ich ist mehr, im wir ist immer ER“. Seit mehr als zehn Jahren startet der ökumenische Time-Out-Gottesdienst stets mit diesem Ritual. Im Mai darf ihn das Organisationsteam beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München präsentieren. Die vier Initiatoren Robert Flörchinger, Wolfgang Grose, Peter Müller und Burkard Vogt sind verwurzelt in der katholischen und evangelischen Jugendarbeit und kennen sich seit vielen Jahren. Mit Time Out wollten sie von Beginn an vor allem junge Erwachsene erreichen. „Junge Menschen übernehmen in der kirchlichen Jugendarbeit häufig schon früh Verantwortung. Aber sie brauchen auch selbst Impulse, um zu einem gereiften Erwachsenenglauben zu kommen“, erläutert Religionspädagoge Müller die konzeptionelle Ausrichtung der Gruppe. Der Gottesdienst findet vierteljährlich seit 1999 immer an einem Mittwoch um 20 Uhr in der Stiftsbasilika statt. Ganz nach dem Motto: „Mitten im Alltag, mitten in der Woche, mitten in der Stadt“. Das katholische Martinushaus und das evangelische Dekanat Aschaffenburg sind Veranstalter. Time Out greift Themen auf wie Freude/Trauer, Schuld, Männer/Frauen oder Hoffnung. Ein wichtiges Element des Gottesdienstes sei die kreative und meditative Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema: „Das kann mit einer Fantasiereise zu einem Psalm gelingen, mit einem Film, einem Lied oder durch einen liturgischen Tanz“, betont der katholische Gemeindereferent Vogt. Die Besucher schließen sich dafür in Kleingruppen zusammen und ziehen sich in sogenannte Erfahrungsräume im Kreuzgang oder vor einem Seitenaltar zurück. Die Organisatoren betonen aber, dass „Time Out“ keinen Eventcharakter besitzen soll. Vielmehr gehe es darum, mit Gebeten und Musik einen Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmer herzustellen. So bemühe man sich, stets eine Textstelle aus der Bibel vorzutragen, die an die in den Erfahrungsräumen gemachten Sinneseindrücke anknüpft. „Wir wollen unsere Spiritualität mit anderen teilen und Gott im Alltag erfahrbar machen“, sagt Sozialarbeiter Grose. Beim abschließenden Segensritual würden sich die Besucher beispielsweise zu einem Seilkreis um den Altar zusammenschließen und so gegenseitig Halt geben. „Time Out bereichert mich und lässt mich gestärkt den Gottesdienst verlassen“, schrieb eine Teilnehmerin in einem Brief an das Organisationsteam. Die meisten Besucher sind zwischen 20 und 50 Jahre alt. „Das Spektrum reicht von angehenden Ordensmännern über evangelikale Christen bis hin zu kirchenfernen Menschen“, erläutert Grose. Mit Flyern, Plakaten und per E-Mail bewerben die Initiatoren den Gottesdienst. Am wirkungsvollsten sei jedoch die Mund-Propaganda. Viele Besucher versicherten dem Organisations-Team, dass Time Out authentisch auf sie wirke. „Wer bringt denn heute über einen Zeitraum von zehn Jahren unter der Woche noch 80 bis 100 Leute in die Kirche?“, hebt Müller den Erfolg des Angebots hervor. Auch bei den Machern des 2. Ökumenischen Kirchentags in München stieß das Gottesdienstmodell auf Begeisterung. Am Samstag, 15. Mai, dürfen die Aschaffenburger Time Out dort im Rahmen einer Gottesdienstwerkstatt vorstellen. Von Beginn an war die Ökumene den Organisatoren ein wichtiges Anliegen. „Für evangelische Christen besteht im katholischen Aschaffenburg ja förmlich ein Zwang dazu“, sagt Protestant Grose schmunzelnd. Er träume manchmal schon von einem gemeinsamen Abendmahl für Katholiken und Protestanten, räumt er ein. Peter Müller wünscht sich eine „profilierte, engagierte Ökumene“ und dass „die Christen mit einer gemeinsamen Stimme reden“. Die Verantwortungsträger in beiden Kirchen sollten mehr das Gemeinsame und Verbindende in den Vordergrund stellen. Dies würde auch dazu beitragen, das Christsein wieder stärker in den Gemeinden zu verankern, erklärt Katholik Müller. „Es muss eine Richtung geben im Christentum, und die kann nur ökumenisch sein.“ Die beiden nächsten Time-Out-Gottesdienste finden am 21. April und 7. Juli jeweils um 20 Uhr in der Stiftsbasilika statt. (46 Zeilen/0910/0313; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Reportage Nicht Rückzug, sondern Aufbruch Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand profaniert im Namen des Bischofs die Himmelstadter Gedächtniskirche Sankt Immina – „Tiefe Trauer“ Himmelstadt (POW) Es sind die letzten feierlichen Minuten in Sankt Immina, die das Ende des Gotteshauses besonders vor Augen führen: In einer Prozession verlassen die Heiligenfiguren die Kirche, getragen von Vertretern der Gemeinde – Sankt Urban und Sankt Sebastian, dahinter die Gottesmutter Maria. Ministrantinnen und Ministranten folgen mit gelöschten Altarkerzen, andere gehen mit Vortragekreuz, Fahnen und Wallfahrtstafel voraus. Die Vereine schließen sich an, ebenso Vertreter der politischen und kirchlichen Gemeinde, Hettstadts Pfarrer Dr. Paul Julian mit einer Orgelpfeife – Symbol dafür, dass das Himmelstadter Instrument künftig in Hettstadt erklingen wird –, Pfarrer Rudolf Kunkel mit den Altarreliquien und schließlich Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand mit dem Allerheiligsten, dem eucharistischen Brot. Sankt Immina am Ufer des Mains in Himmelstadt ist kein Gotteshaus mehr, der Altar ist nackt, der Tabernakel steht offen und leer. Das 1965 geweihte Gotteshaus ist profaniert, ist jetzt nur noch ein Betonbau, der in Kürze abgerissen wird und einem neuen Pfarrzentrum weicht. Die direkt benachbarte kleinere Sankt Jakobus-Kirche von 1614 reicht wieder aus für die Gottesdienste der Gemeinde. Die Stimmung ist gedrückt an diesem Freitagabend, 26. Februar, in Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart. Über 300 Gläubige füllen den weiten Raum der Gedächtniskirche Sankt Immina. Es ist der letzte Gottesdienst, die letzte heilige Messe, die in dieser Kirche gefeiert wird. Mehrmals spricht Dekan Rudolf Kunkel, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft der Frankenapostel, zu der Himmelstadt gehört, von der „tiefen Trauer“, die ihn und viele Gläubige der knapp 1400 Katholiken zählenden Gemeinde erfüllt. „Es ist kein Glück, wenn man bei einer Profanierung an wichtiger Stelle mitwirken und zur Entscheidung mit beitragen muss“, wird Bürgermeister Harald Führer zum Abschluss dieser Profanierungsfeier in der Jakobus-Kirche sagen. „Es tut mir für Pfarrer Kunkel sehr weh und sehr leid, dass er in der Profanierungsurkunde steht“, sagt der Bürgermeister. Absolute Stille. Ein äußerst emotionaler Moment an diesem Abend. Doch zurück in die Immina-Kirche: Auch Generalvikar Hillenbrand muss zu Beginn des letzten Gottesdienstes gestehen, dass er nicht frohen Herzens nach Himmelstadt gekommen sei. Er wisse darum, was die Menschen an diesem Abend bewege. Doch er macht Mut: „Kirche ist immer in Bewegung. Jesus Christus ist bei uns.“ Vernunftargumente hätten zum Beschluss geführt, diesen Kirchenbau abzureißen: der bauliche Zustand, die horrenden Sanierungs- und Unterhaltungskosten, die zurückgegangene Zahl der Gottesdienstbesucher und weitere Gesichtspunkte. Auf der anderen Seite stünden die Gefühle nicht weniger Menschen, die mit diesem Gotteshaus prägende Glaubenserinnerungen verbinden, weil sie hier getauft und gefirmt wurden, den Ehebund geschlossen haben und in den liturgischen Feiern für ihr Leben gestärkt worden sind. Viele hätten durch Spenden und ihren Arbeitseinsatz zum Bau der Kirche in den 1960er Jahren beigetragen. „Ist das jetzt alles Geschichte, ausgelöscht durch den Abriss?“, fragt der Generalvikar und gibt gleich die Antwort: „Das entscheidende Signal, das von unserem letzten Gottesdienst in dieser Kirche ausgeht, heißt nicht Abbruch und Rückzug, sondern Aufbruch und Neubeginn!“ Die Gläubigen erinnert er daran, dass dieses Gotteshaus in dem Jahr geweiht wurde, als das Zweite Vatikanische Konzil zum Abschluss kam. Von dieser Kirchenversammlung greift der Generalvikar drei Impulse auf, die nach seinen Worten eine Richtungsanzeige sein können, wie das kirchliche Leben weitergeht und hier vor Ort gestalten werden kann. Die Konzilsworte von der Freude und Hoffnung, von der Trauer und Angst der Menschen sollten die Himmelstadter als Motto in die „alte“ Kirche mitnehmen. Sie solle neu der sichtbare Mittelpunkt des Gemeindelebens sein, „damit auch sie zum Zeichen dafür wird, dass Christen hier vor Ort einander in der Kraft Gottes Geborgenheit und Annahme vermitteln können“. Weiter zitiert Hillenbrand den Weihebischof von Sankt Immina, Dr. Josef Stangl: „Wenn die Messe in der Kirche vorbei ist, beginnt die Messe des Alltags, in der die Gabe der Liturgie zur Aufgabe im Leben wird.“ Die Himmelstadter sollten diesen Satz als bleibendes Vermächtnis mit in die Gottesdienstfeiern in ihrer Jakobus-Kirche nehmen, damit die liturgischen Feiern dort nicht zur Versammlung einer geschlossenen Gesellschaft würden, sondern sich der Dienst Gottes an den Menschen im Dienst aneinander fortsetze. Schließlich legt er der Gemeinde nahe, Gemeinschaft brauche das Überwinden von Grenzen. Gerade eine Kirche, die den Pilgerapostel Jakobus als Patron habe, könne ein Dauerverweis auf das Unterwegssein als Glaubensgemeinschaft sein. Das in dem Gotteshaus Erlebte sprechen Gemeindemitglieder bei den Fürbitten aus. „Meine Eltern brachten mich als Kind hierher und ich wurde in der Taufe Mitglied der Kirche“ und „Als Kommunionkinder durften wir hier das erste Mal zum Tisch des Herrn gehen“, sagen Ministrantinnen. „Vor diesem Altar haben wir uns gegenseitig die Liebe und Treue versprochen, weil wir merkten: Gott hat uns zusammengeführt“, betet ein Ehepaar. An die Menschen, die sich für den Bau des Gotteshauses einsetzten, wird ebenso erinnert wie an die verstorbenen Priester, Schwestern, Küsterinnen und Organisten dieser Kirche. Festlich gestaltet vom Kirchenchor, dem Musikverein und der Jakobi-Band, neigt sich die letzte festliche Eucharistiefeier in der Immina-Kirche gegen 19.15 Uhr dem Ende zu. Generalvikar Hillenbrand verliest das Profanierungsdekret des Bischofs von Würzburg, Dr. Friedhelm Hofmann, und überreicht es Pfarrer Kunkel: „Mit Wirkung vom 26. Februar 2010 verfüge ich hiermit auf Antrag von Pfarrer Rudolf Kunkel und nach Anhörung der Verantwortlichen die Profanierung der Pfarrkirche Sankt Immina in Himmelstadt, Dekanat Karlstadt, gemäß Canon 1212 des Kirchenrechts.“ Das Gotteshaus ist ab sofort kein liturgischer Raum mehr. Der Altar wird abgeräumt. Die Heiligenfiguren finden neue Heimat in der benachbarten Sankt Jakobus-Kirche. Die Orgel kommt nach Hettstadt, Kirchenbänke warten auf die Reise nach Ungarn. Aus dem profanierten Altarstein entstehen Einrichtungsstücke für die Kapelle des neuen Pfarrzentrums. „Als Kirche sind wir Gottes Volk unterwegs auf dem Pilgerweg zur ewigen Vollendung. Wenn wir jetzt diese Kirche verlassen, wird deutlich, dass wir hier keine bleibende Stätte haben. Wir ziehen aber weiter zur Kirche Sankt Jakobus in Himmelstadt, die weiterhin für diese Gemeinde als Zentrum des gottesdienstlichen Lebens dienen wird. Auf diesem Weg begleitet uns Christus selbst“, gibt der Generalvikar mit auf den Weg. Die Gläubigenschar zieht aus dem profanierten Gotteshaus. Bischofssekretär Domvikar Simon Mayer verschließt das Hauptportal der Kirche. Die Prozession schreitet zur Jakobus-Kirche. Dort spendet der Generalvikar den eucharistischen Segen. Bürgermeister Führer ringt in seiner Schlussansprache um passende Worte. „Mancher mag sich im Profanierungsgottesdienst die Frage gestellt haben: Wäre ich öfters zum Gottesdienst in Sankt Immina gekommen, dann säßen wir heute zu diesem Anlass nicht hier.“ Von der zurückgehenden Zahl der Kirchgänger und Pfarrmitglieder ist er schnell bei der Schule der Gemeinde. Die Zahl der Schüler nimmt deutlich ab. Droht der Schule am Ort ein ähnliches Schicksal wie der Immina-Kirche? Doch der Kommunalpolitiker setzt auf das neue Pfarrzentrum, mit dem neues Leben in die Gemeinde kommen soll. „Bitte, liebe Himmelstadter, brechen Sie mit auf!“ Der Schlussappell des Bürgermeisters unterstreicht die vorausgehenden Worte von Generalvikar Hillenbrand, der am Ende seiner Predigt sagte: „Himmelstadt – nomen est omen, der Name enthält eine Botschaft: Wenn eine Gemeinde, die so heißt, auch unter veränderten baulichen Bedingungen eine Stätte ist, an der etwas vom Himmel erfahrbar wird, ist mir um die Zukunft nicht bange.“ Hinweis: Das Bayerische Fernsehen berichtet am Montag, 1. März, um 18 Uhr in der Abendschau über die Profanierung. (87 Zeilen/0910/0288; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Berichte Rückenwind für 10.000 Kandidaten Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ruft zur Stimmabgabe bei der Pfarrgemeinderatswahl am 7. März auf – Hoffnung auf hohe Wahlbeteiligung Würzburg (POW) Rund 10.000 Kandidatinnen und Kandidaten treten am Sonntag, 7. März, bei der Pfarrgemeinderatswahl im Bistum Würzburg an. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ruft die mehr als 736.000 wahlberechtigten Katholiken der Diözese zur Stimmabgabe auf, um den Kandidaten „Rückhalt und Rückenwind“ für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu geben. In vielen Gemeinden ist die Briefwahl bereits angelaufen. Dort kann man die Stimmzettel in Wahlurnen einwerfen, die meist in der Kirche oder im Pfarrheim stehen. „Unsere Zeit braucht neue Ideen, Kirche zwischen Tradition und Zukunft zu gestalten. Hier ist gerade der Pfarrgemeinderat vielerorts das gestaltende Gremium“, schreibt Bischof Hofmann in seinem Wahlaufruf. Matthias Reichert, Geschäftsführer des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg, hofft auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung: „Die Pfarrgemeinderäte sollen wissen, dass viele Menschen hinter ihnen stehen.“ Bei der vergangenen Wahl 2006 füllten rund 33 Prozent der wahlberechtigten Katholiken in der Diözese Würzburg ihren Stimmzettel aus. Durchschnittlich lag die Wahlbeteiligung in den bayerischen Bistümern bei 17 Prozent. Zurückzuführen ist die relativ rege Wahlbeteiligung in Würzburg auf die Allgemeine Briefwahl. Bei dieser Wahlform bekommen die wahlberechtigten Katholiken ihren Stimmzettel unaufgefordert per Post zugeschickt, und haben dann sieben bis 14 Tage Zeit, ihn an festgelegten Stellen abzugeben. Rund 75 Prozent der Pfarreien bevorzugen diese Variante, berichtet Reichert. In vielen Gemeinden ist die Wahl so bereits angelaufen oder tut es in den kommenden Tagen. Die übrigen Pfarreien öffnen ihr Wahllokal rund um die Gottesdienste am Samstag und Sonntag, 6. und 7. März. Die Zeiten dafür könne der Wahlausschuss vor Ort selbstständig festlegen, erläutert Reichert. Die Kandidatenfindung habe sich in weiten Teilen schwierig gestaltet. Insgesamt gäbe es weniger Kandidaten als vor vier Jahren. Als Grund nennt Reichert die veränderten Lebensumstände der Menschen, die ein ehrenamtliches Engagement erschweren würden: „Die Ladenöffnungszeiten werden nach hinten geschoben, die Arbeitszeiten der Angestellten immer flexibler gestaltet, die Wege zum Arbeitsplatz länger.“ Mit der Resonanz auf die vom Diözesanrat und dem Referat Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde entwickelte „Kandidatenbox“ zeigt sich Reichert aber zufrieden. Die kleine Wahlurne aus Pappkarton, die im Pfarrheim, beim Bäcker, in der Gastwirtschaft oder im Supermarkt aufgestellt werden konnte und zu vorbehaltslosen Kandidatenvorschlägen anregen sollte, habe dazu beigetragen, dass auch Kandidaten außerhalb der kirchlichen Kerngemeinde gefunden wurden. Dennoch räumt Reichert ein, dass es in einigen Pfarreien gerade so viele Kandidaten wie Sitze im Rat oder gar weniger Kandidaten wie Sitze gibt. In diesen Fällen müsse eine Persönlichkeitswahl durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Wähler eigene Personenvorschläge auf den Stimmzettel schreiben dürfen, anstatt nur Kreuze zu machen. So gewählte Katholiken hätten dann drei Tage Bedenkzeit, ihre Wahl anzunehmen. Voll handlungsfähig sei der Pfarrgemeinderat in jedem Falle. „Theoretisch kann er auch nur aus einer einzigen Person bestehen“, erklärt Reichert. Das Aufgabengebiet müsse eben entsprechend an die Mitgliederstärke des Rates angepasst werden. Der Abschluss der Errichtung von Pfarreiengemeinschaften im Bistum spiegelt sich in der Pfarrgemeinderatswahl noch nicht wider. Überwiegend wählen die einzelnen Pfarreien ihren eigenen Rat. Nur rund 15 der 157 errichteten Gemeinschaften wählen ein gemeinsames, übergreifendes Gremium. Dass dies kein Nachteil sein muss, beweist ein Blick auf die Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt: 33 Katholiken kandidieren dort für 16 Ratsplätze. Bei der Pfarrgemeinderatswahl sind alle Katholiken wahlberechtigt, die das 14. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz im Bistum Würzburg haben, insgesamt mehr als 736.000 Personen. Als Kandidaten für das Gremium wurden Personen ab 16 Jahren zugelassen. Rund 8000 Menschen, zwei Drittel davon Frauen, engagieren sich in den Pfarrgemeinderäten der 620 Pfarreien und Kuratien im Bistum Würzburg. Die Aufgabengebiete des Pfarrgemeinderats sind vielfältig: Sie reichen von der Jugendarbeit bis zur Gottesdienstfeier, vom Besuchsdienst bei Neuzugezogenen oder im Krankenhaus bis zur Öffentlichkeitsarbeit. In der Praxis kann jeder Pfarrgemeinderat unterschiedliche Schwerpunkte setzen und versuchen, Menschen bei den jeweiligen Projekten zum Mitmachen zu überzeugen. Der Rat hält auch Kontakt zur Kirchenverwaltung. So nimmt er beispielsweise Stellung zum Haushaltsplan. (50 Zeilen/0910/0285; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Siemens-Vorstand beim Bischof Professor Dr. Siegfried Russwurm zum 90-minütigen Gespräch im Bischofshaus Würzburg/Bad Neustadt (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat am Freitagvormittag, 26. Februar, ein 90 Minuten dauerndes Gespräch mit dem Vorstandsmitglied der Siemens AG, Professor Dr. Siegfried Russwurm, im Bischofshaus in Würzburg geführt. In dem nach Angaben des Bischofs „guten und offenen Gespräch“ ging es um die Zukunft des Siemens-Standorts Bad Neustadt. Dort sind 840 Siemens-Beschäftigte von Entlassungen bedroht. An dem Treffen nahm auch Dekan Prälat Bernold Rauch aus Bad Neustadt teil. Bischof Hofmann mahnte den Siemens-Vorstand, den einzelnen Menschen im Blick zu behalten und verantwortungsbewusst mit der Frage nach der Zukunft des Standortes Bad Neustadt umzugehen. Russwurm versprach, einen möglichen Stellenabbau zumindest sozial verträglich zu gestalten und das besondere Augenmerk auf Notfälle zu richten. Weitere Inhalte wurden nicht bekannt gegeben. Das Gespräch war infolge des Briefs von Bischof Hofmann an den Vorsitzenden des Vorstandes der Siemens AG in München, Peter Löscher, vom Freitag, 5. Februar, zustande gekommen. Darin bat der Bischof den Firmenchef, „mit den Verantwortungsträgern Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und so zum sozialen Frieden in unserem Land beizutragen“. Bischof Hofmann betonte unter anderem in seinem Schreiben, dass das Ansinnen von Siemens, in Bad Neustadt 840 Stellen zu streichen, nicht nur die betroffenen Mitarbeiter auf den Plan gerufen, sondern ganz Franken berührt habe. Angesichts der hohen Gewinne der Siemens AG und der großen Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Siemens-Mitarbeiterschaft in Bad Neustadt in den vergangenen Jahren sei ein solches Ansinnen unverständlich. Gerade weil der Siemens Konzern immer wieder auch die Nachhaltigkeit seines Tuns betone, dürfe eine solche Entscheidung nicht im Blick auf kurzfristigen Gewinn hin gefällt werden. „Der Mensch mit seinem Lebensumfeld muss in der Mitte der Überlegungen stehen“, mahnte Bischof Hofmann die Siemens-Leitung. In Bad Neustadt will man den Stellenabbau bei Siemens nicht hinnehmen. Aus diesem Grund laden evangelische und katholische Kirche am Freitag, 26. März, um 19 Uhr zu einem Kreuzweg in der Fastenzeit zum Thema „Lichtblicke im Dunkeln – Ein Kreuzweg auf Neuschter Straßen“ ein. Beginn ist vor der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Abschluss am Vorplatz zwischen Siemenswerk und Bahnhof. Initiator der Aktion ist die Kirchliche Jugendarbeit, Regionalstelle Rhön-Grabfeld, die den Kreuzweg durchführt. Kooperationspartner sind: Katholische Betriebsseelsorge, Katholische Familienseelsorge, Diözesanbüro, Katholische Pfarreien, Kreisjugendring (KJR), Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rhön-Grabfeld, Betriebsrat Siemens, Seelsorger der katholischen Dekanate Bad Neustadt und Rhön-Grabfeld, Evangelisch-Lutherische Kirche und Evangelische Jugend im Dekanat Bad Neustadt, Kirchliche Dienste in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Regionalstelle Schweinfurt). Gemeinsam wollen die Christen ein Zeichen der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit setzen und an verschiedenen Stationen in Bad Neustadt Halt machen. Gerade in der Fastenzeit soll dieser Kreuzweg die Parallelen zum Kreuzweg Jesu vor 2000 Jahren aufzeigen. (35 Zeilen/0910/0286; E-Mail voraus) bs (POW) Mann von spirituellem Tiefgang Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist, langjähriger Leiter der Hauptabteilung Personalwesen, in Ruhestand verabschiedet – Domkapitular Dietrich Seidel als Nachfolger eingeführt Würzburg (POW) Mit einem Gottesdienst in der Seminarkirche Sankt Michael und einem Festakt im Sankt Burkardus-Haus ist am Montag, 1. März, Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist (70) aus seiner Aufgabe als Leiter der Hauptabteilung Personalwesen verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde Domkapitular Dietrich Seidel (56) als neuer Personalreferent der Diözese offiziell eingeführt. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann dankte Geist für den Einsatz und das Engagement während der vergangenen 14 Jahre. „Für dieses Amt brauchte er wahrhaftig keine ‚Vergnügungssteuer‘ zu bezahlen“, sagte der Bischof. Mit Umsicht, Einfühlungsvermögen und Barmherzigkeit habe Geist seine Aufgabe wahrgenommen. Bischof Hofmann überreichte Domkapitular Seidel die Ernennungsurkunde und wünschte ihm Gottes Segen für das neue Amt. An der Feier nahmen neben Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele und Weihbischof Ulrich Boom zahlreiche Mitglieder des Allgemeinen Geistlichen Rats, Dekane, Ordensleute sowie Seelsorger der unterschiedlichen Berufsgruppen teil, außerdem Kirchenrat Winfried Schlüter als Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche. Die vielfältigen Aufgaben, die Monsignore Geist wahrnahm, ließen sich unter dem Begriff Spiritualität zusammenfassen, sagte der Bischof in seiner Predigt. „Er hat die anstehenden Personalfragen nie nur unter den – oft recht schwierig – zu lösenden Stellenbesetzungen gesehen. Immer war und ist ihm der einzelne Mensch wichtig.“ So manches Mal habe Geist seinen Kopf hinhalten und Beschwerden ertragen müssen, die er selbst gar nicht verursacht hatte. „Immer sind Sie Seelsorger geblieben und haben sich oft bis zum Rand der Erschöpfung für andere eingesetzt“, würdigte der Bischof Geist. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand nannte Geist einen „Inspirator und Begleiter“, der von einem wachen Interesse am konkreten Menschen geprägt sei. „Genau diese Bereitschaft zur Begleitung von Menschen wirst Du auch in die kommende Lebensphase mitnehmen können, weil ich mir sicher bin, dass viele Menschen weiterhin Deinen Rat suchen werden. Zu diesen zähle ich auch mich selbst.“ Als Dankeschön überreichte er Geist ein großformatiges Notizbuch sowie einen tragbaren Computer, begleitet von einem Zitat Geists: „Ohne Laptop ist alles ein Flop.“ Im Namen seiner Mitarbeiter in der Personalabteilung dankten Personalleiter Thomas Lorey und Margarethe Schebler, Diözesanreferentin der Gemeindereferenten, ihrem scheidenden Vorgesetzten für „seine Vision von Kirche, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht“. Mit einem hohen Anspruch an sich selbst, seine Abteilung und alle Seelsorger habe Geist sein Amt erfüllt, wenngleich die Spannung zwischen der Funktion des Personalchefs und des Seelsorgers mitunter spürbar wurde. Eine „schier unglaubliche Weite“ zeichne sein Tun aus – menschlich, spirituell und theologisch. Für die Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariats dankte Vorsitzende Dorothea Weitz Geist dafür, dass sein Wirken „authentisch, selbstkritisch, einfühlsam, präsent, bescheiden, humorvoll, fürsorglich und glaubwürdig“ war. „Sie haben sich in Anspruch nehmen lassen, weil es die ihnen geschenkte Wesensart ist und weil sie von diesem Weg überzeugt sind“, sagte Weitz. Das Geheimnis von Geists Freude am Leben und seiner Menschlichkeit wurzele in dem Glauben an die Kraft des Evangeliums. Die Mitarbeiter von Geists Hauptabteilung sangen ihrem scheidenden Chef ein Ständchen und trugen ihn abschließend auf Händen auf die Bühne. Geist selbst zeigte sich bescheiden und selbstkritisch. Er entschuldigte sich bei den Menschen, die er in den zurückliegenden Jahren vergessen, verletzt oder übergangen habe. Auch seien seine Langmütigkeit und Freundlichkeit Charakterzüge, die auch eine Schattenseite besäßen. „Was ich versäumt habe, muss mein Nachfolger ausgleichen.“ Domkapitular Geist dankte allen, die ihm ihr Vertrauen und ihre Unterstützung angedeihen ließen, neben den Bischöfen Dr. Josef Stangl, Dr. Paul-Werner Scheele und Dr. Friedhelm Hofmann vor allem seinen Mitarbeitern, insbesondere den Sekretärinnen. „Nach den Olympischen Spielen ist vor den Olympischen Spielen“, sagte Bischof Hofmann in Anspielung an die zurückliegenden Tage von Vancouver und überreichte erst Monsignore Geist die Entlassungsurkunde, um dann Domkapitular Seidel offiziell als Leiter der Hauptabteilung Personalwesen und neuen Ordensreferenten zu bestellen. „Gottes Geist drängt uns, vertraute Bahnen zu verlassen“, erklärte Seidel. Zeit seines Priesterlebens sei es sein großes Anliegen, Gottes Liebe erfahrbar zu machen. Das werde er auch in seiner neuen Aufgabe beherzigen. Generalvikar Hillenbrand überreichte Seidel einen Regenschirm mit dem Konterfrei des heiligen Johannes Nepomuk, „des einzigen heilig gesprochenen Generalvikars“. Der Schirm sei ein Zeichen, dass Seidel und Hillenbrand zusammenstünden, wenn es einmal schwierig werden sollte. Dr. Heinz Geist stammt aus Heidingsfeld und wurde am 25. Juli 1964 in der Würzburger Michaelskirche von Bischof Dr. Josef Stangl zum Priester geweiht. Kaplan war Geist nach seiner Priesterweihe in Kahl am Main und Bad Kissingen. 1968 wurde er Spiritual am Kilianeum Würzburg, zwischendurch auch Direktor im Julianum. Seit 1972 war er außerdem für die Ständigen Diakone verantwortlich. 1976 wechselte der promovierte Theologe als Spiritual ins Priesterseminar Würzburg, wo er bis 1990 eine große Zahl der heute aktiven jüngeren Priester geistlich begleitete. 1990 übernahm Geist die Aufgabe des Priesterseelsorgers der Diözese. Im März 1996 ernannte ihn Bischof Dr. Paul-Werner Scheele zum Ordinariatsrat und übertrug ihm zusätzlich das Personalreferat für die Pastoral- und Gemeindereferenten und -referentinnen. Seit 1997 war Geist schließlich bis 28. Februar 2010 für das gesamte Seelsorgepersonal zuständig, seit 1998 als Domkapitular. Eine weitere Aufgabe wartete von 2001 bis 2004 auf ihn: Er war stellvertretender Generalvikar und führte in der Zeit der Vakanz des Bischöflichen Stuhls als „Vertreter des Ständigen Vertreters des Diözesanadministrators“ diese Aufgabe weiter. Darüber hinaus war Geist von 1975 bis 2003 auch Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks. Die Verdienste Geists würdigte Papst Benedikt XVI. mit der Ernennung zum Monsignore im Jahr 2007.   mh (POW) (67 Zeilen/0910/0291; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Abschied von Sankt Immina In Himmelstadt wird die in den 1960er Jahren errichtete Gedächtniskirche abgerissen – Neubau eines Pfarrzentrums folgt – Kirchenabriss für Gemeinde sehr schmerzhaft – Profanierung am Freitagabend, 26. Februar Würzburg/Himmelstadt (POW) Die 1965 geweihte Gedächtniskirche Sankt Immina in Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart wird in den kommenden Monaten abgerissen. An ihrer Stelle entsteht der Neubau eines Pfarrzentrums. Für die 1330 Katholiken zählende Gemeinde reicht mittlerweile die benachbarte 1614 geweihte Sankt Jakobus-Kirche wieder aus, die nach dem Neubau von Sankt Immina profaniert worden war und im Jahr 2000 resakralisiert wurde. Bis 2012 stehen im Bistum Würzburg zwei weitere Kirchenabrisse mit anschließendem kleineren Neubau an: in Waldfenster im Landkreis Bad Kissingen im Jahr 2011 und in Waigolshausen im Landkreis Schweinfurt im Jahr 2012. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand wird am kommenden Freitagabend, 26. Februar, bei einem letzten festlichen Gottesdienst um 18 Uhr in der Immina-Kirche das Gotteshaus im Auftrag von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann profanieren. „Ich komme mit gemischten Gefühlen zur Profanierung“, sagte er bei einem Pressegespräch am Mittwoch, 24. Februar, in Himmelstadt. Angesichts zweier in direkter Nachbarschaft liegender Gotteshäuser und hoher Sanierungskosten für Sankt Immina hätten sich aber die Vernunftargumente durchgesetzt. Eine kleine Kirchengemeinde dürfe strukturell nicht überfordert werden. Der Abriss dürfe aber nicht gleichbedeutend sein mit dem Abbruch kirchlichen Lebens vor Ort. Den Entscheidungsprozess zum Kirchenabriss in Himmelstadt bezeichnete Hillenbrand als vorbildlich. Im Bistum Würzburg lege man großen Wert darauf, dass die Entscheidung mit Blick auf jede einzelne Gemeinde getroffen werde. Die Entscheidung müsse wachsen und im Einvernehmen mit den Verantwortlichen vor Ort fallen. „Bei den Gemeindemitgliedern in Himmelstadt herrscht eine tiefe Traurigkeit und Betroffenheit. Der Kirchenabriss ist sehr schmerzhaft für uns“, sagte Dekan Rudolf Kunkel, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft der Frankenapostel, zu der die Pfarrei Himmelstadt gehört. Mit großer Euphorie hätten die Himmelstädter das Gotteshaus mit rund 600 Sitzplätzen in den 1960er Jahren errichtet. Die Menschen seien stolz auf diesen Bau gewesen. Eine ganze Generation habe in der Kirche Gottesdienste gefeiert und die Sakramente empfangen. „Doch die Vernunft sagt uns: Wir können nicht zwei Gotteshäuser halten. Für die Gemeinde ist die Jakobus-Kirche ausreichend“, sagte der Dekan. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Baureferent der Diözese Würzburg, betonte, der Wunsch nach einer Resakralisierung der alten Jakobuskirche sei letztlich der „Todesstoß für die Immina-Kirche“ gewesen. Die Gedächtniskirche sei in den 1960er Jahren errichtet worden, als der Einbruch der kirchlichen Zugehörigkeit bereits einsetzte und die demografische Entwicklung zurückging. Heute entspreche das Gotteshaus nicht mehr der veränderten Situation der Seelsorge. Hinzu kämen Bauschäden, die vor allem durch den Standort des Gotteshauses im Hochwassergebiet des Mains bedingt seien. Die Schadensbehebung würde die Gemeinde finanziell überfordern – und langfristig auch das Bistum. „Zwei Gotteshäuser sind in Himmelstadt nicht haltbar. Heute ist selbst die alte Jakobus-Kirche zu groß.“ Seit über zehn Jahren habe man mit der Pfarrei um eine tragfähige Lösung gerungen. Die Pläne für das neue Pfarrzentrum stellte Diözesanbaumeister Caesare Augusto Stefano vor. An der Stelle der Immina-Kirche entsteht ein Pfarrzentrum mit Pfarrsaal, Bibliothek, Gruppen- und Funktionsräumen sowie einer kleinen Kapelle. Durch den niedrigeren Neubau werde der Blick auf die alte Jakobuskirche wieder frei. „Der Neubau nimmt sich ganz zurück zugunsten der Jakobuskirche“, sagten Stefano und Lenssen. Bis Ende 2011 sollen Abriss und Neubau mit einem Kostenaufwand von knapp zwei Millionen Euro abgeschlossen sein. Die Diözese Würzburg trägt die Hauptlast mit rund 1,6 Millionen Euro. „Wir erhalten unseren Gemeinden die Kirche vor Ort. Die Kirche trägt entscheidend zur Identität eines Ortes bei“, betonte Lenssen und ergänzte: „Hier unterscheiden wir uns von manch anderer Diözese in Deutschland.“ Die Gedächtniskirche Sankt Immina in Himmelstadt wurde in den Jahren 1963 bis 1965 unter Leitung von Pfarrer Ludwig Hart errichtet, nachdem die altehrwürdige Echterkirche Sankt Jakobus zu klein für die wachsende Pfarrgemeinde war. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Mai 1964, die Weihe durch Bischof Dr. Josef Stangl am 2. Mai 1965. Der Grundriss stammte von Diözesanbaumeister Hans Schädel, Architekt Andreas Marquart arbeitete die Pläne aus und zeichnete für den Bau verantwortlich. Die Bauleitung lag in Händen von Regierungsbaumeister Otto Freiherr von Andrian-Werburg. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf rund eine Million Mark. Bei der Weihe gab Bischof Stangl die Reliquien der heiligen Märtyrer Serenus, Clemens und Felix in den Altar, im Namen und zum Gedenken an den heiligen Apostel Jakobus den Älteren und im Gedächtnis der seligen Immina. In dem 600 Sitzplätze umfassenden Gotteshaus spiegeln sich die Weite und die Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils wider. Bis 2000 war die Kirche alleiniger Ort der Liturgie für die Gemeinde. Nach der Resakralisierung der Jakobus-Kirche fanden in der Immina-Kirche Gottesdienste nur noch sonntags statt. Später wurden Gottesdienste dort wegen zu hoher Heizkosten nur noch im Sommer gefeiert, zuletzt fanden alle Gottesdienste in der Jakobus-Kirche statt. (57 Zeilen/0910/0282; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Dem Verborgenen auf der Spur Diözesanarchiv Würzburg wartet zum bundesweiten „Tag der Archive“ am Samstag, 6. März, mit vielfältigem Programm auf Würzburg (POW) Das Diözesanarchiv Würzburg öffnet seine Türen am „Tag der Archive“ am Samstag, 6. März. Zwischen 10 und 16 Uhr nutzt die Einrichtung den bundesweiten Aktionstag, um Besucher mit Benutzungsmöglichkeiten und Beständen bekannt zu machen. Dabei stehen die Mitarbeiter des Diözesanarchivs Besuchern Rede und Antwort. Unter dem Motto „Dem Verborgenen auf der Spur“ erwartet die Gäste in der Domerschulstraße 17 darüber hinaus eine Einführung in die Familienforschung. Außerdem gibt es eine Ausstellung und Führungen durch das Archiv. Der Eintritt ist frei. Einen Schwerpunkt der Aktionen bildet die genealogische Forschung. Hier werden Forschungsmöglichkeiten in den Pfarrmatrikeln, die Vorgehensweise und grundlegende Informationen zur Arbeit mit den kirchlichen Personenstandsregistern erklärt. Dieses Angebot richtet sich besonders an Archivneulinge, die sich für Familien- und Heimatgeschichte interessieren. Die Kabinettausstellung des Diözesanarchivs folgt dem Motto „Dem Verborgenen auf der Spur“ und zeigt Kurioses und Lehrreiches aus Pfarrarchiven, Nachlässen und Sammlungen des Diözesanarchivs. Ausgestellte Objekte illustrieren bunt und facettenreich die Vielfältigkeit seiner Bestände – jenseits von trockenen Papierbergen. Die halbstündlich stattfindenden Führungen geben den Besuchern Einblick in die Geschichte des Archivs, seine Aufgaben und seine Bestände sowie den Gebäudekomplex. Auch die an das Archiv angeschlossene, öffentlich zugängliche Diözesanbibliothek und die eigens vorbereitete Kabinettausstellung werden vorgestellt. Nähere Informationen bei: Diözesanarchiv Würzburg, Domerschulstraße 17, 97070 Würzburg Telefon 0931/38667100, E-Mail abbw@bistum-wuerzburg.de, Internet www.abbw.bistum-wuerzburg.de sowie www.tagderarchive.de. (20 Zeilen/0910/0301; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet 16.000 Liter Wasser für ein Kilo Rindfleisch Misereor-Fastenaktion 2010: Schwester Delcí aus Brasilien berichtet im Bistum Würzburg über ihr Engagement für die Umwelt – Klimawandel längst spürbar Würzburg (POW) „Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können“: Unter diesem Motto nimmt die Misereor-Fastenaktion 2010 Energieverbrauch, Klimawandel und Armutsbekämpfung in den Blick. Eine Expertin auf diesem Gebiet ist Katharinenschwester Delcí Maria Franzen aus Brasilien. Auf Einladung von Misereor hat die 51-jährige Ordensfrau in den vergangenen Wochen das Bistum Würzburg besucht. Bei der Brasilianischen Bischofskonferenz engagiert sie sich für Fragen der Umwelt und sozialen Gerechtigkeit. Bei einem Pressegespräch im Medienhaus der Diözese machte Schwester Delcí deutlich auf die längst spürbaren Folgen des Klimawandels in ihrer Heimat aufmerksam. Der zunehmenden Trockenheit im Amazonasgebiet stünden vermehrt konzentrierte, heftige Regenzyklen gegenüber. Diese würden zu „katastrophenartigen Überschwemmungen“ in den Großstädten führen. Die exzessive Brandrodung des Regenwaldes bedrohe auch das weltweite Klima. Meist werde der Urwald abgeholzt, um Viehwirtschaft und Soja-Anbau zu betreiben. „Für die Produktion und den Export von einem Kilogramm Rindfleisch werden in Brasilien 16.000 Liter Wasser verbraucht“, erklärte die Ordensfrau. 13 Pfarreien hat Schwester Delcí im Bistum Würzburg besucht. Bei Christiane Hetterich von der Würzburger Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden gingen sogar noch deutlich mehr Anfragen ein. Sie sei von den Menschen „sehr gut“ aufgenommen worden, berichtete die Ordensschwester. Viele hätten sich dafür interessiert, wie Brasilien und Deutschland in Fragen des Exports noch besser zusammenarbeiten könnten. Denn bisher kämen zwar viele Rohstoffe von Südamerika nach Europa, aber nur wenig technisches Know-How fließe zurück. Hetterich erinnerte auch an das Engagement vieler Missionare aus der Diözese Würzburg in Brasilien. Franziskanerschwester Brunhilde Henneberger aus Randersacker setze sich dort beispielsweise seit 40 Jahren für die Rechte der Landbevölkerung ein. Den Verlauf des Klimagipfels von Kopenhagen zu Beginn des Jahres empfindet Schwester Delcí überwiegend als große Enttäuschung. „Die Industrieländer sind nicht dazu bereit, von ihrem Wirtschaftsmodell abzurücken, das nur auf Konsum und Gewinn ausgerichtet ist.“ Positiv sei, dass sich Brasilien dazu verpflichtet habe, bis zum Jahre 2020 seinen Kohlendioxid-Ausstoß um 38 Prozent und die Brandrodung des Regenwalds um 80 Prozent zu verringern. Die Brasilianische Bischofskonferenz engagiere sich sehr in der Umweltfrage, „weil sie auch eine Überlebensfrage ist“, betonte Schwester Delcí. Vornehmlich sozial schwache Familien seien davon betroffen. In Brasilien gebe es 40 Millionen Arme, die unter 200 Euro im Monat zum Leben hätten, und zehn Millionen sehr arme Menschen, die unter 100 Euro hätten. Sie seien von den Folgen des Klimawandels mit dem Verlust von Land, Ernten und Häusern am stärksten betroffen. Derzeit kämpfe die Kirche vor allem gegen das geplante Wasserkraftwerk „Belo Monte“ am Fluss Xingú. Bei einer Realisierung wäre es weltweit das drittgrößte seiner Art. Das Projekt würde große Bereiche des Amazonas verwüsten und das Leben vieler indigener Völker bedrohen, mahnte Schwester Delcí. Rund 30.000 Menschen wären direkt durch die Errichtung von Stauseen betroffen. Die brasilianische Regierung hat dem Projekt eine vorläufige Lizenz erteilt. Der aus Österreich stammende Bischof von Xingú, Erwin Kräutler, kämpft seit Jahren gegen die Errichtung des Kraftwerks. Einen offenen Brief an den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva vom Oktober 2009 betitelte er mit „Plan Belo Monte – Geplanter Mord“. Schwester Delcí rief die Menschen im Bistum Würzburg dazu auf, auch ein Protestschreiben an den Präsidenten zu richten. Die Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden hat dafür ein Anschreiben aufgesetzt, das unter der E-Mail-Adresse mef@bistum-wuerzburg.de angefordert werden kann. Am fünften Fastensonntag, 21. März, bittet das bischöfliche Hilfswerk Misereor in allen Gottesdiensten um das Fastenopfer der Katholiken. Die 1958 gegründete Organisation Misereor leistet von Aachen aus Hilfe zur Selbsthilfe im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung. Seit 1959 führt das Hilfswerk jährlich eine Fastenaktion durch. Derzeit fördert Misereor rund 3800 Projekte in annähernd 100 Ländern. In diesem Jahr stehen die Länder Brasilien, Tschad und Indien im Mittelpunkt der Fastenaktion. Im Bistum Würzburg erbrachte die Kollekte im Jahr 2009 rund 700.000 Euro. (47 Zeilen/0910/0290; E-Mail voraus) ksc (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet „Heute das Ruder herumreißen“ Fastenprediger Professor Dr. Michael Rosenberger warnt vor Verharmlosung der aktuellen Weltsituation – Predigtreihe im Dom zur „Würzburger Apokalypse 2010“ Würzburg/Kitzingen (POW) Vor einer trägen Verharmlosung der aktuellen Weltsituation hat der aus Kitzingen stammende Moraltheologe und Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU), Professor Dr. Michael Rosenberger, gewarnt. „Alle Anstrengungen um eine Eindämmung der Treibhausgase auf morgen zu verschieben heißt sehr wohl, das Todesurteil der Menschheit zu sprechen“, sagte er bei der ersten Fastenpredigt 2010 am Mittwoch, 24. Februar, im Würzburger Kiliansdom. „Anteil erhalten am Baum des Lebens – Gottes Schöpfung zwischen Zerstörung und Erlösung“ lautete das Thema der Predigt des Moraltheologen. Die gesamte Predigtreihe steht unter dem Wort „Maranatha – Komm, Herr Jesus“ und ist Teil des Kulturprojekts „Würzburger Apokalypse 2010“. Als moderner Leser der Apokalypse, der Geheimen Offenbarung des Johannes im letzten Buch der Bibel, sehe er die Zeiger der großen Weltenuhr nicht auf fünf nach zwölf, sondern auf fünf vor zwölf, betonte Rosenberger. „Es ist unendlich knapp, die Zeit rennt davon, um das Ruder noch herumzureißen. Aber noch ist eine Chance. Noch ist es nicht zu spät!“ Das populäre „Weiter so!“ sei auf jeden Fall tödlich. Der Treibhauseffekt sei eine lebensbedrohliche Wirklichkeit. Heute – und nicht morgen – müsse alles unternommen werden, um die Treibhausgase einzudämmen. Dieses Handeln werde in den reichen Ländern weh tun, die für 80 Prozent der Treibhausgase verantwortlich seien. „Ein Zuckerschlecken ist die Umkehr zu nachhaltigen Lebensstilen nicht“, mahnte der Moraltheologe. Die Apokalypse der Bibel sage am drastischsten und am bedrohlichsten furchtbare globale Katastrophen voraus. Verantwortlich für die von der Apokalypse erwarteten Ereignisse sei aber nicht Gott, sondern der Mensch. Er sorge mit seiner Rücksichtslosigkeit, mit seiner mangelnden Liebe zum Schöpfer und Weltenherrscher und mit seinem ethisch fragwürdigen Verhalten dafür, „dass es mit der Schöpfung den Bach hinunter geht“. Auftrag aller Gläubigen sei es, so zu handeln, als wäre der Untergang aufzuhalten und die Katastrophe zu verhindern. „Die Apokalypse will mahnen, wachrütteln, zur Standhaftigkeit ermutigen und zum Handeln die Kraft geben. Es geht ihr nicht um Angstmacherei, sondern um Ermutigung“, betonte Rosenberger. Die Menschen könnten die großen Herausforderungen der Menschheit bewältigen, ermutigte der Prediger. Nötig seien ein kühler Kopf, ein brennendes Herz und Gottes Hilfe. Verheißen werde den Menschen dann, Anteil zu erhalten am „Baum des Lebens“. In den altorientalischen Kulturen stehe dieser Lebensbaum für die göttliche, Leben ermöglichende Schöpfungsordnung. „Diese Ordnung gibt allen Lebewesen ihren Raum im großen Lebenshaus der Welt.“ Besonders verantwortlich für diese göttliche Ordnung sei der Mensch. Er sei beauftragt, diese Ordnung als Haushalter und Stellvertreter Gottes auf Erden zu fördern und zu bewahren, in liebender und verantwortungsvoller Sorge. Die weiteren Fastenpredigten im Würzburger Kiliansdom finden jeweils mittwochs um 19 Uhr statt. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann predigt am 3. März über „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen – Das Trostbuch im Blick der Kunst“. Am 10. März stellt sich Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist dem Thema „An den Engel der Gemeinde schreibe – Krise und Zukunft der Gemeinden“. Am 17. März spricht Professor Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz aus Dresden im Neumünster zum Thema „Die Stadt aus Licht – Apokalypse anders“. Der Bußgottesdienst am 24. März im Kiliansdom steht unter dem Motto „Seht, ich mache alles neu“. Dompfarrer Dr. Jürgen Vorndran ermutigt zu Reflexion und Neuanfang. Vor den Predigten spielt Domorganist Professor Stefan Schmidt jeweils ab 18.45 Uhr meditative Orgelmusik. bs (POW) (39 Zeilen/0910/0284; E-Mail voraus) Dunkelcafé jetzt dauerhafte Einrichtung Eintauchen in die Lebenswelt von Sehbehinderten – Eröffnung mit Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer Würzburg (POW) Ab sofort ist das Dunkelcafé „Blind Date“ im Kilianeum-Haus der Jugend dauerhaft eingerichtet. Am Montagabend, 1. März, wurde es im Beisein von Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer, Karl Heinz Marx vom Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund und Peter Hasenstab, Diözesanvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), in den Räumen der ehemaligen Kellerbar des Kilianeums eröffnet. Verantwortlich sind Frederik Merkt von der DPSG und Lambert Zumbrägel vom Café Domain der kirchlichen Jugendarbeit (kja). Das Dunkelcafé „Blind Date“ war in den vergangenen Jahren von DPSG und Café Domain mehrfach als einwöchiges Angebot durchgeführt und rege nachfragt worden. Nun lädt die Einrichtung ganzjährig dazu ein, die Lebenswelt von Menschen mit Sehbehinderung das ganze Jahr über näher kennen zu lernen, Erfahrungen im Dunkeln zu sammeln und sich mit Betroffenen auszutauschen. Zielgruppe sind vor allem Schulklassen und Jugendgruppen, die an mehreren Vormittagen pro Monat Gelegenheit haben, das Dunkelcafé zu besuchen und sich bei praktischen Übungen mit dem Thema Sehbehinderung auseinander zu setzen. Das Projekt wird unterstützt vom Bezirksjugendring Unterfranken, dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund und der Aktion „Die Gesellschafter“. Geöffnet hat das Café Blind Date nach Voranmeldung montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Wochenend- und Nachmittagstermine sind nach Absprache möglich. Der Besuch dauert etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet pro Person einen Euro, Getränke und Süßigkeiten stehen zum Verkauf bereit. Anmeldung sowie nähere Informationen bei: kja, Telefon 0931/38663121, E-Mail kilianeum@bistum-wuerzburg.de, Internet www.cafe-blind-date.de. (19 Zeilen/0910/0294; E-Mail voraus) Andere Länder, andere Speisen Japanische Studenten zu Besuch im Haus für Kinder Sankt Hildegard Würzburg (POW) „Konnichiwa!“ rufen die Kinder. Das ist japanisch und bedeutet „Guten Tag“. Diese Begrüßung kannten die Kinder im Würzburger Haus für Kinder Sankt Hildegard bereits. 15 Studenten der Tokioter Shukutoku-Yoji-Schule und drei Lehrkräfte besuchten für einen Tag die Würzburger Kindertageseinrichtung. Zwölf Stunden Flug hatten sie dafür hinter sich. Der Besuch in Würzburg ist der dritte dieser Art. Seit einigen Jahren pflegt die Tokioter Akademie eine Schulpartnerschaft mit der Fröbel-Schule in Kassel. Die Pädagogik des 1852 verstorbenen Friedrich Fröbel, einem Schüler von Johann Heinrich Pestalozzi, ist weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Auf ihrem einwöchigen Deutschlandbesuch, bei dem sie Einrichtungen in Kassel, Frankfurt/Main, Würzburg und Rothenburg ob der Tauber besuchen, wollen die jungen Pädagogikstudenten erfahren, wie in Deutschland mit Kindern gearbeitet wird. Claudia Schlör, Leiterin des Hauses, und Heilpädagoge Gerold Weiß-Engert stellten das „Offene Konzept“ der Caritas-Einrichtung vor. Im Gegensatz zu ihren deutschen Kommilitonen, die fünf Jahre für ihre Ausbildung benötigen, sind die japanischen Studenten schon nach zwei Jahren Studium fertig für den Erzieherberuf. Die Kinder überraschten ihre Gäste nicht nur mit dem japanischen Gruß, sondern auch mit japanischen Kinderliedern, eines davon nach der Übersetzung von „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“. Das Lied hatte ein japanisches Mädchen des Würzburger Kindergartens den anderen Kindern beigebracht. Die japanischen Studenten bereiteten im Gegenzug ein Rezept für ein Gericht nach Landesart mit – mit Curry, Fleisch, Gemüse und Schokolade. „Das kann man doch nicht essen – Schokolade gehört da gar nicht rein“, zweifelte ein Mädchen. Ein anderes fand die Idee gut. „Doch, kann man“, sagte sie, rieb sich den Bauch und leckte sich über die Lippen. Geschmäcker sind eben verschieden – andere Länder, andere Speisen. Im Anschluss ging es in die Lernwerkstatt, in das Künstleratelier oder in einzelne Gruppen, wo die Kinder mit den Studenten Origamifiguren aus Papier falteten. jw (Caritas) (22 Zeilen/0910/0296; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Kurzmeldungen Über 33.500 Euro für Priesterausbildung in Osteuropa Würzburg (POW) 33.525,01 Euro hat die Allerseelenkollekte 2009 der Diözese Würzburg erbracht. Der Betrag kommt der Ausbildung von Priestern in den Ländern Mittel- und Osteuropas zugute. Das Hilfswerk Renovabis leitet den Erlös weiter. Im Jahr 2007 kamen 38.792,63 Euro bei der Kollekte am 2. November zusammen, 2008 waren es 73.176,66 Euro. Damals fiel Allerseelen auf einen Sonntag. (4 Zeilen/0910/0303) Katechetisches Institut in der Karwoche geöffnet Würzburg (POW) Das katechetische Institut in der Ottostraße 1 hat in der Karwoche von Montag, 29. März, bis Gründonnerstag, 1. April, täglich von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr geöffnet. In der Woche nach Ostern bleibt die Einrichtung geschlossen. (3 Zeilen/0910/0297) Ehrennadel der Diözese Würzburg für Volksblatt-Fotografen Hans Heer Würzburg (POW) Anlässlich seines 80. Geburtstags ist der langjährige Fotograf des Fränkischen Volksblatts und des Würzburger katholischen Sonntagsblatts, Hans Heer, mit der Ehrennadel der Diözese Würzburg geehrt worden. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand überreichte die Auszeichnung im Namen von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bei einer kleinen Feier im Bischöflichen Ordinariat Würzburg. Hillenbrand nannte Heer einen Vollblutfotografen sowie kritischen und engagierten Beobachter der Zeitereignisse. Für Heer sei die jahrzehntelange journalistische Tätigkeit als Pressefotograf nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft gewesen. Professionell und voller Herzblut und Engagement sei Heer seiner Tätigkeit nachgegangen. „Ich haben immer bewundert, wie dezent Sie bei kirchlichen Ereignissen in Dom und Neumünster fotografiert haben“, sagte Hillenbrand. Von 1952 bis 1993 habe Heer fotografisch die Bischöfe Julius Döpfner, Josef Stangl und Paul-Werner Scheele begleitet und zahlreiche kirchliche Großereignisse wie die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Liborius Wagner im Bild festgehalten. 1951/1952 war Heer außerdem in der Bischöflichen Bild- und Filmstelle in Würzburg tätig. Hillenbrand dankte im Namen des Bischofs, aber auch persönlich für dieses jahrzehntelange Engagement. Neben der Ehrennadel überreichte er eine Urkunde sowie ein Buchpräsent an den Fotografen. Nach dem Motto „frisch, fromm, fröhlich, frei“ sei er seinem Beruf nachgegangen, gestand Heer. Gern denke er an das Wort von Bischof Döpfner an die Fotografen: „Macht mal etwas schneller. Ich kann nicht so lange ein bedeutsames Gesicht machen.“ (16 Zeilen/0910/0289; E-Mail voraus) bs (POW) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet Auszubildende des Bischöflichen Ordinariats ist Klassenbeste Würzburg/Gaukönigshofen (POW) Die Auszubildende Annette Rieß hat die Klara-Oppenheimer-Berufsschule in Würzburg als Klassenbeste abgeschlossen. Rieß kommt aus Gaukönigshofen und absolvierte ihre Ausbildung zur Bürokauffrau im Bischöflichen Ordinariat Würzburg. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, zukünftiger Personalreferent Domkapitular Dietrich Seidel sowie Personalleiter Thomas Lorey, Ausbildungsleiter Stephan Siegl und Burkhard Pechtl von der Mitarbeitervertretung (MAV) freuten sich bei einer Feierstunde über die Auszeichnung. „Die Leistung wirft ein gutes Licht auf die Qualität der Ausbildung im Bischöflichen Ordinariat“, sagte der Generalvikar und überreichte Rieß einen Blumenstrauß und ein Gutscheinheft. Sein Dank galt darüber hinaus Personalleiter Lorey und Ausbildungsleiter Siegl für das Engagement in der Ausbildung junger Menschen. Siegl hob den „besonderen Ehrgeiz und Lernwillen“ von Rieß hervor. Die junge Frau wurde vom Ordinariat bereits in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen und arbeitet zukünftig in der Kirchlichen Jugendarbeit (kja). (11 Zeilen/0910/0287; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Der Spielsucht davonlaufen Würzburg (POW) Für Menschen, die mit dem Problem der Spielsucht konfrontiert sind, bietet die Psychosoziale Beratungsstelle des Diözesan-Caritasverbands in Würzburg ein spezielles Lauftraining an. „Therapeutisches Laufen lässt den Spaß am Laufen entstehen, fördert Stressbewältigung, stärkt das Selbstbewusstsein, hilft bei der Entspannung und verbessert das körperlich-seelische Wohlbefinden“, sagt Petra Müller, systemische Therapeutin an der Würzburger Caritas-Suchtberatungsstelle. Die Diplom-Sozialpädagogin, die auch eine Ausbildung als Lauftherapeutin (DGVT) hat, konzipierte das Angebot speziell für Menschen, die noch nicht gelaufen sind. „Daher müssen die Teilnehmer sich vorher hausärztlich untersuchen lassen“, erklärt Müller. Das Alter der Teilnehmer spiele keine Rolle. Im Lauftraining lernen sie in einem Wechsel von Gehen und Laufen bis zum Ende des Kurses, 30 Minuten ohne Gehpausen zu laufen. Das auf zehn Wochen angelegte kostenlose Programm umfasst 20 Trainingseinheiten und beginnt am 14. April. Die Trainingseinheiten finden immer mittwochs und samstags um 10 Uhr statt und dauern jeweils eine Stunde. Damit das Kursziel erreicht werden kann, sollten alle Termine wahrgenommen werden. Anmeldung sowie nähere Informationen bei der Psychosozialen Beratungsstelle, E-Mail petra.mueller@caritas-wuerzburg.de, Telefon 0931/38658300. (14 Zeilen/0910/0295; E-Mail voraus) lh (Caritas) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet Personalmeldungen Dr. Manfred Bauer auch Pfarrer von Kitzingen-Sankt Vinzenz Würzburg/Kitzingen (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Dr. Manfred Bauer (43), Pfarrer von Kitzingen-Sankt Johannes, Sulzfeld am Main und Biebelried, mit Wirkung vom 1. Mai 2010 auch zum Pfarrer von Kitzingen-Sankt Vinzenz und Hoheim ernannt. Bauer ist damit Pfarrer der Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Sankt Hedwig im Kitzinger Land. (4 Zeilen/0910/0312) Sven Johannsen auch Pfarrer von Pflochsbach, Sendelbach, Steinbach und Neustadt am Main Würzburg/Lohr am Main/Neustadt am Main (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Sven Johannsen (38), Pfarrer von Lohr-Sankt Michael und -Sankt Pius, Rechtenbach und Rodenbach sowie Kuratus von Lohr-Sankt Elisabeth, mit Wirkung vom 1. März 2010 auch zum Pfarrer der Pfarreien Pflochsbach, Sendelbach, Steinbach und Neustadt am Main mit Filiale Erlach ernannt. (4 Zeilen/0910/0310) Dekan Becker auch Pfarrer von Hafenlohr, Rothenfels und Windheim Würzburg/Marktheidenfeld/Rothenfels (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Hermann Becker (51), Dekan des Dekanats Lohr am Main sowie Pfarrer von Marktheidenfeld und Kuratus von Zimmern, mit Wirkung vom 1. März 2010 auch zum Pfarrer der Pfarreien Hafenlohr und Rothenfels mit Filiale Bergrothenfels sowie zum Kuratus von Windheim ernannt. (4 Zeilen/0910/0305) Krauth koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden Aschaffenburg/Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Pfarrer Markus Krauth mit Wirkung vom 1. März 2010 zum koordinierenden Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden (Dekanat Aschaffenburg-Stadt) ernannt. (3 Zeilen/0910/0308) Krawczyk koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Regina im Spessart Heimbuchenthal/Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Pfarrer Tadeusz Krawczyk mit Wirkung vom 1. März 2010 zum koordinierenden Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria Regina im Spessart (Dekanat Aschaffenburg-Ost) ernannt. (3 Zeilen/0910/0309) Moolan koordinierender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria im Werntal Werneck/Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Pfarradministrator Pater Vincent Moolan Kurian vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten mit Wirkung vom 1. März 2010 zum koordinierenden Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Maria im Werntal (Dekanat Schweinfurt-Süd) ernannt. (3 Zeilen/0910/0311) Pfarrer i. R. Wendelin Lieb vorübergehend Pfarradministrator Würzburg/Mönchberg (POW) Pfarrer i. R. Wendelin Lieb ist ab 24. Februar 2010 bis zur Genesung von Dekan Franz Leipold vorübergehend zum Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft Sankt Wendelin (Mönchberg, Röllbach und Schmachtenberg) ernannt worden. (3 Zeilen/0910/0304) Vuletic auch Pfarradministrator von Uettingen Würzburg/Neubrunn (POW) Pfarradministrator Stefan Vuletic ist rückwirkend zum 15. Januar 2010 bis zum Aufzug des neuen Stelleninhabers Pfarrer Berthold Grönert auch zum Pfarradministrator der Filiale Uettingen der Pfarreiengemeinschaft Heiliger Benedikt zwischen Tauber und Main ernannt worden. (3 Zeilen/0910/0314) Pfarrer Scheller weitere drei Jahre Auslandsseelsorger in Marbella Würzburg/Marbella (POW) Pfarrer Alfred Scheller, seit 2001 im Einsatz der Deutschen Auslandsseelsorge in Marbella/Spanien, ist mit Wirkung vom 1. Mai 2010 für weitere drei Jahre für diese Aufgabe freigestellt worden. Bis 2001 war Scheller als Pfarrer von Saal/Saale und Wülfershausen sowie als Prokurator im Dekanat Rhön-Grabfeld tätig. (4 Zeilen/0910/302) Matthias Braun Dekanatsbeauftragter für Kirchenmusik Würzburg/Bad Neustadt (POW) Matthias Braun (Bad Neustadt) ist zum Dekanatsbeauftragten für Kirchenmusik für das Dekanat Bad Neustadt ernannt worden. (2 Zeilen/0910/0307) Veranstaltungen Führung durch die Friedrich-Press-Sonderausstellung Würzburg (POW) Am Sonntag, 7. März, findet um 15 Uhr im Museum am Dom in Würzburg eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Friedrich Press – herausgeschält“ statt. Die etwa einstündige Führung gibt einen Einblick in die Ausstellung, die Teilnahme daran kostet zusätzlich zum Eintritt pro Person zwei Euro. Friedrich Press (1904-1990) war einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, der sich christlichen Themen widmete. Er gestaltete zahlreiche katholische und evangelische Kirchen im Osten wie im Westen Deutschlands und hinterließ ein umfangreiches Lebenswerk. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über das reiche Schaffen von Press, wobei erstmals das zeichnerische Werk als selbständiges OEuvre präsentiert wird. (8 Zeilen/0910/0300) Rhön-Exkursion der Katholischen Landvolkbewegung Würzburg. Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Würzburg veranstaltet am Samstag, 20. März, unter dem Motto „Zieh ins Land“ eine Studienfahrt in die Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Die Teilnehmer lernen verschiedene Betriebe der Region kennen. Außerdem liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Stationen, an denen der Mensch Ruhe für Seele und Geist finden kann. Zum offiziellen Auftakt der Exkursion feiert Landvolkseelsorger Domvikar Christian Wöber in der Kirche von Ginolfs einen Gottesdienst zum Thema „In seiner Hand ruht die Seele des Lebens“. Der Naturlandhof der Familie Kolb und ihr Rhönschafprojekt stehen im Mittelpunkt des ersten Exkursionsteils. Durch die Zucht ihrer Schafe trägt die Familie zum Erhalt der einzigartigen Rhönlandschaft bei. Anschließend kehrt die Gruppe in der Fischerhütte inmitten des Biosphärenreservats Rhön ein. Am Nachmittag wird in Eckarts der Ruheforst Rhön bei einer Waldführung vorgestellt. Die Teilnehmer erhalten viele Informationen über die Waldbestattung. Zum Abschluss besucht die Landvolkbewegung den Hof von Familie Hahn in Modlos. Nach einer Kaffeepause erfahren die Teilnehmer vieles über den voll automatisierten Melkroboter des Betriebs, die Schnapsbrennerei und das Konzept „Ferien auf dem Bauernhof“, mit dem sich die Familie mit ihren Ferienwohnungen ein weiteres Standbein neben der Landwirtschaft aufgebaut hat. Eine ausreichende Zahl von Anmeldungen vorausgesetzt, fährt ab Sulzfeld, Würzburg, Kürnach, Eßleben und Werneck ein Bus. Anmeldung sowie nähere Informationen bei: Diözesanstelle der KLB, Telefon 0931/38663721. (17 Zeilen/0910/0298) Christen in Palästina und Israel Würzburg (POW) Über die Lage der Christen im Heiligen Land, ihre Rolle in der israelischen beziehungsweise der palästinensischen Gesellschaft referiert am Mittwoch, 10. März, im Sankt Burkardus-Haus Würzburg der erfahrene Pilgerführer und Autor Johannes Zang (Goldbach). Beim Seminartag „Christen in Palästina und Israel“, der von 10 bis 16 Uhr dauert, geht er detailliert auf alle Fragen rund um eine Pilger- oder Studienreise nach Israel ein. Er gibt auch Tipps, wie man als Einzelner eine Auszeit im Heiligen Land verbringen kann und informiert über Möglichkeiten, christliche Kirchen und Projekte in Israel und Palästina zu unterstützen. Nähere Auskunft und Anmeldung beim Institut für Theologisch-Pastorale Fortbildung der Diözese Würzburg, Sankt Burkardus-Haus, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38664700, E-Mail tpf@bistum-wuerzburg.de. (9 Zeilen/0910/0316) „Brunch & Pray“ Würzburg (POW) Unter dem Motto „Nur über meine Leiche – (Un-)ernstes zum Thema Tod“ laden das Evangelische Jugendwerk und die katholische Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit zu „Brunch & Pray“ ein. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 7. März, um 12.05 Uhr in der Sankt-Johannis-Kirche, Hofstallstraße 5, statt. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Musikgruppe Concento aus Hopferstadt gestaltet. Die Besucher sind eingeladen, etwas Essbares für den anschließenden Brunch mitzubringen. Darüber hinaus findet „Brunch & Pray“ in diesem Jahr am 2. Mai, 20. Juni, 17. Oktober und 12. Dezember statt. (7 Zeilen/0910/0315) Familienbund lädt zur Berlinreise ein Würzburg/Berlin (POW) Zu einem Kultururlaub in der Bundeshauptstadt Berlin lädt der Familienbund der Katholiken (FDK) im Bistum Würzburg junge Familien von Sonntag, 23., bis Freitag, 28. Mai, ein. Mögliche Programmpunkte sind der Besuch des Reichstags, das Brandenburger Tor, eine Stadtrundfahrt mit der Linie 100, eine Bootsfahrt auf der Spree oder auf dem Wannsee, der Fernsehturm, der Dom, der Tierpark sowie das Freizeitzentrum. Die Kosten pro Person und Tag inklusive Frühstück belaufen sich für Erwachsene und Kinder ab 13 Jahren auf 31 Euro, für Kinder von 6 bis 12 Jahren auf 20 Euro und für Kinder von 3 bis 5 Jahren auf 15 Euro. Anmeldung sowie nähere Informationen bei: Familienbund der Katholiken, Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665221, E-Mail fdk@bistum-wuerzburg.de. (9 Zeilen/0910/0299) Freizeiten für Kinder und Jugendliche Aschaffenburg (POW) Um die Ferien kurzweilig und abwechslungsreich zu gestalten, bietet die Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit in Aschaffenburg auch in diesem Jahr wieder verschiedene Kinder- und Jugendfreizeiten an. Das Angebot reicht von einer Hausfreizeit in Wiesenthal für 8- bis 11Jährige in der Zeit vom 22. bis 29. Mai über Ferientage in der Effelter Mühle vom 1. bis zum 17. August für Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren bis hin zu einer Sommerfreizeit für Jugendliche von 13 bis 15 Jahren in der Zeit vom 9. bis zum 13. August. Die Tage in Gunzenbach stehen unter dem Motto: „Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert - Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.“ Jugendliche zwischen 15 und 23 Jahren haben Gelegenheit, in den Niederlanden mit der christlichen Arbeiterjugend (CAJ) auf Segelturn zu gehen. Sie machen in der Woche vom 9. bis zum 15. August das Ijsselmeer auf der „Res Nova” unsicher. Zum ökumenischen Jugendtreffen für Teilnehmer ab 16 Jahren im französischen Ort Taizé führt eine Fahrt, die vom 5. bis zum 12. September durchgeführt wird. Eine Broschüre mit nähere Informationen zu allen Veranstaltungen ist erhältlich bei der Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit, Treibgasse 26, 63739 Aschaffenburg, Telefon 06021/392170, E-Mail info@kja-regio-ab.de. Weitere Informationen auch im Internet unter www.kja-regio-ab.de. (14 Zeilen/0910/0306) Predigtreihe in der Fastenzeit zum Priesterjahr Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt/Würzburg (POW) Zum Priesterjahr startet am kommenden Sonntag, 28. Februar, eine Fastenpredigtreihe im Bistum Würzburg, die den Dienst des Priesters in den Mittelpunkt stellt. Fastenprediger sind Weihbischof Ulrich Boom, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist und der Regens des Würzburger Priesterseminars, Herbert Baumann. Sie predigen an den vier aufeinander folgenden Sonntagen vom 28. Februar bis zum 21. März abwechselnd bei den Abendgottesdiensten in Würzburg (Kiliansdom, 18.30 Uhr), Schweinfurt (Heilig Geist, 19 Uhr), Aschaffenburg (Sankt Agatha, 18.30 Uhr) und Bad Kissingen (Herz Jesu, 17 Uhr). Weihbischof Boom geht der Frage nach „Der Priester – Seelsorger oder Manager?“. Er spricht am 28. Februar in Schweinfurt, am 7. März in Bad Kissingen, am 14. März in Aschaffenburg und am 21. März in Würzburg. Generalvikar Hillenbrand stellt sich dem Thema „Der Priester – (k)ein zweiter Christus?“. Er predigt am 28. Februar in Würzburg, am 7. März in Schweinfurt, am 14. März in Bad Kissingen und am 21. März in Aschaffenburg. „Der Priester – Stolperstein der Ökumene?“ lautet der Titel der Predigt von Domkapitular Geist. Er spricht am 28. Februar in Aschaffenburg, am 7. März in Würzburg, am 14. März in Schweinfurt und am 21. März in Bad Kissingen. Regens Baumann setzt sich mit der Frage „Der Priester – mehr als die Laien?“ auseinander. Er predigt am 28. Februar in Bad Kissingen, am 7. März in Aschaffenburg, am 14. März in Würzburg und am 21. März in Schweinfurt. (16 Zeilen/0910/0283; E-Mail voraus) Für Rompilger: Osterliturgie in deutscher Sprache Rom/Würzburg (POW) Speziell für deutschsprachige Rompilger bietet das Kolleg Germanicum in der Kirche Sant‘Ignazio im Stadtzentrum von Rom die Liturgien der Kar- und Ostertage an. Folgende Gottesdienste werden vom Kolleg und seinem Chor musikalisch gestaltet: Die heilige Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 1. April, 18 Uhr; die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag, 2. April, um 16 Uhr; die Feier der Osternacht am Karsamstag, 3. April, um 20.30 Uhr. Alle Liturgien finden in der Kirche Sant‘Ignazio (Piazza di Sant‘Ignazio, 00186 Roma) statt. Größere Gruppen, die die Gottesdienste mitfeiern möchten, werden gebeten, sich unter der E-Mail-Adresse akademie@cgu.it rechtzeitig anzumelden. (8 Zeilen/0910/0293) Dokumentation Stellungnahme der Diözese Würzburg und der Franziskaner-Minoriten Würzburg (POW) Zu den aktuellen Vorgängen um die Person des von der Diözese Würzburg beurlaubten Franziskaner-Minoriten Pater Damian Mai geben die Diözese Würzburg und die Provinz Sankt Elisabeth der Franziskaner-Minoriten am 1. März 2010 folgende Stellungnahme ab: Die Diözese Würzburg und die Provinz Sankt Elisabeth der Franziskaner-Minoriten weisen die in der Tageszeitung Main-Post vom 1. März 2010 veröffentlichte Aussage des Würzburger Franziskaner-Minoriten Damian Mai mit Entschiedenheit zurück, wonach die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn eine „Intrige“ seien. Die bei Diözese und Orden unabhängig voneinander eingegangenen Vorwürfe sprechen eine andere Sprache und sind ernst zu nehmen. Angesichts dieser in den vergangenen Tagen vermehrt eingegangenen Vorwürfe hat sich die Provinz der Franziskaner-Minoriten mit Zustimmung der Diözese Würzburg entschlossen, diese Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft prüfen zu lassen. Ebenso entschieden weisen Diözese und Ordensgemeinschaft die Stellungnahme der DJK Würzburg vom 24. Februar 2010 zurück, in der der Versuch angekündigt wird, juristisch gegen Vorwürfe gegen Pater Damian vorgehen zu wollen. Das ist ein nach den Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Umgang mit Opfern sexuellen Missbrauchs nicht statthafter Versuch, die Betroffenen einzuschüchtern. Dr. Karl Hillenbrand, Generalvikar der Diözese Würzburg Pater Leo Beck, Provinzial der Franziskaner-Minoriten (18 Zeilen/0910/0292; E-Mail voraus) P O W 9 - 5 - 03.03.2010 Pressestelle Ordinariat Würzburg Telefon 0931 / 386 11100 Domerschulstraße 2 - 97070 Würzburg Telefax 0931 / 386 11199 Internet pow.bistum-wuerzburg.de E-mail pow@bistum-wuerzburg.de